2 Monate Löwenmäulchen
Liebes Löwenmäulchen,
Du bist inzwischen 2 Monate alt. Und einen Tag, um genau zu sein.
Du bist ein so fröhliches Baby, das nur sehr selten Grund zum Schimpfen hat. Zum Beispiel magst Du keine Mützen, außer der weichen Zipfelmütze von Kathi. Das war schon bei Deinem Bruder so. Und Du magst es nicht, alleine zu sein. Ein Weilchen ist es schon in Ordnung, allein im Laufstall zu liegen und zu strampeln. Doch dann brauchst Du Mama oder Papa ganz dringend in Deiner Nähe. Dann reicht es Dir auch, auf dem Sofa nur neben uns zu liegen. Hauptsache, wir haben Sichtkontakt.
Du magst Deinen Nuckel nicht wirklich gerne und nimmst lieber Deinen Daumen. Das sieht wahnsinnig niedlich aus und auch, wenn ich es mir anders gewünscht hätte, so lasse ich Dir natürlich Deinen Willen. Beim Nuckeln schmatzt Du ganz laut und zufrieden.
Du schläfst gerne eingemummelt, entweder mit einer Baumwolldecke bis zu den Ohren zugedeckt, so dass nur noch die Nasenspitze raus guckt, oder in Deinem kuscheligen Schlafsacke, dann aber ganz nah an Mama gedrängt. Du liebst es, mit mir im Löffelchen zu schlafen, ganz so wie ich es auch liebe. Dabei liegt Du mit Deinem Rücken ganz fest an meinen Bauch und meine Brust gepresst.
Zwar steht Dein Bettchen an unseres angestellt, aber eigentlich liegst Du wirklich nie darin. Du hast Dir ganz selbstverständlich einen Platz in unserer Bettmitte gesucht. Im Gegensatz zu Deinem Bruder suchst Du diese Nähe.
Du schläfst ganz wunderbar. Wenn Du nachts einmal Hunger hast, dann weise ich Dir den Weg und Du bedienst Dich dann selber. Oft schläfst Du aber von 22 Uhr bis 6 Uhr durch.
Überhaupt klappt das Stillen ganz toll. Du bist ein kleiner Speckbär geworden, obwohl Du nicht übermäßig oft oder lange trinkst. Vier oder fünfmal am Tag, jeweils ein viertel Stündchen, immer nur eine Seite.
Du bist von Deinem großen Bruder sehr angetan. Wenn er Deine Hand nimmt und diese feste schüttelt, dann schaust Du ihn mit großen Augen an und lachst. Überhaupt gluckst Du immer vor Freude, wenn Du einen von uns entdeckst. Und Du verfolgst mich mit Deinen Blicken, soweit es geht.
Bin ich in einem anderen Raum reicht es oft, wenn ich Dir zurufe, dass ich da bin. Unglaublich, wie stark Du bereits an mir hängst. Ein tolles Gefühl.
Du sitzt gerne im Bondolino und guckst Dir dann neugierig deine Umgebung an, während Dein Bruder im Bondolino meist direkt einschlief. Überhaupt bist Du wahnsinnig neugierig, aufgeweckt und beobachtend.
Ich liebe es, wenn Du mich mit Deinen blauen Augen ganz fest fixierst, die Unterlippe einziehst und dann gluckst. Du hast dann so kleine Lachgrübchen ♥ ♥ ♥
Inzwischen trägst Du Kleidergröße 62/68 und wenn die 2er Windeln aufgebraucht sind, stehen bereits 3er parat. Du hast riesen Füße und lange Finger.
Einen Schub erkennt man bei Dir nur sehr schwer, denn Du bist meist ausgeglichen und wahnsinnig geduldig. Wirklich anstrengend warst Du noch an keinem Tag Deines jungen Lebens. Und wenn Du wirklich mal Bauchweh hast, dann bekommst Du ein Camomilla-Kügelchen und nach wenigen Minuten ist alles wieder gut.
Deine Püpse und Bäucherchen sind so laut wie die eines Erwachsenen. Meist riechen sie auch so.
Deine Haare und Dein Körper riechen nach Vanille. Immer.
Und Du bist der Einzige, der von Deinem Bruder jeden Abend mindestens einen Gutenachtkuss bekommt. Mama und Papa bekommen den nur ab und an.
Du bist ein fester Teil von mir. Nichts fällt mir leichter, als Deine Bedürfnisse zu erkennen und zu befriedigen. Und Du gibst schon jetzt so viel zurück. Die Nähe, das fröhliche Glucksen und die Freude in Deinen Augen.
Kleines Löwenmäulchen, ich liebe Dich so sehr. Kleiner Mensch. Kleiners Wunder.
