3. Vorsorgeuntersuchung Drei (13+6)

Durch den ganzen Wirbel ums Löwenmäulchen habe ich heute beinahe meinen dritten Vorsorgetermin bei der Frauenärztin verpasst. Letztendlich hetzte ich 10 Minuten zu spät in die Praxis, schnaufte ein bisschen vor mich hin, ließ Pipi und Blut und musste mich der Waage stellen. Das 08/15 Programm. Die Waage war mir natürlich alles andere als freundlich gesonnen. Das war mir aber bereits klar, fresse ich doch seit Wochen wie ein Scheunendrescher.

Ich esse derzeit rund die doppelte Menge, im Vergleich zum nicht-schwanger- Sein. Ich kann aber auch ständig und mit großer Leidenschaft die geilsten Sachen kochen. Und wenn ich nicht koche, dann backe ich. Heute zum Beispiel Franzbrötchen. Am Abend hatte ich Lachsfilets aus dem Backofen, dazu Salzkartoffeln und selbstgemachten Schmand-Dip. Moah! Aber ich schweife ab …

Jedenfalls sorgt sich die Ärztin nicht übermäßig um mein Gewicht, da wir das schon aus den letzten Schwangerschaften kennen. Sie meinte, dass es eben solche Frauen gibt, die Hormonbedingt großen Hunger verspüren und bei denen sich zudem der Stoffwechsel verringert. Da das nach der Geburt bei mir aber beide Male schlagartig wieder nachließ, hält sie das nicht für weiter bedenklich.

Das Maimiez hat einen ordentlichen Wachstumsschub hingelegt. Allerdings sitzt es immer noch so putzig in der Gebärmutter, dass man keine vernünftige Scheitel-Steiß-Länge ermitteln kann. Ehrlich gesagt sind mir diese Zahlen aber ohnehin immer egal gewesen. „Zeitgemäß“ reicht mir an Informationen. Allerdings hat sich heute zum dritten Mal bestätigt, dass das Maimiez ein paar Tage jünger ist, als zuerst rechnerisch ermitteln. Wir haben daher den Termin um 3 Tage nach hinten korrigiert. Somit bin ich dann ab morgen in der 15.SSW.

Nasenbein und Nackenfalte sind vorbildlich entwickelt, Hirnhälfte, Herzkammern, Organe … alles ohne Auffälligkeiten. Und bevor Sie jetzt neugierig fragen: wir haben eine ziemlich deutliche Geschlechtstendenz erkannt, aber da das nur ziemlich genau und nicht hundert Prozentig genau ist, sage ich dazu noch nichts und vertröste Sie wieder um vier Wochen. Wenn ich‘s diesmal überhaupt vorher sagen will. Die meisten Sprüche, das Geschlecht betreffend, nerven nämlich phänomenal. Kostprobe?

„Wenn‘s wieder ein Junge wird müsst ihr halt noch ein Viertes bekommen!“ (Nee, ist klar, und ein Fünftes und ein Sechstes …)

„Diesmal wird’s aber dann endlich ein Mädchen, oder?“ (Gnaaaaaaaaa!)

„Ich hab das im Gefühl, dass das diesmal nen Mädchen wird.“ (ernsthaft, wie doof und anmaßend ist der Spruch, wenn nicht Mal ich selber ein Gefühl in die eine oder andere Richtung habe?)

Eigentlich soll morgen meine Hebamme kommen, allerdings muss ich sie morgenfrüh erst mal anrufen und über die Erkrankung des Löwenmäulchens in Kenntnis setzten. Ich weiß ja nicht, ob sie derzeit Kontakt zu Neugeborenen hat. Da muss so ein Krankheitsrisiko ja wirklich nicht sein!

Ein hübsches Ultraschallbild gab‘s auch. Also eins, auf dem selbst ich ein Baby erkenne *gnihihi* Das stell ich dann die Tage noch ein.

2. Vorsorgeuntersuchung Drei (~9+3)

Bereits am vergangenen Freitag hatte ich die 2. Vorsorgeuntersuchung bei meiner Frauenärztin. Leider bin ich gesundheitlich weiterhin so stark angeschlagen, dass ich nur wenig bis gar keine Zeit am Computer verbringe und dann meistens auch nur, um meine geschäftlichen E-Mails zu checken.

