Skip to content
20. Mai 2013 / Mama Miez

Wir haben fertig.

In den letzten Tagen haben wir einen Großteil unseres Fuhrparks in den gängigen Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten. Geschwisterwagen, Buggy, Babywanne für unseren TFK Joggster X2, Maxi Cosi Tobi Autositz und ein Schiebedreirad für Kleinkinder. All die Dinge, die wir nicht mehr brauchen (werden), denn: wir haben fertig.

Das Ganze ist mit unterschiedlichen Gefühlen verknüpft. Einmal ist da diese Erleichterung. Wenn man sich immer bewusster wird, dass man mit der Familienplanung abgeschlossen hat, verliert sich auch so ein bisschen dieses Babyfeeling, das ich die letzten 5 Jahre hatte. Irgendwie war ich ja ständig schwanger oder hatte ein Neugeborenes. Es ist ein Lebensabschnitt, der sich zu einen sehr hohen Prozentsatz um das eine Thema dreht: Babys. Und es ist schon auf gewisse Weise befreiend, dass ich nun offiziell, emotional wie körperlich, in eine neue Phase eintreten kann.

Auf der anderen Seite ist da auch viel Wehmut. Das erste Jahr eines Babys ist so magisch. Nie wieder lernen und entwickeln sie sich so schnell. Nie wieder sind sie einem so nah, so abhängig von einem. Es folgt der eigene Wille, Selbstständigkeit und damit verbunden, für mich als Mutter, loslassen. Das fällt mir auch beim dritten Kind sehr schwer. Vielleicht sogar mehr, als bei den großen Brüdern, eben weil ich weiß, dass es das letzte Mal sein wird, dass eins meiner Kinder meine Hand los lässt, um alleine zu laufen und seine Welt zu entdecken.

Die Wehmut überwiegt im Moment noch die neu gewonnene „Freiheit“. Viel zu schnell wurden meine kleinen Babys groß. Erst heute habe ich wieder Fotos angesehen, auf denen die Jungs gerade so alt waren, wir das Miezmeedchen jetzt. Gefühl war das gestern. Und dann betrachtet man diese Fotos  und kann sich tatsächlich kaum noch daran erinnern, dass sie mal so klein gewesen sein sollen.

Wie ich dem Krabbeln des Quietschbeus entgegen fieberte. Oder dem ersten „Mama!“ Heute gibt es durchaus Tage, an denen ich „Mama!?“ nicht mehr hören kann, weil jeder Satz damit beginnt und endet. Die Zeit fliegt nur so dahin und in einem Jahr werde ich mich nicht mal mehr daran erinnern, wie mein Herz hüpfte und mein ganzer Körper kribbelte, als das Meedchen vor wenigen Tagen seine ersten freien Schritte machte und seitdem jeden Tag weitere Strecken frei lief.

In einem Jahr wird sie erste Drei-Wort-Sätze sprechen, rennen, springen und trotzen.

Ich will da jetzt noch gar nicht dran denken und tue es dennoch. Wehmut. Ich schrieb es ja bereits. Mein kleines, großes Meedchen ist in nur 3 Tagen offiziell ein Kleinkind. 1 Jahr! Oh mein Gott!

Auch nach einem Jahr und kaum noch Stillen, habe ich immer noch keinen Zyklus. Dennoch muss ich mir ganz objektiv Gedanken über Verhütung machen. Denn: ein viertes Kind, gewollt oder ungewollt, können wir uns in vielerlei Hinsicht nicht leisten. Neben den materiellen Ansprüchen, die ein Kind so mit sich bringt, bin ich auch an einem Punkt, an dem ich denke, meine Aufmerksamkeit nicht weiter „teilen“ zu wollen. Prinzipiell weiß ich, dass ich auch ein weiteres Kind mit all meiner Liebe empfangen könnte. ABER, und das ist der wichtigere Punkt: ich möchte meinen Jungs und auch dem Meedchen nicht noch mehr Aufmerksamkeit nehmen. Es ist schon jetzt manchmal ein Drahtseilakt, allen gleichermaßen gerecht zu werden. So oft liegen alle drei gleichzeitig auf und an mir und umso größer sie werden, umso schwieriger werden solche Kuschelmomente. Wenn das Meedchen weint, weil sie sich wehgetan hat, der Quietschbeu mir zeitgleich zeigen will, welches Kunstwerk er gemalt hat und das Löwenmäulchen müde ist uns einfach nur kuscheln will … dann weiß ich, dass ein weiteres Kind diese Situationen nicht besser machen würde. Zwar sind meine Kinder alle recht frei von Eifersüchteleien, aber ich selber habe oft das Gefühl, nicht gleichermaßen aufmerksam sein zu können und zu oft fallen dann die „Großen“ hinten runter. Die beklagen sich zwar nicht, aber mein Gefühl sagt mir dennoch, das mehr Zeit und Aufmerksamkeit für sie besser wäre. So werde ich nach den Sommerferien mit beiden Jungs montags wieder zum Turnen gehen und das Meedchen derweil noch im Kindergarten lassen. Außerdem möchte ich irgendwie eine Exklusivstunde für jedes Kind in der Woche einrichten. Wie ich das bewerkstellige weiß ich noch nicht. Aber es ist ein Plan.

Rein emotional werde ich wohl noch oft immer mal wieder an mein viertes „Kopfkind“ denken. Ich habe mir immer 4 Kinder gewünscht. Ich werde mich fragen, ob es ein Junge oder ein Mädchen geworden wäre. Ob es eher dem Miezmann oder mir geähnelt hätte und wie es sich charakteristisch in seine Geschwisterbande angefügt hätte. Aber ich denke auch, diese Gedanken hat man immer. Egal, ob man ein, zwei, drei, vier oder fünf Kinder hat.

