Sprechen wir doch noch mal über Schleimpfröpfe. Es ist nämlich so, dass ich jüngst lernen musste, dass sich dieser Schleimpfropf, der quasi die Gebärmutter verkorkt, nachbilden kann. Da staunen Sie, was? Hab ich nämlich auch. Heute Morgen überraschte mich auf der Toilette nämlich ein erneuter Golfballgroßer Klumpen Dings. Diesmal allerdings von roten Blutfäden durchzogen. Claudia sagt, dass sich so ein Schleimpfropf halt auch schon mal nachbilden kann. Dass es der Rest davon war ist eher unwahrscheinlich, denn inzwischen wären wir – alles zusammen genommen – bei Tennisballgröße!
Dazu Durchfall (was wir aber auch schon alles Mal hatten).
Schon gestern Abend nahm ich ein, zweimal diese homöopathischen Tropfen (Cimicifuga), die Claudia mir gestern besorgt hat und ich bekam recht schnell starke regelmäßige Wehen. Die blieben auch, bis wir ins Bett gingen. Aber wie das immer so ist: irgendwann schlief ich ein und die Wehen waren weg.
Cimicifuga wird eigentlich bei Wechseljahrbeschwerden gegeben, begünstigt aber auch die Wehentätigkeit, sofern die Schwangerschaft in einem geburtsbereiten Stadium ist. Allerdings muss man in meinem Fall berücksichtigen, dass ich beim Quietschbeu ja eine Wehenschwäche hatte. Dies bedeutet, dass mein Körper das Wehenhormon Oxytocin nicht in ausreichender Menge selber produzieren konnte. Das ist jetzt keine chronische Krankheit. Es wäre völlig normal, wenn mein Körper das diesmal von alleine hinbekommt. Es kann aber halt auch sein, dass die Hormonbildung wieder zu gering ist. Dann müsste man vernünftige Wehen bzw. den absolut richtigen Zeitpunkt abwarten und diese mit einem Tropf dann verstärken. Aber aktuell hoffe ich noch, dass ich das alleine hinbekomme.
Heute Morgen also direkt noch vor dem Aufstehen mit der Einnahme von je 10 Tröpfchen alle 30 Minuten begonnen. Bis zu 6 Stunden – also insgesamt 12 Mal – soll ich die Tropfen nehmen. Entweder habe ich dann richtige Wehen, oder eben nicht.
Gegen Mittag werde ich mit meiner Schwester telefonieren, wie es mir geht und bei ausbleibender oder zu geringer Wehentätigkeit dann mit dem Miezmann gemeinsam den Quietschbeu besuchen. Oh, er fehlt mir so, aber ich weiß, dass es ihm gut geht, er viel Spaß hat und wir sehr bald eine große Familie sein werden. Und darauf freue ich mich enorm. Auch bin ich wirklich dankbar, dass ich die Tage noch mal zum Kraft tanken nutzen kann.
Als Erstgebärende über den Termin will man das nicht hören: „Ruh Dich noch mal aus, genieß die Entspannung, lies ein Buch, schlaf Dich aus!“ Aber als Mehrgebärende weiß man, dass genau diese Dinge unbezahlbar sind und diese ruhige Zeit mit Kind ein Luxus ist, den man so schnell nicht wieder bekommt.
Ich würde sagen, heute ist ein guter Tag. Eine acht auf einer Skala bis 10.