Dem Maimiez jedenfalls geht es soweit gut.  Es versteckte sich zuerst in eine Ecker der Fruchthöhle und bescherte mich ein paar Atemlose Sekunden, bis ich es endlich entdeckte. Denn, und ich wusste gar nicht, dass das geht, das Maimiez sitzt in der Gebärmutter. Das heißt, dass man es so gut wie nie im Profil erwischt. Aber was ich sah bestätigte nur mein gutes Gefühl: Kopf, Körperchen, Arme, Beine … alles dran. Das Herz bubbert in einen wunderbar zeitgerechten Rhythmus.

Der Entwicklungsstand vom rein rechnerischen ET wurde nochmal korrigiert und somit der Stand der letzten Untersuchung bestätigt. Wir warten allerdings erneut die nächste Untersuchung ab, bevor offiziell korrigiert wird, weil das Maimiez ja, wie eingangs erwähnt, sitzt und sich daher nur schwer im Profil vermessen lässt. Ehrlich gesagt ist mir das aber auch ziemliche egal. Irgendwann Ende Mai oder Anfang Juni wird’s schon raus kommen ;)

Ich habe  2,9kg in den letzten 4 Wochen zugenommen. Aber – und da war ich nahezu sowas wie erleichtert – das findet meine Ärztin nicht besorgniserregend. Ich hätte das die letzten beiden Male ja auch wieder problemlos abgenommen. Träger Stoffwechsel halt. Ansonsten ist alles wunderbar.

Einzig um mich und meine Gesundheit sorgte sich die Ärztin. Meine anhaltenden Erkältungssymptome, gepaart mit Herzrasen, Schwindelattacken, Kurzatmigkeit und absoluten Erschöpfungszuständen findet sie sehr beunruhigen und für das kleine Maimiez auch nicht gerade förderlich. Sie wollte mich daher für die Woche krankschreiben, was ich ablehnte.  Es hätte durchaus sein können, dass es mir heute schon viel besser geht. Ich wollte also erst diesen Montag abwarten. Doch schon gestern Abend zeichnete sich sehr deutlich ab, dass es mir alles andere als besser geht.  Ich nehme inzwischen Sinupret und Bronchipret, welche ich von meiner Frauenärztin bekam und welche zumindest gegen die fiesen schleimigen Symptome meines Virusinfekts langsam zu helfen scheinen. Das Herzrasen, die Schwindelanfälle und der Erschöpfungszustand sind hingegen so schlimm, dass ich mich derzeit nicht einmal traue Auto zu fahren. Was auch der Grund dafür war, dass der Miezmann mich heute Morgen zum Arzt begleitete.

Dieser Arzt ist … ich kann es nicht wirklich beschreiben. Fakt ist, das ich ihn der Krankenkasse melden werde. Nachdem ich ihn zum wiederholten Male auf meine Symptome, insbesondere das Herzrasen und den Schwindel, hinwies, hörte er mich kurz ab und stellte fest: „Und Husten und Schnupfen haben sie auch.“ Ich hab erst gar nicht begriffen, was er da eigentlich sagte. Erst nachdem er mir die identischen Präparate aufschreiben wollte, die er mir bereits letzte Woche verordnet hatte – und die absolut nicht für Schwangere geeignet sind –  und ich ihn darauf hinwies. „Wann habe ich Ihnen die denn schon mal aufgeschrieben?“ – „Letzte Woche Montag?“ – „Ach, Sie waren schon mal hier?“ Er blätterte in meiner Akte. „Ach, Sie sind ja schwanger. Wie weit sind sie denn?“ – „???“.

Als ich dem Mann davon erzählte, brach der erst in schallendes Gelächter aus und war dann echt besorgt. Wirkliche Hilfe wird von diesem Arzt keine zu erwarten sein.  Ich bin wirklich enttäuscht und auch ein bisschen verängstigt. Ich werde mich nun bis einschließlich Mittwoch einfach nur schonen und hoffen und beten, dass ich bis dahin das Schlimmste überstanden habe. Eine weitere Ärzte-Odyssee halte ich im Moment einfach nicht aus.