Wir haben jedenfalls fertig. Unsere drei bezaubernden Kinder füllen uns aus und bereichern uns. Es ist nicht mehr so, dass ich das Gefühl hätte, es würde etwas fehlen, wie das nach dem Löwenmäulchen noch deutlich der Fall war. Wenn ich von unserer Familie in 10 Jahren träume, dann sind da immer diese drei bezaubernden Geschöpfe, die gemeinsam in der Küche stehen und sich gegenseitig auf den Arm nehmen. Es ist so ein Bild, dass sich aus irgendeinem Traum ganz des in mein Gehirn gebrannt hat. Und ich mag es sehr.

Wir, die Miezens, sind Fünf. Und sehr glücklich.

PS: Geschwisterwagen (TFK Twinner Twist Duo), Babywanne (TFK Quick Fix) und Schiebedreirad (Smart Trike) sind noch zu haben. Standort ist bei Bonn. Wer Interesse hat, darf mir gerne eine Mail schreiben)

15. Mai 2013 / Mama Miez

Bettchen, Bettchen, wechsel Dich.

Ich schlafe nachts in drei bis vier verschiedenen Betten. Das ist für mich eine echte Herausforderung, weil ich im Dunkeln total orientierungslos bin und zudem zwischen den Bettwechseln nicht wirklich wach werde. Exemplarisch erzähl ich Ihnen heute mal von meiner gestrigen Nacht:

Als ich die Kinder gegen 19 Uhr ins Bett brachte, legte ich mich wie jeden Abend mit dem Meedchen zusammen in ihr Gitterbett, weil sie mit Körperkontakt besser einschläft. Vermutlich war ich dann sogar noch vor ihr eingeschlafen, jedenfalls wurde ich 25 Minuten später durch ein leises: „Mama, drehst Du die Kassette um? Mama, bist Du noch wach???“ wieder geweckt. Die erste Seite von Leo Lausemaus war zu Ende und die Jungs forderten die zweite Seite noch ein. Ich pellte mich schwerfällig aus dem Gitterbett, drehte die Kassette um schwankte schlaftrunken die Treppe runter.

Gegen 23 Uhr bin ich dann regulär in mein Bett gegangen. Alleine im Riesenbett. Wie ich das nicht mag. Meist wälze ich mich eine Weile von einer Hälfte des Bettes auf die andere, um dann schließlich quer darin einzuschlafen.

Irgendwann zwischen 1 und 2 Uhr rief das Meedchen. Wie von der Tarantel gestochen sprang ich aus dem Bett und torkelte durch den stockfinsteren Flur ins Kinderzimmer. Ich fischte sie aus ihrem Bett, drückte sie an mich und wankte durch die Dunkelheit zurück in mein Schlafzimmer. Dabei stieß ich mir den Ellbogen am Türrahmen und das Schienenbein am Bettrahmen. Wir schliefen eng aneinander gekuschelt wieder ein.

Irgendwann rief der Quietschbeu, er müsse auf die Toilette, also sprang ich wieder auf, tapste durchs Dunkle ins Kinderzimmer und lotste ihn über den Flur ins Badezimmer. Eine Minifutzilampe half ihm, das Klo zu treffen. Dann gemeinsam zurück ins Kinderzimmer, wo er mich bat, ein wenig bei ihm zu bleiben. Also rollte ich mich neben ihn in das 140 cm lange Bett und … schlief ein. Irgendwann wurde ich wieder wach und wollte zurück in mein Bett schleichen. Das Knarzen des Bettes weckte aber das Löwenmäulchen, das leise jammerte, dass er Angst habe. Ich schlich also ums Bett und legte mich auf der anderen Seite wieder hinein. Schnarch.

Als nächstes weckte mich das Meedchen durch lautes Weinen. Im ersten Moment dachte ich, ich läge in meinem Bett und sie in ihrem Gitterbett. Als ich aus dem Bett hechtete und direkt gegen das bodentiefe Fenster rannte, fiel mir dann aber ein, wo ich war. Also im Dunklen wieder schnell den Grundriss in Erinnerung rufen und ums Bett, auf den Flur und wieder in mein Schlafzimmer getigert.

Wir schliefen dann bis 6 Uhr und während mein Wecker mich zuverlässig weckte, schlief das Meedchen einfach weiter.

Das ist eine normale Nacht. Es ist eine absolute Ausnahme, verbringe ich eine Nacht mal wirklich ausschließlich in meinem Bett. Aber das ist okay so. Ich reagiere wie ein Feuerwehrmann bei Feueralarm, wenn eins meiner Kinder weint oder ruft, weil ich immer glaube, dass sie erst richtig wach werden, wenn ich mir zu viel Zeit lasse. Aus demselben Grund mache ich auch nirgends Licht und ramme mir so sämtliche Körperteile an Wänden, Türen und Möbeln. Es ist aber auch tastsächlich so, dass diese Unterbrechungen absolut minimal sind. Keiner von uns wird richtig wach. Keiner von uns braucht lange, um wieder einzuschlafen.

Wenn ich jedenfalls des Nachts durchs Haus torkle, mich stoße, die Orientierung verliere und doch irgendwie immer am Ziel ankomme, dann frage ich mich immer, ob ich mich irgendwann wohl wieder daran gewöhnen werde, nicht bei jedem Pieps wie einer von der Special Force steil zu gehen und einfach von 0 bis 6 Uhr durchgehend in meinem Bett zu liegen?

Boah. Allein wenn ich daran denke. Das wäre ja wie Urlaub. Quasi!

14. Mai 2013 / Mama Miez

Gelassenheit. Ohmmmmm.

