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23. Oktober 2014 / Pia Drießen

Rumsdibums 3

In den letzten Tagen habe ich endlich wieder Zeit gefunden, für mich selber zu nähen. Und weil heute wieder RUMS-Tag ist, zeige ich Ihnen die guten Stücke hier.

Nummer 1 ist eine Lady Rose von MiaLuna, genäht aus dem wunderschönen Sommersweat von Lillestoff. Der Hoodie fällt leicht A-Förmig, was meine breiten Hüften zusätzlich betont. Daher habe ich unten ein Bündchen dran genäht, um das wieder einzufangen. Die Kapuze und das Bildenband sind aus Blattwerk von Blaubeerstern. Durch das Bindeband erhält der Hoodie ein femininere Note, als das bei Hoodies sonst so der Fall ist. Daher mag ich den Schnitt so sehr. Bequem ist er außerdem. Sehr sogar.

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Nummer 2 ist ein weiteres Wickelkleid von ki-ba-doo, diesmal aus dem wundervollen Leaves-Jersey, ebenfalls von Lillestoff. Leider hatte ich mich etwas verrechnet, weshalb der Stoff dann für die Ärmel nicht mehr ausgereicht hat. Aber der Petrol-farbene Jersey passt perfekt zum Leaves, was dieses kleine Malheure nicht weiter tragisch macht.

Der Schnitt ist sau bequem und dabei wirklich kleidsam. Das Kleid fällt einfach sehr Figur schmeichelnd, wenn sie verstehen ;)

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Bei soviel Zeit im Nähzimmer kann man schon fast von einem ZEN-artigen Zustand sprechen. Ich bin in Grund und Boden entspannt *mihihi*

 

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22. Oktober 2014 / Pia Drießen

business als usual

  1. Genäht
    2 Kundenaufträge sowie eine Cord-Knickerbocker für das Meedchen, ein Ranglan-Shirt für den Quietschbeu und ein Wickelkleid für mich. 
  2. Gebastelt
    Eine Laterne mit dem und für das Löwenmaul im Kindergarten. Eine schlichte rechteckige Form war vom Kindergarten vorgegeben. Das Löwenmaul entschied sich für grüne Fenster sowie eine Fledermaus und ein Gespenst in je einem Laternenfenstern. Da das Löwenmaul Basteln einfach total Kacke findet (außer man kann großzügig und großflächig irgendwo Kleber drauf schmieren), beschränkte er sich auf Anweisungen austeilen: “Ich will eine Fledamaus! Und ein Gespenst! Aber ein Liebes. Das muss freundlich gucken. Die Fledamaus auch. Lächeln muss sie. Den Mund so nach oben gebogen!” Ich zeichnete also Fledermaus und Gespenst und korrigierte so lange, bis mein pingeliger Sohn zufrieden war. Aufgeklebt hat er sie dann wieder. 
  3. Eingekauft
    Mit allen 3 Kindern ohne Zwischenfälle, Wutausbrüchen, Weglaufern oder Regalausräumern. Total gesittet einmal durch den Aldi und wieder raus.
  4. Gebacken
    Zwei Bleche Apfelkuchen, die der Miezmann morgen mit in den Dienst nimmt, um seinen Geburtstag nachzufeiern. Das Rezept gibt es hier.
  5. 20141022_01Gekocht
    Schweinegeschnetzeltes Gyros-Art mit Reis und Kräuterquark (Kinder)  bzw. Zaziki (Erwachsenen).

So ein völlig normaler Durchschnittstag. Dafür keine Wäsche gewaschen und nicht geputzt. Das ist dann morgen wieder dran. 

Außerdem hat der Quietschbeu heute dann, für uns alle doch sehr überraschend, den seit gestern wackelnden ersten Milchzahn verloren. Er hatte den ganzen Tag immer wieder mit der Zunge daran rum gewackelt, dann einmal blöd drauf gebissen und von da an hing der Zahn nur noch an einem Fädchen. Kurz vorm Abendessen hatte er ihn dann plötzlich in der Hand. Das ging schnell! Hoffentlich ist die Zahnfee auch von der spontanen Truppe. Am Abend sorgte sich der Quietschbeu jedenfalls, wie sie wohl unter sein Kopfkissen drunter käme, dass er sie nicht zerdrückt, dass sie den Zahn auch findet und was sie ihm wohl da lassen würde.

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Haben Sie einen bezaubernden Abend und eine geruhsame Nacht! Bis morgen.

 

 

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21. Oktober 2014 / Pia Drießen

hysterisches Quiekheullachen (Meilenstein)

Irgendwie waren hier die letzten 5 Jahre immer irgendwelche Zähne unterwegs, schmerzten mal mehr und mal weniger, kamen mal mit mehr Tamtam und mal ganz heimlich. Aber um Zähne – Milchzähne – ging es irgendwie immer.

Als ich heute die Kinder aus dem Kindergarten abholte, kam der Quietschbeu auf mich zu gerannt, riss den Mund auf und rief aufgeregt: “Guck mal!” Ich sah ihn verdutzt an, denn eigentlich sah ich nix, außer seinen kleinen weißen Zähnen. Und er hat so schöne gerade Zähne.

“Nein, wieso? Wackelt einer?”
“Ja!”
“WELCHER?” (ich war _so_ kurz vor hysterisch!)
“Der da!” Er zeigte  in seinen Mund.
“Ich seh’ nichts! Welcher? Wackel mal daran!”

Und er wackelte mit den oberen Schneidezähnen an den unteren herum. Ich fragte, ob ich mal fühlen durfte, da ich immer noch nichts wackeln sah und er nickte. Vorsichtig – ganz vorsichtig – streckte ich meinen Zeigefinger aus und wackelte erst am linken unteren Schneidezahn (bombenfest), dann am rechten. Erschrocken zog ich meine Hand ruckartig zurück, riss die Augen auf und quietschte sehr laut. Dann schossen mir die Tränen in die Augen und ich lachheulte: “Ein Wackelzahn! Männlein! Dein erster Wackelzahn!