Deine Mama
02.09.2010 10 Schnackereien
Von Schmerzen
Nach der Geburt des Quietschbeus war die Erinnerung an den Geburtsschmerz schnell verblasst. Ich wusste zwar, dass es wehgetan hatte, auch dass es sehr wehgetan hatte, aber wie schmerzhaft die Geburt wirklich war, das war irgendwie ratzfatz verschwunden.
Folglich hatte ich vor der Geburt des Löwenmäulchens auch keine Angst. Ich wusste ja, dass es wehtat und der Schmerz dennoch verschwinden würde. Sogar aus meiner Erinnerung.
Doch irgendwie ist das diesmal anders. Ich erinnere mich sehr lebhaft an diesen Schmerz. Die erste Presswehe, die mich so überrumpelte und bei der ich ernsthaft dachte, ich müsse sterben.
Vor ein paar Abenden unterhielt ich mich mit dem Miezmann darüber und sagte ihm auch, dass die Geburt irgendwie tiefer in mir stecken würde, als die Erste. Und das, obwohl die erste Geburt wesentlich anstrengender, kräftezehrender und langwieriger war.
Wirklich geschockt war ich dann aber davon, was der Miezmann dazu sagte. In dem Moment, in dem diese erste Presswehe mich erfasst hatte, schrie ich. Ich schrie um mein Leben. Und der Miezmann sagt, dass er in diesem Moment gedacht hat, er würde den Kreißsaal ohne mich verlassen. Ernsthaft.
Irgendwie beängstigt mich das. Irgendwie hört sich das ganz unfassbar schlimm an. Irgendwie habe ich nicht geglaubt, dass der Schrei auch nur ansatzweise dass vermittelt hat, was ich empfand. Hat er dann aber wohl doch sehr deutlich.
Ob die Erinnerung doch noch verblasst? Bis zur nächsten Schwangerschaft?
30.08.2010 6 Schnackereien
Blogroll reloaded
Ich habe gestern, nach erneuter Nachfrage einer Leserin, mal versucht meine Blogroll zu rekonstruieren. Ich habe zwar ein altes Backup, aber da waren viele URL-Leichen drauf, Blogs die umgezogen sind oder geschlossen worden. Folglich bin ich erst mal meinen RSS-Reader durchgegangen (der auch ganz fürchterlich dringend ein Update bräuchte) und habe alle Blogs raus gesucht, die ich mehrmals die Woche lese sowie die, die für mich einfach nicht mehr wegzudenken sind.
Mein Feed-Reader beinhaltet deutlich mehr Blogs – 165 insgesamt – als nun in meiner Blogroll zu finden sind. Blogs, in denen nur noch sehr selten Beiträge erscheinen oder die ich halt nur noch hin und wieder besuche, habe ich außen vor gelassen. Irgendwo muss ich ja eine Grenze ziehen.
Ich schließe allerdings nicht aus, dass ich das ein oder andere Blog „vergessen“ habe. Die werde ich dann nach und nach wieder mit einpflegen. Wenn jemand der Meinung ist, er sei vor dem Bloggroll-Crash noch dagewesen, so darf er mir sehr gerne eine Nachricht schicken.
Und jetzt erst mal Duschen. Heute Nachmittag geht’s zur Schwesterfamilie, die gestern endlich aus 2 Wochen Urlaub zurückgekehrt ist (Mann, hab ich die vermisst. Echt jetzt!)
29.08.2010 14 Schnackereien
Oder?
Als ich letztes Jahr mit dem Löwenmäulchen schwanger wurde, da habe ich ernsthaft kurz in Betracht gezogen meiner Familie zu erzählen, es wäre ein Unfall. Ja, ich schäme mich heute auch dafür, aber ich wollte diesen blöden Sprüchen entgehen, wie überfordert ich mich fühlen würde und wie kräftezehrend ganz besonders das erste Jahr, aber auch die folgenden, werden würden. Eben wie falsch diese Entscheidung doch sei …
Letztendlich konnte ich das meinem damals ungeborenen Kind aber nicht antun. Er war von der ersten Sekunde an ein Wunschkind und das soll er auch wissen, später mal. Blöd, wenn dann meine Lüge herauskäme. Oder man wohlmöglich dann die Wahrheit als Lüge abstempeln würde.
Also habe ich mir angehört, wie kräftezehrend doch das erste Jahr werden würde und wie sehr ich in der Pflicht stünde und wie doch der Quietschbeu darunter leiden würde, so früh entthront zu werden. Das ganze Zeug eben. Aber ich hab es erst überlebt und inzwischen ausgestanden. Lässt sich ja nun nicht mehr ändern.
