„Und wie lang hast Du noch?“
Die Frau neben mir auf dem Sofa beim Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kleinkinder ist deutlich schwanger, nur ihr Bauch ist nicht so ausladend, wie meiner. Ich seufzte so ein bisschen theatralisch und nenne den 22. Mai als Entbindungstermin.
„Echt? Wir auch!“, antwortet sie fasziniert und ich habe augenblicklich das Gefühl unendlich dick und massig und eigentlich nur noch Bauch zu sein. Wieso hat sie so eine kompakte Kugel und ich so einen vorgebauten Ball? Aber gut, das ist eine Frage, die mich in allen drei Schwangerschaften begleitet hat. Ich habe eben einen Spitzbauch. Von hinten sieht man mir nur am dicken Hintern an, dass ich mehr wiege, als normalerweise. Ansonsten habe ich weiterhin eine ordentliche Taille und sehe halt sehr unschwanger aus. Von hinten. Wie gesagt.
Die Dame ist sehr nett und wir unterhalten uns eins bisschen. Sie hat Schwangerschaftsdiabetes, so schlimme Ödeme in den Händen, dass sie sogar Kompressionshandschuhe tragen muss und den Ischias-Nerv eingeklemmt. Ich schäme mich ob meiner Jammerei in den letzten 3 Schwangerschaften, gebe das aber nicht zu. Das bisschen Wasser in den Beinen, der bisschen eingeklemmte Ischias, das knarzende Kreuzbein und die lädierte Symphyse scheinen mir irgendwie gar nicht mehr so schlimm, wenn man von der geballten Packung hört. Aber dann erinnere ich mich auch daran, dass ich in der ersten Schwangerschaft sehr viel mehr Zeit und Enthusiasmus zum Leiden hatte …ohne das abwertend gegenüber irgendeiner Erstgebärenden zu meinen.
Meine Sitznachbarin hat das Glück, dass auf Grund ihrer Diabetes spätestens am ET eingeleitet  wird. Ich nennen das insofern Glück, weil sie nicht ungeduldig über den Termin gehen wird, den einen Tag Himmelhochjauchzend und euphorisch, am nächsten zu Tode betrübt und unmotiviert. Sie hat tatsächlich diesen Stichtag, an dem man sich ja gerade bei der ersten Schwangerschaft noch sehr fest klammert. Und auch bei der zweiten hofft man noch – oder wieder mehr – dass der voraussichtliche Entbindungstermin mehr der Realität entspricht, als er es in Wahrheit dann vielleicht doch tut.
Ich habe aktuell so ein Gefühl, dass hier nichts vor dem Termin losgeht. Es ist sogar so, dass mein Kopf ganz fest von Anfang Juni ausgeht, so als sei das Fakt und alles andere nur Wunschdenken. Das kann jetzt so ein bisschen Selbstschutz sein, um eben nicht wieder zu Tode betrübt hier rum zu hängen, auf der anderen Seite schließe ich aber auch nicht aus, dass ich einfach noch nicht bereit bin.
Ich schiebe das Packen der Krankenhaustasche vor mir her. Ebenso das Packen des Koffers für die Jungs. Ich mache viele Termine in die Zukunft und verschwende nicht einen Gedanken daran, ob das überhaupt noch vor der Landung des Maimiez‘ zu erledigen ist.
So gehen wir auf mindestens einen Kindergeburtstag, haben unser Quietschbeu-Elterngespräch im Kindergarten und planen noch einen Nachmittag im örtlichen Indoor-Spielplatz, weil der Quietschbeu sich das so sehr wünscht. Beim Erste-Hilfe-Kurs gestern und vorgestern habe ich mich für die Wiederbelebungsmaßnahmen auf den Boden gekniet und auf einem Ministuhl gesessen, um Pizza zu essen. Ich fühle mich sehr schwanger, aber ich verhalte mich irgendwie nicht Hochschwangerentypisch. Bewusst? Unbewusst? Weiß ich nicht. Man könnte auch sagen, mir geht es im Moment vielleicht einfach noch zu gut …
„Und wie lang hast Du noch?“
Das war ja die Frage, die in mir mal wieder viel ins Rotieren brachte und wegen der ich dann die halbe Nacht wach lag und nachdenken musste. Konkrete Antwort wäre gewesen: 14 Tage!