Im Übrigen bekam ich den Arzt sogar als sehr kompetenten und jahrelangen Hausarzt einer Bekannten empfohlen

1. Vorsorgeuntersuchung Drei (~6+3)

“Na, da sind Sie ja wieder. Wusste ich doch, dass ich Sie diese Jahr noch wiedersehe!”

Meine Frauenärztin, heute Vormittag, als ich schief grinsend Ihre Praxis betrete.

Ich weiß gar nicht, ob ich diesmal erneut den Elan haben werde, alles so detailliert und umfangreich aufzuschreiben. Pipi, Blut, Gewicht, Belehrungen und Aufklärung. Die obligatorischen Fragen, ob es mir gut ginge, ob die Kinder okay wären und ob das neue Baby gewollt oder ein Unfall wäre. Auf meine hochgezogene Augenbraue reagiert sie schnell mit einem “Okay, okay.” und geht im Protokoll weiter.

Wir machen ein paar frotzelnde Witze, ob es wohl Zwillinge sind, weil mir die letzten Tage und Wochen so furchtbar schlecht war und ich mich öfters übergeben musste. Als ich dann auf dem Behandlungsstuhl sitze und der Monitor des Ultraschallmonitors hell wird, ist mir ziemlich schnell klar, dass da keine Zwillinge sind, dafür aber ein wild und sehr deutlich blubberndes Herz.

Auf Grund meines unregelmäßigen Zyklus werde ich irgendwo zwischen 7. und 8.SSW geschätzt. Das klitzekleine Minibaby kann leider nicht richtig vermessen werden, weil es nach hinten gekippt liegt. Aber der fachmännische Blick meiner Ärztin schätzt es auf Ende der 7.SSW. Ich glaube ja, dass ich so bei ~6+3 bin. Letztendlich wird diese Frage aber erst in 4 Wochen, bei der nächsten Untersuchung,eine genauere Beantwortung erfahren.

So oder so ist es erstmal ein Maimiez. Ob es dann doch wieder über die Monatsgrenze wutscht werden wir definitiv erst in 8 Monaten wissen. Derweil bitte ich um all Ihre guten und positiven Gedanken, damit wir dieses Wunschmiez behalten und gesund zur Welt bringen dürfen. Vielen Dank!

Jetzt gucken Sie nicht so überrascht. Dachten Sie, ich lasse Sie bei der Zeugung teilhaben? Hier dürfen Sie trotzdem gucken, was in den letzten Tagen passierte.

Strohwitwig #01

Wie zu erwarten war der Frauenarzttermin ohne besondere Vorkommnisse. Da reift ein Ei, da ist eine gut aufgebaute Schleimhaut. Normalzyklisch eben.

Zum Thema Verhütung habe ich mich nach Rücksprache mit der Frauenärztin erst mal für Kondome entschieden. Erstens wird der Mann ja in sehr naher – nahezu unmittelbarer :( – Zukunft länger nicht zugegen sein. Warum dann Hormone futtern? Danach könne ich immer noch die Gestagenpille nehmen, bei der man ein normales 12 Stunden Zeitfenster hat.

Was an diesem Tag aber viel besonderer war: die Tatsache, dass der Mann mich gestern daran erinnert, dass er von heute bis Freitag nicht zuhause ist. Eigentlich kein großes Ding, aber nun bin ich das erste Mal mit beiden Jungs über Nacht alleine.

Das Abendritual sah daher ein wenig anders aus, als sonst. Normalerweise tobt und spielt der Miezmann mit dem Quietschbeu, während ich das Löwenmäulchen bettfein mache. Heute also alles parallel. Erst beide Jungs baden (zeitgleich, in der großen Wanne), dann nacheinander abtrocknen, eincremen und den Schlafanzug anziehen.

Danach gab es für beide Abendessen, gleichzeitig. So oft wie möglich versuche ich das einzurichten, denn ich finde es wunderbar, wenn wir alle gemeinsam am Tisch „sitzen“ und Essen können.  Ein Vorteil ist derzeit, dass das Löwenmäulchen in den meisten Fällen einschläft und so konnte ich den Quietschbeu anschließend in aller Ruhe ins Bett bringen.

