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21. November 2014 / Pia Drießen

Befreiende Erkenntnisse

Vor einem halben Jahr begaben wir uns mit dem Quietschbeu in die Hände eines Medizinisches Versorgungszentrum für Kinderheilkunde. Dazu gehören Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin, Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Fachärzte für Neurologie sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Es war unser Kinderarzt, der uns dort hin überwiesen hatte.

Der Quietschbeu war zu diesem Zeitpunkt äußert unglücklich, voller Weltschmerz und schien zeitweise richtig depressiv. Wir sorgten uns sehr, immerhin war der Papa aus dem Ausland zurück und es hatte sich dennoch keine Besserung eingestellt. Er war körperlich unruhig, sehr laut, suchte krampfhaft die Nähe und Aufmerksamkeit seiner Erziehern und sonderte sich von den Kindern seiner Gruppe eher ab. Anfang des Jahres war er bei den Entwicklungstest im Kindergarten durch Nervosität und Unkonzentriertheit aufgefallen. Der Begriff “nicht schulfähig” fiel das erste Mal. Als ich ihn fragte, warum er bei dem Test nicht mitgemacht hätte, antwortete er mir, dass sei Babykram gewesen. Nun gut. Ich versuchte ihm zu erklären, dass es trotzdem Momente gäbe, in denen man Dinge tun muss, die man schon gut oder lange kann. Es fielen folgend auch Begriffe wie AD(H)S und Asperger-Syndrom. Wenn man will konnte man immer irgendwelche Punkte finden, die zur einen oder anderen Diagnose passten, weshalb wir dann den Kinderarzt aufsuchten. Knapp ein Jahr vor der Einschulung war so noch genug Zeit, um ihn gegebenenfalls entsprechend auf eben diese vorbereiten zu können, sollte er Defizite in diesem oder jenem Bereich haben, oder ihn sogar tatsächlich zurückstellen zu lassen.

Unser Kinderarzt machte ein paar Tests mit ihm und stellte schnell klar, dass er bei unserem Sohn weder Anzeichen für AD(H)S noch für Asperger oder eine andere Wahrnehmungsstörung finden konnte. Was ihn aber besorgte, war der emotionale Zustand des Quietschbeus, der ja irgendeinen Ursprung haben musste und vermutlich unterm Strich Auslöser für sein unruhiges und unkonzentriertes Verhalten sei. Wir sprachen auch erneut über seine Hochsensibilität. Im Verlauf des Gesprächs sagte der Arzt: “Für Hochsensibilität gibt es keine wissenschaftlich anerkannten Tests und somit auch keine belegbare Diagnose. Damit werden sie also bei den Schulen kein Verständnis für auffälliges Verhalten bekommen.” Wir gingen also zu den oben genannten Fachärzten, wo der Quietschbeu und ich ein Erstgespräch mit einer Psychologin führten, um die “Probleme” deutlich zu machen. Daraufhin bekamen wir einen Zeitplan, der sich auf 4 Monate erstreckte, und der diverse Test- und Gesprächstermine enthielt. Außerdem waren Familienberatungsgespräche Bestandteil dieses Plans.

In den vergangenen Monaten machte der Quietschbeu also einen Intelligenztest, den WET-Test (ein Verfahren zur Erfassung des allgemeinen Entwicklungsstandes bei Kindern von 3 bis 6 Jahren) und hatte Termine für spielerische Gesprächsstunden, in denen er u.a. seine Familie als Tiere malen oder ein Szenenbild aus seinem Alltag mit Figuren, Formen, etc. darstellen sollte. Zudem erhielten wir Eltern und seine Erzieher umfangreiche Fragebögen bzgl. seines Verhaltens im Familienumfeld und im Kindergarten.

Der Quietschbeu liebe diese Termine. Er war vorher Feuer und Flamme, machte jedesmal mit Begeisterung mit und sprühte noch Tage später vor Euphorie und Freude. Da wurde mir zum ersten Mal so richtig bewusst, dass ihm das “gefordert werden” unendlich gut tut. In derselben Zeit begann er mit den komplexen Lego-Bauten und wollte Zahlen und Buchstaben lernen. Beides gewährten wir ihm. Im Kindergarten wendete er sich neuen Herausforderungen durch Lernmaterialien für (Vor-)Schulkinder zu. Mit den Wochen wurde er immer ruhiger, entspannter und ausgeglichener. 

Ich erhielt als Zwischenfeedback, dass er alle Aufgaben schnell und mit Begeisterung lösen würde. Er wäre in den Stunden (teilweise Doppelstunden) fröhlich und würde viel lachen. Merkmale von AD(H)S könne man überhaupt nicht erkennen. 

Ich machte mir eigentlich nur noch wenig Sorgen um die bevorstehende Einschulung. Dann kam die Sprachstandfeststellung in der Grundschule. Ich holte ihn mittags aus dem Kindergarten ab und fuhr mit ihm zur Grundschule. Er war gut gelaunt und freute sich bereits auf den Test. Er steht auf Testsituationen. Kann man gar nicht anders sagen. Er ging in den Raum und kam 20 Minuten später wieder grinsend heraus. Dann musste ich mit in den Raum und erfuhr, dass er “herum gezappelt” und keine Körperspannung habe und unkonzentriert gewesen sei. Auf meine Frage, wie denn der Sprachstand wäre, erhielt ich die Antwort, dass die nicht zu beanstanden sei. Aber mit seinem nervösen Verhalten wäre er “kaum beschulbar“. Ich hätte in Tränen ausbrechen können. Man legte mir einen AD(H)S-Test und einen Test zum sozial-emotionalen Entwicklungsstand nahe. Außerdem solle er Sport treiben. Ich erwähnte kurz, dass wir die Test alle bereits gemacht hätten, aber die Auswertung noch aussteht.

Diese war heute.

Ich war heute Morgen ehrlich gesagt irgendwo zwischen hysterischer Freude und Panik. Endlich würden wir irgendein Ergebnis bekommen. Würden wir doch, oder? Meine größte Angst war, das man mir sagen würde, mein Sohn sei “völlig normal”, weil … was hätten wir dann tun können, um sein scheinbar immer wieder auffälliges Verhalten zu kompensieren? Wie würden wir ihm helfen können? Und ja: auch keine Rückstellung ohne Diagnose. Wobei ich mir zu diesem Zeitpunkt schon sicher war, dass eine Rückstellung das Falscheste sein würde, das man ihm antun kann. Ich rechnete so ziemlich mit allem. 

Um nun aber mal auf den Punkt zu kommen: Der Quietschbeu befindet sich auf einer deutlich weiteren sozial-emotionale Entwicklungsstufe, als Gleichaltrige. Die Ärztin nannte das die “medizinisch-wissenschaftliche Übersetzung von Hochsensibilität”. Hochsensible Kinder wären in ihrer emotionalen, sozialen und empathischen Entwicklung meist deutlich weiter, als Altersgenossen. Viele zudem auch noch Hochbegabt. Der Quietschbeu hat einen hohen IQ, den sie gerne in einem Jahr, wenn er lesen und schreiben kann, mit einem anderen Testverfahren erneut prüfen würde. Dafür sehe ich aber nach dem heutigen Gespräch keine Veranlassung mehr. Zahl ist Zahl und macht mein Kind unterm Strich auch nicht un-/glücklicher.

Er ist oft unterfordert. Nicht nur im intellektuellen Bereich, sondern viel mehr im sozial-emotionalen Bereich. Seine altersgleichen Spielkameraden denken und handeln oft ganz anders als er, sind weniger empathisch und haben noch nicht dieses ausgeprägte Ich-Du-Wir-Bewusstsein, wie es der Quietschbeu bereits hat. Darum fühlt er sich unverstanden und anders, weshalb er sich oft abgrenzt und die Nähe zu Erwachsenen sucht. Unterforderung wiederum führt bei ihm zu Unruhe und Zappeligkeit. Seine audio-visuelle Wahrnehmung ist sehr ausgeprägt, weshalb er in Situationen, die ihn nicht richtig fordern, schnell abgelenkt und unkonzentriert ist. Wir werden noch einen speziellen Hörtest machen lassen, der eine mögliche Geräuschempfindlichkeit messbar macht und ihm das Tragen eines Gehörschutzes während des Unterrichts ermöglicht (in vielen Schulen wird das wohl ohnehin schon praktiziert). Außerdem wird er Ergotherapie bekommen, um Konzenrationsstrategien zu erlernen und sein Selbstbewusstsein zu stärken. Ganz wichtig ist die Förderung und Befriedigung seines Wissenshungers. Was er wissen und lernen will, sollen wir ihm auch bieten. Wenn er lesen und schreiben will, sollen wir ihm soviel Hilfestellung geben, wie er sie von sich aus einfordert. 

Was mir noch etwas Bauchweh bereitet, ist seine Trennungsangst, die sich aber nur auf mich bezieht. Er hat einen sehr starken Beschützerinstinkt im Bezug auf mich entwickelt, den wir nun aktiv Stück für Stück lösen sollen. Das heißt auch, dass ich ihn mal in Situationen alle lasse soll, in denen er das nicht will. Ein erster Schritt wird die Ergotherapie sein, zu der er ja alleine gehen wird und ich in dieser Zeit dann eben nicht im Wartezimmer sitzen werde. Ein weiterer wird dann vielleicht ein Sportverein oder die Musikschule sein. Da müssen wir noch gemeinsam schauen, was er lieber machen möchte.

Es ist für uns sehr befreiend nun eine Erkenntnis über die Ursprünge seines “auffälliges Verhaltens” und seiner Unzufriedenheit – die ja mit neuen Herausforderungen wie z.B. komplexen Lego-Bauten, Buchstaben lernen, etc. deutlich nachgelassen hat – zu haben. Auch die Tatsache, dass wir als Eltern richtig gemacht haben, was wir eben richtig machen konnten, hat mir sehr viel Sorge und Selbstzweifel genommen. Mit einer entsprechenden Miteinbeziehung seiner Erzieher und Lehrer sollte seine “Beschulung” also keinerlei Problem darstellen.

Nun fragen Sie sich vielleicht, warum ich nicht früher über diese Test- und Gesprächsreihe geschrieben habe. Das hat zweier Gründe:

  1. hörte ich schon wieder die “Lasst doch Kinder mal Kinder sein!”-Chöre, immer von Leuten geäußert, die weder mein Kind noch sein Seelenleben kennen.
  2. wollte ich einfach ein Ergebnis abwarten. Alles andere hätte nur zu wilden Spekulationen geführt.

