In diesem Moment.

„Mama, bleib noch hier. Bitte.“ Das sagt er sonst nie, wenn ich mit ihm zu Ende gebetet habe, mich mit einem feuchten Kuss auf die Stirn und einem „Gute Nacht, mein Schatz, ich hab Dich lieb“ verabschiede. Also bleibe ich. Ich setzte mich neben seinem Bett auf den Boden und beginne seinen Bauch zu streicheln. Durch die Dunkelheit höre ich das saugende, schmatzende Geräusch, das er beim Trinken seiner Milchpulle erzeugt. Das ist das letzte Babyding, das er sich bewahrt hat und von dem er sich bisher nicht trennen mag. Ich lasse ihn.

Mit einer Hand greift er nach meiner Hand und delegiert meine Finger zu seiner Brust. „Hier krabbeln“, nuschelt er mit der Nuckelflasche im Mundwinkel und ich kann vor meinem geistigen Auge sehen, wie ihm ein kleines Milchrinnsal aus dem Mundwinkel läuft.

Meine Finger krabbeln seine kleine Brust und ich spüre deutlich das wilde und hektische Pochen seines bald 3jährigen Herzens, das nicht mal zum Schlafen ruhiger werden will. Irgendwann ist die Milchpulle geleert. Sorgfältig stellt er die Flasche ans obere Kopfende seines Bettes. Da steht sie für gewöhnlich morgens noch, wenn ich ihn wecke.

Kaum liegt er wieder auf dem Rücken, sortiert er auch schon meine Finger wieder auf seine Brust. Eine Weile kreise und kraule ich ihn dort, bis ein lautes und sehr tiefes Gähnen unmissverständlich ankündigt, dass es jetzt Zeit wird zu Schlafen. Er rollt sich auf die Seite, wurschtelt ein bisschen mit seiner Daunenbettdecke und seinem Stillkissen herum, sucht seine Boos und sein Schmusekopfkissen und findet schließlich wohl die Position zum Einschlafen.

Das ist der Moment, in dem ich aufstehe und rausgehen möchte. Doch er hält mich fest. „Nein Mama. Hier bleiben!“ Ich setze mich wieder und lege meinen Kopf auf seine Bettdecke. „Ich halte Deine Hand fest, ja?“, flüstere ich ihm zu und er brummt zustimmend.

Nach einer Weile ist sein Atmen ganz ruhig und flach geworden. Ich bin dennoch unsicher ob er wirklich eingeschlafen ist und frage leise: „Männlein, schläfst Du?“ Er haucht ein „Nein“ zurück. Dann spüre ich seine kleine warme Hand in meinem Gesicht, das immer noch auf seiner Bettdecke ruht.

„Ich streich‘l Dich, Mama. Mach die Aug‘n zu.“ Und ich schließe die Augen und genieße es, wie mein kleiner großer Sohn meine Wange streichelt. Unaufhörlich, auf und ab, hin und her.

Irgendwann kommt seine kleine Hand warm und feucht auf meiner Wange zum Erliegen. Sein Atmen ist schwer und tief. Ich seufze leise und schäle mich langsam erst aus der sanften Liebkosung, dann aus der Bettdecke und stemme mich schließlich auf die Beine.

Mein Herz klopft ganz wild und aufgeregt, als ich ihn sanft auf die Wange küsse und noch einmal „Ich liebe Dich!“ hauche.

In diesem Moment hätte ich ihn gerne mit all meiner Liebe und meinem ganzen Körper umhüllt und aufgesaugt. In diesem Moment war diese ohnehin schon bedingungslose Liebe so tief, rein und klar, dass es wehtat. Im positivsten Sinne, den man sich denken kann.

Das große Turnen – Fortsetzung

Nachdem das Turnen am vergangenen Montag auf Grund der akuten  Augengrippe des Löwenmäulchens ausfiel, entschlossen wir kurzfristig das Freitags-Turnen zu besuchen. Zwar gehen die meisten der Quietschbeu-Kindergartenfreunde montags zum Turnen, aber wir wollten da ja zum Turnen und nicht zum gemeinsamen Spielen hingehen. Davon mal abgesehen, dass man ja auch ein paar neue Leute kennenlernen kann. Es heißt zudem auch, die montags Vorturnerin sei netter, als die vom Freitag, aber da die Freitagsfrau nicht unnett ist, ist mir das eigentlich auch egal.

