Heute mal: ich ich ich

Ich habe mir eine neue Jeans gekauft. Eine in 32“. Und sie schlabbert bereits.

Ich bin da sehr stolz drauf, immerhin habe ich in 8 Wochen 8 Kilogramm abgenommen. Um mein absolutes Traumgewicht zu erreichen, müsste ich nun noch 9 Kilogramm abnehmen, wobei es realistischer ist, bei -5 Kilogramm aufzuhören. Von wegen gesund und so.

Nach der Geburt des Löwenmäulchens hatte ich genau einmal meine Periode. 27 Tage nach der Geburt. Seitdem Schweigen im Wald. So ein bisschen macht mich das nervös, denn ich hätte schon gerne eine Bestätigung, dass ich theoretisch wieder im Ring bin oder sein könnte.

Seit zwei Wochen nun verliere ich meine Haare. Da ich ja 4 Monate nach der Geburt des Quietschbeus wieder schwanger war, verlor ich das dicke Fell der ersten Schwangerschaft nicht und konnte somit doppeltes Fell aus zwei Schwangerschaften ansammeln. Das wird nun ruckartig abgeworfen. Große Sauerei, sage ich Ihnen. Dennoch ein Anzeichen dafür, dass sich mein Hormonhaushalt back tot he roots macht.

Mein Beckenboden ist, obwohl die Rückbildung noch aussteht, tip top in Ordnung. Ich bin erstaunt darüber und freu mich natürlich sehr. Mein Kreuzbein macht mir hingegen ernsthafte Probleme. Nach der Geburt war es eigentlich schnell wieder richtig gut. Dann kam die Woche Urlaub, in der ich das Löwenmäulchen täglich mehrere Stunden im Bondolino durch den Wald schleppte. Das Resultat ist, dass ich seitdem kaum schmerzfrei Sitzen geschweige denn Aufstehen kann. Inzwischen muss ich mir durch die Maxi Cosi auf der einen und Quietschbeu auf der anderen Seite Schlepperei noch einen Nerv in der rechten Schulter eingeklemmt haben. Es schmerzt sehr und ich kann den Kopf nicht ganz drehen. Meine ohnehin krumme Rückenhaltung tut ihr übriges.

Kopftechnisch bin ich fit, bereit, sogar ungeduldig. Ich fühle mich wohl, nicht überfordert und genieße jeden Tag den Anblick, wenn meine Jungs miteinander Interagieren.

Ich bin mir sicher: ich will mehr davon. Bald.

Heute, als ich mit dem Quietschbeu und dem Löwenmäulchen beim Sankt Martins Umzug war und mir das Löwenmäulchen im Bondolino einnickte, da erinnerte ich mich, dass es letztes Jahr noch der Quietschbeu war, der keine 10 Meter vor der großen Feuer im Bondolino einpennte und so das Spektakel verschlief. Heute lief er an meiner Hand neben mir her und schwenkte in der anderen sehr stolz seine eigene Laterne. Zeit. Mal Freund, mal Feind.

(Ich habe eine ziemlich konkrete Lebensplanung, die unter anderem eine erfolgreiche Rückkehr in den Job, den ich ja trotz Schwangerschaft und Elternzeit derzeit im Home Office ausübe, beinhaltet. Ich kann nicht ohne meine Arbeit. Und bisher schaffe ich das auch Beides – Kinder und Job – erstaunlich gut unter einen Hut zu bringen. Aber der Plan sieht vor, eine Gewisse Zeit X in erster Linie den Kindern zu widmen, bevor ich dann die beiden Schwerpunkte wieder auf eine Ebene bringe. Ich möchte einen Wellengang vermeiden. Das würde mich nicht glücklich machen. Das ist unter anderem ein Punkt auf der rationalen Seite, wenn Sie verstehen.)

Verhütungsfrage

In zwei Tagen habe ich meinen Nachsorgetermin bei meiner Frauenärztin. Ich weiß schon jetzt, dass der Riss gut verheilt ist, dass meine Gebärmutter vollständig zurück gebildet ist und dass ich rund 15 Kilogramm verloren habe (und somit immer noch 7 kg bis zum vor-Schwangerschaft-zwei-Gewicht und immerhin 15kg bis zum vor-Schwangerschaft-eins-Gewichthabe. Also gerade mal – 1 kg seit über einem Monat. ).

Was ich allerdings noch nicht weiß, ist die Antwort auf die Frage nach der zukünftigen Verhütung. Eine Spirale kommt für mich nicht in Frage, weil sie sich erst rechnet, wenn man sie drei Jahre trägt. Da wir derzeit aber noch ein drittes Kind in Betracht ziehen und dieses dann nicht erst in drei Jahren, wäre die Spirale rausgeworfenes Geld. Es wird also wohl oder übel auf die Stillpille hinauslaufen. Nun sagte man mir, dass man bei dieser mit der Einnahme sehr genau sein muss. Und dass man sie durchnehmen muss. Da ist aber seit nun mehr 6 Jahren keine Verhütungspille mehr eingenommen habe, werde ich mich sicherlich mit der regelmäßigen Einnahme schwer tun.

Die Mini-Pille, die ich nach der Geburt des Quietschbeus verschrieben bekam, habe ich gar nicht erst genommen. Gut, da stand allerdings auch der Entschluss, einem weiteren Kind eine Familie sein zu wollen, recht schnell.

