Bauchbild Zwo #20 (41.SSW)

Ein letztes Bauchfoto, wenn man denn optimistisch hoffen mag. Schon morgen beginnt nämlich die 42.SSW, die ich ja auch gar keinen Fall erreichen wollte. Aber das mit dem wollen und bekommen, das ist beim Schwangersein ja eh so eine Sache.

Jedenfalls ist der Bauch rund, mehr als prall und tief. In der letzten Woche riss die Bauchdecke rund um den Nabel ordentlich. Viel mehr, als beim Quietschbeu und leider diesmal auch oberhalb und nicht nur unterhalb des Nabels. Der Minimiez legt halt gerade noch mal so richtig zu und braucht deutlich Platz.

Der Miezmann sagt, mein Bauch sei definitiv dicker, als beim letzten Mal. Meine Schwester sagt, ich sei deutlich schlanker (so am Rest des Körpers) als beim letzten Mal. Ich fühle mich genauso dick und aufgequollen, wie beim letzten Mal.

Hier also das aktuelle Bauchfoto aus der 41.SSW:

Bauchbild #20 (41.SSW)

Bauchbild #20 (40+6)

Vergleich: Quietschbeuhöhle bei 40+4

Mit den heißen Temperaturen kam natürlich auch das Wasser. Fußknöchel ade. Bis in ein, zwei Wochen! Noch dazu schwitze ich weiterhin wie ein Schwein. Nehmen Sie Schwitzen wie bei 32 Grad und potenzieren Sie um ein vielfaches. Ich will gar nicht erst an die bevorstehende Wochenbettschwitzerei denken.
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ET+6

Der gestrige Tag war ein sehr schöner, auch wenn er murksig endete. Den Vormittag verbrachten wir bei meiner Schwester, also mit dem Quietschbeu. Der kleine Mann freute sich sichtlich uns zu sehen und mir tat es unheimlich gut zu sehen, dass er mir den Urlaub bei der Tante offensichtlich nicht übel nimmt. Ich legte ihn dann gegen 13 Uhr zum Schlafen hin, sagte ihm noch einmal wie sehr ich ihn liebe und dass ich ganz bald wieder jeden Tag bei ihm bin und auch, dass ich ihn vermisse. Als er eingeschlafen war sind wir dann wieder gefahren, da die Familie meiner Schwester nachmittags zum Fußball gucken geladen waren und wir ja von Claudia ebenfalls eingeladen waren.

Der Nachmittag bei Claudia war wunderbar. So viele Kinder jeglichen Alters. Wunderbar nette Menschen, mit denen man schnell und einfach ins Gespräch kam. Ein berauschendes Fußballspiel und mehrere echt heftige Wehen, die mich sehr optimistisch stimmten. Einfach nur toll!

Am Abend zu Hause wurden die Wehen dann immer regelmäßiger und stärker. Zum Schluss konnte ich 8 minütige Wehenabstände aufschreiben und hopste in die Wanne. Auch hier wurden Wehen nicht weniger, eher mehr. Alle 4 Minuten Wehen. Das war doch mal was. Das war einfach wunderbar! Ich twittere das ansatzweise, weil ich irgendwie glaube, wenn ich das jetzt laut und deutlich sage (schreibe), dann gehen die weg.

Als hätte jemand einen Schalter umgelegt, sind die Wehen gegen 22 Uhr weg. Komplett. Ich schmolle, bin traurig und gehe mit dem Miezmann gegen 23 Uhr ins Bett.

Und heute?

Dem Miezmann geht es heute nicht gut. Er hat schlecht bis gar nicht geschlafen und nun Kopfschmerzen und einen verspannten Nacken. Das ist keine gute Voraussetzung für eine Geburt.

Dazu kommt, dass ich ebenfalls nicht wirklich gut geschlafen habe. Ich habe wie ein Schwein geschwitzt, was aber auch daran liegen kann, dass unser Schlafzimmer in einem Dachstudio liegt und sich über Tag gerne aufheizt. Bei +32 Grad ist das dann auch mal die ganze Nacht über schön warm.

