Babyspielgruppenfreunde

Vier Kindergeburtstagsfeiern von Babyspielgruppenfreunden in den letzten drei Wochen. Nummer 5 feierte auf Grund seiner Konfession keinen Geburtstag, aber regelmäßig Kontakt haben wir dennoch (seine Mutter ist die Tagesmutter der Jungs).

Die Babyspielgruppe. Ich erwähnte sie immer wieder am Rande, im Vorbeigehen. Schon über ein Jahr besuchen wir diese Gruppe nicht mehr, aber sehen uns dennoch alle mal mehr und mal weniger regelmäßig. Die Gruppe war für Kinder von 4 Monaten bis zu einem Jahr und als unsere Babys vergangenes Jahr Eins wurde, endete diese Gruppe offiziell. Aber eigentlich kennen wir uns ja alle schon viel länger. In Wahrheit haben wir Eltern uns nämlich im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt, als wir alle noch gar keine Eltern waren. Wir waren alle Erstgebärende, die nur theoretisch wussten, was auf uns zu kommt, die in den Beckenboden atmeten und die Daten unserer Mutterpässe verglichen.

Keins der Kinder hielt sich an seinen errechneten Entbindungstermin. Der Quietschbeu wäre rein rechnerisch der Erste gewesen, wurde dann aber zur goldenen Mitte. Und im ersten Jahr waren alle Fünf in ihrer Entwicklung so unglaublich unterschiedlich.

Der „Erstgeborene“ Q. konnte bereits mit 10 Monaten frei laufen.

V., das einzige Mädchen in der Runde, quasselte als erstes drauf los.

B. war immer der Größte in der Runde, auch wenn er am deutlichsten vor seinem ET zur Welt kam.

J., der Jüngst, hatte von Anfang an das größte Durchsetzungsvermögen.

Der Quietschbeu war immer der Introvertierteste (anhänglich und zurückhaltend) mit der schrillsten Stimme.

Es gab Tage, an denen ich die Babygruppe vorzeitig verließ, weil der Quietschbeu die ganze Neugeborenen-Station, wo die Gruppe stattfand, zusammen kreischte. Treue Leser werden sich an meine verzweifelten Einträge dazu erinnern.

Gestern Morgen saßen wir dann alle zum Geburtstagsfrühstück von J. zusammen. Und wie sie da so nebeneinander sitzen wurde mir ziemlich abrupt klar, dass sich diese Eigenheiten unserer Kinder total verwachsen haben. Sie reden alle mehr oder weniger viel und gut. Sie sind motorisch alle gleich auf und körperlich alle etwa gleich groß. Sie sind alle in der Trotzphase und befinden sich in einem Stadium zwischen Zicke und Diva.

5 Kleinkinder, die alle ganz schrecklich typische Zweijährige sind.

Inzwischen ist unsere Gruppe ziemlich gewachsen. Das Löwenmäulchen kam hinzu, Q. hat einen 5 Monate alten Bruder, und B. wird voraussichtlich im Juli (eher früher) eine Schwester bekommen. Die Eltern von V. arbeiten aktiv am Geschwisterkind und die Eltern von J. ziehen es mittlerweile in Betracht, in 2 Jahren noch Mal nachzulegen (und das, wo sie bis vor kurzem immer beschwor, dass sie niemals nicht wieder Schwanger werden wollen würde).

Ich mein‘, mal ehrlich: was sind eigentlich zwei Jahre? In meiner Zeitrechnung vor den Kindern war das eine Ewigkeit. In meiner Zeitrechnung seit den Kindern ist das ein Wimpernschlag.

Es ist also Zeit für die Babyspielgruppe einen neuen Namen zu finden. Nur welchen?

Kurse, Kurse, Kurse

Gestern haben der Quietschbeu und ich uns mit drei Müttern und Babys unseres GVK getroffen. Und obwohl der Quietschbeu beinahe der Jüngste war (obwohl ja als Erster ausgerechnet), war er eindeutig das größte Baby. Ich hab das bisher gar nicht so wahrgenommen, auch wenn mich die Leute ständig ungläubig fragen „Zwei Monate erst? Der ist aber riesig!“ Ich hatte da bisher ja wenig Vergleichsmöglichkeiten, musste nun aber erkennen: ja, oh, er ist wirklich groß!