Eventuell käme ja auch noch der gute, alte Persona-Computer in Betracht. Diesen habe ich damals angeschafft, um eben genau das Gegenteil zu bewirken: schwanger werden. Ich bin mir allerdings aktuell nicht mal sicher, ob ich den noch habe oder ob ich ihn seinerzeit bei e*bay verkauft habe. Einen neuen werde ich sicherlich nicht anschaffen.

Wenn mir die indiskrete Frage gestattet ist: wie verhüten Sie denn so? Mit und ohne baldigen Kinderwunsch.

Kondome liegen uns nicht so (falls jemand das naheliegenste vorschlagen wollte).Flattr this

Notiert #01

  • Seit der Geburt des kleinen Löwenmäulchens habe ich bereits 14 Kilogramm verloren. Noch 8 kg bis zum vor-Schwangerschaft-zwei-Gewicht und noch 16 kg bis zum vor-Schwangerschaft-eins-Gewicht.
  • Aller Erwartungen zum Trotz habe ich derzeit einfach gar keinen Hunger. Ich muss mich ernsthaft zwingen etwas zu essen. Dabei dachte ich, dass das Stillen mich zu einem ausgehungerten Raubtier machen würde. Aber denkste.
  • Ich habe wieder Knöchel, eine Taille, einen nahezu flachen Bauch und vor allem kaum noch sichtbare Schwangerschaftsstreifen. Dazu eine Still-BH-Größe von 80D. Ich bin eine Frau! Endlich wieder.
  • Ich bekomme einmal am Tag einen Hormonbedingten Weinkram wegen irgendwas. Weil der Quietschbeu hin fällt (und das tut er aktuell recht oft) oder der Miezmann irgendwas falsch anders macht, als ich (Spülmaschine ausräumen, oder so) oder im Fernsehen frisch geborene Babys gezeigt werden (obwohl ich selber das Schönste hier liegen habe).
  • In nur einer Woche Löwenmäulchen hatte ich schon “Und da gehen Sie mit dem kleinen Baby schon einkaufen???” sowie “Bekommt der da (Bondolino, Anm. d. Red.) Luft?” Begegnungen. Außerdem wurde er für ein Mädchen gehalten, als er dieses reizende Strickmützchen der lieben Frau Blümel trug. (“Ich dachte, weil es so ein hübsches Mützchen anhat.” Ähhhh … aha.)
  • Ich bin glücklich. Sehr.

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ET+7

„Sie und Ihr 1 Woche altes Baby“

„Ein neues Leben beginnt“

Diese Newsletter, die davon ausgehen, dass man auf den Stichtag genau entbunden hat. Föchterlich. Alle Schwangerschaften wieder.

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Hallo 42.SSW, da bist Du ja wieder. Langsam freunden wir uns an, hm? Ich könnte glatt in die Versuchung kommen, Dich beim dritten Kind von vorne herein einzuplanen. Aber wir wollen mal nicht übermütig werden.

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Ich glaube das heute Morgen war der erste Frisörbesuch meines Lebens, der mich so gar nicht euphorisch stimmte. Dies lag aber nicht an mangelender Kompetenz des Frisörs, denn diesem gehört seit Jahren mein ganzes Vertrauen, nein … es war halt nur Spitzen schneiden. Dazu wollte ich noch die Frontpartien leicht angestuft haben, was mein Frisör aber falsch verstand und rund herum die Spitzen durch stufte. Egal. Ich binde die eh zusammen. Praktische Muttifrisur in der long version. Duschen, Waschen, Zusammenbinden. Mehr ist in den ersten Wochen mit Baby nicht drin. Im Herbst lasse ich mir dann wieder einen Bob schneiden und ein paar Strähnchen setzen.

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Es ist aber auch wirklich erstaunlich, wie stark die Wachstumshormone, die den Herrn Minimiez in die Länge treiben, sich auf meinen Körper auswirken. Die Haare sind gewachsen wie Unkraut. Die Fingernägel und Fußnägel kann ich mir 2 Mal die Woche schneiden, so schnell wachsen diese. Eigentlich könnte ich auch noch zur Pediküre gehen, aber bekommen Sie da mal kurzfristig einen Termin von dem Sie nicht mal mit Sicherheit wissen, ob sie ihn wirklich wahrnehmen können, also hab ich gerade noch einen Termin für 11 Uhr gemacht (Jemand hat kurzfristig abgesagt. Yeah!).

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Zu meiner heutigen Laune kann ich noch gar keine Stellung beziehen. Gerade fühle ich mich sehr neutral. Der Miezmann ist heute ins Büro gefahren. Claudia kommt später vorbei, um ein CTG zu schreiben. Ich sitz hier so rum. Warten. Ächz.

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Bei der Gelegenheit möchte ich Ihnen allen von Herzen für Ihren Zuspruch und die nicht abreißenden Motivationsversuche danken. Auch wenn anonym und nur übers Internet, so gibt es mir doch tatsächlich viel Kraft, dass da Menschen sind, die mit mir fiebern und leiden und warten und die nicht müde werden, mich aufzubauen, wenn ich mal wieder das große Jammern bekomme. Danke!
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Böse Miezekatze

Ich bin so ein bisschen angefressen. Nur weil man die Wahrheit sagt (und da schon nen mega Eiertanz drum macht, um ja nicht falsch verstanden zu werden) muss man sich ja nicht direkt mangelnde Empathie attestieren lassen. Ich! Mir! Die vor Empathie für jeden Regenwurm bei Regen fast zu Grunde geht.

Ach, vielleicht sind‘s auch nur die Hormone. Klicken Sie bitte weiter. Hier gibt’s gerade nix zu sehen.