Bauchgefühldingens.
Erinnern Sie sich an meine Unsicherheit bezüglich der Gruppenleiterin der Quietschbeu-Kindergartengruppe? Die Fragen, ob Sie eher erst beobachtet, bevor sie auf die Kinder zugeht, oder ob sie generell eher distanziert ist? Auch mein anfängliches Gefühl, dass die Quietschbeu-Gruppe kühler bzw. kälter wirke, als die anderen Gruppen und die Überlegung, ob das mit der Himmelsrichtung, in der die Fenster liegen, zu tun haben könnte, hat nun eine haltbare Begründung gefunden.
Vorneweg möchte ich sagen, dass der Quietschbeu inzwischen sehr gerne und mit viel Vorfreude in den Kindergarten geht. Er liebt seinen männlichen Erzieher abgöttisch und auch die anderen 3 Damen, unter ihnen die Gruppenleiterin, hat er sehr ins Herz geschlossen. Zum Glück ist der Quietschbeu auch eher der Typ, der weniger körperliche Nähe und Streicheleinheiten braucht, als zum Beispiel das Löwenmäulchen. Dann wäre er in seiner Gruppe nämlich heillos verloren.
Inzwischen bin ich im Elternbeirat (in der Löwenmäulchen-Gruppe gewählt worden) und habe so Kontakt zu diversen Müttern aller Kindergartengruppen. In unseren Treffen kristallisierte sich schnell heraus, dass die Quietschbeu-Gruppe als „problematische“ gilt und Frau Schmitz* einen wirklich miesen Ruf hat. Nicht als Erzieherin in Bezug auf die Kinder, sondern vielmehr im Bezug auf die Eltern.
Um es mal ganz platt zu sagen: Sie ist morgenmuffelig, grüßt einen erst, nachdem man ihr quasi das fünfte „Guten Morgen!“ entgegen gebrüllt hat und ignoriert sowohl Eltern wie auch Kinder die ersten Minuten und Momente des Morgens völlig. Manchmal kommt es vor, dass sie mich nicht eines Blickes würdigt, bis ich die Gruppe wieder verlasse. Ich finde das sehr unhöflich. Ist sie im Gespräch würde ein kurzes Nicken, ein Lächeln reichen, um mir zu deuten, dass Sie uns hat ankommen sehen.
Ich halte meine Kinder an immer zu Grüßen, wenn man einen Raum neu betritt. Und ich erwarte, dass solche Grundhöflichkeiten auch von den Erziehern umgesetzt werden. Davon abgesehen, dass ich es schön fände, wenn sie mein Kind empfangen würde, einen Guten Morgen wünschen und ihm so deutlich machen würde, dass sie sich freut, dass er da ist. In der Löwenmäulchen-Gruppe wird jedes Kind mit einem herzlichen warmen Lächeln persönlich begrüßt. Kostet weder Zeit noch Mühen.
Grundsätzlich ist Frau Schmitz* einfach launisch. Sie vermittelt uns Eltern ständig das Gefühl, dass wir nerven. Sie erzählt nie etwas von sich aus, sondern will aktiv und gezielt befragt werden. Sie lässt uns Eltern gerne spüren, dass wir sie für jedes Kind die einzig wahre Erziehungsmethode kennt und wir Eltern alle ein bisschen doof und überfordert sind.
Leider kann ich das jetzt nicht an einem konkreten Beispiel darstellen. Es sind viele kleine Momente, Gesten, Sprüche, die dieses Bild von ihr formen. Dass es nicht einfach nur Antipathie zwischen ihr und mir ist, beweist mir die Tatsache, dass ich von mindestens 4 weiteren Müttern aus der Quietschbeu-Gruppe weiß, die Frau Schmitz* ebenfalls „gefressen“ haben. Eine Mutter sagte jüngst zu mir, dass man sich im Gespräch mit Frau Schmitz* immer vorkäme, wie eine 14jährige, die in der Schule was ausgefressen hätte. Das trifft es ziemlich gut.
Frau Schmitz* schwingt in der Quietschbeu-Gruppe das Zepter und erwartet, dass man tut, was sie sagt. Die anderen Erzieher sind sehr liebevoll und fürsorglich mit den Kindern. Sie selber sieht man hingegen fast nie mit einem der Kinder interagieren.