Im Grunde wäre mir seine “Andersartigkeit” auch egal gewesen, wäre er nicht so offensichtlich unglücklich gewesen. So wissen wir nun, woher das ganze rührt und können ihn entsprechend fördern und die Knackpunkte, wie die audiovisuelle Überreizung und die daraus resultierende Unkonzentriertheit, mit entsprechendem Strategietraining aufarbeiten und den bevorstehenden schulischen Druck schon im Vorfeld etwas lindern. Für eine glücklichere und ausgeglichenere Kinderseele unseres Sohnes.

Im Anschluss an das heutige Gespräch musste ich erstmal vor Erleichterung heulen. Sie glauben gar nicht, wie viele Sorgen und Ängste ich in den letzten Monaten ausgestanden habe. In vielerlei Hinsicht. Nun können wir unserem Kind die Hilfe und Unterstützung bieten, die es wirklich braucht UND allen offiziellen Stellen etwas schwarz auf weiß vorlegen, auf das ihm das Stigmata des “auffälligen Kindes” erspart bleibt.

Da ist gerade ganz viel Dankbarkeit für diese großartigen, einfühlsamen und fachlich-kompetenten Ärzte, sie uns und unsere Sorgen zu jedem Zeitpunkt erst nahmen und die unser Sohn so schnell ins Herz geschlossen hat. 

Danke!

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19. November 2014 / Pia Drießen

“Mama, ich will lesen lernen!”

Ein Thema, das mich nun schon seit Wochen umtreibt und bei dem ich zu keinem klaren Ergebnis komme: Der Quietschbeu will lesen lernen. Nachdrücklich. Anfänglich habe ich das mit einem “Nächste Jahr kommst Du in die Schule, da lernst Du lesen!” abgetan. Aber das hat ihn nicht besänftigt. Ständig fragte er mich nach Buchstaben und nach Wörtern, die er selbstständig versuchte zu entziffern. Ich kaufte ihm schließlich so eine große Anlauttabelle und hängte sie ihm ins Zimmer. Immer mit dem Hintergedanken, ihm nicht im Vorfeld beibringen zu wollen, was er erst in der Schule lernen sollte. Auf der anderen Seite wollte ich ihm diesen Wunsch und das Interesse an Buchstaben natürlich nicht kaputt reden. Sein Interesse an Zahlen hatte ihn binnen weniger Tage zum Rechnen im 20er Bereich gebracht. Ohne mein Zutun. Das war etwas, was ihn sehr sehr glücklich gemacht hat.

Es dauerte nicht lange und er erkannte erste Buchstaben auf Schildern, in der Zeitung oder wo auch immer Buchstaben zu finden waren, wieder. Natürlich stelle sich schnell heraus, dass eine Anlauttabelle alleine noch keinen Leser macht. Es gibt so viele Buchstabenkombinationen, die nicht dem eigentlichen Laut entsprechen, so dass der Quietschbeu irgendwann ziemlich frustriert war. Ei, ie, ch, sch, st, sp, st … irgendwie hörten die sich alle doof an.

Nach langem hin und her und Gesprächen mit dem Mann, entschieden wir uns, dem Quietschbeu bei seinem Vorhaben aktiv zu unterstützen. Es bringt ihm letztendlich auch nichts, wenn er sich etwas falsches beibringt, bevor er in die Schule kommt. Ich setzte mich also mit ihm hin und erklärte ihm die gängigen Regel. Ein ei wird wie ai gesprochen. Ein ie wird wie ein langes i gesprochen, etc. pp. Er verinnerlichte das erstaunlich schnell und war voller Tatendrang. Natürlich wollte er dann auch ein Buch lesen, was mich vor eine ziemlich Herausforderung stellte, da er sich bisher ja nur Großbuchstaben beigebracht hatte und es keine Bücher, die ausschließlich in Großbuchstaben geschrieben sind, gibt. Ich kaufte ihm schlussendlich ein Lesemaus-Buch der Stufe 1 im örtlichen Buchhandel. Auch hier sind Groß- und Kleinbuchstaben enthalten, aber das beiliegende Leselineal half ihm, die Kleinbuchstaben während des Lesens zuordnen zu können. Nach nur 2 Tagen hatte er alle Kleinbuchstaben drauf. Einzig mit seltenen Buchstaben wie z.B. dem Q oder Y tut er sich noch schwer.

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Und nun übt er lesen. Jeden Tag ein bisschen. Seine Bereitschaft zum Üben ist immens groß und er meckert lauthals rum, wenn wir mal einen Tag keine Zeit zum gemeinsamen Üben finden. Er braucht diese Begleitung, um sich rückversichern zu können, dass das richtig ist, was er da liest. Es sind auch bei weitem noch keine Romane, sonder etwa ein bis zwei Sätze pro Tag. 

Tja, und nun fragen Sie sich vielleicht, was mich an dem Thema umtreibt. Nun ja. Nach wie vor stelle ich mir die Frage, wie richtig oder falsch es wohl ist, wenn ein Kind vor Schuleintritt Rechnen oder Lesen kann? Ist es in Ordnung, dem Kind den Wunsch das eine und/oder andere können zu wollen, abzusprechen und zu verwehren? Schadet man dem Kind, wenn man ihm den Wunsch verwehrt oder schadet man ihm mehr, wenn es mit einer Fertigkeit in die Schule kommt, die seine Klassenkameraden erst noch erlernen müssen? Führt das nicht zwangsläufig dazu, dass sich das Kind in der Schule langweilt, deshalb vielleicht abschaltet, unruhig und nervös wird und irgendwann den Anschluss verpasst?

Es gibt so viele unterschiedliche Meinungen. Ich habe mit Erziehern, Lehrern und Sonderpädagogen gesprochen und wirklich jeder hat eine andere Meinung. Am häufigsten hörte ich noch den Satz: “Geben sie ihrem Kind, wonach es verlangt, aber nicht mehr.” Schön und gut, aber wenn am Ende das Resultat ist, dass das Kind eben vor Schuleintritt schon Rechnen und Lesen kann, sozio-emotional aber eben erst auf dem Stand eines 6-Jährigen ist, dann … ja, was ist dann? 

Wir erleben und sehen jeden Tag, wie unglücklich der Quietschbeu ist, wenn er nicht gefordert wird. Er quengelt, mault und weint schnell. Und er ist körperlich unruhig. Wenn man ihm eine Aufgabe stellt, die er mit links bewältigen kann, ist er unkonzentriert und zappelig. Stellt man ihm eine Aufgabe mit Herausforderung, ist er konzentriert und ausdauernd. Bestes Beispiel: wenn man ihm eine Lego-Anleitung mit mehreren hundert bis tausend Teilen gibt, ist er stundenlang in einer Art Zen-Zustand. Noch Tage später ist er euphorisch, glücklich, kompromissbereiter, einfühlsamer und generell umgänglicher, als er es sonst ist. Lässt man ihn ein paar Tage einfach so vor sich hinspielen, ohne größere Herausforderungen, wird er wehleidig, ungeduldig und unruhig. Sein aktuelles Vorhaben, das Lesen zu lernen, hat ihn zu einem unkomplizierten und ausgeglichenen Kind gemacht, so dass ich mich sehr schwer tue, ihm das einfach wegzunehmen oder zu verbieten. 

Aber natürlich stelle ich mir auch die Frage: was kommt danach? Was ist, wenn er endlich lesen kann? Wird ihn dann wieder in diese innere Unzufriedenheit befallen oder macht ihn die Möglichkeit, sich alles was er wissen will selber anzulesen, dauerhaft glücklicher?

Es ist nicht einfach und ich befürchte, es gibt keine Richtig! oder Falsch!-Antwort. Nur hunderttausend verschiedene Meinungen. Dennoch würde mich Ihre Meinung und vielleicht auch Erfahrungen mit Frühlesern interessieren. Wenn Sie mir also etwas darüber erzählen können, sind Sie herzlich eingeladen, das Kommentarfeld zu malträtieren ;)

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18. November 2014 / Pia Drießen

Ein Tag wie jeder andere.

Dinge eines einzigen Tages, die meine Kinder zum Streiten, Motzen, Heulen brachten:

6.30 Uhr

Ich habe die fast leere Zahnpastatube ausgedrückt, statt die neue zu öffnen (Löwenmaul, meckert)

Ich habe eine Windel mit schlafenden Katzen, statt spielenden Katzen gegriffen (Miezmeedchen, weint)

Das rausgelegte Shirt hat lange Ärmel und ist nur gestreift (Löwenmaul, bockt)

Wir haben nicht mehr genug Eier für ein Rühreifrühstück im Haus (Quietschbeu, meckert)

Das Meedchen isst das lette Stück Gurke auf (Quietschbeu, heult)

Der Quietschbeu erlaubt dem Meedchen nicht, seine Playmobilfigur mit in den Kindergarten zu nehmen (Meedchen, heult)

Das Meedchen findet ihren Duplo-Batman nicht (Meedchen, heult)

Der Quietschbeu findet sein zweites Star Wars Armband nicht (Quietschbeu, knatscht)

7:30 Uhr

Ich verlange von allen Kindern, dass sie eine Jacke anziehen (Löwenmaul, heult)

Der Quietschbeu steigt vor dem Löwenmaul ins Auto (Löwenmaul, heult)

Das Löwenmaul rempelt beim Einsteigen den Quietschbeu extra an (Quietschbeu, schreit)

Ich schnalle die Kinder alle an (Meedchen, heult und schreit)

Ich lege die Rucksäcke in den Kofferraum (Meedchen, schreit)

7:45 Uhr

Der Quietschbeu schnallt das Löwenmaul am Kindergarten ab (Löwenmaul, weigert sich auszusteigen)

Das Löwenmaul soll seine Schuhe ausziehen (Löwenmaul, heult)

Das Meedchen soll ihre Schuhe ausziehen (Meedchen, schreit und rennt weg)

Es ist noch keine Frühstückszeit im Kindergarten (Meedchen, schmollt)

Kindergartenfreundin vom Meedchen öffnet mir das Türgitter (Meedchen, schreit)

15:00 Uhr

Die Kinder sollen sich die Schuhe anziehen (Meedchen, rennt weg. Löwenmaul, schmollt)

Der Quietschbeu belehrt das Löwenmaul (Löwenmaul, kreischt)

Der Quietschbeu steigt zuerst ins Auto ein (Löwenmaul, heult)

Ich schnalle alle Kinder an (Meedchen, heult)

Wir fahren nach Hause (Quietschbeu, meckert. Löwenmaul schmollt)