Er grinste über das ganze Gesicht und ich wurde von diesem “Oh mein Gott, mein Kind wird groß. Dem fallen jetzt die Milchzähne aus und morgen zieht er aus!” völlig überrannt. 

Immer wieder musste er für mich am Zahn wackeln und immer wieder quiekte ich begeistert. Sehr verrückt, das ganze. Im Auto wollte ich dann ein Foto des Wackelzahns für Tante Mimi machen. Ein bisschen verrückt, ein Foto von einem Wackelzahn zu machen, den man auf dem Foto eh nicht wackeln sieht. Aber was dabei raus kam, erstaunte mich erneut: hinter dem noch nicht wackelnden linken Schneidezahn kann man bereits den ersten bleibenden Zahn sehen! Hinter dem wackelnden rechten Schneidezahn hingegen noch nichts. “Hast Du das nicht gemerkt? Dass da ein neuer Zahn raus guckt?” Er fuhr mit der Zunge über die Stelle und grinste erneut: “Nö!

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Verrückt. Das ist so verrückt. Vor drei Tagen noch gab ich dem Meedchen ein Schmerzmittel, weil sie die halbe Nacht vor Schmerzen weinte. Der letzte fehlende Milchbackenzahn! Am nächsten Morgen witzelte ich im Kindergarten mit der Erzieherin des Meedchens, dass sobald das Meedchen alle Zähne habe, beim Quietschbeu die ersten Milchzähne ausfallen würden. So schnell wird aus einem Spaß Ernst. Und wir sind jetzt alle sehr aufgeregt, wann es soweit sein wird. Wann der Zahn wirklich ausfallen wird, ob er in einem Apfel stecken bleibt oder beim Zähneputzen ins Waschbecken fällt oder er ihn mit den Fingern herauspopelt. Eine hübsche Zahndose habe ich jedenfalls heute direkt bestellt. Und in die Sache mit der Zahnfee muss ich mich jetzt auch noch mal rein denken. 

Das ist ja alles so aufregend!

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20. Oktober 2014 / Pia Drießen

Von Autos, Erdlöchern & Kampfsportmäulchen.

Der Zeitplan am Morgen funktionierte eigentlich ganz gut. Wir waren just in time, als wir um 7:30 Uhr das Haus verließen. Alle Kinder stiegen ohne großes Gezeter in ihre Sitze, ich schnallte eines nach dem anderen an, setzte mich ans Steuer und … nix. Das Auto startete nicht. Tickticktick. Mehr kam nicht. Da wir schon länger Probleme mit dem Anlasser haben und das Auto gerne auch erst beim zweiten Versuch startete, diagnostizierte ich den endgültigen Anlassertod. Also alle Mann wieder aus dem Auto raus, die Rucksäcke auf die dazugehörigen Rücken verteilt und los marschiert. Herbst ist toll. Da liegen so viele bunte Blätter auf der Erde, die man auch alle wunderbar aufheben kann, nur um dann keine Hand mehr frei zu haben, wenn Mama eben diese beim Überqueren der Straße einfordert. Aber wir kamen natürlich trotzdem irgendwie 30 Minuten später am Kindergarten an.

Auf dem Rückweg, für den ich gerade mal 15 Minuten brauchte, erreichte ich endlich den Mann, der den Tod der Autobatterie als mögliche Option zum Anlassertod in den Raum warf. Ich versicherte ihm, das Auto also zuerst zu überbrücken, bevor ich Werkstatt und ADAC kontaktieren würde. 

Kurz nach 9 Uhr kam meine hochschwangere Freundin, die mich zwinkernd fragte, ob ich denn überhaupt wisse, was ich da tue. Ich hantierte möglichst professionell mit den Überbrückungskabeln herum (gesehen hab ich das ja schon mal!) und fragte zwischendurch Tante Google, weil ich mir bei der Reihenfolge der Kabel unsicher war. Als schließlich alles so saß, wie gefordert, bat ich Steffi doch bitte Abstand von beiden Autos zu nehmen (sone Hochschwangere will man ja am liebsten rundum die Uhr in Watte packen, nicht jedoch mitten in Stromtauschversuchen mit magerem Halbwissen sehen) und zündete nacheinander beide Autos. Also eigentlich zündete ich nur ihr Auto. Meins machte weiterhin tickticktick. Also doch der Anlasser!

Ich telefonierte erneut mit dem Miezmann und wir verabredeten, dass er früher frei machen würde, damit er dann mit dem Abschleppdienst in die Werkstatt fahren könne, während ich die Kinder einsammelte. 

[In der Zwischenzeit verbarrikadierte ich mich im Nähzimmer und nähte mir eine Lady Rose nach dem neuen eBook von MiaLuna. Wun-der-schön! Zeige ich Ihnen am Donnerstag!]

Gegen 13:30 Uhr verkündete der Miezmann, er würde jetzt los fahren und ich rief direkt beim ADAC an, um einen Abschleppdienst zur Werkstatt zu ordern. Beim ADAC sagte man mir, dass vorher immer erst ein Pannenhelfer kommen würde, um zu gucken, ob das Auto denn auch wirklich fahruntüchtig war. Ich nahm das so hin. Hauptsache es bewegte sich zum Schluss irgendwas.

Pannenhelfer und Miezmann kamen fast zeitgleich an. Ich schilderte kurz den Sachverhalt und der Pannehelfer wollte wissen, ob denn irgendwas am Auto länger an gewesen sei. Lampen oder so. Tatsächlich hatte den halben Sonntag über der Kofferraum unseres Autos aufgestanden. Warum wissen wir selber nicht genau. Aber ich gab diesen Sachverhalt kleinlaut, mit einem etwas lauteren “Aber ich hab schon versucht zu überbrücken. Da ging auch nix!“, an. Jedenfalls holte der gute Mann dann so ein Überbrückungsgerät aus dem Auto, schloss das an (so, wie Tante Google es mir auch schon erklärt hatte) und ich sollte den Motor starten. Wihüwihüwihütickticktick.