2 Wochen!!! OH. MEIN. GOTT.
Da sind die Bilder der letzten Geburten, die sich langsam aus meinem Unterbewusstsein nach vorne kämpfen und mich daran erinnern, wie schmerzhaft doch so eine Geburt ist. Und die mir Angst machen. Ich weiß, ich werde das überleben. Aber ich weiß auch, wie schmerzhaft die Geburt sein wird, wie gerädert ich mich fühlen werde, wie zerfetzt und in Trümmern mein Unterleib enden wird. Dramatische Wahrnehmung meines Selbst. Ich bin mein eigener Held in meinem eigenen kleinen Drama.
Die anstehenden Termine mit meiner Hebamme und der Frauenärztin habe ich alle in die nächste Woche verschoben. Weil jetzt passiert eh noch nichts. Und dem Maimiez geht es gut. Es turnt und „macht Kwatsch, ne, Mama?“.
Bereits gestern habe ich das Bauchbild für die 39.SSW gemacht. Erst heute Morgen kam ich dazu, es zu bearbeiten und war erstaunt, was da in nur einer Woche passiert ist! Tatsächlich musste ich jetzt auf die letzten Meter das Bildformat noch einmal um 25px in der Breite erweitern, damit der nach vorne und unten gerutschte Bauch auch ganz drauf passt. Ich bin weiterhin sehr froh und dankbar, dass ich diesmal keine Schwangerschaftsstreifen habe und die Haut auch nahezu gar nicht juckt oder spannt.
Ich maß im Stehen jüngst 116cm. Meine Hebamme letzte Woche im Liegen 104cm.
Seit rund 5 Tagen habe ich das Gefühl, das Maimiez hinge schon unten raus, was wohl meinen bereits arg gebeutelten Beckenboden zuzusprechen ist. Ich glaube nicht wirklich, dass es einfach rausfallen wird, auch wenn der Miezmann das immer scherzhaft prophezeit. Der hat doch auch nur Angst, vor meinem Geschrei, wenns mich zu zerreißen droht!
Mein Kopf ist voll mit unnötigen und belanglosen Gedanken, wie sie an diesem Blogeintrag sehen können. Endzeitschwanger, nennt sich das.
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Quietschbeu-Bauch bei 38+4 – Maimiez-Bauch bei 38+0 – Löwenmäulchen-Bauch bei 38+1
Direktvergleich vergangene Woche (37+3) zu dieser Woche (38+0)
Ich sag mal so: noch maximal 4 Wochen …
Wie schon angekündigt wollte ich Euch ja noch mehr zu den Geschenken für den Quietschbeu erzählen, die ich bei Dawanda und von ganz wunderbaren Handarbeiterinnen erworben habe. Handarbeiterinnen hört sich im ersten Moment fürchterlich an, aber letztendlich ist es genau das, was diese Sachen so wunderbar einzigartig machen. Tatsächlich ist es so, dass auch schon der Quietschbeu Dingen mehr Wertigkeit zuspricht, die von Hand gemacht sind. Das erwähnt er nämlich immer noch 3 Mal extra, wenn ihn jemand auf dieses oder jenes handmade-Teil anspricht. Und da ich ein ausgesprochener handmade-Fan bin, kommt das recht häufig vor.