So oder so hat der Freitag für uns einen Vorteil: der Mann hat freitags früher frei und kann mich zum Turnen begleiten. Und so lief unser zweiter Turnbesuch ganz wunderbar. Mal war ich mit dem Quietschbeu unterwegs, mal mit dem Löwenmäulchen. Der Quietschbeu kletterte mutig eine steile Leiter hinauf und rutschte auf der anderen Seite eine Bank wieder hinunter. Er spielte mit seinem Papa mit Kegeln  und Bällen und rannte wie eine Rennmaus durch die Gegend. Das Löwenmäulchen balancierte immer und immer wieder über breite und schmale Bänke und ich war wahrlich erstaunt, wie fein so eine Kleinstkindmotorik doch schon sein kann.

Der Quietschbeu war jedenfalls überglücklich und bei weitem nicht mehr so anhänglich, wie noch beim ersten Mal. Vermutlich aber auch, weil ich viel entspannter war. Von vorne herein zu wissen, dass man sich im Zweifel nur auf ein Kind konzentrieren muss, nimmt einem doch enorm viel Druck.

Wir wollen also kommenden Freitag wieder zum Turnen gehen und wenn sich der gute Eindruck erneut bestätigt, uns direkt als Familie im Verein anmelden. Dann kann ich später auch zum Yoga gehen und all die anderen lustigen Kurse besuchen *mihihi*

Das große Turnen

Gestern waren wir das erste Mal beim Eltern-Kind-Turnen und da der Mann gestern noch Urlaub hatte, habe ich ihn kurzerhand genötigt mitzukommen. Wobei das natürlich nicht stimmt. Er ist höchst freiwillig und gerne mitgekommen. Mir nahm das sofort so ein bisschen Druck und die Angst, das nicht gewuppt zu bekommen. Moralische und physische Unterstützung bei Begehung von Neuland ist ja nie verkehrt (und auch wenn man mir das hier nie glauben will: ich bin in unbekannten und mir neuen Grüppchen furchtbar schüchtern und unsicher).

Ich habe schon mehrfach darüber nachgedacht, ob es meine Unsicherheit ist, die den Quietschbeu in ihm unbekannten Umgebungen so introvertiert, schüchtern, ja, manchmal sogar ängstlich, sein lässt. Seit gestern weiß ich, dass das nicht der Fall ist. Es ist einfach sein Wesen (was ja nicht allzu verwunderlich ist, wenn man mal bedenkt, dass der Apfel ja nie weit vom Stamm … und so).

Als wir in der Turnhalle ankamen war der Quietschbeu schon von den vielen Kindern und Erwachsen arg eingeschüchtert und griff nach meiner Hand. Das Löwenmäulchen hingegen konnte seine Schläppchen gar nicht schnell genug anhaben und wuselte direkt davon (das nächste Mal dringend einen Wiederfinde-Pieps-Sender am Kind anbringen! Der Mann kann da bestimmt was basteln …).

Die Grundproblematik ist folgende: eigentlich ist das Eltern-Kind-Turnen ab 2 Jahren und wie uns die Mathematik der ersten Klasse bereits gelehrt hat: eineinhalb ist weniger als zwei. Das Löwenmäulchen durfte ich dennoch mitbringen, da er als Geschwisterkind ja nicht auf dem Parkplatz angebunden werden kann. Wir waren auch bei Weitem nicht die Einzigen sondern trafen sogar den kleinen F. aus der Löwenmäulchen Kindergartengruppe mit seiner großen Schwester. F. ist 3 Tage älter als das Löwenmäulchen.

