“Guten Morgen, Großer!”
oder auch: “Ein Drama in vielen Teilen – Zwischenspiel″
Gestern Nachmittag erfuhren wir, dass es heute Morgen wieder ein gemeinsames Frühstück im Kindergarten geben würde, weil die kleine R. aus der Quietschbeu-Gruppe ihren 2. Geburtstag nachfeiern würde.
Ich erklärte dem Quietschbeu also bereits gestern, dass er heute aus besagtem Grund ohne Rucksack in den Kindergarten gehen würde. Das schien für ihn soweit okay. Auch heute Morgen, als er dann natürlich doch nachfragte und den Rucksack mitnehmen wollte, erinnerte ich ihn an das gemeinsame Frühstück. Er ließ sich ganz gut damit ablenken, dass R. Geburtstag hatte. Das ist nämlich das wahre Highlight. Danach müssen wir immer die ganze Familie durchgehen, wer denn als nächstes Geburtstag hat und danach und wann denn genau er Geburtstag hat („Wenn die Sonne scheint, Mama. Wenns wieda warm ist und ich nur im Ti-Schört raus gehen kann, dann hab ich Geburtstag!“).
Wir brachten dann wie jeden Morgen das Löwenmäulchen in seine Gruppe und der Quietschbeu hängte wie jeden Morgen den Löwenmäulchen-Rucksack auf, während ich den kleinen Bruder auszog. Wir kasperten noch eine Weile mit der ♥-Erzieherin des Löwenmäulchens herum, dann verabschiedeten wir uns in gingen in die Quietschbeu-Gruppe.
Das Schuhe und Jacke-Ausziehen dauerte mal wieder besonders lang. Das ist die typische Quietschbeuart die Verabschiedung möglichst lang hinauszuzögern. Da ich das weiß, plane ich diese Extrazeit morgens schon mit ein.
Als wir dann gemeinsam seine Gruppe betraten, sprach Herr Müller den Quietschbeu direkt grinsend an: „Guten Morgen, Großer!“ Der Quietschbeu grinste erst verlegen, das Grinsen wuchs zum Strahlen und er entgegnete eben so fröhlich „Guten Morgen!“
Herr Müller feixte: „Na, willst Du mal sehen was die R. tolles zum Frühstücken mitgebracht hat? Komm, ich nehm Dich auch auf den Arm.“ Und mein großer Sohn streckte völlig ohne nachzudenken die Arme aus und ließ sich hochheben, statt sie wie sonst an mich zu drängen und „Nein“ zu flüstern.
In mir explodierte ein kleines Feuerwerk der Freude. Ich strahlte so gut es ging nach innen und schluckte die Freudentränen runter, die raus wollten. Das hätte den Quietschbeu sicher nur verunsichert. Ich brachte schnell seinen Pullover in seine Kleiderkiste und ging dann zu ihm, um mich zu verabschieden. Er zählte gerade mit Herrn Müller gemeinsam die vielen Obst- und Gemüsesorten auf, den Käse und die Wurst. Ich grinste den Quietschbeu an und sagte, dass ich nun fahren müsste. Er küsste mich und lächelte.
Ich zwinkerte ihm zu: „Wer hat Dich lieb?“
Er strahlte: „Die Mama!“
Dann bin ich gegangen. Auf dem Kindergartenparkplatz habe ich dann vor Freude gequietscht und ein bisschen Pipi in den Augen gehabt. Das Gespräch gestern war vermutlich doch besser, als zuerst angenommen. Allein dass er nun aufmerksamer wahrgenommen und auf ihn eingegangen wird ist schon ein absoluter Gewinner für ihn, für mich, für uns.
Der Quietschbeu spiegelt das Verhalten seines Gegenübers. Es reicht nicht aus, das nur zu wissen, man muss es auch aktiv einsetzen. Und Herr Müller hat das gemacht. Sofort.
Es fühlt sich gut an, so ernst genommen zu werden. Ich bin optimistisch!











*mitquitsch* hach da freut man sich gleich mit *-*
Wow. Besser kanns ja gar nicht laufen!
Das liest sich SO gut!
Ich freu mich sehr für euch; vielleicht war das ja schon der letzte Akt des Dramas?! :)
Jetzt sitz ich in der Bahn und hab Tränen in den Augen. Hach! Sooo schön! So solls sein!
… und jetzt hab ich das Pipi in den Augen. <3
Ich freu mich so für Euch! (und hoffe inständig, dass das Verhalten der Erzieher anhält!!!)
Großartig.
Ich freu mich wahnsinnig mit Euch.
Ich reih mich in die Reihe der “Pipi-in-den-Augen”-Haberinnen ein.
Toll! Es ist wunderbar zu lesen, wie entspannt der QB zu sein scheint!
Er hat eine tolle Mama <3
Ach, das freut mich, dass alles so super gelaufen ist :) War doch gar nicht so schlimm!! ;-)
(Aber ein wenig frech find ich ja, dass man deine Schwangerschaft “vorschieben” wollte. Ich kann solche Schuldzuweisungen, wenn man sich einfach Gedanken gemacht und was kritisiert hat, überhaupt nicht leiden!!)
Awww, ist das toll. Und ich schniefe dann mal mit dem Rest ne Runde mit *hach*
Hach, das klingt wirklich toll! Drücke die Daumen, dass es so positiv weitergeht, und der Quietschbeu sich nun wieder richtig wohlfühlt!
Gänsehaut mal wieder… und Tränchen hab ich auch fast verdrückt!
Toll zu lesen! Ich freu mich für euch!
Habt ein tolles Wochenende!
GGLG Stephie
Ich hab mich zwar die ganze Zeit schweigend im Hintergrund gehalten, aber die Sache sehr interessiert verfolgt. Ich finde es toll wie du es gelöst hast und als ich diesen Artikel las, hatte ich ein kleine Gänsehaut vor Freude. Das ihr erfolgreich wart, das es etwas gebracht hat, das der Erzieher mit macht. Ich freue mich wahnsinnig für dich und den QB und hoffe das es noch ein paar schöne Monate bis zum Wechsel werden.
Ein großes ‘Yay!’ für alle Herr Müllers dieser Welt. :)
LG, Spitfire
Wie schön!!! Ich schmeiß eine Runde Taschentücher für alle – brauch auch eins … So sollte das sein. Ich wünsch es dem QB, dass er jetzt immer mit einem Strahlen in den Kindergarten gehen kann!
Hach, wie schön!!! Ja, genau so soll es sein! *mitfreu*
Ein schönes und entspanntes Wochenende für Euch,
Eva
♥ Gut gemacht! :-)
Man gut das Der Herr Meyer auch da ist und nicht nur die uncoole Erzieherin…
…mir ein Taschentuch nehmen und begeistert sein. Genauso sollte sich ein Kind im Kiga fühlen; wohl. So genial.
Juchhu !!! Ich freu mich.