SEHNSE!

Gut, das Wihüwihüwihü war neu. Aber immerhin noch tickticktick.

“Ist kein Automatik, oder?”
“Nein.”
“Dann treten se noch mal die Kupplung ganz durch und starten den Motor erneut.”

WihüwihBrrrrrmmmmmmmmm! 

Erdboden auf, Pia rein, Erboden zu!

Für alle zukünftigen Stromüberbrücker: wenn Tante Google sagt, man soll Minus an ein unlackiertes Stück Karosserie im Motorraum anklemmen, dann meint Tante Google ein unlackiertes Stück der Karosserie im Motorraum. Und kein lackiertes. So. 

Der Pannenmann nahm’s mit Humor und verabschiedete sich mit dem Hinweis, dass wir den Motor jetzt mindestens 45 Minuten laufen lassen sollten. Kurzerhand bauten wir die Kindersitze in den Zweitwagen ein und ich schickte den Miezmann mit unserem Elefantenbaby auf die Straße, ein paar Kilometer schrubben, während ich mit dem kleinen Urmel (Der Quietschbeu kann sich das Wort Opel nicht merken und nennt unseren Zweitwagen daher immer “das Urmel”) die Kinder einsammelte.

Vom Kindergarten aus ging es dann direkt zum Aikido*-Training, das wir uns heute einmal ansehen wollten, da das Löwenmaul unbedingt irgendeinen Sport machen will, aber bloß kein Turnen oder Fußball. Da das Angebot für 4,5jährige sonst aber nicht viel her gibt, sollte es nun also Aikido sein. Der Quietschbeu erklärte von vorne herein, dass er da nicht mitmachen und nur zugucken wollte. Dem steckt das Probeturnen vom Ü4-Turnen  noch in den Knochen. Es lief auch alles wunderbar. Das Löwenmaul hörte den Anweisungen des Meisters gut zu und tat das, wozu er aufgefordert wurde. Er lachte und alberte mit seinem Freund herum. Alles schien prima. Von gleich auf jetzt kam er heulend angelaufen und verkündete, er wolle da nicht mehr mit machen. Ich war ein bisschen perplex, denn eigentlich lief es so gut, dass ich nicht mal einen Zweifel daran hatte, dass er riesigen Spaß hatte.

Nachdem er sich nicht beruhigen ließ, fuhr ich also mit allen 3 Kindern wieder nach Hause. Im Gespräch mit dem Papa konnte das Löwenmaul dann erklären, warum er da nicht mehr hin wollte: es war ihm schlichtweg zu anstregend. Er war nach guten 60 Minuten (15 Minuten vor dem Beginn des Unterrichts plus 45 Minuten Training) ununterbrochenem Herumrennen und Springen einfach fix und fertig. Die Unterrichtsstunde ging aber 90 Minuten. Er war körperlich einfach völlig erschöpft. 

Auf der einen Seite ist das sehr schade, denn er sagt selber, dass er viel Spaß hatte. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass er seine Grenzen selber bereits so gut erkennen und auch berücksichtigen kann. Wir werden nun also erstmal ein wenig Zeit ins Land gehen lassen und wenn er wieder dort hin möchte, dann darf er das sehr gerne. Grundsätzlich finde ich Aikido nämlich eine wahnsinnig interessante und spannende Sache. 

Die Kinder waren heute alle 3 jedenfalls sehr früh im Bett. Erschöpft und müde. Das Meedchen zudem ohne jegliche Anzeichen einer Erkältung aber völlig heiser. Sie klingt wie Mickey Mouse auf Speed nach 3 Schachteln Marlboro und einer Flasche Jack Daniels. Hoffen wir, dass es dabei bleibt.

*Aikido ist eine überwiegend defensive Kampfkunst gegen bewaffnete und unbewaffnete Angreifer.

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20. Oktober 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 42/2014

Eins ist klar: meine letzte Woche war von kulinarischen Hochgenüssen bestimmt. Und da ich besonders gerne und viel in Gesellschaft esse, heißt das zeitgleich, dass ich viel Gesellschaft hatte. Eine schöne Woche. Rundum.

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Einer der schönsten Just for me moments war definitiv der Vormittag im Mediterana, welches der Miezmann und ich tiefenentspannt verließen.

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Donnerstag war ich mit zwei Freundinnen abends beim Spanier essen. Tappas, so viele der Tisch beherbergen konnte. Ich roch am nächsten Tag zwar wie eine Knoblauchplantage, aber die Gespräche und das Essen waren so verdammt gut, dass das völlig nebensächlich war.

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Freitag traf ich mich mit meiner allerliebsten Sero zum Mittag. Diesmal gab es Mexikanisch und natürlich auch wieder wunderbare Gespräche. So lässt sich das Wochenende ganz entspannt und mit neuer Energie einläuten.

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Genäht hab ich diese Woche natürlich auch wieder. Ein Fuchs-Shirt für das Löwenmaul. das er sich so sehr gewünscht hatte. Zudem ein Longshirt nach den Wünschen von Judith für ihr Julimädchen. Und weil sie am Freitag dann noch ratzifatzi Mutter vom bezaubernden Oktobermädchen wurde, habe ich noch ein kleines passendes Set für den kleinen Neuankömmling genäht. Willkommen kleiner Mensch!

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Zuletzt habe ich diese Woche noch ein neues Hörbuch angefangen. Nachdem ich nur Gutes davon gehört habe, dann ja aber doch nie dazu kam, es zu lesen, habe ich mich für “Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes entschieden. Bisher ist es ganz rührend, aber noch nicht atemberaubend, wie viele es nannten. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

***

Über meine letzte Woche kann ich mich nun wirklich nicht beklagen. So viele tolle, liebenswerte Menschen um mich herum gehabt, wie schon lange nicht mehr. Lecker gegessen. Mehrfach. Viel geschlafen und entspannt. Ja, das war eine sehr gute Woche. Mal sehen, was die nächste bringt.