Die kleine V. ist als ältestes Baby (26.04.) der gestrigen Runde ein echtes Plappermaul. So niedlich, wie sie auf dem Schoß ihrer Mama saß und brabbelte wie eine Große. Die kleine E. (28.04.) besticht durch ihre exotische Mischung (deutsch-japanisch) und ihre riesengroßen braunen Augen. Der kleine B. (11.05.) ist eine echte Schlafmütze (immer noch!) mit großem Hunger. Fünf Mal täglich 200ml, manchmal sogar mehr! Und ich bin froh, wenn mein Quietschbeu am Tag auf 700 ml kommt und bin bei dem heißen Wetter ständig mit einem Wasser/Tee-Fläschchen hinter ihm her, damit er wenigstens genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Außerdem hat B. echt kleine Füße im Vergleich zu den riesen 8,5cm Latschen meines Sohnes.

Es war spannend und schön die Babys zu beobachten und vor allem mit den anderen Müttern über die ersten Wochen zu reden. Wir sind ja alle Erstgebärende und normalerweise wären auch noch zwei weitere Mütter aus unserem Kurs gekommen, nur leider zieht die eine gerade um und die andere musste kurzfristig wegen Soor bei ihrem kleinen Q. (19.04. – wir haben mal eben die Geburtstermine getauscht, weil Q. eigentlich am 02.05. ausgerechnet war) absagen.

Zum Glück sind wir uns alle so sympathisch, dass wir ab Ende August zusammen zu einer neu beginnenden Babygruppe gehen werden und so nun das erste Lebensjahr unserer Kinder gemeinsam erleben werden. Ich freue mich da wirklich drüber, immerhin hatte ich bisher kaum realen Kontakt zu anderen Babymamas und so sind es gleich mehrere, die den Weg von Anfang an zusammen gehen.

Außerdem werden der Quietschbeu und ich ab Ende August zu einer Rückbildung-Babymassage-Kombination gehen. Erst wird eine Stunde massiert und gestreichelte und wenn die Kleinen dann im Koma der Glückseligkeit schlummern, darf Mutti sich fit zappeln. Dafür verzichten wir aber auf einen Kurs Babyschwimmen, auch wenn mir das so viele aufquatschen wollen.

Zwei Kurse pro Woche reichen mir und dem Quietschbeu eindeutig. Und schwimmen können wir ja ruhig einmal alleine gehen (erst gestern eine so niedliche Badebux für den Zwerg erlegt!)

Ende Augusts also offizieller Startschuss für das „.. noch so eine Mutter“-Jahr. Ich spekuliere ja auf ganz viele witzige Begebenheiten, die ich hier dann verbloggen kann.

Geburtsvorbereitungskurs Teil 7

Der letzte Geburtsvorbereitungskursabend. Und zeitgleich irgendwie auch der Langweiligste. Das soll jetzt kein Vorwurf an die teilnehmenden Herrschaften oder Hebamme Beate sein, aber ich empfand den Abend als langweilig. Wahrscheinlich, weil es nichts Neues gab. Wir redeten ein bisschen über (Zitat) „Wie bewahrt man ein Baby auf?“, woraufhin jeder aufzählen durfte, was er angeschafft hat. Laufstall, Babybett, Wiege … das übliche eben.

Beate war deutlich bemüht, keine Dogmen aufzustellen. Dennoch schaffte sie es nicht ganz ihre Meinung zu verbergen. Babys sollten auf der Seite oder mit erhöhtem Köpfchen schlafen gelegt werden, falls sie im Schlaf spucken. Also Handtuch in den Rücken oder unter der Matratze im Kopfbereich positionieren. Bitte auf jeden Fall einen Schlafsack und keine Bettdecke verwenden. Kinderwagenkissen sind out und Tragetaschen zu eng (immerhin ist unsere Tragetasche so weit, dass das Kinderwagenkissen rein passt *gnihihihi*) etc.

Zwischendurch packte sie einen Bondolino aus und führte ihn mit den Worten „eine gute Alternative zum Tragetuch!“ vor. Das besänftigte dann auch den Miezmann, den das Probe-Gebinde unseres Bondolinos zunächst zu dem Schluss kommen ließ, dass sei kompliziert und die Gurte würden beim Anlegen ständig im Dreck schleifen.