Ich mache etwas zu Essen (Meedchen, heult)

Ich stelle das fertige Essen auf den Tisch (Meedchen, heult. Löwenmaul, motzt)

Alles aufgegessen (Meedchen, heult. Quietschbeu, jammert)

Quietschbeu tritt Löwenmaul beim Spielen auf den Fuß (Löwenmaul, schreit und schubst. Quietschbeu, schreit und weint)

Meedchen entführt Quietschbeu Playmobilfigur (Quietschbeu, schreit)

Meedchen verweigert Herausgabe des entführten Playmobilmännchens (Quietschbeu, heult)

Meedchen muss entführten Playmobilmann wieder raus rücken (Meedchen, heult)

17:00 Uhr

Meedchen zerrt an Löwenmauls Papp-Skelett (Löwenmaul, schreit und heult. Meedchen heult)

Quietschbeu will auch malen, aber das Löwenmaul macht keinen Platz (Quietschbeu, jammert, kreischt und heult)

Ich bereite Abendessen (Meedchen, heult. Quietschbeu mault)

Ich stelle Abendessen auf den Tisch (Löwenmaul, meckert. Meedchen, kreischt)

Meedchen nimmt das letzte Stück Gurke (Quietschbeu, jammert)

Quietschbeu nimmt das letzte Stück Paprika (Meedchen, heult)

Kinder können sich nicht einigen, wer wo auf dem Boden sitzen darf. (Quietschbeu, Meedchen, Löwenmaul, schreien, heulen, kreischen)

18:00 Uhr

Wir machen KIKA an. Es läuft “Mascha und der Bär” (Quietschbeu, mault)

Es folgt “Ben und Holly” (Meedchen, schreit)

“Zoeys Zauberschrank” beginnt (Meedchen, Quietschbeu, Löwenmaul, protestieren)

Ich mache den Fernseher aus (Löwenmaul, jammert)

19:00 Uhr

Ich verkünde Bettgehzeit (Löwenmaul, bockt. Quietschbeu, protestiert. Meedchen, schreit)

Die Kinder werden aufgefordert sich auszuziehen (Quietschbeu, Löwenmaul, maulen)

Fordere Quietschbeu erneut auf, sein Spielzeug wegzulegen und sich auszuziehen (Quietschbeu, heult)

Fordere die Kleinen auf, in ihre Betten zu gehen. (Meedchen, heult. Löwenmaul, bockt)

Schalte im Zimmer der Kleinen das Licht aus (Meedchen, kreischt)

Schalte den CD-Player bei den Kleinen an (Löwenmaul, meckert)

Singe La Le Lu (Löwenmaul, nörgelt)

Schließe die Zimmertür bei den Kleinen (Meedchen, jammert)

Schicke den Quietschbeu erneut ins Bett (Quietschbeu, meckert und schmollt)

Wünsche eine “Gute Nacht” und schließe die Tür beim Quietschbeu (Meedchen, kräht)

20:00 Uhr

STILLE

***

Das ist keine vollständige Liste. Viele Dinge habe ich schon wieder vergessen, weil sie die oben genannten Dinge an Belanglosigkeit noch übertrafen. Was mir die Auflistung allerdings verrät: der Quietschbeu ist derzeit ziemlich ausgeglichen, während das Meedchen in einer Dauerheulschleife steckt. Das Löwenmaul ist das Löwenmaul.

Und, was Sie jetzt vielleicht wundern wird: das war ein ausgesprochen schöner Tag mit den Kindern. Wir haben gemeinsam gegessen, gemalt, gespielt, geredet und gekuschelt. So ein Kinderleben ist echt anstregend, wenn man sich soviel aufregen, durchsetzen und Gehör verschaffen muss. Aber am Ende des Tages sind wir alle glücklich und zufrieden. Die Kinder schlummerten in wenigen Minuten tief und fest. Das Leben ist schön.

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17. November 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 46/2014

Die letzte Woche war stressig. Besonders zum Ende hin überschlug sich irgendwie alles und dementsprechend k.o. und müde war ich auch am Wochenende. Zum Glück konnte ich sowohl Samstag wie auch Sonntag ausschlafen und noch dazu Sonntag mit dem Meedchen einen Mittagsschlaf halten. Wenn ich eine optische Akkuanzeige hätte, dann hätte sie Ende der Woche definitiv rot geblinkt.

Meine just for me moments waren diese Woche eher qualitativer, als quantitativer Natur. Und mega Spektakuläres war auch nicht dabei. Man wird genügsam und mir persönlich hilft es auch schon, sich dieser kleinen Momente einfach sehr bewusst zu sein und sie zu zelebrieren.

Anfang der Woche habe ich, all meinen sonstigen To-Do-Listen zum Trotz, für die Jungs genäht. Normalerweise nähe ich nur am Wochenende für die eigene Familie, aber bei diesen Stoffschätzen konnte ich einfach nicht so lange warten. Entstanden sind zwei HERZBUBEN von Fred von SOHO. Normalerweise sieht das Schnittmuster keine Brustpasse vor, was man aber relativ simpel selber umsetzen kann. Der Brustpassenbereich ist bei beiden Hoodies doppelt, also aus Sweat und aus Jersey, genäht. Soll ja schließlich wärmen, das Ding. Für das Löwenmaul habe ich das gelbe Sweatshirt mit den grünen Astronauten genäht. Ihm steht die Farbe Gelb einfach super. Der Quietschbeu mag es inzwischen nicht mehr ganz zu bunt. Sagt er jedenfalls. Da kam mir der graue Kuschelsweat mit den schwarzen Astronauten gerade recht. Zum glück gefallen und passen beide Hoodies den Jungs. Insbesondere das Motzmäulchen erklärt mittlerweile nämlich gerne mal, dass er dieses und jenes Kleidungsstück “voll doof” findet.

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Mittwoch habe ich mir mal so ne richtig faule Mittagspause erlaubt, nachdem zuerst das Auto morgens nicht mehr ansprang und ich danach den Vormittag verfroren in einer Werkstatt neben meinem Auto verharren durfte. Danach noch schnell einkaufen und dann ab aufs Sofa, wo ich mir eine sehr schokoladige Schokolade mit Sahne und Mini-Marshmallows, die mir ein Leser als kleine Überraschung zugesendet hat, und Lebkuchen schmecken ließ. Tausend Dank dafür! Die sind ja großartig! Dazu gab’s dann noch einen witzigen Mädchenfilm. Gerard Butler uns so. Roaar.

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Nach der Pfandtaschen-Apokalypse (Achtung, Ironie! Aber Sie ahnen nicht mal, was hier abging. Das Telefon klingelte ununterbrochen!) war das Fridate mit meiner wundervollen Serotonic ein unverzichtbarer Moment. Endlich mal alle los werden, was mir im Kopf rum ging. Endlich mal einen vernünftigen Gespärchspartner haben und dazwischen einfach nur lachen und albern sein. Oh Mann! Das war letzte Woche echt nötig. Natürlich hab ich bei der Gelegenheit auch was richtig leckeres gegessen. Inklusive der obligatorischen Brownie-Bombe zum Nachtisch ;)

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Natürlich habe ich auch ein neues Hörbuch angefangen: Act of Passion von Jane Christo.  Aber das ist eher so plätschernd. Ich habs in einer ganze Woche nicht geschafft es durchzuhören. Es ist auch bei weitem weniger erotisch, als man vom Titel her ableiten würde. Aber vielleicht kommt das auch noch. Bisher ist es eine moderne Aschenputtelgeschichte. 

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Wenn auch Ihr kleine Momente nur für Euch genießen konntet, dann macht Sie Euch ganz bewusst und bloggt vielleicht sogar darüber. Euren Blogpost könnt Ihr dann gerne in die unten stehende Linkliste eintragen. Wer kein Blog hat, kann mit dem Hashtag #JFMM via Twitter oder Instagram mitmachen.

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14. November 2014 / Pia Drießen

Habt Dank, Ihr vielen Leser!

Anlässlich des 5.000 “gefällt mir!”-Klicks auf Facebook (den wir rein rechnerisch heute auch ohne die dm-Thematik erreicht hätten) möchte ich an dieser Stelle einmal von ganzem Herzen ein DANKE an all meine Leser richten und Euch eine Kleinigkeit, für Eure Treue und die vielen mitfühlenden und anteilnehmenden Kommentare, zurück geben.

Aus diesem Grund habe ich einige meine allerliebsten Lieblichkeiten für Euch gesammelt und kann diese, Dank wunderbarer Sponsoren, unter all meinen Lesern verlosen. Außerdem gebe ich Euch die Möglichkeit, einem Eurer Freunde eine kleine Freude zu machen. Dazu aber am Ende dieses Beitrages mehr.

Zunächst möchte ich Euch aber einen Blick in den Geschenketopf gewähren, aus dem Ihr etwas gewinnen könnt:

1 x Bommerl-Mütze von HäkeLiebe

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Katja von HäkeLiebe ist fester Bestandteil unserer Familie. Na gut, nicht sie direkt, dafür aber ihre großartigen Häkelmützen, die die Köpfe meiner Kinder nun schon seit 2 Jahren bei Wind und Wetter wärmen. Ob nun Beanies, Bommelmützen oder ganz ausgefallenen Kreativmützen wie z.B. eine gehäkelte Polizeischirmmütze oder einen Wickingerhelm. Bei HäkeLiebe bekommt man wirklich alles, was man sich so vorstellen kann. Besonders toll finde ich immer wieder die Möglichkeit, die Mützen mit Katja gemeinsam farblich auf die aktuellen Jacken abstimmen zu können. Mein innerer Monk jauchzt und jubeliert bei sowas.

Eine große Auswahl an Mützen verschiedener Farben, Formen und Größen findet Ihr im HakeLiebe-Dawanda-Shop. Natürlich könnt Ihr aber auch direkt Kontakt mit Katja aufnehmen und Eure Wunschmütze in Auftrag geben.

HäkeLiebe stellt für diese Verlosung eine Bommelmütze in Farbe und Größe nach Wunsch des Gewinners zur Verfügung!

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1 x Set von Bentoshop.de

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Seit die Kinder in den Kindergarten gehen, sind wir zufriedene und überzeugte Kunden von bentoshop.de. Brot- und Lunchdosen, Ausstecher für Brot, Pieker für Spießchen. All diese tollen Sachen bekommt man im Bentoshop. Unser liebster Sandwichcutter ist das Puzzle. Gefolgt von den CuteZcute Cuddle Palz Sandwichcuttern, die den Kindern niedliche Tierköpfe/-körper in die Brotdose zaubern. Mit den Panda-Pieksern lassen sich z.B. unsere dienstäglichen Rühreibrote wunderbar zusammen halte, oder kleine Tomate-Mozarella/Gouda-Trauben-Spieße zaubern.