Wer seine Just for me moments ebenfalls in seinem Blog festhält, kann den jeweiligen Beitrag für die vergangene 42. Kalenderwoche anschließend gerne in der unten stehenden Linkliste verlinken. Wer kann Blog hat, kann via Twitter oder Instagram unter Verwendung der Hashtags #JFMM und für die aktuelle Woche #JFMM43 teilnehmen.

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15. Oktober 2014 / Pia Drießen

Ein wundervoller Geburtstagstag

Nachdem der Miezmann im vergangenen Jahr seinen Geburtstag in Afghanistan ohne uns feierte, konnte wir dieses Jahr – heute! – den ganzen Tag miteinander verbringen und genießen. Mit wir meine ich ihn und mich. Die Kinder verbrachten den Vormittag im Kindergarten, damit wir ein ein paar Stunden ganz exklusiv für uns hatten. War das schön!

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Zum Frühstück gab es für alle Familienmitglieder einen schockoladigen Schokoladenkuchen. Natürlich mit Schokoladenglasur und Smarties. So verabschiedete das Miezmeedchen sich heute Morgen dann nicht nur von ihrem Papa, sondern auch vom Kuchen: “Tzüss Papa! Tzüüs Kuchn!

Nachdem ich die Kinder in den Kindergarten gebracht hatte, schnappten wir uns die gepackten Taschen und fuhren in den Mediterana Erholungspark. Ein wahrer Traum, der einem kleinen Miniurlaub gleicht. Wir ließen es uns die 4 Stunden richtig gut gehen. Zu Beginn suchten wir das Catalanisches Kräuterbad auf, das mit Thymian, Salbei, Lavendel und Rosmarin-Düften und 80 Grad Temperatur ein wunderbarer Einstieg war.  Danach gingen wir erstmal ausgiebig und opulent frühstücken. Vollgefuttert begaben wir uns in den Ruhebereich, wo der Mann sich mit einer Tageszeitung in eine Ruheliege verzog und ich mich in ein riesen großes Wasserbett mit Baldachin rollte und erstmal eine Stunde tief und fest schlief. Anschießend schlenderten wir in eine kleine Bar des indisch-arabischen Bereichs, wo wir uns einen großen alkoholfreien Fruchtcocktail gönnten, bevor wir dann zuerst in die Rosensauna und danach in die Steinsauna gingen. 

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Die 4 Stunden vergingen wie im Flug und ich war richtig traurig, dass die Zeit so schnell verflogen war. Wir müssen unbedingt mal einen ganzen Tag dort verbringen. Allein in dem Wasserbett, mit leisem Wasserplätschern im Hintergrund und wunderbaren entspannenden Düften in der Luft, hätte ich locker 2-3 Stunden schlafen können. Das Essen im Mediterana ist zudem wirklich sehr lecker und das Angebot an Saunen, Ruhebereichen, Bars und Massagen ist so groß, dass es an Abwechslung ganz sicher nicht fehlt. Oh ja, am liebsten würde ich direkt wieder hin!

Anschließend fuhren wir direkt zum Kindergarten und holten die Kinder ab. Der Quietschbeu war ganz aufgeregt, weil er seinem Papa ein ganz besonderes Geburtstagsbild gemalt hat. Das Meedchen wiederum war aufgeregt, weil wir nach Hause zum Kuchen fahren würden.

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Das Bild zeigt (v.l.n.r.): das Löwenmäulchen, den Miezmann, das Meedchen, mich und den Quietschbeu. Die Zacken auf dem Miezmannkopf stellen die Geburtstagskrone da. Überall fliegen Ballons mit einer “43” darauf herum und “die Dinger, die aussehen wir durchgekritzelt, sind ein Feuerwerk!” (O-Ton Quietschbeu).

Der Nachmittag war ruhig und entspannt. Die Kinder aßen fast den ganzen Kuchen auf und feilschten um die Smarties. Morgen gehen der Miezmann und ich dann noch gemeinsam Shoppen, um uns beide für die kommende Jahreszeit auszustatten. Freitag muss er dann wieder arbeiten gehen.

Das war, nach dem letzten Jahr, ein ganz ganz ganz wunderbarer Miezmann-Geburtstag. Ich soll auch allen Gratulanten auf Instagram und Twitter recht herzlichen Dank für die guten Wünsche ausrichten.

***

Mein lieber H.,

seit 13 Jahren gehören wir zusammen, gehen durch dick und dünn, lachen über die selben Dinge und schmieden die kunterbuntesten Pläne. Ich habe es nie bereut mich in Dich verliebt zu haben. Selbst die “schlechten” Zeiten hatten immer auch etwas Gutes und haben uns letztendlich dahin gebracht, wo wir heute sind. Ja, ich glaub an dieses “Schicksalsding”. Nach wie vor. Zu viele Zufälle spielen in unser Kennenlernen und unseren Weg mit rein. Du bist mein Rückhalt, in jeder Lebenslage. Niemandem vertraue ich mehr als Dir. Ich liebe Dich! CGYOOMH!

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14. Oktober 2014 / Pia Drießen

Schnipp Schnapp. Ratatatatatt. Pling!

Weil ich immer wieder zwei ganz bestimmte Fragen gestellt bekomme, werde ich diese heute mal beantworten.

Frage 1: Welche Nähmaschine/Overlock hast Du?

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Brother Innov-is 350SE

Die Brother Innov-is 350SE ist eine elektronische Nähmaschine mit einer wahren Vielfalt an coolen Funktionen. Automatische Verriegelungsstiche am Nahtanfang und -ende, Geschwindigkeitsregler, Sieben-Punkt-Transporteur der sich komplett versenken lässt,  294 verschiedene Stiche, automatischer Fadenabschneider am Anfang und Ende einer Naht und vieles mehr. Viele viele Funktionen, die einem das Nähen unheimlich erleichtern. Im Vergleich zu meiner alten mechanischen Pfaff wirklich eine echte Zeitersparnis. Ich liebe sie jedenfalls sehr und würden sie jederzeit bedenkenlos empfehlen.