Nun höre ich ständig, dass wir aber jetzt nicht direkt wieder nachlegen würden, oder? Du lässt doch jetzt erst mal ein, zwei Jahre ins Land gehen, oder? Komisch, dass da jetzt immer dieser „oder?“ hinten dran klebt. So, als würde man mir jetzt prinzipiell alles zutrauen. So, als wäre meine Antwort sowas wie eine schriftlicher Schwur, keine Dummheiten mehr zu machen.
Eine Antwort gibt’s diesmal jedenfalls nicht. Nicht von mir.
Also werde ich mir diese “Oder?”-Fragen wohl weiter anhören müssen. Oder? ODER?
27.08.2010 12 Schnackereien
“Knuuutschen!”
- Der Quietschbeu sitzt während ich arbeite immer wieder mal zehn Minuten auf meinem Schoß, guckt mir beim Lesen oder Schreiben zu und lehnt sich dabei ganz entspannt an mich.
- Wir sitzen gemeinsam auf dem Sofa, schauen Bücher an, „reden“ über das, was wir da sehen. Dann streichelt er ganz unauffällig und nebenbei meinen Arm.
- Er unterbricht sein Spiel, um zu mir zukommen, an mir zu ziehen, damit ich mich zu ihm beuge und er mich dann küssen kann. Mitten auf den Mund.
- Er flitzt durch die Wohnung und begrüßt mich bei jedem Betreten des Wohnzimmers mit einem „Haaai“. Beim Verlassen wirft er Luftküsse und sagt „Züüü“.
- Gestern habe ich ihm ein Foto vom Miezmann, der Miezmanntochter, mir (hochschwanger) und ihm gezeigt. Es wurde auf der Miezmanntochter-Kommunion gemacht. Als ich ihn fragte, wer da zu sehen ist, zeigte er sofort auf seinen Papa und sagt ganz aufgeregt „Da!“. „Ist das der Papa?“ Als Antwort beugt sich nach vorne und küsst das Foto. Den ganzen Tag hat er dann das Bild mit sich herum getragen und mir immer wieder seinen Papa gezeigt. Die anderen Personen auf dem Foto waren unwichtig.
Ehrlich gesagt habe ich nicht wirklich daran geglaubt, dass der Quietschbeu mal genug Ruhe haben könnte, um zu kuscheln bzw. auch nur fünf Minuten stillzusitzen. Dass er inzwischen sogar ganz von sich aus kund tut, wann und wie er Körpernähe möchte und vor allem, dass er uns aktiv zeigt, dass wir ihm wichtig sind (er küsst sonst niemanden und schreit, wenn man sich nur mit gespitzten Lippen nähert), ist ein unglaublich schönes Gefühl. Dann scheinen wir nicht allzu viel falsch gemacht zu haben.
… und mein ständigen “Knuuutschen!” gefolgt von einem Knutschüberfall, hat ihn nicht völlig verstört. Gut.
26.08.2010 6 Schnackereien
Geschützt: Guck ma’ 27
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“Treffen sich zwei Blogger 2011″ #02
Anvisiertes Wochenende:
Donnerstag, 07.04.11 bis Sonntag, 10.04.11
Ort:
Freizeitheim Rotte Breite
Jugendinteressengemeinschaft der Vereine und Verbände im Landkreis Kassel e.V.
34329 Nieste (Karte) (Webseite)
Unterbringung im Bettenhaus (40 Betten insgesamt):
- 2 Zweibettzimmer
- 4 Dreibettzimmer
- 4 Vierbettzimmer
- 1 Sechsbettzimmer
- sowie 2 Einzelbetten, die bei Bedarf hinzu gestellt werden können
- eine kleine Teeküche
- eine Waschküche mit Waschmaschine und Wäschetrockner
Leistung:
- Vollpension (3 Mahlzeiten inklusive)
- kostenlose Nutzung von Fernseher, DVD und Tageslichtprojektor
- kostenlose Benutzung von Schwimmbad und Sporthalle auf der benachbarten Jugendburg Sensenstein (nach Absprache)
Kosten:
- Erwachsene pro Übernachtung 28 Euro, ab 2 Nächten 25 Euro
- Jugendliche (15 – 17 Jahre) pro Übernachtung 25 Euro, ab 2 Nächten 22 Euro
- Kinder (6 – 14 Jahre) pro Übernachtung 23 Euro, ab 2 Nächten 20 Euro
- Kleinkinder (3 – 5 Jahre) pro Übernachtung 19,50 Euro, ab 2 Nächten 14,50 Euro
- Babys/Minis (< 3 Jahre) sind kostenlos (werden im mitgebrachten Reisebett untergebracht).