Für die Verlosung stellt bentoshop.de ein Set bestehend aus 1 x Sandwichcutter Puzzle, 1 x CuteZcute Cuddle Palz Sandwichcutter und 1 x Foodpicks Panda zur Verfügung.

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1 x eBook von Fred von SOHO

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Mein derzeit absolutes Lieblings-eBook ist der HERZBUBE von Fred von SOHO. Der Hoodie/Kragenpulli fällt einfach super aus und sowohl Kapuzen- wie auch Kragenvariante gefallen wir einfach grandios gut. Aber auch das LIEBLINGSJACKERL oder die HERZDAME habe ich mit großer Begeisterung für meine Kinder genäht. In Kürze bringt Fred von SOHO endlich das erste eBook für Erwachsene, eine Freizeithose für Damen, raus. Darauf freue ich mich schon wie verrückt!

Für die Verlosung steht ein Fred von SOHO eBook nach Wahl zur Verfügung!

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1 x original Bambalino Bettmaus

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Wir lieben sie. Abgöttisch! Seit der Geburt des Meedchens sind hier 3 Bettmäuse eingezogen. Ursprünglich haben wir die erste Maus für das Beistellbett des Meedchens angeschafft, in dem sie doch nie schlief. Aber die Maus wurde unser ständiger Begleiter in Sachen Schlaf. Als Begrenzung für egal welche Schlafstätte des Meedchens und bei den Jungs als Stoßschutz im Bett. Auch jetzt noch schlafen alle 3 Kinder jede Nacht mit ihrer Bettmaus. Manchmal kuschel sie mit ihr, manchmal liegt sie nur vor dem Einstieg des Hochbetts oder eben als Stoßschutz am Kopfende. Die Bettmäuse sind einfach genial! Aus 100% Ökotex-Stoffen von Hand genäht. Eine große Auswahl an Bettmaus-Designs findet Ihr im Dawanda-Shop von Bambalino.

Marion von Bambalino stellt für diese Verlosung ein “Bettnestchen Maus” in Wunschfarbe des Gewinners im Wert von 30 Euro zur Verfügung. 

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1 x PlayTray

Schon vor über einem Jahr habe ich hier sehr begeistert vom PlayTray, dem Aufstecktisch für den Stokke Tripp Trapp, berichtet. Wir haben unseren PlayTray wirklich lange benutzt, bis das Meedchen beim Essen nicht mehr alle Lebensmittel neben oder unter den Tisch fallen ließ. Aber auch danach hat er sich noch super zum Mal mit z.B. Wasserfarben o.ä. geeignet. Umgekippte Gefäße haben so nicht mehr den halben Fußboden überflutet. Ein ganz klares: Yay!

Den PlayTray gibt es in den Farben rot, weiß, schwarz oder transparent und einer von Euch kann einen PlayTray in Wunschfarbe gewinnen!

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1 x eBook von Leni Pepunkt

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Eines meiner liebsten eBooks für Damen ist das “relax.me”-Shirt von Leni Pepunkt. Dicht gefolgt von der Hose “Lässig.4us”,  dem Shirt “kalte Schulter”, dem Hoodie “Kapuziert.4us”, dem Rock “ROCKstar” und der Leggins “beinPunkt”. Natürlich gibt es noch viele viele andere tolle eBooks aus dem Hause Pepunkt, auch für Kinder, die es einfach wert sind, genäht und getragen zu werden. 

Leni Pepunkt stellt dieser Verlosung daher ein eBook nach Wahl zur Verfügung!

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1 x Schlüsselanhänger von Perlenzauber

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Nady von Perlenzauber zaubert mit Perlen. Wer hätte das gedacht. Als ich das erste Mal einen ihrer wunderbaren Namenschlüssenanhänger sah, war es direkt um mich geschehen, weshalb ich nur wenige Wochen später mein ganz persönliches und eigenes Exemplar in den Händen hielt. Der Schlüsselanhänger ist nur nicht schön anzusehen, sondern auch wahnsinnig praktisch. In meinen riesen Taschen finde ich ihn schneller wieder und tatsächlich muss ich auch nie lange suchen, wenn er sich wieder mal ganz von alleine “verlegt” hat ;)

Perlenzauber hat inzwischen, auf Grund der großen Nachfrage, einen eigenen Dawanda-Shop, indem Ihr bereits einige wenige Beispiele für Euren eigenen Schlüssenanhäger sehen könnt. Mein Exemplar ist natürlich 3-teilig, aber Nady kommt gerne allen realisierbaren Wünsche nach. Ihr müsst sie nur fragen. Dafür könnt Ihr z.B. die Nachrichten-Funktion auf Dawanda benutzen.

Für die Verlosung stellt Perlenzauber einen Schlüsselanhänger nach Farbwunsch des Gewinners mit 12 Buchstaben und 2 Motivperlen zur Verfügung!

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1 x Set von najoba.de

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Nachdem wir vor ein paar Monaten den najoba-Onlineshop testen durften, bin ich begeisterter Kunde. Das Produkt-Sortiment an Naturkosmetik (Bio-Kosmetik) und vegane Kosmetik ist riesig und bietet wirklich alles, was man für die Körperpflege benötigt. Wir beziehen inzwischen das Duschgel für die Kinder und mich, die Badezusätze und weitere Körperpflegeprodukte ausschließlich über najabo.de. Der Onlineshop ist toll umgesetzt, leicht zu navigieren und der Bestellprozess ist simpel. Die Lieferung ist unheimlich schnell, was mich jedes Mal aufs Neue sehr fasziniert. 

najoba.de stellt für diese Verlosung ein Set für Frauen, bestehend aus 1 x Bodylotion Grenadine Spirit von SANTE, 1 x Udderly Gorgeous Bath and Shower Gel von COWSHEAD und 1 x Rosa Heilerde Maske für empfindliche Haut von CATTIER zur Verfügung.

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1 x Paar Stonz Regenstiefel

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Die Regenstiefel von Stonz sind seit 2 Jahren treue Begleiter meiner Kinder durch Matsch- und Schmuddelwetter. Besonders in der kälteren Jahreszeit sind sie durch die perfekt passenden wunderbar warmen und kuscheligen Linerz ideal für den Kindergarten geeignet. Sie sind wirklich robust und dabei recht leicht. Natürlich haben wir sie in unserem berühmt berüchtigten Farbleitsystem. Die STONZ Regenstiefel sind in den Größen 21 – 35 und den Farben pink, grau, blau, grün, gelb, violett erhältlich.

Für diese Verlosung stellt Stonz ein Paar Regenstiefel in Wunschfarbe und Größe mit einem Paar passenden Linerz zur Verfügung.

 

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1 x Boden Gutschein

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Last, but not least: darüber, wie sehr wir mini Boden lieben und schätzen, habe ich erst kürzlich wieder berichtet. Ich freu mich daher ganz besonders, dass auch Boden für Euch einen Gewinn aus ihrem Hause in den Lostopf gesteckt haben.

Ihr  könnt einen 30 Euro Gutschein für den Boden Onlineshop gewinnen!

Teilnehmen

Um eine der Miez-Lieblinge zu gewinnen, müsst Ihr folgendes tun:

kommentiert diesen Blogpost und schreibt mir, warum Ihr hier mitlest und was Ihr aus dem Lostopf gerne gewinnen würdet. Dabei könnt Ihr bis zu 3(!) Wunschgewinne aufzählen.

Teilnahmeschluss ist der 22.11.2014, 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Jeder darf nur einmal teilnehmen. Bitte hinterlasst eine gültige E-Mail-Adresse, damit ich Euch im Falle eines Gewinns benachrichtigen kann! Mit der Teilnahme erklärt Ihr Euch einverstanden, dass im Falle eines Gewinns, Eure Kontaktdaten an den jeweiligen Gewinn-Sponsor weiter gegebenen werden. Weitergabe Eurer Daten an Dritte erfolgt darüber hinaus nicht!

***

Einem besonderen Menschen eine Freude machen!

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Wer hier schon länger mit liest, dem wir Luxusweiberl schon ein Begriff sein. Luxusweiberls bezaubernden Namens-Armbänder waren hier nämlich schon mal Thema. Inzwischen hat Ulrike von Luxusweiberl Ihre Produktpalette aber um einige tolle Stücke erweitert. So gibt es nun z.B. Namensarmbänder für Damen und  Herren sowie eine vielfältige Kinder-Kollektion. Außerdem bietet Luxusweiberl mittlerweile auch eine große Auswahl an handgraviertem Schmuck an. 

Ulrike von Luxusweiberl stellt für diese Verlosung ein wunderschönes Wickelarmband mit handgraviertem Anhänger “LIVE LAUGH LOVE” im Wunschdesign zur Verfügung!

Dieses tolle Schmuckstück könnt Ihr nicht für Euch selber, sondern für einen Menschen, der Euch am Herzen liegt, gewinnen! 

Wie funktioniert das?

Das Luxusweiberl Wickelarmband könnt Ihr nur über Facebook gewinnen! Dafür müsst Ihr unter dem Facebook-Post zu dieser Verlosung einfach die Person markieren*, für die Ihr das Armband gewinnen möchtet und kurz erklären, warum genau diese Person dieses Schmuckstück verdient hat!

Teilnahmeschluss ist der 22.11.2014, 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnmitteilung erfolgt via Facebook-Statusmeldung auf der Facebookseite “Mama Miez“. Mit der Teilnahme erklärt Ihr Euch einverstanden, dass im Falle eines Gewinns, Eure Kontaktdaten an Luxusweiberl weiter gegebenen werden. Eine Weitergabe Eurer Daten an Dritte erfolgt darüber hinaus nicht!

***

Ich wünsche Euch und Euren Freunden viel Losglück und hoffe sehr, dass Ihr Euch ebenso über diese Verlosung freut, wie ich mich. Noch einmal vielen lieben Dank an Euch wunderbare Leser!

 

*Wie markiere ich einen Freund auf Facebook?
Ihr müsst einfach ein @-Zeichen vor den Namen der Person, die Ihr markieren wollt, schreiben (Bsp.: @Susi Müller). Facebook verlinkt die Person dann automatisch. Das @-Zeichen wird im abgesendeten Kommentar nicht  mehr angezeigt, dafür erscheint der verlinkte Name in Fettschrift.