Bereits am Sonntag habe ich diesen wunderbar auf den Punkt formulierten Blogbeitrag von Pjaupe geteilt und wollte dazu auch noch meinen Senf abgeben. Leider hat mein Mann aber das falsche Laptop-Ladekabel eingepackt und so saß ich bis heute Strom-los da. Bis der Postmann einmal klingelte und mir ein Ersatzkabel brachte.

Wer hier schon eine Weile mitliest oder vielleicht auch mal im Archiv geblättert hat, wird von meiner holprigen ersten Zeit als Erstlingsmama wissen. Da waren viele Ängste, viel Überforderung, dünne Nerven und Grenzerfahrungen, was meine Belastbarkeit betrifft. Immer Hand in Hand mit dieser unbändigen Liebe zu diesem kleinen Wesen, das da so plötzlich ganz und gar von mir abhängig war.

Wenn ich heute zurückblicke stimmt mich diese erste Zeit nach wie vor sehr traurig. Gerne wäre ich so unbefangen und unbeschwert mit meinem Quietschbeubaby umgegangen, wie ich es beim Löwenmäulchen und dem Miezmeedchen sein konnte. Aber die Zeit kann man nicht zurückdrehen und er ist trotz vieler Tränen und Zweifel an meinen Fähigkeiten als Mutter ein ganz wundervoller 4jähriger geworden.

Aber wie kam das eigentlich, dass ich beim zweiten und dritten Kind augenscheinlich so viel entspannter bin, als beim ersten?

Zunächst Mal wächst man an und mit seinen Aufgaben. Das ist allgemein bekannt. Zum anderen habe ich natürlich mit der Zeit einen Wissensstand erreicht, der es mir erlaubt, in manchen Situationen einfach gelassen zu sein. Babys verhungern nicht, wenn man mal eine (Brei-)Mahlzeit auslässt und stattdessen stillt, weil man unterwegs ist. Eine Trinkflasche, die in den Dreck gefallen ist, kann man auch unter klarem (Trink-)Wasser abspülen und muss sie nicht direkt sterilisieren. Wenn das Baby 5 Minuten weinen muss, weil das große Kind sich selber der vollgekackten Windel entledigt hat und diese akribisch nach Goldtalern durchsucht, dann wird es nicht sofort zum Serienkiller. Babys sind robuster, als man denkt. Sie stürzen viel, insbesondere in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres, und haben eigentlich laufend blaue Flecken am Kopf oder den Beinen. Man muss nicht mit jeder Beule direkt zum Arzt fahren, wohl aber informiert sein, bei welchen Anzeichen der direkte Weg zum Arzt wichtig und sinnvoll ist. Das sind Dinge, die ich weiß, weil ich sie alle durch- und erlebt habe.

Eine weitere wichtige Erkenntnis ist ganz klar: man muss Erfahrungen selber machen. Es nützt Ihnen also erstmal nix, wenn sie jetzt von meinen Erfahrungen hier lesen. Sie können die zwar in ihrem Hinterkopf ablegen und bei Bedarf darauf zurückgreifen, aber das Wissen für dieses sichere und beruhigende Gefühl „Ich darf jetzt gelassen sein. Mein Kind überlebt das!“, das werden Sie sich vermutlich nur durch „Am eigenen Leib spüren“ aneignen.

Vielleicht klingt das in Mancher Ohren nun arrogant, wenn ich von meinem Wissen schreibe. Aber ich kann Sie beruhigen: bei jedem ersten Mal – und davon erlebe ich fast täglich neue Male – bin ich auch wieder unsicher, besorgt und weiß nicht auf Anhieb, wie ich am besten handeln und reagieren soll.

Im Alltag habe ich mich mit vielen Situationen arrangieren können. Wenn das Meedchen eine beschissene Nacht hat, dann kann ich das inzwischen mit viel mehr Gelassenheit hinnehmen, als das früher der Fall war. Denn jede Baby-Schlafdrama-Phase hat früher oder später ein Ende. Ich hab das zweimal erlebt und bin mir daher ganz sicher, dass auch das Meedchen nicht, bis sie 18 Jahre alt ist, nachts zwei- bis fünfmal aufwachen und nach mir schreien wird. Und wenn man diese Ätzphasen dann überstanden hat, dann wirken sie rückblickend irgendwie viel unspektakulärer. Dieses Wissen wiederum hilft mir, ruhiger zu bleiben, wenn meine Kinder voll aufdrehen. Weinen, Schreien, Kreischen gehören genauso zum Babysein dazu, wie lachen, seine Umwelt erobern, Sitzen, Krabbeln, erste Schritte, erste Worte und und und. Das ist eben ihr Weg sich mit uns zu verständigen. Einen anderen haben sie kaum. Gepaart mit dem Wissen, dass Worte, Sätze und Konversation folgen werden, kann man diese verhältnismäßig kurze Phase so viel besser überstehen. Jedenfalls ging es mir so.

Früher wurde ich zum Beispiel total nervös, wenn der Quietschbeu im Supermarkt einen Kreischanfall bekam. Ich raunte ihm zu, er solle bitte still sein, weil andere Leute schon schräg guckten. Ich reagierte zickig und genervt und verstärkte das Gefühl des Quietschbeus, dass irgendwas nicht in Ordnung ist, zusätzlich. Man kann sagen, wir haben uns gegenseitig hochgeschaukelt. Ich habe halt ernsthaft geglaubt, dass die gaffenden Leute erwarten, dass ich handle und mein Kind zur Ruhe bringe. Heute weiß ich, dass die gaffenden Blicke einen Bruchteil eines Moments ausmachen. Das Kind nimmt man aber wieder mit nach Hause und fühlt sich am Ende nur schlecht, weil man es angeblafft hat oder – noch schlimmer – in der Öffentlichkeit bloßgestellt hat, weil man nicht zu ihm gehalten, sondern sich augenscheinlich gegen es gestellt hat. Versetzen Sie sich bitte nur einen Moment in die Situation des Kindes. Eben!