Aber zurück zum Thema. Ich kann das Löwenmäulchen solange mitbringen, wie ich ihn hat auch im Auge behalten kann. Es sind einige sehr coole Hindernisse aufgebaut, die zwar alle abgesichert sind, aber doch beachtliche Höhe aufweisen. Und das Löwenmäulchen kann zwar alles erklettern, steigt aber auch gerne einfach mal vom 120cm hohen Kasten seitlich einfach wieder ab, weil er noch keine Höhen einschätzen kann.

Der Quietschbeu hingegen hatte erst mal vor jedem Hindernis Angst. Ganz besonders vor Höhen. So ließ er sich mit viel gutem Zureden schließlich dazu überreden eine schräge Sprossenleiter bis auf einen Kasten hinaufzuklettern, bekam jedoch auf der vorletzten Sprosse jedes Mal Angst und wollte runter gehoben werden. Eigentlich wollte er nur ununterbrochen meine Hand halten und schrie jedes Mal ängstlich „Nein!“, wenn ich fragte oder aufforderte, ein anderen Gerät auszuprobieren.

Schließlich fand er aber doch Gefallen an einer Treppe aus unterschiedlich hohen Kästen, an deren Ende man auf eine dicke Matte springen musste. Wenn ich ihm eine Hand reichte, sprang er immerhin im Sitzen vom Kasten auf die Matte, machte auf der Matte gelandet aber die tollsten Purzelbäume, so als sei er aus 5 Metern Höhe gesprungen. Einmal überwunden war diese Kastentreppe dann das Gerät. Alles andere war doof und uninteressant und folglich sprang er eine halbe Stunde lang vom Kasten. Immer nur aus dem Sitzen und immer nur mit meiner Hand als Sicherheit.

Das Löwenmäulchen wuselte derweil umher, fuhr Rollbrett, krabbelte über Matten, die in Wellenform ausgelegt waren und kletterte auf Bänke und Kästen. Der Miezmann hatte ganz schön zu tun da mitzukommen.

Aber ich sprach ja von einer Problematik, zu der ich dann auch mal langsam kommen will. Im Normalfall wird der Miezmann nicht in der Lage sein uns zu begleiten. Die Stunde geht von 16 bis 17 Uhr und da muss er natürlich arbeiten. Ich müsste also mit den Jungs alleine zum Turnen gehen, womit ich prinzipiell kein Problem habe. Leider muss das Löwenmäulchen ununterbrochen im Auge behalten werden, da er wirklich noch keine Risiken einschätzen kann und auch keine Ängste kennt, wohingegen der Quietschbeu dauerhafte Ansprache, Zuspruch und Sicherheit benötigt.

Ich war gestern Abend dementsprechend traurig und enttäuscht und schon der Meinung, dass ich das alleine nicht gebacken bekommen würde. Das war einer dieser seltenen Momente, in denen ich mich Frage, ob ein größerer Altersabstand nicht besser gewesen wäre. Aber auch das hätte ja am Wesen des Quietschbeus nichts geändert. Ich war sehr lange, bis in meine Pubertät, so verschüchtert und habe mich standhaft geweigert alleine Neues zu probieren, so dass mir viele schöne Dinge, Kurse, Sportarten und vermutlich auch Freundschaften entgangen sind. Und weil ich ihn weder zwingen noch ins kalte Wasser schupsen möchte, werde ich ihn begleiten müssen.

Es war die liebe Alexandra, die mir gestern Abend via Twitter doch noch den Mut gab, es dennoch noch einmal – dann alleine – zu versuchen. Ich sollte beim nächsten Mal einfach mit dem Löwenmäulchen mitgehen. Da der Quietschbeu ohnehin wie ein Kaugummi an mir klebt geht der ja nicht verloren und wird mit der Zeit ganz sicher auftauen und das ein oder andere Hindernis versuchen. Außerdem kann man ihm ja suggerieren, er würde auf den kleinen Bruder mit aufpassen müssen, was ihn sicherlich mächtig stolz macht. Und wenn dem nicht so ist, dann können wir das Thema Eltern-Kind-Turnen immer noch auf einem späteren Zeitpunkt verschieben.