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12. November 2014 / Pia Drießen

Nicht nur eine Tasche!

pfand_tasche_00Heute Vormittag ging ich mal wieder kurz zu dm Drogerie Markt. Sie kennen das. Man braucht nur Zahnpasta und kauft dann noch Duschgel, Lebkuchen, Geschenkpapier, Windeln … zum Schluss ist der Wagen voll und man tritt reumütig den Weg zur Kasse an. Als ich all meine Einkäufe auf das Band gelegt hatte, entdeckte ich aus dem Augenwinkel eine neue Manomama-Tasche! Wer hier schon etwas länger mit liest, weiß ja inzwischen, dass ich jede Manomama-Taschen mit Begeisterung und aus Überzeugung kaufe. Ich finde es einfach so großartig, was Manomama da in Augsburg auf die Beine stellt, wie sie ökologische und soziale Komponente verbinden und Arbeitsplätze für Leute schaffen, die wo anders kaum mehr eine Chance haben. Weil, sind wir mal ehrlich: kein Mensch braucht 14 Jutebeutel. Auch ich nicht. Aber weil die Taschen a) total robust und hübsch sind und b) eben ein öko-soziales Unternehmen unterstützen, kaufe ich immer 2 Taschen einer jeden neuen Farbe. Ich habe mich richtig über den neue Farbton gefreut. Kaminrot! Die fehlte wirklich noch in meinem Manomama-Taschenregenbogen.

Ich packte also meine Einkäufe in die neuen Taschen und fuhr nach Hause. An der Kasse hatte mich bereits irritiert, dass die Verkäuferin das Pappschild nicht abriss, wie sie es sonst immer tut (und was ich schon mal kritisiert hatte, aber das ist eine andere Geschichte), sondern die Taschen einfach übers Band zog. Zuhause wollte ich dann nach Entleeren der Taschen die Etiketten abschneiden und wunderte mich bei näherem Betrachten doch stark.

Herstellungsort ist plötzlich Indien? Von Manomama ist nichts mehr zu lesen? Was ist denn da los?

Ich kramte einen älteren Beutel hervor und verglich mal genauer. Die neue Tasche ist gute 2cm schmaler, als die alten Taschen. Zudem hat sie jetzt so ein kleines unscheinbares dm-Schildchen an der Seite, das einem auch erst auf den zweiten Blick auffällt.

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Auf dem Etikett der neuen roten dm-Tasche ist ein Pfad-Finder ausgewiesen. Über Aufruf einer bestimmten Domain und nach Eingabe einer auf dem Etiketten stehenden Nummer, erfährt man alles über die Herkunft des dm-Produkts.

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Im Fall meiner Pfand-Tasche hat mich das etwas aus dem Schuhen gehauen. Nichts mehr mit “made in Germany”! Die neuen dm-Taschen sind komplett, vom Anbau der Rohstoffe, dem Weben der Stoffe, dem Nähen der Taschen bis hier zur Konfektionierung “made in India”! Man erfährt außerdem, dass man mit dem Kauf einer Tasche die Kinder in Tirppur/Indien unterstützt. Allerdings nicht, auf welche Art und Weise. Man erfährt zwar eine Menge über das Leid der Kinder, aber die konkrete Hilfe/Verantwortung wird an Industriepartner und Textillieferanten abgegeben:

Uns ist es wichtig, die Menschen vor Ort zu unterstützen – und ihnen etwas für ihre tägliche Arbeit zurückzugeben. Deshalb fördern wir das nachhaltige Engagement unserer Industriepartner.
Zusammen mit der Brückenschule in Tiruppur setzt sich unser Textillieferant für eine Gesellschaft ohne Kinderarbeit ein. Kinder, die wie Erwachsene gearbeitet haben oder auf der Straße lebten, bekommen ein Zuhause: Neben Essen und Unterkunft erhalten sie elterliche Fürsorge und Unterstützung. Mit modernen Lehrmethoden werden sie auf die Eingliederung in eine normale Schule vorbereitet. Nach teils einschneidenden Erfahrungen ermöglicht die Schule ihnen somit wieder ein kindgerechtes Leben und eine atersgerechte Entwicklung. Durch den Kauf dieses Produkts unterstützen Sie das wichtige Projekt.

Quelle: dm.de/pfad-finder

Folglich habe ich Tiruppur mal gegoogelt. Tiruppur stand wegen Kinderarbeit in der Kritik.

Mir stellen sich nun verschieden Fragen: wieso lässt man ein etabliertes Produkt, das komplett “made in Germany” ist und einen wunderbaren öko-sozialen Hintergrund hat, plötzlich in Indien produzieren? Was geschieht mit dem sozialen Aspekt für und in unserem eigenen Land? Was ist mit den vielen Angestellten von Manomama, die Dank der dm Pfand-Tasche einen Job gefunden haben? Können diese weiter beschäftigt werden oder müssen sie sich jetzt um ihren Arbeitsplatz (und alles was daran hängt) bangen? Wieso kostet die neue Tasche weiterhin 2 Euro, wo die Produktionskosten doch vermutlich deutlich niedriger sein werden, als bei der komplett in Deutschland produzierten Tasche? Fließt der da durch erzielte höhere Gewinn komplett in das Projekt in Indien?

So sehr ich auch darauf rum denke, ich erkenne da absolut keinen Sinn oder eine Notwendigkeit hinter. Wenn man Projekte in Indien unterstützen will, hätte es dann nicht irgend ein anderes Produkt sein können, dem es an öko-sozialem Engagement, wie es eben Manomama in Augsburg betreibt, fehlt?

Was mich persönlich außerdem stört: dass für mich als Verbraucher nicht erkennbar war, dass ich da gar keine Manomama-Tasche kaufe. Immerhin hat man mit der Idee und dem Background der Tasche lange genug geworben, so dass ich mich als Kunde an der Kasse schon darauf verlasse, dass ich mit dem Kauf weiterer Taschen auch weiterhin die Leute in Augsburg unterstütze. Ich bin auch gerne bereit Projekte in Indien zu unterstützen. Nicht aber, wenn dafür ein so starkes Projekt im eigenen Land hinten runter fällt.

Nachtrag:

Heute Abend fiel dann noch eine weitere Änderung auf. Während man für die alten Manomama-Taschen bei nicht-mehr-gefallen oder Beschädigung eine neue Tasche oder sein Geld zurück bekam, bekommt man für die neuen Taschen nur noch bei Beschädigung eine neue Tasche, aber nicht mehr sein Geld zurück. Hier müsste man nochmal über den Begriff “Pfand”-Tasche genauer nachdenken.

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Statements der Beteiligten:

(Stand 13.11.14, 20:30 Uhr)

Sina von Manomama hat bis gestern noch nichts von der neuen Tasche aus Indien gewusst und sucht erstmal das Gespräch mit dm.

dm Drogerie Markt veröffentlicht eine offizielle Stellungsnahme von Christoph Werner, dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Marketing + Beschaffung, auf deren Homepage:

“Wir wollen für unsere Kunden die besten Taschen anbieten und diese sozial und ökologisch sinnvoll produzieren lassen. Deshalb bieten wir dm-Stofftaschen an, denn sie werden von unseren Kunden sehr geschätzt. Wir beziehen weiterhin dm-Taschen auch bei manomama, denn wir legen Wert darauf, dass die Produktion bei manomama fortgeführt werden kann, weil Produktionsbedingungen und Qualität unseren Anforderungen entsprechen.

Bei der Herstellung von Taschen wie auch von drogistischen Artikeln sind aus unserer Sicht neben der Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland aber weitere Aspekte zu berücksichtigen: In der öffentlichen Diskussion zum Thema Entwicklungshilfe wird häufig kritisiert, dass aus den Dritte-Welt-Ländern lediglich Rohstoffe bezogen werden, die Veredelung der Produkte aber bei uns stattfindet, ob es sich um Seltene Erden für Mobiltelefone oder um landwirtschaftliche Produkte wie Baumwolle handelt. Länder wie beispielsweise Indien verbleiben dadurch auf dem Status eines Rohstofflieferanten, wenn der Rohstoff Baumwolle nach hier transportiert wird und dann die Produktion in Europa durchgeführt wird.

Es ist uns ein Anliegen, den Menschen in Indien nicht nur den Auftrag zu geben, Baumwolle zu pflücken, sondern auch in Eigenregie die Fertigung für Waren durchzuführen, die hier in Europa benötigt werden. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht bei der Produktion von Babytextilien und Kinderbekleidung. Und wir achten darauf, dass die Produktion unter Bedingungen erfolgt, die sinnvoll für Mensch und Erde sind. Die in Indien produzierten dm-Taschen tragen das GOTS-Siegel, das nur an Produkte vergeben wird, deren Produktion höchsten ökologischen und sozialen Kriterien gerecht wird.

Das erscheint uns im Zuge einer globalen Arbeitsteilung zukunftsfähig und richtig. Zusätzlich erbringen wir eine dm-spezifische Zusatzleistung: Mithilfe des Pfadfinders machen wir unseren Kunden die Produktion sowie die Transportwege transparent.

Dass sich die Taschen aus Deutschland und Indien ähneln hat einen guten Grund: Wir haben in der Vergangenheit unterschiedliche Formen, Farben und Muster produzieren lassen und angeboten. Das aktuelle Design ist bei unseren Kunden am beliebtesten.”

Offen bleiben die Fragen, ob der erwirtschafte Mehrerlös den Nähern, Färbern, Webern etc. in Indien zu Gute kommt? Ebenso bleibt offen, ob die bisher abgeforderten Stückmengen bei Manomama gleich bleiben oder um die in Indien produzierten Taschen reduziert werden, was wiederum die Frage mit sich zieht, ob die Arbeitsplätze der deutschen Näher, Färber, Weber etc. gefährdet sind. 

Alles in allem halte ich das offizielle Statement von dm für sehr Inhaltslos und wässrig. Der fade Beigeschmack bleibt!

Medienstimmen 

(stand 13.11.14, 20:30Uhr)

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11. November 2014 / Pia Drießen

Motzmäulchen oder Die ABER-Regel

Liebes Löwenmaul,

vorne weg: ich liebe Dich. Von ganzem Herzen. An dieser Stelle wird auch kein “aber” folgen, denn auf ein “Ich liebe Dich” sollte man niemals nie ein “aber” folgen lassen.