Heute bin ich in solchen Momenten, die besonders das Löwenmäulchen nach einem anstrengenden Kindergartentag gerne mal hat, die Ruhe selber. Ich lächle ihn an, rede ganz ruhig und leise mit ihm, damit er ruhiger und im Idealfall leiser wird, um mich zu verstehen. Ich interessiere mich trotz Gaffern und Tuschlern ganz ernsthaft für die Belange des Mäulchens. Er hat ja in aller Regel einen Grund, warum er kreischt, weint, schreit. Wenn ich erkenne, dass da nichts mit Kompromissen und gutem Zureden zu machen ist, ignoriere ich die Situation. Ich bleibe einfach ganz ruhig, streichle vielleicht seine Hand, wenn er im Einkaufswagen sitzt und führe meinen Einkauf fort. Bei mangelnder Aufmerksamkeit verliert er schon mal das Interesse am Heulen. Im schlechtesten Fall heult er halt 15 Minuten den Supermarkt voll. Damit kann ich leben. Ist ja kein Wellnessbereich und essen müssen auch Familien mit Schreiheultrotzkindern.

So mache ich das in den meisten stressigen Situationen in der Öffentlichkeit. Ich führe mir vor Augen, dass das jetzt ein Bruchteil eines Moments ist, indem fremde Menschen um uns herum sind und dass wir diese in der Regel nicht wiedersehen. Der Rest  ist meine Familie, sind meine Kinder. Die habe ich ständig um mich und deren Meinung über mich ist mir tausendmal wichtiger, als die irgendwelcher Fremden. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit einer ruhigen und gelassenen Reaktion auch die Menschen um einen herum zu beruhigen scheint. So nach dem Motto: wenn die Mutter so gelassen bleibt, kann’s so schlimm ja nicht sein.

Aber natürlich habe auch ich Momente, in denen mir alles über den Kopf wächst, drei Kinder gleichzeitig heulen und ich nicht weiß, wo ich anfangen soll, um dem Chaos Herr zu werden. Dann flüchte ich auch schon mal aus dem Raum und setzt mich 5 Minuten auf den Klodeckel, einfach um Luft zu holen. Oder ich gehe in den Garten und starre unsere Hecke an. Natürlich nur, wenn jetzt keins der Kinder aus akuter Not schreit. Dann wüsste ich ja auch, wo ich anfangen könnte. Oft hilft auch den Kindern das bisschen Distanz, um aus so einer Schreiattacke wieder heraus zu finden.

Ich habe keine Scheu mehr, die wenigen freien Momente und Augenblicke, die ich mir schaffen kann, auch mal mit Nichtstun zu verbringen. Wenn der Miezmann am Wochenende da ist, lege ich mich mittags einfach mal so 2 Stunden aufs Ohr. Oder gehe alleine einkaufen. Jetzt, wo alle Miezkinder im Kindergarten sind, sitze ich auch vormittags mal nur auf dem Sofa und lasse Haushalt Haushalt sein. Ab Juni ist diese Möglichkeit auch vorbei.

Ich habe in vier Jahren Muttersein erkannt, dass es sich nicht lohnt, sich an anstrengenden Tagen hochzuziehen und ständig zu jammern. Das wird sich nämlich die nächsten Jahre erstmal nicht ändern. Natürlich seufze ich dem Mann abends schon mal ein „Das war ein Scheißtag“ ins Ohr. Oder Heulipopeuli in meine Twitter-Timeline. Menschlich. Aber ich achte darauf, dass das nicht mein Leben bestimmt und mir meine/n spärliche/n Freizeit/Feierabend versaut. Jeden Abend, wenn ich die Kinder im Bett habe, seufze ich einmal laut und atme tief ein und aus. Das entspannt mich. Und meist sind die kleinen Alltags-Konflikte mit den Kindern dann ratzfatz wieder vergessen.

Ich finde es auch menschlich, wenn jemand sagt/schreibt, dass er sein Kind gern mal an die Wand tackern möchte. Das ist ein Spruch und sagt rein gar nichts über die Herzlichkeit oder Liebe aus, mit der diese Person ihren Kindern begegnet. Es ist ein Ventil und jeder muss selber für sich herausfinden, was sein Ventil sein kann. Für mich ist es das Schreiben, absolute Stille mit geschlossenen Augen genießen oder auch mal laut und derbe fluchen (das aber nicht unbedingt vor den Kindern, dafür gerne im Büro).

Aber um aufs eigentliche Thema mal zurück zu kommen: Gelassenheit!

Das ist meine Familie. Ich will, dass es meiner Familie gut geht. Ich will, dass es jedem meiner Kinder gut geht. Kinder sind nicht bösartig. Kinder haben Bedürfnisse, die sie selber noch nicht ausreichend erfassen oder kommunizieren können. Ich darf genervt sein. Ich darf äußern, dass ich genervt bin! Ich bemühe mich, nicht ungerecht zu sein. Ich versetze mich in die Lage meiner Kinder. Ich nehme jedes einzelne Kind als Individuum wahr. Ich nehme mich selber wahr!