Vermutlich werden Sie sich jetzt fragen, ob wir das mal angesprochen oder thematisiert haben. Nein, haben wir nicht. Wir möchten die anderen Erzieher nicht in Verlegenheit oder Bedrängis bringen und nicht für schlechte Stimmung in der Gruppe sorgen. Letztendlich sind wir Eltern es, die sich an Frau Schmitz* stören, nicht die Kinder.
Der Quietschbeu wird im kommenden Sommer die Gruppe wechseln und andere tolle Erzieher bekommen. Bis dahin muss ich mich halt damit arrangieren, dass Frau Schmitz* und ich nicht mit einander warm werden. Das Maimiez jedenfalls werde ich gerne und rechtzeitig in der Löwenmäulchen-Gruppe anmelden. Da können Sie sich mal sicher sein!
Wie ich im Übrigen heute darauf komme? Heute habe ich den herzlichsten und freundlichsten Empfang in der Quietschbeu-Gruppe erlebt, seit wir in diesen Kindergarten gehen. Frau Schmitz* ist heute krank.
*Name von mir geändert.











Ach ja, sowas haben wir auch im Kindergarten – muffelige Erzieherinnen scheinen bei der Grundausstattung dazu zugehören. Ich mag es auch nicht, leider ändert man daran aber auch nichts.
Ja ich erinnere mich noch, lese ja immer fleissig mit. Ich glaube mittlerweile gibt es in jedem Kindergarten eine solche Erzieherin. Wir haben auch so eine, die geht zum lachen in den Keller und Eltern sind sowieso lästig und grunddoof. Meine Strategie?? Ich ignoriere sie und zwar sehr bewusst. Beispiel??? Sie steht mit einer Erzieherin im Flur wenn ich komme, die nette Erzieherin gucke ich an und wünsche guten Morgen und je nach dem welche es ist einen kurzen Small talk. Die andere lasse ich komplett außen vor. Sie soll es ja nicht wagen es an meinen Kindern aus zu lassen, dann hat sie ein Problem. Bisher läuft es aber auf diese Art prima.
Es ist ja nur noch 1 Jahr und das geht rum.
Hmmm, vielleicht ist sie auch wie ich .. ich brauche Distanz und bin auch Kindern gegenüber oft distanziert, brauche viel Zeit um warm zu werden…
Trotzdem liebe ich meinen Beruf, arbeite gerne mit meinen Kids und dass mich meine Ex – Erstklässler noch immer strahlend begrüßen, obwohl ich nun schon bald zwei Jahre aus der Klasse bin, zeigt mir, dass ich es doch nicht soooo falsch gemacht habe…
Wobei ich schon Eltern wie Kinder begrüße, wenn sie das Klassenzimmer bzw. die Schule betreten
Oh da würde ich glaub ich gar icht drüberstehen können, hoffe das wir nicht so eine Erzieherin erwischen, da würde ich ja kaputt gehen. Bin leider so.
Mit so miesepetrigen Erzieherinnen haben wir keine Probleme. Finns Erzieherinnen (die, wenn ich da ein Mitspracherecht habe, auch Felix’ Erzieherinnen werden) sind “bom alten Schlag”… Sie sind beide schon Anfang bzw Mitte 50, haben selber Kinder und sind… toll. Genau die richtige Mischung aus streng und liebevoll. Die Kinder der Schneckengruppe sind die einzigen, zum Beispiel, die dem Wetter angenessen gekleidet rausgehen. Sie achten drauf, dass Kinder sich selbst anziehen, helfen aber auch im Notfall… In einer anderen Gruppe (zum Glück die GanztagsGruppe, also definitiv auch nicht Felix’ Gruppe) ist das anders – die Erzieherinnen sind jünger, ich weiss nicht, ob es da in der ErzieherAusbildung mal nen Schnitt bzw Wechsel gab… Die achten streng drauf, dass die Kinder ALLES selbst machen, helden nicht… Schwer zu beschreiben
Das so meine Erfahrungen mit Erziehern.
Deine “Entscheidung”, mit Frau Schmitz zu leben, ist, meiner Meinung nach, die Richtige. Solange die Kinder zufrieden sind und es ihnen gut geht, muss man daran nicht rütteln..
Ich hoffe, ich hab keinen Schmu geschrieben, ich hab die Hälfte meines Kommentars unter Deinem Blogbild geschrieben (Habdy und so)
<3
Nicole