Vorläufiges Fazit: der Quietschbeu war trotz anfänglicher Verschüchterung schwer begeistert von der großen Turnhalle, den Hindernissen, den vielen anderen Kindern und will da unbedingt nochmal hin. Das Löwenmäulchen sowieso (Rampensau, habe ich nicht anders erwartet). Ich selber fand es sehr sehr voll und zeitweise zu wuselig, kann dafür aber wunderbar in der Masse untergehen und stehe  nicht im Fokus (ich hasse es tatsächlich von tiefstem Herzen, im Fokus zu stehen, wenn ich nichts zu sagen habe. Im Job, bei Präsentationen, Lesungen oder Moderationen ist das wieder was anderes).

Nach vorläufiger Resignation und „Geht nicht“-Gejammer werden wir nächste Woche einen erneuten Versuch unternehmen. Ich bin ein bisschen traurig, dass meine Schwester nicht ums Eck wohnt oder ich eine Freundin in der Nähe habe, die Zeit und Lust hätte, mich zu begleiten. Aber auf der anderen Seite sind das ja nun meine Kinder und ich muss allein ihnen zur Liebe lernen, über meinen Schatten zu springen, Angst und Scheu abzulegen und einfach mal zu machen!

Mit Kindern lernt man auch jeden Tag ein bisschen mehr über sich selber.

Papa exklusiv.

Der Quietschbeu hat Dings. Dings ist in diesem Fall Nichts, außer Fieber. Und Fieber ist wiederum etwas, was mich total nervös macht. Weil, ich weiß nicht ob ich es schon mal erwähnt habe: ich bekomme fast nie Fieber, seit ich als Kind mal über mehrere Tage hinweg sehr hohes Fieber hatte (und der Kinderarzt meiner Mutter schließlich riet, mich in eine Wanne mit eiskaltem Wasser zu legen! Was sie nicht tat. Natürlich!) Erst seit ich wieder schwanger bin und quasi jeden Schnöppes mitnehmen, bekomme ich Fieberschübe von 40 Grad. Aber um mich geht es hier gerade gar nicht.

Die Erzieherin des Quietschbeus rief gestern vorzeitig an, der Quietschbeu habe ganz glasige Augen und fühle sich sehr warm an. Leider sei das Thermometer kaputt, aber sie denke, es ginge ihm nicht gut. Wir holten ihn daraufhin aus dem Kindergarten ab. Zuhause erschien er eigentlich recht normal. Er war nicht ganz so wild und zappelig, wie wir ihn sonst am Nachmittag erleben, aber alles in allem ging es ihm gut. Fieber konnte ich nicht vorstellen.

Als wir ihn abends ganz regulär zu Bett brachten bemerkte ich aber sofort, dass er ordentlich glühte. Ich maß 39,4 Grad. Da er sich normal verhielt und nur müde schien, steckten wir ihn ohne Medikamentengabe ins Bett. Er schlief auch direkt ein. Eine halbe Stunde später dann doch großer Alarm:

„Mama, des tut weh!“ Er zeigte mir die Arme, dann die  Beine, den Mund und den Kopf. Typischer Kopf- und Gliederschmerz. Ich gab ihm also ein Paracetamol-Zäpfchen und nahm ihn mit zu uns aufs Sofa, wo er nach kürzester Zeit wieder einschlief.

Später in der Nacht machte er nochmal einen Zwischenstopp in unserer nicht vorhandenen Bettritze. Das ist erwähnenswert, weil der Quietschbeu es grundsätzlich eigentlich ablehnt, bei uns zu schlafen. Das ist ihm alles zu eng. So wurde er drei Stunden später auch wach und weinte bitterlich, weil ihm der Papa im Weg war und die Mama zu nah lag (das Löwenmäulchen war zwischenzeitlich auch noch bei uns eingezogen). So zog er also wieder in sein Bett um.

Heute Morgen begrüßt mich ein freudestrahlender Quietschbeu.