Für den 3. Geburtsgag des Quietschbeus habe ich bei bzw. über Dawanda nämlich diese Lieblichkeiten ergattert:
Die Lebenskerze
Was ursprünglich vermutlich mehr Bedeutung für mich, als für ihn hatte, war die Geburtstagskerze, die er zu seinem 3. Geburtstag bekommen hat. Die Idee dahinter ist folgende: normaler Weise ist es in unserer Familie Tradition, dass am Geburtstag die Taufkerze des jeweiligen Geburtstagskindes aufgestellt und angezündet wird. Da die Jungs ja noch nicht getauft sind (Wir möchten gerne alle Miezkinder zusammen taufen lassen), hat natürlich auch keiner von ihnen bisher eine Taufkerze. Dennoch finde ich diesen Brauch so schön und er fehlte mir in den letzten 2 Jahren. Die Taufkerze sehe ich auch mehr als eine Lebenskerze an. Die begleitete einen über viele Jahre hinweg, brennt an besonderen Tagen für einen besonderen Menschen. Ich würde sie auch entzünden, wenn es meinem Kind gesundheitlich nicht gut ginge, einfach um meine positive Gedanken für ihn zu bestärken. Das mag alles sehr spirituell klingen, aber all das bedeutet für mich so eine Kerze.
Ich war daher überglücklich, als ich zunächst bei Dawanda über kerzenfräulein stolperte, die in meinen Augen die mit Abstand schönsten Taufkerzen in liebevoller Handarbeit herstellen, die man bei Dawanda bekommen kann. Und ich verliebte mich sofort in die Vögelchenkerze. Sie ist farblich und vom Motiv her einfach wunderschön und die kleinen Vögel passen sinnbildlich einfach ganz wunderbar zum Quietschbeu, der kleine freie Geist, der so ein bisschen flatterhaft ist, immer quirlig und sehr musikalisch.
Die kerzenfräulein sind Conny und Simone, beide 31 Jahre alt, beide Mutter von kleinen Jungs und bald auch beide verheiratet. Die Beiden kennen sich seit Schulzeiten und haben zusammen Kunstgeschichte im Nebenfach in München studiert.
Mein Kontakt bei dieser Kerze war Simone, welche sich ganz herzlich viel Mühe gab, meine Wünsche und Vorstellungen genau umzusetzen. Welche Farbe dürfen die Vögelchen haben? Lieber große oder kleine Buchstaben? Welches Format soll das Datum auf der Kerze haben?
Heraus kam die Quietschbeu-Lebenskerze, die ich mir erträumt habe. Ich bin überglücklich und 100%ig zufrieden … und der Quietschbeu war ganz aus dem Häuschen, als er sie am Morgen auf seinem Geburtstagstisch entdecke. Er begriff sofort, was das ist und dass sein Name darauf steht.
Und damit ich Euch die wunderschöne Kerze auch zeigen kann, war Simone so lieb und hat mir extra fürs Blog die Kerze einmal mit Quietschbeu beschriftet. Auf der originalen Kerze steht unter dem Quietschbeunamen noch sein Geburtsdatum, der 02.05.2009.
Neben dem kerzenfräulein-Shop gibt es hier auch ein Blog der Damen sowie das kerzenfräulein bei Facebook.
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Das Geburtstagsshirt
Ich war auf der Suche nach einem ganz besonderen Geburtstagsshirt. Es sollte nicht nur eine Zahl darauf appliziert sein, sondern das ganze Shirt sollte das ganze 4. Lebensjahr des Quietschbeus über ein Hingucker sein. Zudem wollte ich nichts, was zu verspielt wirkt. Ich bin da vermutlich sehr wählerisch und brauche dieses Klickgefühl, um mich auf Anhieb in ein Design zu verlieben. Dann müssen natürlich noch die Qualität und die Umsetzung gut sein.
Das alles fand ich bei Wichtelland. Hinter Wichtelland verbirgt sich Claudia, die einfach ein tolles Händchen für schlichtes, edles Design hat. Ihre Geburtstagsshirts sind alle wunder-wunderschön und ich hab mich schwer getan, mich tatsächlich für eines zu entscheiden. Letztendlich konnte ich als Wimpelketten-Fan nicht am Wimpelketten-Shirt vorbei.