Dann ging Beate mit einem pränatalen Abhörgerät rund und ließ jeden Mal nach den Herztönen seines Babys hören. Auch uninteressant, weil wir das schon letzte Woche nach dem Kurs (wir blieben zur Akupunktur ja etwas länger) hatten und somit einfach nur da saßen und warten mussten.

Insgesamt vergingen die zwei Stunden sehr schnell. Wir tauschten alle unsere E-Mail-Adresse und Telefonnummern aus und schon war der sagenumwobene Geburtsvorbereitungskurs vorbei. Einfach so. Ohne viel Geräusch, wenn Sie verstehen was ich meine.

Wir blieben noch 20 Minuten für die wunderbare Ischias-Akupunktur (ich schwöre inzwischen darauf!) und feierten den Abend mit einer Bestellung beim Pizza-Mann. Der Miezmann ist selig, dass es nun endlich vorbei ist und ich finde, es kann dann jetzt los gehen.

Hallo, Baby? Wir warten :)

Geburtsvorbereitungskurs Teil 6

Ich kenne kein Thema, bei dem sich Menschen so uneinig sein können, wie bei einer Schwangerschaft bzw. der späteren Kindserziehung. Man kann ja grundsätzlich alles falsch machen. Man muss nur die richtigen Leute fragen.

Heute, in der vorletzten Stunde unseres wunderbaren Geburtsvorbereitungskurses, war das Thema Stillen und Babyernährung. Zunächst wurden Männer und Frauen separiert, um in gleichgeschlechtlichen Gesprächszirkeln die Vor- und Nachteile des Stillens für sich und die Familie zu erörtern.

Besonderes Hightlight war die männliche Contra-Stimme „physische Verformung des Brustgewebes nach dem Stillen“, welches ein anderer Mann (ausnahmsweise nicht meiner!!!) laut mit „Schlabberbrüste!“ kommentierte. Auch erstaunlich fand ich, dass ich die einzige Frau zu sein schien, die an großen Brüsten nichts unästhetisch findet. Hatte ich vor der Schwangerschaft ein nettes B, so trage ich derzeit ein sehr okayes C und werde bestimmt auch noch die Bekanntschaft mit einem voluminösen D machen. Ist doch nix dabei.

Grundsätzlich bin ich ja auch ein recht diskussionsfreudiger Mensch. Wenn ich allerdings merke, dass mir mein Gegenüber meine Meinung nicht lassen will oder diese mit unpassenden Bemerkungen abwertet, dann werde ich stiller. So endete dann auch der weibliche Gesprächszirkel ohne meine Beteiligung.

Ich will stillen. Das ist grundsätzlich erst mal ein Vorsatz und mir ist bewusst, dass es durchaus anders kommen kann. Andere Frauen sind da auch anderer Meinung und wollen auf gar keinen Fall stillen bzw. ihren Körper teilen. Gut, ist auch ne Meinung. Allerdings sind diese Frauen auch derzeit und nach eigenen Angaben freiwillig schwanger. Teilen sie ihren Körper da nicht auch, irgendwie? Mir geht’s jetzt nicht darum, dass jemand nicht stillen will, sondern um die komische Begründung, man wolle seinen Körper nicht „teilen“. Nun gut. Weiter im Text.

Ich gab weiterhin an, dass ich mir gut vorstellen kann ein halbes Jahr voll zu stillen und dann nach und nach eine Mahlzeit nach der anderen durch Beikost und Brei zu ersetzten. So etwa ein Jahr stillen … das wäre für mich nach heutigem Stand okay. Wir smalltalken ein paar Minütchen so über dieses und jenes und dann fällt der Satz: „Länger als ein halbes Jahr würde ich auf gar keinen Fall still. Das ist doch total eklig!“

Öhm, ja, okay. Sagte ich nicht gerade eben noch, dass ich ein Jahr … ja, doch, okay.

Wie gesagt: jedem seine Meinung. Aber ist es wirklich nötig sich so abfällig über eine bestimmte Meinung zu äußern, wenn man genau weiß, dass andere Menschen im Kreis eben diese Meinungen haben? Ich weiß nicht. Eigentlich bin ich auch nicht so pingelig. Aber jemanden eklig zu nennen, nur weil er länger als ein halbes Jahr stillen will (und es ging jetzt nicht darum, dass mal nur noch zusätzlich stillt. Die Dame empfand es als eklig überhaupt noch ein sechs Monate altes Kind zu stillen), das find ich schon ziemlich scary.