Zum Thema Umgang mit der eigenen Gelassenheit bzw. dem eigenen Stress in der virtuellen Öffentlichkeit:

Es verdient kein Prädikat, wenn man besonders offen und ausführlich schildert, wie sehr und warum man von seinem/n Kind/ern gestresst ist. Ebenso wenig ist es besonders auszeichnungswürdig, ständig zu betonen, wie entspannt und relaxed die Kinder und/oder man selber sind/ist. Beides sind völlig normale Phasen/Zustände in einem ganz normalen Leben mit Kind/ern.

Wenn man das für sich erkannt und akzeptiert hat, dann fallen einem plötzlich auch die stressigsten Situationen leichter. Das ist mein Leben. Mein Leben mit Baby, Kleinkind, Schulkind, Pubertierendem, etc. Irgendwann – schneller als wir uns heute vorstellen können – sind die Kinder aus dem Haus. Es wird still sein. Kein Weinen, Schreien, Kreischen. Keine zugedonnerten Türen und wabernden Bässe, die die Zimmerdecke erbeben lassen. Plötzlich hört man wieder das Tickern der Wanduhr, die seit 20 Jahren im Wohnzimmer hängt, den eigenen Atmen und den eigenen Herzschlag. Stille. Was zählt dann noch ein Trotzanfall im Supermarkt oder durchwachte Nächte in den ersten zwei Lebensjahren oder Einschlafdramen? Damals! Vor einer halben Ewigkeit?

Wir haben nur diese Kinder, nur diese ultra kurze Baby- & Kleinkindzeit. Wir haben nur diesen einen Versuch mit diesem einen Kind. Kein Blitzdings, das uns vergessen und ungeschehen machen lässt.

Daran denke ich, wenn mir das Blut in den Kopf steigt und mir das Herz bis zum Halse schlägt. Wenn ich also bis auf die Knochen unentspannt bin!

Mir sind tausend Leute lieber, die „Ich könnt mein Kind heut an die Wand nageln!“ schreiben, als der eine, der es tut.

Gelassenheit. Eine Mischung aus Erfahrung, Wissen und dem Bewusstsein um dieses eine Leben, das wir kein zweites Mal leben können. Ein Leben mit Kindern. In guten, wie in schlechten Zeiten.

Punkt.

10. Mai 2013 / Mama Miez

Kindergarten-Miezmeedchen

Mein Meedchen ist nun offiziell ein Kindergartenmeedchen.

Wir starteten letzte Woche, am 02. Mai, mit der Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Wie zu erwarten zeigte das Meedchen überhaupt keine Scheu die Gruppenräume und auch seine neuen Gruppenfreunde zu inspizieren und kennenzulernen. Uns kommt einfach zu Gute, dass sie seit ihrer Geburt an jedem Morgen mit in der Kita war und so die Räumlichkeiten, Erzieher und Kinder schon kannte.

Am ersten Tag blieben wir gemeinsam von 8 bis 10 Uhr. Ich spielte mit dem Löwenmäulchen, während das Meedchen die Räume und verschiedenen Themenecken erkundete. Puppenecke, Bauecke, Waschraum und Bücherecke. Recht schnell wandte sie sich dabei auch an die Erzieher, indem sie sich an ihnen hochzog und klar zu verstehen gab, dass sie nun gerne mit ihnen spazieren gehen würde. Anders als ihre Brüder geht das Meedchen nämlich lieber an der Hand, als an Gegenständen zu spazieren. Also dreht sie dann jedesmal mit einer Erzieherin eine Runde durch die ganze Gruppe und sucht sich dann wieder einen Platz zum Spielen. In den meisten Fällen ist das die Bau- und Autoecke.

Wir gingen, als es am schönsten war und das Meedchen schimpfe sogar mit mir und wollte immer wieder zurück in die Gruppe krabbeln.

Am folgenden Tag krabbelte sie bereits in die Gruppe noch bevor das Löwenmäulchen sich seine Hausschuhe hatte anziehen können. Das nennt man wohl Vorfreude.

Sie frühstückt mit den anderen Kindern gemeinsam am Tisch, ebenso, wie wir es auch zuhause handhaben.

 Kindergarten-Frühstück

Die Erzieher befinden sich immer in Interaktion mit ihr, wechseln sich dabei aber ab, damit sie zu jedem gleichermaßen ein gutes Verhältnis aufbauen kann. Und es ist ganz wunderbar mit anzusehen, wie sie diese aktiv zum Spielen auffordert.

Auch am zweiten Tag, einem Freitag, blieben wir bis 10 Uhr. Am dritten Tag, einem Montag, verließ ich die Gruppe um 9:30 Uhr und ging in die Quietschbeugruppe. Das Meedchen reagierte auf meinen Abschiedkuss und mein “Tschüss, kleine Maus. Bis später!” lächelnd winkend. Da fiel mir bereits ein riesen Stein vom Herzen. Nach einer Dreiviertelstunde ging ich zurück zur kleinen Gruppe und bat eine Erzieher auf den Flur. Wir besprachen kurz das weitere Vorgehen und verabredeten, dass ich nun nach Hause fahren könne und um 11:30 Uhr, also vor dem Mittagessen, wiederkommen solle.

Als ich pünktlich wie die Maurer wieder im Kindergarten eintraf, war die kleine Gruppe gerade draußen. Sie hatten dem Meedchen eine Decke ausgelegt, auf der die größeren Kinder saßen, während das Meedchen durchs Gras krabbelte. Ich kicherte leise und beobachtete sie eine Weile. Nach ein paar Minuten krabbelte das Miezmeedchen zu einer am Sandkasten sitzenden Erzieherin, stellte sich vor ihr auf, breitete die Arme aus und kuschelte sich an. So unbeschreiblich schön zu sehen, wie sehr das Meedchen bereits Vertrauen gefasst hat und noch schöner zu sehen, wie liebevoll und zärtlich die Erzieherin das Meedchen an sich drückte und streichelte. Mein Meedchen ist hier gut aufgehoben!

