Das Mama Miez‘ Blog hatte im Januar über 68.000 echte Besucher (Uniq-User, nicht Seitenaufrufe). Das ist der Wahnsinn! Und ich bin ernsthaft stolz darauf, so viele Leser mit meinen Geschichten und Berichten aus unserem Leben gewinnen zu können. Denn, es sind Geschichten aus einem echten, wahren Leben.
Jede Geschichte, jeder Beitrag wird mit Herz und ganz viel Emotionen geschrieben. Wenn ich nichts zu berichten habe, dass ist es hier auch mal ein paar Tage eher still. Ich bin kein Freund von Stöckchen und Blogparaden. War ich noch nie. Natürlich gibt es da Ausnahmen, wenn mich z.B. ein Thema eines Stöckchens ganz besonders interessiert und ich etwas dazu zu sagen habe. Aber generell wird der Inhalt meines Blogs von meinen Jungs, meinem Mann und mir – oder besser gesagt unserem Alltag – geschrieben.
Mir ist es wichtig, das hier einmal so klar und deutlich niederzuschreiben, denn mir begegnen immer mehr „Blogs“, die sich zwar als „privates Blog“ verkaufen, in Wahrheit zu 90% aus Stöckchen, Blogparaden, Gewinnspiel-, Shop- und Produktvorstellungen bestehen. Ich weiß, dass es einem von Zeit zu Zeit schwer fällt selber „guten“ Content zu produzieren. Der Fehler liegt hier aber schon im Anspruch. Niemand sollte bloggen, um guten Content zu produzieren, sondern um Spaß und Freude daran zu haben.
Ich für meinen Teil habe besonders viel Spaß und Freude am Schreiben selber. Das ist kein Geheimnis. Danach kommt der Austausch mit den Lesern, die Kommentare und E-Mails, die Ihr hier und in meinem Postfach hinterlasst. Leider hat mit der Leserzahl natürlich auch der Feedbackstrom – insbesondere via E-Mail – zugenommen. Ich schreibe leider, weil ich es zeitlich derzeit nicht schaffe alle E-Mails zu beantworten. Wer also noch auf eine E-Mail-Antwort von mir wartet: es tut mir leid und ist keine böse Absicht. Vielleicht einfach noch mal nachhaken?
Natürlich haben wir – mein Mann und ich – in den vergangenen Jahren immer wieder über die Sicherheit und Anonymität unserer Familie, speziell unserer Kinder, diskutiert. Lockt man wohlmöglich nicht doch Verrückte an, wenn man sich so öffentlich präsentiert? Fakt ist, dass wir bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Abgesehen von ein paar Neidern und Missgünstlern, die ihren Frust ins Kommentarfeld oder eine E-Mail entladen, haben wir kaum negative Erlebnisse gehabt.
Ich habe das hier schon das ein oder andere Mal erwähnt: ich bin in der Marketing Branche (Schwerpunkt Onlinemedien und Social Media) tätig und bilde mir ein, mich da recht gut auszukennen. Wenn mich also jemand nach „unserem Geheimnis“ fragt, dann muss ich ein bisschen Grinsen. Das Geheimnis ist nämlich gar keins. Es ist einfach ganz viel Herz und Liebe und Freude am Schreiben und das ist nichts, was man sich als Dienstleistung irgendwo einkaufen kann.
Blogs leben und „funktionieren“ wegen der echten Menschen, deren Gefühlen und Erfahrungen, in und hinter den Geschichten. Will ich unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zu einem Thema, suche ich ein Forum oder ein Online-Magazin auf, aber sicher kein Blog.
Als ich im März 2008, in der schlimmsten unerfüllten Kinderwunschphase überhaupt, angefangen habe zu bloggen, habe ich nicht mal im Traum daran gedacht, irgendwann mit 68.000 Lesern im Monat da zustehen. Das ist doch verrückt, oder? Das sind doch nur wir: der Quietschbeu, das Löwenmäulchen, der Miezmann, ich und bald das Maimiez. Verrückt! Total verrückt!
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: Danke! Für so viel Treue und Interesse. Fürs Wiederkommen und Weitererzählen. Fürs Kommentieren und E-Mails schreiben.
In den letzten Wochen, in denen ich mich wieder darauf besann, warum und wieso ich das hier tue und mich nicht mehr selbst auferlegter Regeln unterwarf, sondern bloggte wie und nach was mir der Sinn stand, habe ich wieder so viel Spaß und Freude am Bloggen gefunden, wie schon sehr lange nicht mehr.
Das Löwenmäulchen putzt sich 3 Minuten lang selbstständig die Zähne und beginnt dann wütend zu schimpfen und zu heulen, wenn es ans Nachputzen geht. Noch schlimmer wird es nur, wenn ich sage: „Fertig!“ Am liebsten würde das Löwenmäulchen nämlich den ganzen Tag nur Zähne putzen. Angezogen wird der kleine Herr Löwenmaul – der inzwischen mit zwei zugedrückten Augen in Größe 86 passt – auf der Wickelkommode. Das ist für mich einfach im Moment am angenehmsten. Zum Schluss noch Hausschuhe an die Füße und schups verschwindet er im Spielzimmer.