Du warst schon immer der sturste Dickkopf von Euch 3 Geschwistern. Wenn Du etwas nicht willst, dann willst Du es nicht. Da kann man so viele Alternativen anbieten, Kompromisse vorschlagen oder in letzter Instanz auch mit Konsequenzen wedeln … wenn Du nicht willst, dann willst Du nicht. Ich weiß noch, wie mir jemand auf meine Erzählung, Du würdest eigentlich immer am Essen rum mäkeln, den guten Rat gab, dass ich Dir dann einfach den Nachtisch streichen solle. Dann würdest Du das ganz schnell sein lassen. Wenn es nicht, nach inzwischen 3 Jahren, so unfassbar nervenzehrend wäre, würde ich nun vermutlich in hysterisches Lachen ausbrechen. Sowas interessiert Dich einfach überhaupt nicht. “Wenn …, dann …” Sätze existieren in Deiner Welt einfach nicht. Ob im Guten oder im Schlechten. Du siehst grundsätzlich nicht ein, dass man etwas tun kann/muss, um etwas anderes zu bekommen/dürfen.

Das neuste Highlight in der Sammlung gesprochener Beweise ist dieser kleine Dialog von heute morgen:

“Du bekommst einen Ranzen, wenn Du in die Schule kommst.”
“Dann geh ich ga nich in die Schule!”

Es ist in etwa so, als lehntest Du alle Zusammenhänge dieser Welt ab. Du kannst es einfach nicht leiden, dass eine Sache möglicherweise eine andere bedingt. Wenn Du allerdings selber Zusammenhänge herstellt, auch wenn sie jeglicher Logik entbehren, dann sind diese wie in Stein gemeißelt. 

“Ich brauche ein Pflaster, mir tut der Daumen weh!”
“Aber das Pflaster hilft auch nicht gegen den Schmerz.”
“Doch!”

Und wenn ich Dir dann ein Pflaster auf die schmerzende Stelle klebe, dann ist der Schmerz natürlich binnen Sekunden verschwunden. Weil Du das so sagst.

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Dass Du Zusammenhänge dennoch erkennst und verstehst, allerdings nicht akzeptierst, beweist Du immer wieder. Neulich bist Du mit dem Laufrad sehr böse gestürzt. Mir ist fast das Herz stehen geblieben. Und ich bin mir sicher, dass Du Dir höllisch weh getan haben musst. Du hast kurz aufgeschrien, Dich dann, immer noch auf der Erde unter Deinem Laufrad liegend, zu mir umgedreht und mit gequältem Gesichtsausdruck gerufen: “Hat gar nicht weh getan. Ich fahr’ weiter!” Deine einzige Sorge in diesem Moment war es, dass Du möglicherweise nicht weiteren fahren kannst/darfst, weil Du Dir weh getan oder Dich verletzt haben könntest. Eine ganz ähnliche Szene hatten wir etwas später, als Du im Parkhaus mit der Stirn ungebremst auf die Kante eines Betonsockel aufgeschlagen bist. Das Horn war binnen Sekunden dick und blitzeblau. Und ja, Du hast sehr laut geweint. Trotzdem hast Du darauf bestanden weiter einkaufen zu gehen, weil wir Euch am Ende des Einkaufs ein Eis in Aussicht gestellt hatten. So bist Du halt. 

Inzwischen ertappe ich Dich aber immer wieder dabei, dass Dir Deine Sturheit durchaus bewusst ist und Du sie ganz gezielt einsetzt. Zum Beispiel wenn Du mir wieder – wie jeden Morgen – erzählen willst, dass es das rausgelegte Shirt heute ganz und gar nicht sein kann, ich einmal Luft hole um Dir zu erklären, warum es heute genau diese Langarmshirt und kein kurzärmeliges Shirt sein muss und Du schon vor meinem ersten Wort mit einem “Na gut, na gut!” abwinkst. Letztendlich ist Dir die Shirtwahl nämlich völlig egal. Hauptsache, Du hast mal kurz Deinen Unmut kundgetan. 

Du sagst grundsätzlich zwei mal hintereinender “na gut“. Wenn Du etwas tust, was ich gar nicht leiden kann, dann grinst Du mich mit einem breiten “War doch nur’n Kwatsch, Mama!” an. Und ich antworte dann: “Aber ein ziemlich blöder Quatsch!” 

Ich muss zugeben, Deine Sturheit, Bockigkeit und Dein Gejammer bringen mich momentan an meine Grenzen jeglicher Gelassenheit. Du hast die Augen noch nicht richtig offen, da ist schon alles blöd. Jeden Morgen die Diskussionen um die raus gelegten Kleidungsstücke, die wir ja nicht umsonst abends gemeinsam heraus suchen. Jeden Morgen das Gemecker über die falsche Jacke, auch wenn es die ist, die es gestern unbedingt sein musste. Heute ist die doof, weil “die stört mich!“. Jeden Morgen im Kindergarten das Gemaule über den Inhalt Deiner Brotdose, auch wenn ich zuhause 3 Mal nachgefragt habe, was genau drin sein soll und Du mir Deine Wünsche klar und deutlich mitgeteilt hast.

Natürlich suche ich Gründe für Deine aktuelle Unzufriedenheit mit Deiner Umwelt. Bauchweh fällt aus. Zähne fallen aus. Volle Windel fällt aus. Das letzte Mal, als Du so unfassbar unleidlich warst, bist Du gewachsen. Wenn ich aber über das Ausmaß Deiner Unzufriedenheit nachdenke und versuche das in Zusammenhang mit Deinem Wachstum zu stellen, dann müsstest Du allerdings auch schon 1,50m sein. 

Am meisten belastet mich jedoch, dass Du Deinen großen Bruder derzeit so quälst. Ständig maulst und meckerst Du an ihm rum. Nichts kann er richtig machen. Macht er ganz nichts, provozierst Du ihn, bis er sich wehr, um ihn dann heulen an den Pranger zu stellen. Sogar das Meedchen, die bei Dir bisher immer Welpenschutz genossen hat, ist zeitweise arg genervt von Dir. Und das, obwohl sie derzeit selber in der »ich heule wegen jedem Pups, sage aber grundsätzlich nicht was mich stört«-Phase steckt. 

Essen ist gerade der größte Horror der gesamten Familie. Erst freust Du Dich wie ein Schneekönig darüber, was ich koche, dann stehst Du vor dem gedeckten Tisch und erklärst, dass das alles eklig ist und Du das nicht magst. Wenn wir Dich dann zum Probieren animieren wollen, kommt ein schlichtest “Ich hab keinen Hunger!” Wenn wir Dich auffordern, Dich dann wenigstens zu uns zu setzen, wird laut und theatralisch geheult. Sagen wir, dass Du so lange in Dein Zimmer spielen gehen sollst, wird laut und theatralisch geheult. Ignorieren wir Dich, wird provoziert, bis wir Dich entweder raus schicken oder zum am Tisch sitzen verdonnern. Und dann wird laut und theatralisch geheult. 

Es ist gerade ganz und gar nicht leicht mit Dir. Deine Herzlichkeit, Dein Humor, Deine Fürsorge für das Meedchen, alles verschwimmt hinter Deiner schrecklichen Laune. Wir sind alle genervt, weil alle noch so schönen Momente von Dir irgendwie anstregend oder schlecht gemacht werden. 

Ich mache mir Sorgen, Herzchen. Weil ich das erste Mal so gar keine Ahnung habe, was Dich gerade bewegt. In Deinem Umfeld hat sich nichts großartig verändert. Und eigentlich warst auch immer Du derjenige, der seine Sorgen verbalisieren konnte und das auch tat. Nachts wirst Du wieder oft wach und weinst oder kommst in mein Bett geschlichen, wo wir miteinander kuscheln bis Du wieder eingeschlafen bist. Vielleicht fehlt Dir einfach Aufmerksamkeit für Dich alleine. Ständig liegst Du mit Deinen Geschwistern im Streit, wer jetzt zuerst geredet hat und wer mit Reden schon/noch nicht fertig war und wer jetzt wem ins Wort gefallen ist. Es ist halt wirklich nicht leicht, sich unter 3 Geschwistern zu behaupten, wenn man selber nicht der Lauteste und Wildeste ist.  

Aber Löwenmaul, ganz ehrlich: Ich sehe Dich! Ich höre Dich! Ich hab Dich ganz fest im Herzen und so gerne im Arm. Es tut mir leid, wenn ich manchmal so genervt bin, dass ich nicht so schnell wie Du wieder umschalten kann und eben nicht von gleich auf jetzt wieder in den Kuschelmodus übergehen kann. Sicherlich tue ich Dir dann auch mal unrecht, wenn ich auf etwas genervt reagiere, was eigentlich gar nicht schlimm war. 

Ganz ehrlich, wenn ich wüsste, was ich anders machen könnte, um Dich wieder mehr lachen statt meckern zu hören, dann würde ich das tun. Mir fehlt mein Sonnenscheinmäulchen gerade sehr.

Aber! Ich hab Dich unendlich lieb. Von ganzem Herzen. Einem “aber” darf immer ein “Ich liebe Dich!” folgen. Nur niemals umgekehrt. 

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10. November 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 45/2014

Die vergangene Woche hatte zwar nicht viele just for me moments, dafür aber einen zeitlich sehr ausgedehnten. Ich hab genäht. Jaha. Ist jetzt keine Neuigkeit, aber ich habe eine ganze Woche nur Zeug genäht, das ich gerne nähen wollte, ohne wirklich für jemanden Bestimmten zu nähen. Das war … toll! Natürlich hänge ich mir die Teile jetzt nicht alle zur Deko in den Schrank. Sie können ja mal raten, was ich damit eventuell vorhaben könnte ;) Natürlich musste aus dem selben Grund auch mein Stoffregal aufgefüllt werden. Ich hätte mich in den wunderbaren neuen Errungenschaften wirklich räkeln können, so ein schönes Glücksgefühl hatte ich beim Auspacken.