Alle T-Shirts und elastischen Stoffe werden vorgewaschen, so dass ein Verdrehen, Verzerren oder Aufwellen der Applikationen nach dem ersten Waschen vermieden wird. Das ist wirklich wichtig, weil das schönste Shirt nach einer Runde in der Waschmaschine echt bescheiden aussieht, wenn sich der Stoff und/oder die Applikationen verzogen haben. Zudem bietet Wichtelland die T-Shirts in nahezu jeder erdenklichen Farbe und Größe an. Der Kontakt ist überaus freundlich und man kann fundiertes Wissen und Erfahrungen, wie z.B. eine bestimmte Größe ausfällt, weiter geben. Natürlich werden Kundenwünsche (welche Farben sollen in der Wimpelkette wohlmöglich nicht vorkommen, welche Farbe soll die Geburtstagszahl haben, etc.) ganz individuell berücksichtigt.
Ich bin mit dem Geburtstagsshirt des Quietschbeus jedenfalls sehr zufrieden und der kleine große Mann war stolz wie Bolle. Jeder musste sein T-Shirt bewundern, ob er wollte oder nicht und er wurde auch wirklich sehr oft ohne Hinweise auf seinen Geburtstag auf das wunderschöne T-Shirt angesprochen.
Hier geht es in den Wichtelland-Shop und hier zu Wichtelland bei Facebook.
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Die U-Heft & Impfpasshülle
Kurz vor seinem 3. Geburtstag fand die U7a Untersuchung beim Kinderarzt statt. Da seine alte U-Heft-Hülle inzwischen arg gelitten hatte, die Applikationen abgingen und das Ganze Form und Stabilität verloren hatte, suchte ich nach einer schönen Alternative, die die Dokumente „Vorsorgeuntersuchungsheft“ und „Impfpass“ ordentlich, sicher und dabei immer noch hübsch bewahrt.
Auch hier habe ich mich wieder vom ersten Eindruck leiten lassen. Ich klickte Abende lang durch diverse Dawanda-Shops und blieb schließlich bei minilino hängen. Auf der Minilino-Webseite gibt es noch viel mehr Auswahl an wunderschön gestalteten U-Heft- / Mutterpass- und Impfpass-Hüllen, weshalb ich schließlich dort zuschlug und für den Quietschbeu dieses traumhafte Hüllen-Set orderte.
Gegenüber genähten Hüllen haben diese Hüllen meiner Meinung nach so ihre Vorzüge. Sie sind deutlich stabiler und schützen die Dokumente besser, da sie mit einer Klarsichthülle  geliefert werden. Das Design ist einfach toll und die Druck-Qualität ohne Makel.
Der Quietschbeu ist sehr stolz auf seine neuen Hüllen und ganz besonders wichtig war ihm, dass da sein Name vorne drauf steht, natürlich. Er gab das Heft ganz sorgsam mit beiden Händen der Kinderarzthelferin, welche natürlich das schöne Heft bewundernd kommentierte und den kleinen Quietschbeu gleich 2 Zentimeter wachsen ließ.
Leider ist das aktuell ja meine letzte Schwangerschaft, sonst hätte ich mir noch eine neue Mutterpasshülle zugelegt. Aber vielleicht werde ich tatsächlich am Ende dieser Schwangerschaft für jeden einzelnen Mutterpass (ich habe mir in jeder Schwangerschaft einen neuen ausstellen lassen) eine Minilino-Hülle zulegen. Derzeit sind die Pässe noch mit Büroklammern aneinander geheftet und bilden so ein ordentlich dickes Buch, damit auch ja keine Information abhandenkommt.
Hier könnt Ihr im minilino-Laden stöbern. Und hier findet Ihr minilino bei Facebook.
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Falls Eure lieben Kleinen also bald Geburtstag haben, getauft werden oder ihre U-Hefte einen hübsches sicheres Plätzchen brauchen … meine persönlich geprüften und für ganz wunderbar befundenen Empfehlungen habt Ihr :)
Ich bin ein wahrer Dawanda-Junky. Nirgends anders kann man so kreative Menschen finden, die mit so viel Liebe ganz besondere Herzlichkeiten entfernen und herstellen. Da wird es in Zukunft auch noch einen Artikel zum Thema “Babyvorbereitung” und “Schnickeldi” geben.