Hebamme Beate, die mich nach den Kursstunden erneut wegen meiner Ischiasbeschwerden akkupunktierte, war ebenfalls überrascht, dass so viele zukünftige Mamis aus unserem Kurs nicht stillen wollen. Ein genannter Contra-Punkt war im Übrigen, dass man nicht alles essen und trinken könne. Dabei fiel mir ein, wie Madame X („…total eklig!“) noch in der letzten Woche angemerkt hatte, in ihrer Kliniktasche hätte sie Zigaretten dabei. Nach der Entbindung würde sie sich erst mal schön eine anzünden.

Aha.

Geburtsvorbereitungskurs Teil 5

Gestern Abend haben wir den fünften Abend des Geburtsvorbereitungskurses für Paare besucht. Zur Belustigung aller sind wir so ziemlich jede Geburtsposition durchgegangen, die man sich vorstellen kann. Zeitweise war ich unsicher, ob Beate das große Buch der Geburtspositionen nicht mit dem Kamasutra verwechselt hatte. Unglaublich, welche Verrenkungen zur Entspannung dienen sollen. Manche Postionen (insbesondere die am Mann) sahen auch mehr nach optimaler Empfängnis, nicht nach Austreibung aus, was ein zukünftiger Vater mit „ich hab das Kind doch schon gemacht!“ kommentierte.

Überraschte Blicke erntete ich, als ich von Hebamme Gabys Unwillen zur Akupunktur erzählte. „Ja, aber die wirbt doch damit, dass sie das macht.“ – „Ja, dachte ich auch.“

Hebamme Beate hatte mir beim letzten GVK nämlich geraten Gaby mal nach Akupunktur gegen meine Ischias-Beschwerden zu fragen, woraufhin mir Gaby dann erkläre, Akupunktur sei schwer in Mode, aber sie halte nichts davon. Wie gesagt wirbt die auf ihrer Webseite groß und breit mit der Fähigkeit des Akupunktierens.
Letztendlich hat Beate mich dann nach den Kursstunden noch akupunktiert. Einfach so. Um überhaupt mal zu sehen, ob mir das was bringt. Also jetzt bezüglich der Ischias-Schmerzen. Und siehe da: der Abend war beinahe beschwerdefrei und die Nacht war sehr viel angenehmer, als die der letzten Wochen. Ich würde sagen: ja, Akupunktur ist was für mich.

Beate will bei mir im Übrigen einen enormen Bauchwachstum seit Sonntag erkannt haben. Ich, für meinen Teil, messe weiterhin 110cm. Aber morgen teht ja schon das nächste Bauchbild an. Dann können Sie selber urteilen.

Oh, an diesem Stelle darf ich nicht vergessen mich bei Jacqueline aufs Herzlichste für den Award zu bedanken, den sie mir verliehen hat.

Award“Diese Blogs sind überaus zauberhaft. Diese netten Blogger versuchen Freunde zu finden und zu sein. Sie sind nicht darauf aus sich selbst als die Größten darzustellen. Unsere Hoffnung ist, dass wenn das Band dieses Preises weitergereicht wird mehr Freundschaften weitergereicht werden. Bitte gebt diesen Bloggern mehr Aufmerksamkeit. Gib’ diesen Award an acht Blogger, die weitere acht Blogger auswählen müssen und diesen schlau geschriebenen Text in ihren Award-Post mit aufnehmen müssen. “

Ich glaube, es ist mein Erster. Allerdings sehe ich mich jetzt nicht in der Lage acht weitere Blogs zu benennen, die ihn verdient hätten. Ich lese zu viele gute Blogs und die Meisten haben ihn auch schon. Ich gebe ihn daher einfach an drei Blogs weiter, die sich relativ frisch in meine täglichen Blogrunde geschrieben haben:

Frau Ährenwort
Shrimps unterwegs
Frau Kuddelmuddel

Habe die Ehre, meine Damen :)
(in Wahrheit bin ich gar nicht so der Award-Typ. Nun hab ich mich aber so gefreut, dass er zumindest Erwähnung finden sollte …)