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Tatsächlich habe ich es aber auch kurz unter Menschen geschafft. Donnerstagvormittag kam meine Freundin Steffi spontan mit ihrer bezaubernden Tochter auf einen Kaffee vorbei (ohne Foto). Am Nachmittag waren wir dann mit den Kindern beim Sankt Martins Umzug der örtlichen Grundschule. Freitagvormittag habe ich mich mit Judith zum Frühstück getroffen, bevor ich dann mittags einen sehr spannenden und bis jetzt sehr positiven Termin hatte, über den ich aber noch nichts verraten kann. Trockene Tücher und so. Sie verstehen ;)

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Nachdem ich das Hörbuch von letzter Woche (Buch/DVD) beende habe und für schön, aber nicht weltbewegend befunden habe, habe ich diese Woche dann doch wieder zu Jojo Moyes gegriffen und ihr Buch “Eine Handvoll Worte” (Buch) quasi inhaliert. Das mit Abstand schönste Moyes Buch, das ich bisher gehört habe. Ein wenig verwirrend, weil in der Zeit und den Erzählerperspektiven gewechselt wird, aber unter Strich eine bezaubernde Geschichte, nicht zu verkitscht (was man Moyes generell nicht vorwerfen kann) und zudem noch aufwühlend. Teilweise bekam ich beim Hören richtige Wut über die gesellschaftlichen Konventionen vergangenen Tagen. Zudem ist das Buch moralisch nicht ganz einwandfrei, was mir besonders gefiel. Gefühle kennen halt keine Grenzen.

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Für diese Woche plane ich ganz fest ein heißes Bad und definitiv wieder mehr heiße Schokolade mit Sahne. ♥

Wer in seinem Blog ebenfalls über seine just for me moments der vergangenen Woche berichten mag, kann seinen Beitrag anschließend gerne bis kommenden Sonntag in der unten stehenden Linkliste verewigen. Die Teilnehmer von letzter Woche findet Ihr hier. Gerne könnt Ihr auch alle via Twitter oder Instragram mit dem Hashtag #JFMM mitmachen.

Grüßchen und Küsschen und eine bezaubernde Woche!

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9. November 2014 / Pia Drießen

“Und was schenkt Ihr Euren Kindern?”

Weil ich in letzter Zeit wieder so oft gefragt werden, was wir denn unseren Kindern zu Weihnachten schenken würden und was sich für welches Alter generell als sinnvoll erwiesen hat, habe ich Euch die liebsten Weihnachtsgeschenke unserer Kinder aus den letzten Jahren nochmal zusammen getragen.

Da es bis zu einem Alter von ca. 3 bzw. 4 Jahren noch keine richtigen Wünsche gibt, beziehen sich die meisten Tipps auf eben das Alter bis 3 Jahren. Wobei das natürlich variabel ist. Manche Geschenke machen auch auch später noch viel Spaß.

balancierspieleDen Balance Mond habe ich hier schon mal empfohlen. Dabei müssen runde Holzklötzchen auf einen Halbmond gestapelt werden, ohne dass diese runter fallen. Er ist wunderbar, um die Motorik ein wenig zu schulen. Später kann man dann mit dem Farbwürfen ein richtiges Spiel mit mehreren Spielern daraus machen. Es gibt auch einen Balance Delfin von goki, den ich ebenfalls sehr hübsch finde.

Zum ersten Weihnachtswichteln, da war der Quietschbeu 6 Monate alt, wurden wir mit einem Nachziehdackel mit Wackelschwanz von Brio bewichtelt. Der Quietschbeu liebte ihn von der ersten Sekunde an heiß und innig. Bis weit über seinen 2. Geburtstag hinaus spielte er immer wieder mit dem Dackel. Anfänglich im Sitzen, dann schob er den Dackel über die Erde und später zog er ihn laut johlend hinter sich her. So wie der Quietschbeu waren auch seine Geschwister von dem Nachziehtier so sehr begeistert, dass für das Löwenmaul ein Hubschrauber, dessen Rotorblätter sich beim Ziehen drehen, und für das Meedchen eine Hummel, deren Flügel kreisen, von Brio hier einzogen.

brio_nachziehspielzeug

Natürlich gehörten auch erste Puzzle zu den Lieblingsspielen meiner Kinder. Da kann ich insbesondere die hier empfehlen:

liebesiebenpuzzleDas Liebe Sieben Puzzle besteht aus vier 30 x 30 cm großen Puzzeln. Eines hat 4 Teile, eines 9, eines 12 und das schwierigste 16 Teile. So kann man wunderbar seine Motorik schulen und sein Puzzlekönnen langsam steigern. Das Meedchen bekommt die ersten 3 Puzzle schon gut alleine hin. Beim 16-teiligen braucht sie noch etwas Hilfe.

puzzlekofferDer Quietschbeu war ein sehr flotter Puzzler und puzzelte schon früh Puzzle mit 20 und mehr Teilen. Seine liebsten Puzzle waren die aus dem Sendung mit der Maus Puzzle-Koffer und dem Die kleine Raupe Nimmersatt Puzzle-Koffer. Jeder Koffer enthält 4 Puzzle. Je zwei mit 24 Teilen und 2 mit 48 Teilen. Außerdem sind die Puzzle als Bild enthalten, das man aufstellen und an dem man sich beim puzzeln orientieren kann.

playmobil123Große Beigesterung gab es bei allen 3 Kindern für die bunte Playmobil 123 Welt. Wir haben wirklich viel Playmobil 123, aber die Highlights waren definitiv die Arche, das große Wohnhaus und der große Bauernhof. Damit haben alle 3 Kinder auch gemeinsam gespielt, als das Meedchen ins Playmobil 123 Alter kam. Dazu hatten wir natürlich noch viele kleinere Teile, wie z.B. den Reisebus, die Rakete (großartig!) oder das Flugzeug. Ich liebe Playmobil 123 so, weil es wirklich unkaputtbar ist und keine Kleinteile verloren gehen können. Da kann auch ein 10 Monate altes Kind mal an einem Playmobilfigürchen lutschen (was vorkommt, wenn mein Babygeschiwster hat), ohne dass man Angst haben muss, dass es den Kopf verschluckt.

Die Playmobil 123 Krippe habe ich letztes Jahr in Einzelteilen in den Adventskalender des Meedchens gepackt, so dass bis Heilig Abend alles an seinem Platz war und das Jesuskind in die Krippe gelegt werden konnte. Das war toll!

tiptoiUnd nun zu der Frage, was denn meine Kinder dieses Jahr zu Weihnachten bekommen.

Vor 2 Jahren bekam der Quietschbeu ein tiptoi® Starterset mit dem Buch “Auf dem Bauernhof”. Mit mäßigem Erfolg. Er schaute sich die Bücher 1-2 mal an und dann legte er sie weg. Es war dann das Löwenmaul, das sie vor einiger Zeit wieder entdeckte und seine kleine Schwester mit in den Bann riss. Natürlich fand auch der Quietschbeu dann wieder Interesse daran. Vielleicht war er damals auch einfach zu jung. Wer weiß. Da wir nun einige Streitereien darum haben, wer den Stift haben darf, gibt es für das Löwenmaul zu Weihnachten das tiptoi® Starter-Set Bilderlexikon Tiere mit Stift. Für das Meedchen kaufen wir noch einen separaten tiptoi® Stift sowie “Mein großes Wimmelbuch“. Wir besitzen schon, neben dem Bauernhofbuch, das Flughafenbuch und das Buch “Welt der Musik“. Insbesondere letzteres hat es dem Löwenmaul sehr angetan. Seither möchte er gerne “Gitarre auf Strom” spielen lernen *gnihihi*

legojuniorWie ja hinlänglich bekannt, ist bei den Jungs das große Lego-Fieber ausgebrochen. Baute anfänglich nur der Quietschbeu Lego nach Anleitung, so hat nun auch das Löwenmaul Blut geleckt. Angefangen hat mit diesem kleinen Star Wars Microfighter. Da ihm aber noch ein wenig die Koordination fehlt hier einen Stein festzustecken, ohne dass auf der anderen Seite wieder alles abfällt, haben wir uns für 2 Teile aus der Lego Junior Reihe entschieden. Diese besteht aus den normalen Legosteinen, aber die Aufbauten sind etwas einfacher und weniger detaillverliebt, als bei normalen Lego. Da seine Superheldenliebe ungebrochen ist, bekommt er die Spider-Man: Verfolgungsjagd und die Polizeiwache.

Und der Quietschbeu bekommt endlich – ENDLICH – seinen heiß begehrten und lang ersehnten Lego Star Wars Millenium Falcon. Was hat er da lange drauf gewartet. Das gute Stück ruht schon gut versteckt im Keller und wartet auf seinen Einsatz. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie gut er damit zurecht kommen wird und wie lange er für den Aufbau brauchen wird. 

lego_milleniumfalconFür das Meedchen wird es noch 1 oder 2 Bücher und Hörspiel-CDs geben. Das war es dann eigentlich auch schon mit den Geschenken für unsere Kinder, die wohlgemerkt von der ganzen Familie geschenkt werden, nicht nur von uns Eltern.

Wer hier keine Inspiration gefunden hat, der kann sich ja noch mal meine Beiträge “Spielen, Hören, Basteln” und “Spielen, Hören, Basteln 2” anschauen, ob nicht da etwas dabei ist.

 

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7. November 2014 / Pia Drießen

Mit mini Boden durch den Herbst in den Winter!

Boden Mode Inzwischen besteht der halbe Kleiderschrank der Kinder aus selbstgenähter Kleidung. Es ist einfach ganz wunderbar, wenn man sich ganz und gar nach seine eigenen Vorlieben austoben kann. Da schafft es tatsächlich nur noch sehr wenig Kaufkleidung, sich dazwischen zu mogeln. Was aber schon lange, immer wieder und auch in Zukunft fester Bestandteil der Kindergarderobe sein wird, sind die wundervollen Kleidungsstücke von mini Boden. Auch dieses Mal habe ich in der Herbst-/Winterkollektion wieder zugeschlagen und für alle 3 Miezkinder besondere Herzstücke ausgewählt, die mein Herz halt auf den ersten Blick eroberten. Nach kurzem Abgleich mit den Kindern – “Ja! Das will ich haben!” – war die Kaufentscheidung schnell gefällt.

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Für das Meedchen wurden es diese drei traumhaften Langarmshirts. Das Rentier-Shirt gefällt ihr mit Abstand am besten. Das Vögelchen/Eulen-Shirt habe ich auf Grund der Farben gewählt. Der Herbst ist grau genug, da kann so ein bisschen Farbe nie schaden. Davon abgesehen, dass ich das Motiv einfach herzallerliebst finde. Beim LOVE-Shirt gefiel mit der Lagenlook und natürlich die Machart der Applikation besondern gut. Sowas kenne ich halt nur von mini Boden, weshalb ich dort auch immer und immer wieder gerne im Shop oder Katalog stöbere.

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Für das Löwenmaul musste es einfach diese saucoole Frosch-Shirt sein. Da waren wir uns ganz schnell einig. Es wirkt angezogen noch 3 mal cooler und das Löwenmaul lässt es sich nicht nehmen, den halben Tag quakend durch die Gegend zu rennen und jedem zu erklären: “Ich bin ein Frosch!