Seitdem die Nuckifee da war, ist das Durchschlafverhalten des Quietschbeus schwierig geworden. Schwierig im weniger dramatischen Sinne, denn wir sind ja allgemeinhin einfach nur fürchterlich verwöhnt. Es gab inzwischen 2 Nächte, in denen er ganz normal ein- und durchschlief. In allen anderen Nächten wacht er zwischen 22 und 23 Uhr auf, beginnt zu weinen und steigert sich dann binnen Minuten in eine grenzenlose Hysterie.
Anfänglich dachte ich ja, es wäre nur wegen des Nuckis, dann dachte ich eher an eine Nachtschreck-Phase und seit gestern müssen wir nun auch Albträume in Betracht ziehen.
Ich habe mein 15kg schweres Baby gestern also in mein Bett getragen, nachdem er nach 5 Minuten immer noch völlig aufgelöst in seinem Bett saß und „Mama! Mama!“ weinte, obwohl ich direkt vor ihm kniete und ihn im Arm hielt. Da saßen wir dann und während ich sein Bein streichelte und ihm sein Lager in der Mitte unseres Bettes herrichtete, kniff er sich in Füße und Hände, wand sich wie ein Aal unter Schmerzen, beteuerte aber immer wieder er habe keine Schmerzen, ihm täte nichts weh. Dennoch war er völlig hysterisch, begann sogar zu hyperventilieren. Er war nicht in der Lage zu sprechen, aber ganz klar und definitiv wach und bei Verstand. Er versteht meine Fragen und kann auch durch Nicken oder Kopfschütteln antworten. Er ist verzweifelt. Vielleicht sogar panisch. Aber er kann nicht formulieren, wieso oder warum. Vermutlich weiß er das nicht mal selber.
Wenn ich ihn frage, ob er Angst hat, schüttelt er den Kopf. Manchmal bellt er auch ein „Nein!“ zwischen schluchzen, kreischen und weinen.
Ob er sauer wäre? Nein.
Ob er traurig wäre? Nein.
Er möchte gerne in den Arm genommen werden, befreit sich aber sofort aus jeder Berührung. Es ist diese Gradwanderung zwischen „ganz nah bei Dir“ und „frei und nicht eingeengt“ sein wollen. Ich kenne das Gefühl, auch wenn es schon über ein Jahrzehnt her ist, dass ich es empfand.
Ich sage ihm dann, dass es okay ist, wenn er weinen muss. Aber dass er sich doch bitte nicht wehtun soll. Dann streiche ich über seine Hände, die sich meist sehr schnell entkrampfen und ruhiger werden. Manchmal findet er schneller aus dieser emotionalen Spirale wieder raus, manchmal geht das ganze ganz plötzlich wieder von vorne los.
Gestern trat er mir irgendwann in das Gesicht. Nicht absichtlich oder gezielt, aber es tat dennoch sehr weh. Ich bin dann aufgestanden und habe gesagt, ich würde kurz raus gehen und etwas holen. Ich wäre sofort wieder da. Wirklich beruhigt hat ihn das nicht, aber es war nötig, dass ich aus der Situation raus gehe. Es bringt nichts, wenn man selber immer ungeduldiger und unruhiger wird. Ich bin ja Gott froh, dass ich in solchen Situationen generell in mir ruhe und abwarten kann. Ich denke, das entspannt solche Situationen zusätzlich.
Gestern war dann der Punkt erreicht, an dem ich ihm Bachblüten gab. Als Einjähriger hatte der Quietschbeu schon mal so eine schlimme Phase, in der er sich nachts Haare ausriss und sich die Arme zerkratzte. Damals hatte der Kinderarzt mir Rescue Tropfen für Kinder empfohlen, die auch tatschlich im ärgsten Notfall gut halfen.