Zwar höre ich aktuell noch leises Singen aus dem Babyphone, aber erfahrungsgemäß ist der Quietschbeu recht fix und ohne Umwege im Land der Träume. Ich hoffe sehr, dass der fehlende Papa am Abend nicht wieder heute Nacht zu längeren Schreikonzerten führt. Bisher waren die Nächte, an denen der Miezmann keine Gute Nacht wünschen konnte, immer erlebnisreich. Noch dazu kontrolliert der Quietschbeu im Moment ohnehin auch nachts mal gerne, ob wir noch da sind.

Ich werde morgen früh sicher berichten. Nun schaue ich erst mal die Grey’s Wiederholung auf Sixx und gönne dem Löwenmäulchen einen großen Nachschlag.Flattr this

12. Vorsorgeuntersuchung Zwo (39+6)

Dieser Tag war ein sehr kurzer. Gefühlt jedenfalls.

Der Quietschbeu schlief bis 8:30 Uhr, dann bin ich ausgiebig duschen gegangen (während der kleine Mann durchs Badezimmer bolzte), saugte anschließend die untere Etage und frühstückte mit dem Quietschbeu Salamibrote.

Um 11:45 Uhr stand dann schon die letzte Vorsorgeuntersuchung bei meiner Frauenärztin an. Wehen habe ich ja seit Tagen. Mal schmerzhafter, mal weniger stark, mal regelmäßiger mal weniger regelmäßig. So lala halt. Auf dem CTG bei meiner Ärztin hatte ich schmerzhafte Wehen. Solche, bei der einen niemand mehr fragt, ob man die gespürt hätte. Mit den Wehen kamen übrigens auch wieder diese Kopfschmerzen, von denen ich schon die Tage twitterte.

Meine Ärztin ruft mich mit den Worten „Na kommen Sie mal schnell rein, bevor‘s jetzt noch los geht!“ zu sich. Wir lachen. Wie schon von Claudia letzten Donnerstag festgestellt ist der Gebärmutterhals stark verkürzt und der Muttermund geöffnet. Alles ist prima weich und geburtsbereit. Allerdings sagt meine Ärztin, dass der Kopf noch nicht richtig fest sitzen würde, was mich ein wenig stutzig macht, aber nicht weiter beschäftigt.

Im Anschluss vermisst sie den Herrn Minimiez ein letztes Mal. 3800 Gramm hat er derzeit und einen Kopfumfang von ca. 35cm. „Sie können halt nur große, kräftige Kinder“, sagt sie und ich stöhne so ein bisschen. Na ja, hat ja schon mal gut geklappt. Wird auch ein zweites Mal passen.

Dann spreche ich sie auf meine wehenartigen Kopfschmerzen an, die immer mit einer Wehe kommen und gehen. Ich erlebe meine Ärztin folgend das erste Mal besorgt. Mein Blutdruck ist erhöht, was ungewöhnlich ist, da ich sonst immer einen zu niedrigen Blutdruck habe. Ich soll das unbedingt beobachten und im Falle, dass die Kopfschmerzen ohne Wehen auftreten, ins Krankenhaus fahren oder meine Hebamme anrufen. Eventuell drück die Gebärmutter bei einer Wehe auf einen Nerv, die den Kopfschmerz auslöst. Eventuell ist es aber eben auch Bluthochdruck, was ganz und gar nicht gut wäre, da dies eine Anzeichen für eine Schwangerschaftsvergiftung sein könnte.

So oder so. Ich bin wachsam. Und ich werde mit einem fröhlichen Augenzwinkern und den Worten „Bis in maximal sechseinhalb Wochen! Mit den Wehen gehen Sie ganz sicher nicht 2 Wochen über den Termin!“ verabschiedet.

Seither habe ich immer noch Wehen. Regelmäßig. Mal stärker, mal schwächer. Auch noch nach einem eineinhalbstündigen Mittagsschlaf und dem Kauf von richtigen Lauflernschuhen für den Quietschbeu. Nach einer große Pfanne Bratnudeln und einem Eiscafé. Mal sehen, ob ich gleich noch Baden gehe …

Nur noch 1 Tag …