Am folgenden Tag ging ich ebenfalls um 9 Uhr nach einer richtigen Verabschiedung, spielte noch ein Spiel mit dem Quietschbeu und seinen Freunden in dessen Gruppe und fuhr dann nach Hause. Diesmal kam ich zum Mittagessen, um 11:45 Uhr wieder. Es gab Nudeln in Kräuter-Sahne-Soße, Gurken-Mais-Tomaten-Salat und zum Nachtisch Rhabarber-Kompott. Das Meedchen aß eine große Portion, auch wenn man ihr ansah, dass sie todmüde war. Nach dem Mittagessen fuhren wir beide gemeinsam nach Hause und schliefen gemeinsam, eng aneinander gekuschelt, 2 Stunden auf dem Sofa. Um 15 Uhr war im Kindergarten dann das Papa-Mama-Fest der U3-Gruppen, zu welchem die Kinder uns Eltern mit einem eingeübten Lied und selbst gestalteten Blumentöpfen, in denen Sonnenblumen gepflanzt waren, überraschten. Sogar das Meedchen hatte ein Sonnenblümchen für mich und saß bei den Erziehern und Kindern, als diese das Lied sangen. Mein großes Kindergartenmeedchen. Ich hätte vor Rührung heulen können.

 Spiel-Meedchen

Heute ist Tag 6. Ich blieb wieder bis 9 Uhr, auch weil die Herzerzieherin heute Morgen alleine war und ich ihr so ein bisschen beim Frühstück unter die Arme greifen konnte. Dann besuchte ich wieder kurz den Quietschbeu und fuhr anschließend in meinen MilchZwergeTreff. Alleine. Ohne Baby.

Um 13 Uhr rief ich, wie verabredet, im Kindergarten an und erfuhr, dass das Meedchen sehr gut zu Mittag gegessen hatte, sich aber beim Einschlafen in der fremden Umgebung ein wenig schwer getan hat. Da habe die Herzerzieherin sie einfach wieder aus dem Bett genommen und im Arm in den Schlaf gewiegt und anschließend in ihr Bettchen gelegt. Sie schlief tief und fest, als ich anrief. Sie rufen an, wenn das Meedchen aufwacht und ich sie abholen kann. Ich unke mal, dass das nicht vor der regulären Abholzeit um 15 Uhr sein wird.

Ich bin so unbeschreiblich froh und glücklich um diesen Kindergarten und diese absolut großartigen Erzieher. Alle. Sowohl in der Löwenmaul-Meedchen-Gruppe, wie auch in der Quietschbeu-Gruppe. Da ist immer ein offenes Ohr, immer echtes Interesse am Kind und der Familie dahinter. Ich denke, das ist auch ausschlaggebenden dafür, dass ich mein Meedchen so ganz ohne schlechtes Gewissen und mit ganz viel Vertrauen dort lasse. Und das spürt die kleinste Miez natürlich. Es war alleine schon schön zu sehen, mit wie viel Freude sie heute Morgen die Herzerzieherin begrüßte, auf sie zukrabbelte und ihr sofort zeigte, dass sie auf ihren Schoß wollte.

Überhaupt ist es ein Segen, dass sich das Meedchen wirklich hervorragend verständigen kann. Auf ihre Art und Weise. Sie benutzt ihre Zeichen für Trinken und Essen, zeigt wenn ihr etwas zu viel wird oder sie etwas anderes unbedingt haben will. Auch die Erzieher sind davon sehr beeindruckt und ich denke, dass das eine sehr unkomplizierte Eingewöhnung war. War? Ja, ab kommenden Montag wird das Meedchen dann wohl in den regulären Kindergartenalltag einsteigen. Ob ich dann morgens noch so lange bleiben darf/kann, weiß ich gar nicht. Ich weiß allerdings, dass mir die Erzieher die Zeit lassen würden, wenn ich sie denn bräuchte. Ja. Ich. Ich bin ja quasi Entwöhnt worden. Und das ist noch nicht so ganz fertig. Es nagt und ziept noch. Mein letztes Baby. Mein kleines Meedchen. Ich bin stolz und traurig zugleich. Aber wenn ich sehe und erlebe, wie viel Spaß sie dort hat, welche Abenteuer sie erlebt, wie sie alles erforscht und mit den anderen Kindern agiert … dann ist alles gut. Dann bin ich nur noch glücklich und dankbar.

 

3. Mai 2013 / Mama Miez

Der Raupe Nimmersatt Geburtstag

Es ist vollbracht.

Erinnern Sie mich bitte im kommenden Jahr, und in allen folgenden Jahren, dass es unfassbar viel Arbeit ist, so einen Motto-Geburtstag mit allen Facetten zu planen und durchzuführen. Vier Wochen vor dem Quietschbeu-Geburtstag mit der Planung anzufangen war definitiv nicht einen Tag zu früh, eher zu spät. Tatsächlich kam ich dann auch zwei Tage vor dem Geburtstag etwas in Schleudern. Zuviel vorgenommen, zu wenig Zeit.

Die Kinderparty von gestern weht noch nach, aber ich möchte es mir dennoch nicht nehmen lassen, sie an all den Groß- und Kleinigkeiten teilhaben zu lassen, die dieser Raupe Nimmersatt-Geburtstag mit sich brachte.