Als ich ihm gestern Abend dann sagte, ich habe jetzt hier so Tropfen, die würden ihm helfen sich zu beruhigen und dann ginge es ihm schnell besser, öffnete er tatsächlich freiwillig den Mund und ließ mich die Tropfen in seinen Mund träufeln. Es dauerte 3 Minuten bis er ruhiger wurde und weitere 2, bis er sich in meine Arme stürzte und feste an mich kuschelte. Ob es die Erschöpfung, ein Placebo-Effekt oder die Tropfen selber waren, sei mal dahin gestellt. Er kam jedenfalls zur Ruhe.
Auf seinen Wunsch hin sahen wir uns dann noch ein paar Minuten gemeinsam das Flughafen-Wimmelbuch vom Köln-/Bonner-Flughafen an. Danach durfte ich ihn zudecken, das Licht löschen und wieder nach unten gehen. „Bis gleich, Mama. Liebe Dich“, hat er mir noch hinter geflüstert.
Ich denke, den Quietschbeu treibt momentan eine Menge um. Er bekam jüngst mit, dass sein Papa bald wieder eine längere Zeit ins Ausland muss, wobei das wirklich noch in recht weiter Ferne liegt, jedenfalls für einen 3jährigen. Und er weiß und wartet täglich darauf, dass das Baby geboren wird. Dann besucht er seine Tante für ein paar Tage und Mama muss ins Krankenhaus. Augenscheinlich ist das für ihn okay, aber das mit dem Krankenhaus beschäftigt ihn schon. Weil eigentlich geht es einem ja gar nicht gut, wenn man dahin muss.
Er hat in den letzten 2 Monaten erst seine Windel und nun seinen Nucki aufgegeben. Zudem war in den letzten 2 Wochen einfach viel Trubel und Leben in unserem Haus. Vermutlich sollte es mich nicht wundern, dass sein sensibles und empathisches  Seelchen da ein wenig mehr verarbeiten muss, als es sonst der Fall ist. Ich habe gerade einfach Sorge, dass ich nach der Geburt des Maimiez nicht ausreichend Halt und Wurzel für ihn sein kann. Ich weiß, der Miezmann kann das genauso gut, aber ich möchte nicht, dass der Quietschbeu das Gefühl bekommt, seine Mama würde ihn abschieben. Es ist schwer das korrekt in Worte zu fassen. Ich denke jede Mutter kann sich vorstellen, was ich damit meine. Der Quietschbeu ist hier und jetzt. Das Maimiez noch in weiter Ferne, wenn auch schon ganz nah.
Ich weiß nicht, ob sie solche Situationen von Ihren Kindern her kennen? Ob Sie wissen oder ahnen, woher solche Anfälle kommen und wie man sie am besten beenden kann? Aber ich wäre um jeden guten Ratschlag und um jedes bestärkende Wort – dass das alles nur eine harmlose Phase ist – sehr dankbar und froh.
Weil ich inzwischen so viele Anfragen bezüglich der Rezepte, Vorbereitungen und Geschenke anlässlich des 3. Quietschbeu-Geburtstags bekommen habe, möchte ich das Ganze für Euch gerne noch mal zusammenfassen. Vielleicht ist ja die ein oder anderen Anregung dabei, die gerne und jederzeit übernommen werden darf ;)
Cake-Pops und Cake-Ices
Der Grundteig war bei beiden Cake-Arten derselbe: ein Schokoladen Cake-Pop-Teig von hier. Allerdings habe ich nur die Hälfte der dort angegebenen Menge gebacken, was für insgesamt 16 Cake-Pop-Bälle mit einem Durchmesser von ca. 5cm gereicht hat.
8 Cake-Pop-Bälle habe ich auf spezielle Cake-Pop-Stile gespießt, die es bei uns im örtlichen Hobby- & Freizeitmarkt zu kaufen gibt. Die anderen 8 Cake-Pop-Bälle habe ich auf kleine Eistüten (Rewe) gesetzt, die einen flachen Boden haben und daher gut stehen können.
Das Verfahren bei den Cake-Ices ist dasselbe, wie bei den Cake-Pops, nur dass ich bei den Eistüten die Bälle selber einmal etwa zu einem Drittel in die Kuvertüre getaucht habe, bevor ich sie auf die Eistüten gesetzt habe, damit sie an den Eintüten besser halten.