Q: „Guddn Morg’n!“
M: „Guten Morgen Schatz, wie geht’s Dir?“
Q: „Hab gud e-schlafen, ja.“
M: „Tut Dir noch irgendwas weh?“
Q: „Nein, alles gud.“

Da ich fand, dass er sich dennoch immer noch warm anfühlte, trotzdem er ansonsten guter Dinge war, beschloss ich, dass er heute mit dem urlaubenden Papa zuhause bleiben durfte. Das fand er natürlich total super und plante direkt mit dem noch im Halbschlaf dösenden Papa das Frühstück.

Q: „Papa, ich will dunkes Brot. Mit Nutaja.“
P: „Kein Nutella!“
Q: „Lausemausewurscht. Okee?“
P: „Okay!“

Ich hoffe sehr, dass diese Fiebersache damit schon durchgestanden ist. Im Übrigen gebe ich Paracatamol nicht wegen der Höhe der Temperatur, sondern  weil der Quietschbeu Schmerzen hatte. Fieber ist ja prinzipiell erst mal ne gute Sache und soll laut unseres Kinderarztes auch gar nicht künstlich unterdrückt werden. Das ist aber wiederum Ansichtssache jedes einzelnen.

Der Quietschbeu hat heute jedenfalls exklusive Papa-Zeit. Die glücklichen Augen hätten sie heute Morgen mal sehen sollen! Hachz.

Das war 2011 bei Familie Miez

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
6 Punkte. An sich kann ich über die allgemeine Entwicklung nicht klagen. Ich bekam einen Traumjob angeboten und nahm ihn an. Wir fanden den perfekten Kindergarten für die Jungs und ich wurde mit Wunschkind Nummer Drei schwanger. Leider zieht mein anhaltend desolater Gesundheits- und damit einhergehender Gemütszustand das durchweg positive Jahr um ganze 4 Punkte runter.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Bis zur Schwangerschaft habe ich weiter abgenommen und hatte zum Schluss 2 Kilogramm weniger, als vor der Quietschbeu-Schwangerschaft. Dann wurde ich wieder schwanger und *zosch*. In der aktuellen 20.SSW sind wir bei plus 10 Kilogramm.

3. Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Im Frühjahr ließ ich mit eine Victoria Backham-Gedächtnisfrisur schneiden. Steht mir einfach besser. Aktuell mutiere ich aber eher wieder zu easy-peasy Muttifrisur: Haargummi und go.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend weitsichtig.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Weniger. Nicht viel, aber durch inzwischen 2 Kinder doch spürbar. Ich arbeite ja wieder, aber nur 30 Stunden, statt wie zuvor 40 Stunden. Das ist unterm Strich ein bisschen weniger, als das Elterngeld im letzten Jahr. Auch wenn es dann und wann sehr knapp ist (und wir manchmal sehr schwimmen), es geht.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Definitiv den besseren Job. Und wie man das sonst nur im Fernsehen sieht, fand dieser Job mich, statt anders herum. Ich hatte ursprünglich gar nicht geplant schon wieder arbeiten zu gehen. Aber dieses Angebot war einfach ideal. Genau meine Schwerpunkt, mein Herzjob, bei guter Bezahlung. Ich wäre verrückt gewesen, hätte ich ausgeschlagen.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Grundsätzlich würde ich sagen: weniger. Bei zwei Kindern ist das aber natürlich irgendwie relativ. Mein Vater sagt immer: mit zwei Kindern muss man sich beim Geldausgeben nicht wirklich anstrengend. Wo er Recht hat …!

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Die Erkenntnis, dass die eigenen körperlichen und seelischen Grenzen doch sehr viel weiter gesteckt sind, als man das gemeinhin erst mal annehmen würde.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr bewegt. Mit zwei Läufern, der eine zeitweise in der Trotzphase, der andere in der Entdeckungsphase, war ich nahezu ständig in Bewegung. Und wenn ich mal Sitze bin ich dennoch immer Sprungbereit.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Wollen wir mal sehen. Extreme Kreislaufprobleme und Übelkeit im ersten Schwangerschafts-Trimester, Grippe, Bronchitis, Hand-Mund-Fuß-Krankheit und Magen-Darm-Infekt. Das sind mehr Krankheiten, als ich zuvor in 10 Jahren zusammen hatte. Aber alle traten in der Schwangerschaft in den ersten 18. Wochen auf und sind somit auf mein angeschlagenes Immunsystem zurückzuführen. Dennoch. Wörgl.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Eine Nacht mit über 40 Fieber als Höhepunkt der Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Zum Glück waren die Jungs in dieser Nacht bei der Tante, dennoch hatte ich das Gefühl und den Wunsch einzuschlafen und nie mehr zu erwachen. Das war die totale Erschöpfung. Körperlich. Seelisch.