Zuvor möchte ich aber noch erwähnen, dass der Quietschbeu im absoluten Raupe Nimmersatt-Rausch war und ist. Er erzählt immer und immer wieder, wie toll sein Geburtstag war, wie schön sein Kuchen immer noch ist, wie toll er sein Geburtstagsshirt findet und und und. Jedem, dem er begegnet. Dabei beginnt er immer mit einem „ich bin jetzt VIER!“

Oh ja, mein Sohn! JETZT bist Du vier! Vier Jahre, die wir Tag für Tag, Seite an Seite, durchs Leben gehen, von einander lernen und miteinander wachsen. Momente mit zuvor ungekannten emotionalen Höhen und Tiefen. Mit Lachen und Weinen. Und mit unendlich viel Lieber, Vertrauen und Zuneigung. Danke, dass Du bei uns bist.

Raupe Nimmersatt Geburtstag

Der Geburtstag stand, wie ja nun jeder wissen sollte, unter dem Motto „Raupe Nimmersatt“. Das sind die Dinge, die ich im einzelnen geplant habe:

  • Raupe Nimmersatt Einladungen
  • Raupe Nimmersatt Geburtstagskuchen
  • Raupe Nimmersatt Geburtstagsshirt
  • Raupe Nimmersatt Deko
  • Raupe Nimmersatt Geburtstags-Olypiade

Raupe Nimmersatt Einladungen

Die Einladungen habe ich aus Tonkarton gebastelt. Dafür habe ich je einen roten und  drei grüne Kreise mit einem Durchmesser von 12cm ausgeschnitten. Den Einladungstext habe ich auf 10cm große weiße Kreise geschrieben und aufgeklebt. Auf das mittlere Körperteil habe ich eine große 4 aufgeklebt d aus dem roten Kreis habe ich den Kopf gebastelt. Anschließend habe ich alle Teile mit Klammern für Versandtaschen verbunden. Man kann auch kleine Nieten nehmen, aber die hatte ich nicht im Haus.

Dann kann man die Kreise so gegeneinander drehen, dass im zusammengeklappten Zustand nur der Kopf zu sehen ist. Die Einladungen sahen wirklich super aus und der Quietschbeu war mega stolz.

Raupe Nimmersatt Einladungen

Raupe Nimmersatt Geburtstagskuchen

Der Geburtstagskuchen basiert auf einem Devil’s Fudge Cake (Englischer Schokoladenkuchen), den ich auf einem normalen Backblech gebacken habe. Anschließend habe ich mit einem IKEA-Plastikschälchen aus dem Blech 6 Kreise ausgestochen  (den restlichen Kuchen habe ich in eine Schüssel gepackt, um ihn eventuell noch zu Cake Pops zu verarbeiten). Aus 5 der Kreise habe ich dann jeweils noch einen kleinen Halbmond abgetrennt.

Raupe Nimmersatt KuchenDa der Kuchen leider nicht ganz gleichmäßig aufgegangen ist, habe ich eine Schokoladen-Buttercreme zur Hilfe genommen, um den Kuchen einheitlich zu modellieren. Leider passte dann nicht mehr alles in den Kühlschrank und die Buttercreme wurde im Keller zwar fest, aber nicht richtig hart. Anschließend habe ich den runden Kuchen mit rotem Fondant eingedeckt. Den Fondant hatte ich einige Tage zuvor mit Gel-Lebensmittelfarben eingefärbt. Das geht ratzfatz, wenn man den Fondant 10 Sekunden in der Mikrowelle erwärmt, Einweghandschuhe trägt, die man mit etwas Kokosfett einfettet und dann die Gelfarben mit kleinen Holzspachteln entnimmt und auf den Fondant schmiert. So habe ich pro Farben (5 insgesamt) gerade mal 5 Minuten zum einfärben gebraucht. Fondant ist luftdicht verpackt und dunkel und trocken gelagert, gute zwei Jahre haltbar.

Die Halbmond-förmigen Kuchen habe ich dann mit den unterschiedlichen Grüntönen gedeckt. Leider war es bei uns sehr warm und so ist mir der Fondant zwei Mal unschön gerissen. Ich hab das dann einfach ein bisschen kaschiert. Die Augen und Nase habe ich mit gekauftem Iceing aufgemalt. Leider wurde das gelbe Iceing auf dem roten Fondant transparent und war gar nicht zu sehen. Die grünen Augen habe ich aus Fondant modelliert. Die Fühler sind aus Pfeiffenreinigern gebastelt und den Rücken der Raupe habe ich mit blauen, weißen und roten Zuckerperlen verziert.

Dann habe ich die einzelnen Kuchenstücke aneinander gesetzt. Fertig war der Raupe Nimmersatt-Kuchen.

Raupe Nimmersatt Kuchen

Raupe Nimmersatt Geburtstagsshirt

Zum Glück erinnerte mich der Quietschbeu wenige Tage vor dem Geburtstag an sein Geburtstagsshirt. Das habe ich bei allen den Vorbereitungen nämlich völlig vergessen. Ich setzt mich also am Wochenende hin uns begann ein Raupenshirt zu planen. Ein paar Kritzeleien und Skizzen später hatte ich dann einen Plan und nähte an einem Nachmittag das Geburtstagsshirt für den Quietschbeu. Mit einer Erdbeere als Vier, einer großen Sonne und natürlich einer Raupe Nimmersatt.

Raupe Nimmersatt Geburtstagsshirts

Raupe Nimmersatt Deko

Aus gepressten Wollkugeln bastelte ich zwei Raupen. Einen Kuchenstecker, für z.B. trockenen Kastenkuchen und eine Raupe als Kette, für das Geburtstagskind. Dafür malte ich die Kugeln mit Plakafarbe an und setzte Fühler aus Pfeiffenreiniger in den Kopf. Für die Kette habe ich die Kugeln durchbohrt und auf ein Lederband aufgefädelt. Damit die Raupe nicht kopfüber hängt, habe ich dann noch einen Blumendraht hindurch geschoben.