Der Quietschbeu wählte sein Shirt ganz alleine aus. Immer wieder nahm er den Katalog zur Hand, blätterte, machte Kreuzchen. Bis ich dann meinte, er müsse sich JETZT entscheiden. Da wurde es dann doch direkt das Piratenschiff-Shirt, dass er eigentlich vom ersten Moment an favorisiert hatte.

Die Shirts sind alle schon mehrfach getragen und gewaschen. Die Qualität der mini Boden Stücken ist definitiv mit die Beste, die ich je bei einem Label erlebt habe. So tragen die Kinder auch dieses Jahr wieder diese wunderbar weichen, kuschligen und vor allem warmen Reißverschlussjacken mit Teddplüsch Futter (Mädels | Jungs). Wir haben noch die Modelle aus der letztjährigen Herbstkollektion, die aber immer noch passen und bei uns wirklich getragen werden, bis Schnee fällt. So wunderbar warm sind sie.

MiniBoden - Mode für KinderErst gestern fragte mich jemand auf Twitter, ob ich einen Tipp hätte, wo man schöne ausgefallene Kleidung für Kinder her bekäme, das Angebot wäre ja erschlagend. Meine Antwort ist ja immer mini Boden. Die Qualität und das Design sprechen einfach für sich. Der Wiederverkaufswert auf dem Secondhandmarkt ist zudem recht hoch, da die Kleidungsstücke auch trotz diverser Touren in Waschmaschine und Trockner nicht an Form und Farbe verlieren.

Und man glaubt gar nicht, wie oft ich auf die Kleidung der Kinder angesprochen werde, wenn sie Teile von mini Boden tragen. Dabei sollte man meinen, so unbekannt sei Boden gar nicht.

Falls ich jetzt einen von Ihnen auf den Geschmack gebracht habe: noch bis zum 14.11.2014, 23:59 Uhr, gibt es 20% Rabatt & gratis Versand bei Boden! Also nicht zu lange zögern und zuschlagen ;)

Die gesamte Mädchen-Kollektion von 0-16 Jahren könnt Ihr hier bewundern. Die für Jungs gibt es hier zu sehen. Viel Spaß beim Stöbern :)

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5. November 2014 / Pia Drießen

Quietschbeuweisheiten: Theologie vs. Biologie

Der Quietschbeu heute im Auto:

“Du, Mama, ich hab mir überlegt, dass das mit Adam und Eva ja eigentlich gar nicht sein kann.”
“Was meinst Du genau?”
“Na, dass die die ersten Menschen waren.”
“Weil?”
“Wenn die die ersten Menschen waren und dann alle anderen Menschen bekommen haben, dann heißt das ja auch, dass die Kinder von denen auch Kinder bekommen haben. Und das ist ja verboten, stimmts?”
“Stimmt!”
“Weil Geschwister dürfen ja nicht heiraten und Kinder kriegen.”
“Genau.” 
“Aber das mit dem Superknall, das glaub ich auch nicht.”
“Urknall.”
“Ja, das glaub ich auch nicht. Weil wenn was knallt, dann geht ja eigentlich was kaputt. Und das muss ja dann wieder einer zusammen bauen. Aber wenn da noch keine Menschen da waren, dann konnte das ja auch keiner wieder zusammen bauen.”
“Hm. Aber es gibt ja noch die Evolution. Das heißt, dass wir alle mal ganz kleine Teilchen waren die sich dann immer weiter zu etwas größerem entwickelt habe. Zu Tieren und dann auch zu Menschen.”
“Und wer hat das gemacht?”
“Keiner, das macht die Natur. An Deinen Haaren muss man ja auch nicht ziehen, damit sie wachsen. Das tun sie von ganz alleine.”
“Hmmm …”

2 Minuten Stille.

“Du, Mama, da muss ich nochma’ in Ruhe drüber nachdenken.”

Ich bin gespannt. Ich halte Sie auf den Laufenden.

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3. November 2014 / Pia Drießen

Meedchensprünge

Das Meedchen legt gerade einen rasanten Entwicklungssprung nach dem anderen hin. Sie redet wie ein Wasserfall. Ihre Grammatik ist immer wieder überraschend gut, ebenso wie ihr Wortschatz. Das kam quasi über Nacht und bringt einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie kann sich jetzt auch hervorragend mit ihren Brüdern unterhalten. Missverständnisse oder “nicht verstehen” gibt es so gut wie gar nicht mehr. Wenn sie das Löwenmaul ruft, reagiert er sofort. Wenn ich ihn rufe, könnte ich mich auch direkt an die Wohnzimmerwand wenden. Soviel zu den Wertigkeiten. Inzwischen hat sie auch ihr eigenes Wort für den Quietschbeu gefunden, nachdem sie ihn ja sehr lange gar nicht benannte, oder nur “nich der Jussus!” sagte. Sie nennt ihn “Dede“, was ich ziemlich niedlich finde. Er im Übrigen auch.

Ihre Grob- und Feinmotorik ist bemerkenswert. Sie springt problemlos von 50 cm hohen Gegenständen und landet sicher auf beiden Füßen, ohne sich abfangen zu müssen. Sie baut Lego. Also das normale kleine Lego, was besonders ihre Erzieherin erstaunte. Immerhin braucht man doch einige Kraft und vor allem feinmotorisches Geschick, um die kleinen Steine sinnvoll aufeinander zu bauen. Am liebsten baut sie Türme (klar) und Flugzeuge. Das hat sie sich beim Quietschbeu abgeschaut. Überhaupt saugt sie alles, was ihre großen Brüder tun, wie ein Schwamm auf. 

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Sie schneidet leidenschaftlich gerne und das auch wirklich gekonnt. Eine Lernschere mit Öffnungsautomatik braucht sie schon lange nicht mehr. Im direkten Vergleich zum Löwenmaul in diesem Alter, hat sie ihn mit weitem Vorsprung schon lang in der Tasche. 

Sie ist unter den Geschwistern inzwischen ein vollwertiger Spielpartner und darf sich in Lego- und Playmobilrollenspielen ihre Figur und Rolle selber aussuchen. Meistens will sie Catwoman sein. Oder direkt Mättmän.

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Ihre Unerschrockenheit im körperlichen Spiel ist manchmal sehr grenzwertig. Egal, ob sie die Kleinste ist, sie springt mitten rein, ärgert ihre Brüder gezielt und kann auch ganz schön was einstecken. Neulich schlug sie dem Quietschbeu mit einem Holzschwert auf den Kopf und war danach ziemlich entsetzt, weil er sehr laut schrie und heulte. Unterm Strich ist sie eben auch erst 2,5 Jahre alt und kann zwar viele, aber bei weitem nicht alle Zusammenhänge erkennen, bzw. ihre Kraft richtig einschätzen. Das macht sie dann aber wieder mit viel Charme und Mitgefühl wett. Egal wer weint, sie ist sofort zur Stelle und tröstet. 

Abends, im Bett, singt sie mit dem Löwenmaul gemeinsam La Le Lu. Immer wieder, bis einer von beiden einschläft. Manchmal liegt sie dann noch wach und erzählt sich selber eine Geschichte. Aber sie weiß sehr wohl, wann es Abend ist und Zeit zu schlafen. Sie versucht mir zwar jeden Abend möglichst überzeugend zu versichern, dass sie “gaa nich müde!” ist, macht aber so gut wie nie Theater, wenn sie dann doch ins Bett soll. Eine Zeit lang hat sie das Löwenmaul angestiftet, noch mal aus dem Bett zu steigen und auf die Toilette zu gehen oder sich beim Quietschbeu ins Zimmer zu schleichen. Nachdem wir da aber sehr konsequent gegen hielten und sie immer wieder in ihr Bett steckten, gab sie solche Ausbruchsversuche dann doch auf.

Beim Turnen ist sie ebenfalls sehr unerschrocken, bewies bisher aber auch eine gute Selbsteinschätzung, was sie wirklich schon alleine kann und was nicht. Sie balanciert sehr sicher, hüpft und springt von Kästen und auf dem Trampolin und klettert mehrere Meter hohe Sprossenwände hoch und runter. Dabei muss sie sich aber auch immer rückversichern, dass ich in der Nähe bin. Ohne Mama geht nach wie vor wenig bis nix. Aber das ist okay. In meiner Nähe bewegt sie sich frei und selbstbewusst.

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Was sie nach wie vor überhaupt nicht ertragen kann, sind Tiere. Große Tiere, kleine Tiere. Hunde und Katzen auf der Straße, ebenso wie Ziegen, Schafe, Esel im Streichelzoo. Selbst Fliegen können sie zu Tode ängstigen. Letztens wollte ich ihr eine Biene zeigen. Sie kam ganz aufgeregt angelaufen, schaute sich die Biene an und schrie dann entsetzt auf: “Das is nich die Maja!” Äh. Ja. Einzig Schildkröten scheinen für sie keine Bedrohung darzustellen. Da muss man dann aufpassen, dass sie die als Schnappschidkröten ausgewiesenen Tiere nicht streichelt.

Unser Meedchen ist so albern und lustig. Sie hat mit Abstand die witzigste Mimik, die ich bei einen so kleinen Kind je sah und dabei den puren Schalk im Nacken. Erstaunlich ist auch ihre Stimmtfarbe. Spricht sie normal, hat sie so eine Minnie Mouse Stimme. Aber sie kann auch unfassbar tief sprechen und mich damit zu Tode erschrecken. Ein Phänomen, das schon das Löwenmaul gut beherrscht. Es ist sehr lustig, wenn man die beiden beim Spiel mit ihren Stimmfarben belauscht. Da könnte man auch schon mal vermuten, dass da 6 statt nur 2 Kinder sprechen. Generell haben das Meedchen und das Löwenmaul die selbe Klangfarbe. Nach wie vor muss ich wirklich erst hoch gehen und nachsehen, wer von beiden mich jetzt gerufen hat. 

Es ist, wie es ist. Das Meedchen ist ein bezauberndes Wesen, das mich täglich zum lachen bringt. Natürlich ist sie auch widerspenstig und eigensinnig, wie es 2 Jährige eben sind. Ich bin überglücklich und so unendlich dankbar, dass sie bei uns ist. Dass sie ein Teil dieser Familie ist und jeden Tag ihren kleinen Beitrag zu unserem Familienleben bei steuert. Große Liebe, Du kleine Wildsau!

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