Brother 3034D

Diese Overlockmaschine ist eine großartige Hilfe und  für mich persönlich nicht mehr wegzudenken, weil ich überwiegend elastische Stoffe vernähe. Ich habe mich für diese Maschine entschieden, weil ich von Brother ohnehin schon so schwer begeistert war. Natürlich kann sie nähen, versäubern und schneiden in einem. Außerdem ist die Maschine mit einem großen Auffangbehälter für die Schnittreste und einer Einfädelhilfe für den unteren Greifer ausgestattet. Zudem ist der Nähfußandruck regulierbar und das Obermesser abschaltbar.

Ich würde beide Maschinen jetzt nicht unbedingt als Einsteigermaschinen bezeichnen, weil sie dafür doch recht teuer sind. Andersrum ist es auch doof, wenn man sich für 150 Euro eine Nähmaschine beim Discounter kauft, nur um dann genervt nach einem halben Jahr doch auf eine größere Maschine umzusteigen. Wer direkt etwas mehr investieren möchte, macht hier sicher nichts falsch.

Frage 2: Wo bestellst Du Deine Stoffe?

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Lillestoff

Lillestoff ist bekannt für ihre skandinavischen Designs und ganz besonders für Kinderstoffe. Großflächige Motive, ähnlich Wimmelbildern, sind typisch für Lillestoff. Zu einem neuen Motivstoff gibt es meist 1 bis 2 passende Kombistoffe. Aber auch für Erwachsene liefern sie inzwischen immer wieder tolle Designs und die Qualität der Stoffe ist immer sehr gut.

Alles für Selbermacher

Hier bestelle ich am liebsten die wirklich bezaubernden Eigenproduktionen, die wirklich mal etwas ganz anderes sind und sich von anderen Kleiderstoffen deutlich abheben. Die Qualität ist immer der Wahnsinn und Service wie auch Lieferzeit sind gut und schnell. Was ich auch besonders mag, ist dass zu den Motivstoffen immer direkt ein passender Kombistoff oder sogar kombinierbare Bündchen angeboten werden. Die Empfehlungen haben bei mir bisher noch nie daneben gelegen.

Kleewald

Im Kleewald findet man immer tolle Stoffe auch von Designern aus den USA. Hier shoppe ich vor allem meine Basics wie unifarbene Jerseys und Bündchen. Die gängigsten Lillestoffe bekommt man beim Kleewald auch immer etwas günstiger, als bei Lillestoff selber. Der Kundenservice ist super. Da wird auf Nachfrage auch mal nach einem passenden Kombibündchen im Lager gesucht.  Außerdem gibt’s bei Kleewald immer coole Aktion, wie z.B. Staffelshopping, Aktionswochen, Adventskalender mit tollen Gewinnen oder Prozentaktionen. 

Michas Stoffecke

Bei Michas kauft man die besten Sweatstoffe, Jeans, Cord … und natürlich auch die ein oder andere Eigenproduktion, wie z.B. die Designs von Hamburger Liebe. Das Angebot ist teilweise echt erschlagend, so voll ist der Shop. Rein technisch könnte der Shop mal ein Update vertragen. Die Stoffqualität ist in der Regel sehr gut. Die Lieferzeit auch.

Stoffwelten

Bei Stoffwelten gibt es in regelmäßigen Abständen Eigenpoduktionen, die wie eine Bombe einschlagen. Mir persönlich sagt das Design nicht allzu oft zu, aber ein waches Auge lohnt sich immer, denn wenn sie so ein bomben Schätzchen zum Kauf frei geben, rasten die Kunden regelmäßig aus. Kinderklamotten beim Discounter sind ein Schiss dagegen. Ich habe da auch schon 2 oder 3 Mal zugeschlagen. Und da Geschmäcker verschieden sind, darf der Tipp hier nicht fehlen.

Evli’s Needle

Hier findet man besonders außergewöhnliche Stoffe mit einzigartigen Designs. Insbesondere Stoffe für Erwachsenenmode, Dekokram, Pipapo von Designern aus aller Welt.

Stoff & Liebe

Bei Stoff & Liebe gibt es besondere Kinderstoffe und neuerdings auch Stoffe mit Lizenzmotiven (Heidi, Der kleine Maulwurf), die wie warme Semmeln gehen und aktuell in den gängigen Facebook-Gruppen wie pures Gold gehandelt werden. Hier lohnt es sich ebenfalls immer mal wieder einen Blick in den Shop zu werfen.

***

Darüber hinaus habe ich natürlich noch verschiedene Shop auf meiner Liste, die ich ansurfe, wenn ich was ganz bestimmtest brauche. Ringel, Sterne, Futterstoffe … so Kram halt. Aber diese jetzt alle hier aufzulisten würde den Rahmen sprengen. Dann und wann kaufe ich auch mal Stoffe bei Dawanda, wenn ich einen bestimmten Stoff, in keinem “meiner” Shops finde.

Ich hoffe ich konnte Euch ein kleines wenig weiterhelfen und die Fragen beantworten. Nun muss ich immer nur hierher verlinken, wenn die Fragen wieder auftauchen. Yay!

 

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13. Oktober 2014 / Pia Drießen

Mit Bravur gescheitert

Ich bin mit Sätzen wie “Mach Dich nie von einem Mann abhängig! Sei wirtschaftlich unabhängig. Lass Dich nicht zur Hausfrau machen. Sei emanzipiert!” aufgewachsen. Ausgesprochen von einer Frau, die in einer anderen Zeit aufgewachsen ist, anderen gesellschaftlichen Konventionen unterlag und mit Sicherheit viele Hürden zu überwinde hatte, die heute keine mehr darstellen. Ich habe diesen Sätzen immer viel Gewicht beigemessen und mich nach allen Regeln der Kunst versucht danach zu richten. Auch wenn Bauch und Herz schon lange rebellierten, war da immer noch die Vernunft, die mich einen Weg gehen ließ, der mich zum Schluss an den Rand meiner Kräfte brachte. 