Bei der Kuvertüre habe ich es mir ganz einfach gemacht. Ich habe einfach fertige für die Mikrowelle gekauft. Einmal Vollmilch und einmal Bourbon-Vanille. Die Cake-Pops an den Stilen haben ich dann in Vollmilch-Kuvertüre gewendet und direkt im Anschluss in eine kleine Schüssel mit Zucker-Konfetti getunkt. Anschließend habe ich die Cake-Pops zum Trocknen in, mit Frischhaltefolie umwickelten, Steckschaum gesteckt.
Die Cake-Ices habe ich in der Bourbon-Vanille-Kuvertüre gewendet, ebenfalls direkt in Zucker-Konfetti getunkt und oben noch einen Smarti aufgelegt. Bemerkenswerterweise trocknet die Vollmilch-Kuvertüre sehr viel schneller, als die Vanille-Kuvertüre, was bei den Eistüten diesen hübschen verlaufenden Soßeneffekt begünstigt hat, da die Vanille-Kuvertüre noch ein wenig verlaufen ist. Die Cake-Ices kann man zum Trocknen ganz normal auf einen Teller stellen.
Butterkeks-Pudding-Kuchen
Der Butterkekskuchen ist ein Rezept von hier. Gesehen haben ich ihn zuerst hier.
Ich habe die angegebene Teigmenge nicht in einem normalen Backblech gebacken, sondern in einem Pflaumenkuchenblech, da mir das Backblech einfach viel zu groß war. Pflaumenkuchenbleche sind kleiner, dafür aber höher. Die Butterkekse selber habe ich mit normalem Zuckerguss, den ich zuvor mit Lebensmittelfarbe eingefärbt habe, bestrichen und anschließend mit Smartis, Gummibärchen und Lachgummis verziert.
Den Kuchen kann man super vorbereiten. Ich habe ihn montags für Mittwochmittag gebacken und die Butterkekse verziert. Dienstagmittag habe ich den Pudding drauf gegeben und Dienstagabend, vor dem Zubettgehen, die Sahne aufgestrichen (600g reichen übrigens völlig!) und die Butterkekse aufgelegt, so dass sie über Nacht durchziehen konnten. Die Kinder waren total verrückt nach dem bunten Kuchen.
Im Übrigen gibt es von Leibniz Kakaokekse, so dass ich bei nächster Gelegenheit das Ganze als Schokoladenvariante umsetzten werde. Oder man macht ein hübsches Schachbrett draus. Sieht bestimmt auch klasse aus!
Schokoladen-Muffins
Das Rezept ist von hier. Ich habe auf das Topping verzichtet, da die Muffins wirkliche Schokoladenbomben sind. Ich habe ein Stück 75% Zartbitterschokolade in die Mitte jedes Teigklecks’ gedrückt, das beim Backen auch ganz wunderbar verlaufen ist. Allerdings waren die Muffins eher bei den Erwachsenen, als bei den Kindern der Hit.Vermutlich zu wenig süß und zu schokoladig?
Ich fand’ sie grandios!
Apfel-Muffins
Nach diesem Rezept von der wunderbaren Frau Elch. Und einfach nur gnadenlos genial! Großartig fluffig, saftig und fruchtig. 2 große Äpfel sind für die Teigmenge wirklich viel, so dass ich die Endteigmenge gerade so mit Hängen und Würgen auf die 12 Muffin-Förmchen aufgeteilt bekam. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall ein Blech, da Papierförmchen alleine dem Teig-Gewicht wohl kaum gewachsen sind.
Besonderes Goodie: die ersten Apfel-Muffin ganz ohne Zimt, denen rein gar nichts fehlt (und die somit auch von Zimt-Hassern verschlungen werden)!
Kräuterbutter
125g Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen
2 Knoblauchzehen schälen und pressen
½ Bund Basilikum fein hacken
½ Bund glattblättrige Petersilie fein hacken
mit Salz, weißem Pfeffer und einen Spritzer Zitronensaft abschmecken
Alles gut mit einer Gabel vermengen und vermischen. Anschließend die Butter auf ein Butterbrotpapier geben und einrollen. Einfach im Kühlschrank über Nacht wieder hart werden lassen. Ich habe die Butter am Morgen dann in Scheiben geschnitten und mit Keksausstechern Sterne daraus ausgestochen.