Wir waren im Rahmen einer Familienfeier dort einmal untergebracht. Das Betreiberehepaar ist sehr herzlich und auf die Zufriedenheit der Besucher bedacht. Natürlich ist die Rotte Breite kein Hotel, sondern schon eher eine Jugendherberge. Die Ausstattung ist aber in Ordnung und es war sehr sauber. Das persönliche Engagement der Betreiber hat dem ganzes etwas Familiäres geben. Die Anlage an sicher ist nicht riesig, aber die Umgebung ist sehr schön und Natur begeistert ja die meisten Kids. Wir könnten ein Lagerfeuer veranstalten, Schwimmen gehen und einfach nur die Tage miteinander verbringen. Ich denke man hätte ohnehin so viel zu erzählen und die Kinder würden sich gegenseitig beschäftigen, so dass kein großes Rahmenprogramm nötig sein wird.
Meinungen Ihrerseits sind herzlich willkommen. Auch bitte ich nun um konkretere Zusagen (die noch nicht verbindlich sind!), einfach um abschätzen zu können, ob die Kapazitäten des Hauses überhaupt ausreichen würden.
24.08.2010 47 Schnackereien
Geschützt: [84]
24.08.2010 Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.
notiert #06
Das Bloggertreffen ist in der Planung. Aktuell habe ich eine Anfrage offen. Die Mitte Deutschlands definiere ich Kraft eigener Arroganz mal mit „Kasseler Umland“. Als Monat des Treffens habe ich April 2011 anvisiert. Alles Weitere wird nun nach und nach geplant, wenn ich die ersten Infos der Häuser habe.
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In den kommenden Tagen kann es passieren, dass ein mit Passwort geschützter Beitrag hier erscheint, der mit dem üblichen Passwort nicht zu knacken sein wird. Natürlich kann das Passwort für diese neue Art von Einträgen via E-Mail erfragt werden, jedoch werde ich dieses spezielle Passwort wirklich nur an Blogger herausgeben, die ich schon länger kenne/lese. Der Inhalt wird sehr privater Natur sein und mir sei verziehen, dass ich dies nur mit mir „vertrauten“ Personen teilen möchte.
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Ich bin im ebay-Rausch. Fürchterlich. Der Miezmann sorgt sich schon um sein HiFi-Equipment und den neuen Fernseher.
23.08.2010 2 Schnackereien
Treffen sich zwei Blogger, sagt der eine …
Schon oft konnte man bei Twitter oder in diversen Blogs lesen, dass sich Bloggerin 1 mit Bloggerin 2 im wahren Leben getroffen hat. Ich finde sowas immer ganz spannend und bin dann fürchterlich neidisch, dass wir hier wohl nicht am Nabel, sondern mehr am Arsch der Welt zu leben scheinen.
Schon lange habe ich so richtig Lust auf ein größeres Bloggertreffen. Eins mit den vielen Kindern, deren Leben wir täglich in den Blogs ihrer Mütter (und Väter) verfolgen. Eins wo man sich gegenüber steht, wo der Satz „Dich habe ich mir ganz anders vorgestellt“ ganz oft fällt und man viel gemeinsam lacht. Gesichter hinter Pseudonymen kennenlernen.
Und weil wir ja über ganz Deutschland (und darüber hinaus) verstreut leben, lohnt sich ein solches Treffen wohl nur mit mindestens einer Übernachtung.
Ich habe in der Vergangenheit schon mehrmals Treffen für Gruppen um die 20 Leute über ein Wochenende geplant und durchgeführt. Wir fuhren immer in ein sogenanntes Youthotel. Da waren aber nie Kinder dabei und bei der Recherche nach etwaigen Häusern ist eben dieser Punkt die wahre Herausforderung. Nun habe ich aber schon ein, zwei Lokalitäten, die in Frage kämen, gefunden. Jugendherbergsähnlich. In der „Mitte Deutschlands“.
Wichtig für die weitere Planung ist dann aber erst mal, ob überhaupt Interesse an einem „Bloggertreffen“ besteht. Und wenn ja, wie viele Teilnehmer sich dazu melden würden.
Kinder sind im Übrigen keine Teilnahmevoraussetzungen. Man sollte sich aber bewusst sein, dass sie a) eins der Hauptthemen und b) in größer Stückzahl zugegen sein werden ;)
Grob geplant ist ein Wochenende, also Freitag bis Sonntag (eventuell auch schon ab Donnerstag), im kommenden Jahr (im Zeitraum Februar bis April).
Also. Interesse, anyone?
Bei geringem Interesse würde ich unser Haus als Treffpunkt zur Verfügung stellen. Ein paar Schlafplätze könnten wir sicherlich auch zur Verfügung stellen und ein paar günstige Gastzimmer gibt es auch in der Nähe
22.08.2010 53 Schnackereien