Wobei: nein! Das war nicht “der Schluss”. Es war ein Einbruch auf einer sonst so glänzend bestrittenen Etappe. Erschöpfung. Einbruch sämtlicher Leistungsfähigkeit in allen Bereihen. Ich habe nicht mehr genügt¹ und zwar in keinem der Bereiche, die mein Leben so hat: Job, Kinder Partner. Alles wurde zur Belastung. Die Lösung kam mir schnell in den Sinn, aber ich schob sie zur Seite, denn es wäre einem Scheitern gleich gekommen. Scheitern der seit frühster Kindheit eingebläuten Selbstständigkeit/Unabhängigkeit. Es hat mich viel Mühe gekostet zu erkennen, dass das wahre Scheitern darin bestanden hat, auf Teufel komm raus weiter zu machen, obwohl alle Beteiligten unter der Situation zu leiden hatten. So habe ich noch rechtzeitig die Reißleine gezogen, raus aus dem Job, rein in die Elternzeit. Seither kehrt meine Energie und meine Lust auf Kreativität und auf neue Projekte Tag für Tag ein Stück mehr zurück. Ich habe die beste Zeit mit meinen Kindern, an die ich mich überhaupt erinnern kann. Ich genieße die Zeit mit meinem Mann. Ich habe wieder viel mehr Freude am Bloggen. Mein Haushalt ist nicht mehr mein Feind, sondern eine tägliche Aufgabe. 

Tatsächlich habe ich mich seit Jahren nicht mehr so frei und unabhängig gefühlt. Ich bin so froh, diese Entscheidung getroffen zu haben.

Natürlich weiß ich, dass das keine Lösung auf Dauer ist. Ich kenne mich und das ziemlich gut. Wenn ich keine Projekte, keine Aufträge, keine To-Dos habe, werde ich nervös und unausgeglichen. Trotzdem werde ich mich nun erstmal voll und ganz auf Dinge konzentrieren, die ich tun möchte. Manche sind einfach für mein eigenes Seelenheil, andere haben einen Mehrwert für unsere Familie, den Kindergarten und für Sie da draußen.

Ich möchte gerne wieder an den Punkt kommen, an dem man sich, so wie man ist, rundum gut fühlt, weil man so ist, wie man ist. Und nicht weil die Anderen Applaus klatschen, weil man so ist, wie sie das gerne hätten. Ich möchte nicht über Begriffe wie “Working Mom” oder “Hausfrau” definiert werden. 

Solange ich denken kann, bin ich immer auf die Füße gefallen, egal wie schwer ich gestürzt bin. Ich bin Optimist durch und durch. Und ich glaube fest, dass da noch irgendwas kommen wird, was ich jetzt noch nicht absehen kann. Vielleicht doch ein Umzug? Ein großes Projekt? 

Wenn man das Überdenken und Geraderücken von festgefahrenen Denkmustern und dem bisherigen Lebensmodell also als Scheitern bezeichnen würde, dann möchte ich feststellen, dass ich mit Bravur gescheitert bin. Und total glücklich obendrein. 

— 
¹ Ein ganz wundervoller Artikel von Buntraum zum Thema “Ich bin genug

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13. Oktober 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 41/2014

Meine Just for me moments der letzten Woche waren ein wenig mau. Aber zwei ganz tolle Kaffee-Dates haben das ganze wieder aufgewertet.

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Dienstag habe ich mich mit Maren, Judith und Pjaupe zu Käffchen und Kuchen getroffen. Das war schön. Maren hatte ja ne Menge zu erzählen (Shanghai, Baby! Der WAHNSINN!) und ich konnte ein bisschen mit dem zuckerscchnutigen Monchi schäkern (diesen doofen Spruch, dass so Leute immer das Baby klauen wollen, den hatte ich mindestens 3 Mal auf den Lippen!).

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Mittwoch konnte ich endlich mein lang geplantes Nähprojekt starten, das ich letztendlich Samstag fertig gestellt habe. Eine Winterjacke für das Meedchen nach dem schönen Schnitt Zippbert von Dino van Saurier. Für den Außenstoff habe ich einen Dekostoff von Stoff und Stil verwendet. Gefüttert ist die Jacke mit kuscheligem Bio-Teddy. Das eBook ist wirklich klasse. Ich habe schon viele Reißverschlüsse vernäht, aber Frau Saurier erklärt das so phänomenal gut, dass da gar nichts schief gehen kann. Das Ergebnis finde ich jedenfalls bezaubernd. Leider war es dann Sonntag doch viel zu warm, um das Meedchen zu ein paar Tragefotos zu überreden. Aber kälter wird es ja sicher noch werden.

Donnerstag war die tollste Pjaupe der Welt inklusive Monchi zum Frühstück da. Wir hatten uns soviel zu erzählen, soviel zu lachen, dass ich nicht mal ein einziges Foto von leeren Tellern oder Kaffeetassen gemacht habe. Stellen Sie sich daher hier bitte ein rosa-glitzerndes Herzchenbild vor.

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Am Wochenende habe ich dann an einem Schnitt für ein Longshirts gebastelt, das ich nähen soll. Kurzerhand habe ich dieses dann für das Meedchen einmal Probegenäht. Ist zwar mehr ein Kleid geworden, gefällt mir allerdings trotzdem super gut. Und dem Meedchen erst. Sonntag war es dann auf einer Familienfeier direkt im Rabaukenmoduseinsatz. Ich bin echt begeistert, wie gut es dann Ort und Stelle bleibt und nicht ständig hoch rutscht. Davon werde ich auf jeden Fall weitere nähen.

Was mir dieses Woche ganz arg fehlte: Baden, Hörbücher hören, Nägel lakieren, Gesichtsmaske … also so ein bisschen Körper- und Seelenpflege. Aber irgendwie bin ich dazu einfach gar nicht gekommen. Daher nehme ich mir all das für die kommende Woche vor. 