Ich habe überlegt, ob ich noch mal zum Frisör gehen soll, aber der hat heute Ruhetag. Ansonsten fällt mir kein Rahmenprogramm mehr ein, bei dem ich nicht viel Geld ausgeben müsste und das haben wir ja bekanntlich aktuell nicht unbedingt übrig.

Die Webseite des neuen Erdenbürgers habe ich fertig gestellt und sogar aus Langeweile eine Excel-Tabelle angelegt, in der ich meine Laune seit dem 14.06. festgehalten habe.

Und weil schon mehrere Leute nachgefragt haben: der Quietschbeu sollte eigentlich bis zur Entbindung plus 1 Tag bei meiner Schwester bleiben. Ich habe aber nicht gewollt, dass das gleich 2 Wochen werden. Das liegt mir eben zusätzlich schwer im Magen!

Ich bin ein bisschen von mir selber genervt. Das ist blöd, denn versuchen Sie mal, sich selber aus dem Weg zu gehen.
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ET+5

Heute Morgen bin ich mit so einem ganz komischen Gefühl aufgewacht. Ein Gutes. Eine Mischung aus Zufriedenheit, glücklich und ausgeschlafen sein, Vorfreude und Entspannung. Alle Dinge, die zu erledigen sind, sind erledigt. Mein Kopf und mein Herz haben gleichermaßen angenommen, dass es meinem Quietschbeu bei der Tantenfamilie sehr gut geht und er viel Spaß hat. Ich habe zwei Mal ausgeschlafen, mehr als ausgiebig gebadet und geduscht.

Die einzigen Termine, die ich derzeit habe, sind jetzt gleich das Frühstück bei der Quietschbeutantenfamilie (um meinen Großen [hihihi] mal wieder richtig puscheln zu können!) und heute Nachtmittag das Fußballspiel bei Claudia. Ganz recht: Hebamme Claudia hat wie berichtet ja 6 Kinder und ein großes Haus mit Scheune und Stall, in dem ihre Kinder und Freunde heute Fußball gucken. Dazu hat sie uns gestern kurzerhand eingeladen und mir Entspannung und Ruhe im Garten angeboten. So hätte sie mich besser „unter Kontrolle“, meinte sie augenzwinkernd. Ich musste dreimal Schlucken, weil ich wirklich gerührt war/bin. Das ist sicher keine Leistung, die in der Rufpauschale enthalten ist …

Außerdem kribbelt es mich heute Morgen ganz warm ums Herz, als ich _coolcats Tweet lese. Ein kleiner großer Überraschungsjunge. Wie wunderschön. Ich wünsche Euch Vieren von Herzen nur das Beste und ganz viel Liebe!

Heute … heute ist ein guter Tag (ebenso gut zum entbinden, wie die letzten 10 es waren und die kommenden 10 es wahrscheinlich auch sein werden.)!Flattr this

ET+4

Seit gestern ist mir irgendwie mein Hunger abhanden gekommen. Und das mir. Ich esse zwar eine Kleinigkeit und genieße auch das leckere Abendessen, dass der Miezmann uns zubereitet, aber Hunger habe ich nicht so richtig. Nicht mal auf Süßes und das ging in den letzten Tagen immer.

Ich bin entspannt bis gelangweilt. Liege, Sitze, Laufe umher. Ich wasche eine Ladung helle und eine Ladung dunkle Wäsche, freu mich über die Tchibo-Lieferung, die mir u.a. ein neues Stillkissen und 3 wunderhübsche Stilltops beschert. Rechtzeitig.

Ich denke, der Herr Minimiez kann dann jetzt ja kommen. Ist ja jetzt alles da und bereit.

Von 2:27 Uhr bis 3:53 Uhr habe ich regelmäßige Wehen in fünf Minuten Abständen. Es zieht sehr stark in den Leisten bis in die Oberschenkel und der Bauch wird steinhart. Ich bin optimistisch, schlafe dann doch wieder ein und werde heute Morgen um 8 Uhr wach. Weiterhin schwanger und ohne nennenswerte Wehen.