12. Der hirnrissigste Plan?
Einen Brunch für die ganze Familie auszurichten. Am zweiten Weihnachtsfeiertag. Der Tag war zwar schön und ich war sehr glücklich und froh, dass alle meine Lieben um mich waren, aber der finanzielle und organisatorische Aufwand raubte mir enorm viel Energie und Kraft. Dass sich seither keine Zeit zum Ausruhen und Entspannen fand, wirft vielleicht auch zusätzlich einen dunkleren Schatten auf das Ganze, als es wirklich verdient.
Nächstes Jahr jedenfalls maximal Gans, Klöße, Rotkohl für alle.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Mit ohne Kreislauf Auto fahren.

14. Die teuerste Anschaffung?
Och Gottchen, wir waren dieses Jahr so sparsam. Ich weiß es gar nicht genau. War wohl eher viel Kleinvieh.

15. Das leckerste Essen?
Die Gänsebrust am ersten Weihnachtsfeiertag und immer wieder das Miez’sche Gulasch.

16. Das beeindruckendste Buch?
Zwei an einem Tag (jawohl, das Buch, nicht der Film).

17. Der ergreifendste Film?
Harry Potter 7.2 War doch dieses Jahr, oder?

18. Die beste CD?
Das war so eine Selbstgemischte für’s Auto. Viel Elektro, Synthpop und ein bisschen EBM.

19. Das schönste Konzert?
Kein Konzert für dieses Jahr zu verbuchen.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Dem Quietschbeu, dem Löwenmäulchen und den Kollegen.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Dem Quietschbeu, dem Löwenmäulchen, dem Miezmann, der Schwesterfamilie, der Herzfreundin und erstmalig in diesen Jahresresümees: meiner Mutter!!!111EINSELF.

22. Zum ersten Mal getan?
Meine Kinder in einen Kindergarten gebracht.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Viele Menschen aus meiner Schulzeit wiedergesehen (10jähriges Abitreffen).

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

  • Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Magen-Darm-Infekt, Grippe (Kranksein ist doof!)
  • Geldsorgen
  • Quietschbeu-Trotzphase

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dem Namen für das Maimiez. Still in progress.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich weiß es nicht. Dieses Jahr war ich nicht gut im Schenken.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Materiell: Das neue Essservice. Das habe ich mir selber geschenkt.

Emotional: Das erste „Hab‘ Dich lieb, Mama!“ des Quietschbeus und das erste „Mama!“ gepaart mit diesem kuschelig seligen Blick des Löwenmäulchens.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Hab‘ Dich lieb, Mama!“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Du bist der tollste Mann der Welt, selbst wenn Du total doof bist.“

30. Dein Wort des Jahres?
Maimiez

31. Dein Unwort des Jahres?
NAAAAIN!!!

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Ich habe keine Lieblings-Blogs. Dem einen Verfasser fühle ich mich manchmal näher, dem anderen ferner. Manche Blogs müssen nach Jahren aus meinem Reader weichen, andere finden den Weg hinein. Aber ich klassifiziere nicht mehr.

Und die Handvoll Damen, die nicht nur in meinem FeedReader, sondern auch in meinem Herzen sind, haben mit „Lieblingsblogs“ nichts zu tun. Das geht weit über diesen Begriff hinaus.

33. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!
2008 2009 | 2010

 

Ich wünsche allen Miez-Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr, dass Eure Wünsche in Erfüllung gehen und Eure Pläne sich realisieren lassen. Danke für Eure Treue und Euer Feedback ♥