Gerne könnt Ihr Eure Just for me moments ebenfalls in Eurem Blogs dokumentieren und den Beitrag dann in die unten stehende Linkliste eintragen. Wer keine Blog hat, kann via Twitter und Instagram mit den Hashtags #JFMM und für die aktuelle Woche #JFMM42 teilnehmen. Die 14 Teilnehmer der letzten Woche findet Ihr hier.

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10. Oktober 2014 / Pia Drießen

Nicht die Mama!

Als ich dieses Blog 2008 eröffnete, da war es ein anonymes Kinderwunschblog. Kurze Zeit später wurde ich schwanger und nannte es kurzerhand in “Das Mama Miez Blog” um. Miez ist mein Spitzname. Also war es damals. Klar, ich war gerade voll in diesem Schwangerschaft-und-Kinder-kriegen-Ding drin. Das mit dem Mama im Namen schien mir ne super tolle Idee. Damals. 

Nun – 6 Jahre später – ärgere ich mich ziemlich oft über das “Mama” in Mama Miez. Es reduziert mich auf etwas, was ich nicht alleine bin und für was dieses Blog schon lange nicht mehr alleine steht. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass Bis einer heult! schon lange kein reines Elternblog mehr ist. Hier finden sich alle Bereiche meines Lebens wieder, nicht nur die der Kinder. Aber das Mama wird für immer und ewig den Anschein erwecken, es wäre so.

Darum habe ich darüber nachgedacht, das Mama einfach zu streichen. Aber – und da wirds zum Problem – das ist nicht einfach mal eben so gemacht. Natürlich wäre zunächst einmal die Domain hinfällig und da sind wir mal ehrlich: ich wäre ziemlich bescheuert, wenn ich diese ersetzten würde. Klar, mit Rediretcs und ein paar Scripts könnte man dafür sorgen, dass kein Besucher verloren geht. Man könnte sogar Google über die neue Domainstruktur unterrichten. Aber unterm Strich ist es verrückt und unnötig, ist der Grund nur ein schnödes Missfallen meinerseits ohne weitere Relevanz für den Inhalt. 

Sämtliche meiner Social Media Profile laufen auf den Namen Mama Miez. Diese umzubenennen würde zu so manchen Irritationen führen, Links unwirksam werden lassen, alte Verknüpfungen und Bezüge würden sich verlieren. Zudem kann man z.B. auf Facebook-Seiten den Namen der Seite nur ändern, wenn man weniger als 200 Fans hat. Zug abgefahren.

Ich hab mich also dazu entschieden, mit dem Mama in Mama Miez zu leben, es aber auf ein Minimum zu reduzieren. So bleibt es als Teil der Domain des Blogs und der Social Media Profile bestehen, wird als Name/Headline/Subline aber nicht mehr geführt. Ich finde es nämlich nach wie vor und schon immer befremdlich, wenn mich jemand die Mama Miez nennt. Also ich nehme das keinem übel, aber ich fühle mich dann meist gar nicht angesprochen. Noch schlimmer ist es geschrieben und dann in einem Wort: Mamamiez. Da stimmt ja dann gar nichts mehr dran.

Also, es wäre ganz arg freundlich, wenn Sie mich einfach mit Miez oder Pia ansprechen. Das ist total okay für mich. Mamamiez ist per se falsch und Mama Miez hat sowas von Oma Renate, wenn Sie verstehen. Da schwingt ganz viel Blümchenkittel mit, den ich definitiv nicht besitze.

Also wundern Sie sich nicht, wenn das Mama hier und dort ein wenig mehr in den Hintergrund tritt oder ganz verschwindet. Es fühlt sich einfach falsch an, das auf alle Zeiten mitzuschleppen. … sonst ändert sich nix!

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10. Oktober 2014 / Pia Drießen

Gerade Babys

Morgendliches Gespräch mit dem Quietschbeu:

“Mama, bekommen wir noch ein Baby? Ich hätte gerne noch ein Meedchen!”

“Nein, wir bekommen kein Baby mehr. 3 Kinder sind schon ganz schön viel, weißt Du? Und wir hätten auch gar kein Zimmer mehr übrig und im Auto hat auch kein Kind mehr Platz.”

“Aber das Baby kann doch bei mir schlafen. Und wir fahren einfach mit 2 Autos. Wenn der Papa arbeitet kann das Baby auf Papas Platz sitzen!”

“Schon, aber überleg mal wie viel lauter und turbulenter es hier wäre, wenn noch ein Kind da wäre. Ich kann Euch ja jetzt schon nicht allen 3 gleichzeitig zuhören.”

“Hm. Und wenn ich dann einfach weniger rede?”

“Schatz, ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass das funktioniert. Und es wäre ja auch nicht fair, wenn Du weniger reden müsstest, nur weil wir noch ein Kind haben.”

“Hm, das stimmt. Aber ich finde 4 halt viel schöner als 3.”

“Wieso?”

“Na, das ist so ungerade. Ich mag’s lieber gerade.”

“Und wenn es dann auf einmal zwei wären? Zwillinge? Dann ist das ja wieder ungerade!”

“Dann müssen wir eben noch eins bekommen. Bis es gerade ist!”

Tja. Sohn seiner Mutter. Babys – auch nicht eins –  wird es hier trotzdem nicht mehr geben.

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9. Oktober 2014 / Pia Drießen

Über die Relevanz von Elternblogs

Schon seit einer Zeit versuche ich einen Beitrag zu schreiben, der mir dann doch irgendwie nie so gelingen wollte, wie ich gerne gehabt hätte. Heute versuche ich das noch mal. Auslöser hierfür ist ein Kommentar von dasnuf, den sie heute unter meinem letzten Beitrag hinterließ. 