Für den Kuchenstecker habe ich die einzelnen Kugeln zusammen geklebt und jeweils in die erste und letzte Kugel einen Schaschlikspieß gebohrt. Fertig.

Raupe Nimmersatt Kuchenstecker und Kette

Am Abend vor dem Geburtstag hat der Miezmann 9 rote und ca. 45 grüne Ballons aufgepustet. Dank einer defekten Ballonpumpe alle mit dem Mund. Die Ballons hat er dann zu Trauben gebunden und auf einer Paketkordel aufgefädelt. Heraus kam eine Ballon-Raupe, die wirklich gigantisch wirkt!

Raupe Nimmersatt Ballons

Auf dem Geburtstagstisch habe ich 5 Schüsselchen mit Snacks aufgestellt. 4 grüne und eine rote, die ich mit Smartis, Cookies, Russisch Brot und Pommbären gefüllt habe. Zudem gab es rot Pappteller und Servietten auf grüner Tischdecke und zwei mit Helium gefüllte Ballons, auf denen eine 4 steht, ebenfalls in rot und grün.

Raupe Nimmersatt Tischdeko

Am Abend des Geburtstags habe ich mir zudem die Fingernägel im Raupen-Style lackiert. Den Daumen habe ich rot lackiert und die restlichen Finger in zwei verschiedenen Grün-Nuancen. Auf den Daumen habe ich dann mit gelbem und grünem Lack die Augen aufgemalt und mit einen Edding die Nase gemalt. Der Quietschbeu und das Löwenmäulchen waren total begeistert und die Kindergartenfreunde der Jungs waren ebenfalls völlig von den bunten Fingernägeln fasziniert. Geringer Aufwand, riesen Effekt ;)

Raupe Nimmersatt Nägel

Raupe Nimmersatt Olympiade

Die kleinen Geburtstagsgäste mussten ja irgendwie unterhalten werden, wohlgleich wir natürlich auch freie Spielzeit eingeplant haben. So kleine Menschen finden Entertainment zwar toll, suchen sich nach einer gewissen Zeit ihre Spiel selber.

Wir planten eine kleine Olympiade mit drei Stationen.

Sation 1: Hindernis-Parcour

Die Kinder mussten die Rutsche runter rutschen, 10 Mal auf dem Trampolin springen, durch einen Krabbeltunnel krabbeln, dann mit einer Schüppe einen von sechs versteckten Bällen ausgraben und anschließend mit dem Ball auf einem Bobby Car einen Slalom bis ins Ziel fahren. Die sechs Bälle (5 grüne, 1 roter) wurden im Ziel dann zu einer Raupe Nimmersatt zusammen gelegt.

Station 2: Ballon-Treten

Dabei bekam jedes Kind einen Ballon an den Fuß gebunden. Auf LOS mussten die dann versuchen, sich gegenseitig die Ballons an den Füßen platt zu tret. Das war einigen Kindern zu laut, also machten nur die mit, die Lust dazu hatten. Weil es denen aber richtig Spaß machte, verknallten wir so bestimmt 20 Ballons.

Station 3: Handabdrücke

Seit Ewigkeiten haben wir eine große blaue Leinwand im Wohnzimmer stehen, mit der ich nichts anzufangen wusste. Also ließen wir sich alle kleinen Gäste mit ihren Handabdrücken darauf verewigen. Die Leinwand soll nun bei den Jungs im Zimmer aufgehangen werden.

Für jede Station – ob teilgenommen oder nicht – gab einen Stempel auf die Laufkarten. Dazu hatte ich aus Tonkarton große Orangen gebastelt, auf denen der Name des Kindes stand, die es sich um den Hals hängen konnte. Am Ende der Party tauschte dann jeder Partygast seine Orangen-Karte gegen einen Gewinn. Der Gewinne sind vergleichbar mit den Geschenktütchen, die Kinder am Ende eines Festes bekommen. In unseren Tütchen waren jeweils ein Tütchen Saft-Gummibären, ein Lolli, eine Playmobil-Sammelfigur und ein T-Shirt mit der Raupe Nimmersatt, die ich zuvor für jedes Kind mit Kartoffeldruck bedruckt hatte.

Raupe Nimmersatt Olympiade

***

Alles in allem war der Aufwand überschaubar. Einzige Zeitfresser waren der Kuchen, die T-Shirts für die Gäste und das Geburtstagsshirts für den Quietschbeu.

Morgen kommt die Familie zu besucht, wofür ich noch 2 Kuchen vorbereit wollte (Erdbeerkuchen im Tortenring, als Raupe Nimmersatt Kopf dekoriert).

Kommenden Dienstag feiert der Quietschbeu dann noch im Kindergarten. Er hat sich ein Frühstück gewünscht, da ich aber aktuell noch nichtabschätzen kann, wie ich zeitlich aufgestellt bin, plane ich da jetzt erstmal nicht  groß. Brötchen, Rohkost, Aufschnitt, Dips. Außerdem wollte ich gegebenenfalls noch Cake Pops machen. Aber wie gesagt: das ist eine Zeitfrage.

Ich bin froh, dass ich den Quietschbeu mit all den Kleinigkeiten so überraschen und erfreuen konnte. Er hatte sich einen Kuchen gewünscht und den hat er mit großen Augen und einem erstaunten „Boah!“ bekommen. Das eigentliche Geschenk, das Laufrad, gab es ja schon vor ein paar Wochen.

In 3 Wochen hat das Meedchen Geburtstag. Da werde ich nun nicht so einen riesen Aufriss veranstalten. Rot mit weißen Punkten soll das „Thema“ sein. Mal sehen, was mir dazu noch in den Sinn kommt.


www.limango.de