Der Miezmann und ich scherzen noch im Bett darüber, warum der Minimiez wohl so trödelt und ob wir uns irgendwann dafür rächen sollten. An Weihnachten, oder so. bei der Gelegenheit stellt der Miezmann auch erneut seine Unsicherheit bezüglich des gewählten Zweitnames dar. Ich hab die ja schon länger. Und so entscheiden wir uns noch vor dem Aufstehen für einen andere, zuvor schon mal in Betracht gezogenen Zweitnamen. So hört und fühlt sich das nun aber wirklich richtig an.

Ich denke, der Herr Minimiez kann dann jetzt ja kommen. Ist ja jetzt alles da und bereit.

Ich frühstücke so ein bisschen Müsli und trinke einen halben Kaffee. Ich verliere ständig Flüssigkeit und frage mich, ob die Fruchtblase vielleicht im Schlaf eingerissen ist. Aber es ist weder Schwallartig noch sonst wie auffällig. Es tröpfelt halt ab und an so dahin.

Ich sauge die untere Wohnetage, räume die Küche auf und werfe die Spülmaschine an. Dann sitze ich auf dem Sofa und wehe so lala vor mich hin. Die von heute Nacht waren schmerzhafter. Ich schmolle.

Nachher irgendwann kommt Claudia vorbei. Ich bin emotional so ein bisschen zwischen Trauer, Vorfreude und Sorge. Was, wenn das jetzt doch noch 10 Tage dauert? Ich kann doch den Quietschbeu nicht so lange bei meiner Schwester lassen. Der weiß ja nachher gar nicht mehr, wer wir sind. Und ich bin ein bisschen traurig, weil ich gestern und heue Nacht so optimistisch war und doch wieder nix geschah. Vorfreude, weil wirklich alles erledigt ist und mich mental eigentlich nichts mehr zurück halten kann … glaube ich jedenfalls.

Da, eine Wehe!

Ich denke, der Herr Minimiez kann dann jetzt ja kommen. Ist ja jetzt alles da und bereit.Flattr this

ET +/- 0 Teil 2

Manchmal entwickeln sich so beschissene Tage doch noch zu Guten. Der heute eher nicht so. Zwar war der Miezmann recht früh wieder zu Hause, aber der Quietschbeu war heute wirklich sowas von scheiße drauf, dass ich ständig in Tränen ausgebrochen bin.

Er wollte auf meinen Arm, warf ständig Dinge durch die Gegend, quietschte sein schmerzhaftestes Quietschen und heulte ununterbrochen, wenn er irgendwas nicht klappte. Und irgendwie klappte bei ihm heute kaum was. Ich hatte ständig das Gefühl ihm nicht gerecht zu werden, potenzierte das auf die kommende Zeit mit Baby und sah mich schon Rheinbrückenhöhen auf Wikipedia vergleichen.

Dazu kamen Wehen. Fiese Wehen. Den ganzen Tag über. Abstände zwischen 7 und 14 Minuten und einer Dauer von immer so um die 40 Sekunden. Aber jetzt ist wieder Ruhe. Dafür ist mir eben böse schwindelig geworden (inklusive dieser Kreislaufglühwürmchen, Sie wissen schon) und ich hatte Herzrasen ohne Ende. Ich hatte mich nach einem Holzklotz gebückt.

Mittlerweile glaube ich sogar, dass der Herr Minimiez ebenso lang wie sein Bruder trödeln wird. Wieso lässt er sich sonst so eine Zeit? Vielleicht habe ich diesmal ja wieder diese gmeine Wehenschwäche, der man nur mit einem Tropf beikommen kann … am meisten habe ich aktuell aber Angst, dass irgendwer auf die Idee kommen könnte, den Minimiez per Kaiserschnitt holen zu wollen. Weil der Blutdruck zu hoch ist oder sonst was nicht stimmt.

Für heute igel ich mich jedenfalls auf dem Sofa ein. So.Flattr this