Thema: Die Relevanz von Elternblogs. Elternblogs – oder allgemeiner als Mommyblogs  bezeichnet – sind eher belächelt bis verpönt. Da schreibt irgendeine gestresste/gelangweilte Mutter von ihrem stressigen/langweiligen Alltag mit Kindern. Das ließt doch keiner! Ich kann da nur entgegen setzten: Oh doch! Das lesen sogar ganz schön viele! Der Online-Clan, von dem dasnuf so treffend auf ihrem Blog schrieb, ist in der heutigen Zeit ein guter und wichtiger Ersatz für die großen Familien und ganze Dörfer, die sich früher um die Erziehung eines Kindes gekümmert haben. Da war jederzeit jemand mit Erfahrungen, mit einen Rat oder mit einer helfenden Hand zu Stelle. Heute leben wir oft mehrere hundert Kilometer von unserer Familie entfernt und die Dorfgeschmeinschaft ist etwas sehr seltenes geworden. Statt einander hilfreich zur Seite zu stehen, beäugt man sich kritisch. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. 

Es wird viel bewertete. Wie die Kinder gekleidet sind, was sie in ihren Brotdosen haben, wie man die Nachmittage verbringt, welche Spiele man sie spielen lässt, etc. pp. Und ich meine jetzt nicht das virtuelle Gehacke, über das ich mich u.a. gestern ausließ, sondern durchaus das Tuscheln hinter der vorgehaltenen Hand im wahren Leben. Nein, die Kritik wird in den seltensten Fällen wohl laut geäußert. Aber man steht unter ständiger Beobachtung der Gesellschaft. Dass viele Familien, vor allem Mütter, ständig versuchen alles richtig zu machen und an sich zweifeln, statt sich auf das eigene Bauchgefühlt zu verlassen (meiner Meinung nach der “richtigste” Weg, den man gehen kann) ist Resultat dieser Entwicklung.

Und dann kommen Elternblogs, die aus ihrem ganz normalen Alltag und Tagesabläufen, über Schwierigkeiten in der Erziehung und diverse “Phasen” der Kinder erzählen. Ich kann nicht sagen, wie viele E-Mail alleine ich erhalten habe, in denen mir Leser dafür danken, dass sie beim Lesen meines Blogs das Gefühl haben selber völlig “normal” zu sein. Normal im weitesten Sinne. Natürlich ist jede Familie anders. Aber wir haben alle Sorgen, Freuden, mal anstregendere Kinder, Tage, Phasen und mal ganz dufte Kinder, Tage, Phasen. Oft lese ich auch, dass sich jemand selber, bzw. sein Kind, in meinen Texten wiedererkennt. Und dass es einem das gut tut, nicht allein zu sein. Elternblogs zu lesen gibt dem Leser die Möglichkeit des “sich Vergleichens”, sich Anregungen für alle möglichen Bereiche des Lebens mit Kindern (Erziehung, Ernährung, kreatives Gestalten, Unterhalten etc.) zu holen und ganz oft sicher auch einfach mal einen Anstoß, der zum Umdenken in der einen oder anderen Handhabung einer Situation führt.

Ich spreche hier ausdrücklich nicht nur von meinem Blog, sondern von all den Elternblogs da draußen, die alle unterschiedliche Ausrichtungen und Schwerpunkte haben.Jedes einzelne hat seine Daseinsberechtigung, egal wie hoch oder gering die Besucherzahlen sind. Wenn jemand zu mir sagt, dass es ihm peinlich währe sich vor mir über seine geringen Besucherzahlen zu freuen, dann macht mich das ernsthaft traurig. Nur weil dieses Blog von mehr Leuten gelesen wird, sind die Inhalte nicht richtiger oder wichtiger, als die eines vergleichsweise kleineren Blogs. 

Elternblogs leisten meiner Meinung nach einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Sie sind ein Teil dieses Online-Clans, der einem die Möglichkeit gibt, sich zu informieren, auszutauschen, eine Gemeinschaft zu sein. Im Internet ist man nie alleine. Wenn nachts um 2 Uhr das Kind seinen ersten Pseudo-Krupp-Anfall erleidet und man sich, zum ersten Mal in dieser Situation, schrecklich alleine und überfordert fühlt, wird irgendjemand auf Twitter zumindest schon mal einen Ratschlag haben. Vielleicht googelt man aber auch einfach nach einem Ratschlag und landet auf einem der unzähligen Blogs von Eltern, die diese Situation selber schon erlebt und durchgestanden haben. Nein, Entscheidungen kann einem das Internet auch nicht abnehmen. Das kann einem niemand. Aber man ist in diesen Situationen gefühlt nicht alleine, bekommt Anregungen und Tipps und findet so seinen eigenen Weg.

Natürlich sind Elternblogs auch Unterhaltung. Aber man muss schon ein gewisses Interesse am Thema Familie & Kinder haben, um einem Elternblog dauerhaft zu folgen. 

Wenn man also behauptet, Elternblogs hätten keine Relevanz  im Internet und für die Gesellschaft, dann gilt das ebenso für Blogs für z.B. Filmkritiken, Technik-Gadgets, Mode, Literatur, und so weiter. Alles, was gelesen wird, hat automatisch auch eine Zielgruppe und dient in irgendeiner Form der Informationsverbreitung und/oder -Gewinnung. Und ich behaupte weiter, dass Elternblogs in der heutigen Zeit sogar einen sehr wichtigen Rolle für unsere Gesellschaft spielen. Bedenkt man einmal, dass die “Institution Familie” Dreh- und Angelpunkt eines jeden Menschen bzw. seiner Entwicklung ist, so kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man der Berichterstattung und den Austausch über und aus eben dieser Institution die Relevanz absprechen kann?

Wie ich weiter oben schon schrieb: Alles, was gelesen wird, hat automatisch auch eine Zielgruppe und für eben diese ist ist der Inhalt relevant. 

Aber das ist nur meine Meinung. Die ich nun endlich einmal los geworden bin. In einem sogenannten Elternblog. 

Guten Tag.

Nachtrag/Korrektur: Der Begriff Online-Clan wurde nicht von dasnuf, sondern von Frau Mierau geprägt. Außerdem hat sie das Thema Online-Clan auch in einem Vortrag auf der re:publica 2014 behandelt.

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