Die Kinder fanden das super und habe sie komplett aufgegessen.
Über die/den Pizzabrötchen-Schlange/Wurm habe ich hier schon geschrieben.
Kräuterdipp
60g Quark
30g Crème fraîche
60g Joghurt
1 gepresste Knoblauchzehe
1 gehakte kleine Zwiebel
½ EL Zitronensaft
2 EL Kräuter (8-Kräuter, tiefgefroren, Küchenfertig)
Salz und schwarzer Pfeffer
Einfach alles miteinander vermengen. Ich habe für das KiGa-Frühstück die dreifache Menge gemacht und das hat gut gereicht.
***
Ich hoffe Euer aller Neugier damit befriedigt und nichts vergessen zu haben. Wie man Rohkost in Streifen und Scheiben schneidet wird ja jeder wissen *mihihi*
Und Morgen erzähle ich Euch dann mehr über die Geschenke und Handarbeits-Lieblichkeiten zum Quietschbeu-Geburtstag.
Gestern war meine Hebamme Claudia da, um die nun 2wöchige Vorsorge durchzuführen. Das CTG schrieb über ein halbe Stunde regelmäßige 10 Minuten, aber von mir gar nicht spürbare, Miniwehen auf. Da übt wohl wer für den Auszug. Schade nur, dass diese Miniwehen überhaupt keinen Einfluss auf den Muttermund haben.
Überrascht hat mich, dass ich seit der letzten Vorsorge bei meiner Ärztin tatsächlich nur 1 Kilogramm zugenommen habe und somit aktuell plus 23kg wiege. Das ist so was von okay und immer noch 9 Kilogramm weniger, als am Ende der Quietschbeu- und Löwenmäulchen-Schwangerschaft, bei denen aber auch mein Ausgangsgewicht schon höher war, als vor dieser Schwangerschaft.
Mir geht es seelisch und körperlich derzeit sehr gut. Mal abgesehen davon, dass ich halt hochschwanger bin und einen monströs großen Bauch mit mir herumschleppe, der eigentlich ständig im Weg ist. Egal ob man sich bücken will, oder irgendwo vorbei gehen oder sich im Bett nur von links nach rechts drehen möchte. Ich bin ein Bauch!
Aber – und auch das finde ich schon sehr bemerkenswert – der Bauch ist geschrumpft! Soll heißen, dass von den 108cm, die Claudia beim letzten Mal maß, nur noch 104cm übrig sind. Kein Witz! Wir haben das mehrfach nachgemessen. Wie schon beim letzten Mal, weil das Maimiez ein Zappelmiez ist und ständig hin und her wackelt, wenn man den Bauch berührt. Wir erklären uns das so, dass ich in Wahrheit abgenommen habe – also an Gewicht – und das Maimiez dafür zugelegt hat – also an Gewicht und Größe – so dass ich das auf der einen Seite ausgleicht, auf der anderen aber eben den Bauch kleiner werden lässt. Gesenkt hat sich jedenfalls nicht mehr viel, aber das sehen Sie am folgenden Bauchbild ja selber:
Links: Quietschbeubauch bei 37+4 – Rechts: Maimiezbauch bei 37+3
Der Löwenmäulchenbauch aus der 38.SSW fehlt leider :/
Direktvergleich Woche 37 (36+1) zu 38 (37+3):
Meine Symphyse ist im Übrigen ganz wunderbar verheilt. Ich möchte fast behaupten, dass ich Symphysen-technisch in keiner der anderen Schwangerschaften so gut dastand, wie im Moment. Auch Kreuzbein und Ischias-Probleme habe ich keine. Toi toi toi, dreimal auf Holz geklopft und über die Schulter gespuckt, dass das so bleibt!

















