Dieser Tag war ein sehr kurzer. Gefühlt jedenfalls.
Der Quietschbeu schlief bis 8:30 Uhr, dann bin ich ausgiebig duschen gegangen (während der kleine Mann durchs Badezimmer bolzte), saugte anschließend die untere Etage und frühstückte mit dem Quietschbeu Salamibrote.
Um 11:45 Uhr stand dann schon die letzte Vorsorgeuntersuchung bei meiner Frauenärztin an. Wehen habe ich ja seit Tagen. Mal schmerzhafter, mal weniger stark, mal regelmäßiger mal weniger regelmäßig. So lala halt. Auf dem CTG bei meiner Ärztin hatte ich schmerzhafte Wehen. Solche, bei der einen niemand mehr fragt, ob man die gespürt hätte. Mit den Wehen kamen übrigens auch wieder diese Kopfschmerzen, von denen ich schon die Tage twitterte.
Meine Ärztin ruft mich mit den Worten „Na kommen Sie mal schnell rein, bevor‘s jetzt noch los geht!“ zu sich. Wir lachen. Wie schon von Claudia letzten Donnerstag festgestellt ist der Gebärmutterhals stark verkürzt und der Muttermund geöffnet. Alles ist prima weich und geburtsbereit. Allerdings sagt meine Ärztin, dass der Kopf noch nicht richtig fest sitzen würde, was mich ein wenig stutzig macht, aber nicht weiter beschäftigt.
Im Anschluss vermisst sie den Herrn Minimiez ein letztes Mal. 3800 Gramm hat er derzeit und einen Kopfumfang von ca. 35cm. „Sie können halt nur große, kräftige Kinder“, sagt sie und ich stöhne so ein bisschen. Na ja, hat ja schon mal gut geklappt. Wird auch ein zweites Mal passen.
Dann spreche ich sie auf meine wehenartigen Kopfschmerzen an, die immer mit einer Wehe kommen und gehen. Ich erlebe meine Ärztin folgend das erste Mal besorgt. Mein Blutdruck ist erhöht, was ungewöhnlich ist, da ich sonst immer einen zu niedrigen Blutdruck habe. Ich soll das unbedingt beobachten und im Falle, dass die Kopfschmerzen ohne Wehen auftreten, ins Krankenhaus fahren oder meine Hebamme anrufen. Eventuell drück die Gebärmutter bei einer Wehe auf einen Nerv, die den Kopfschmerz auslöst. Eventuell ist es aber eben auch Bluthochdruck, was ganz und gar nicht gut wäre, da dies eine Anzeichen für eine Schwangerschaftsvergiftung sein könnte.
So oder so. Ich bin wachsam. Und ich werde mit einem fröhlichen Augenzwinkern und den Worten „Bis in maximal sechseinhalb Wochen! Mit den Wehen gehen Sie ganz sicher nicht 2 Wochen über den Termin!“ verabschiedet.
Seither habe ich immer noch Wehen. Regelmäßig. Mal stärker, mal schwächer. Auch noch nach einem eineinhalbstündigen Mittagsschlaf und dem Kauf von richtigen Lauflernschuhen für den Quietschbeu. Nach einer große Pfanne Bratnudeln und einem Eiscafé. Mal sehen, ob ich gleich noch Baden gehe …
Nur noch 1 Tag …