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17. Dezember 2014 / Pia Drießen

Mein kleiner großer Architekt

Schon vor längerer Zeit war mir aufgefallen, dass der Quietschbeu ein großes Interesse an dreidimensionalen Konstruktionen und Bauten hat. Das fing nicht erst mit Lego an. Schon vorher baute er, wie vermutlich viele Kinder, aus jedem Schuhkarton ein Haus. Dann begann er viele Fragen rund um den Bau eines Hauses zu stellen. Wir kauften ein paar Bücher, lasen viel und ich erklärte, was ich eben selber vom Hausbau weiß. Dann kam dieser Tag im Kindergarten. Die Erzieher haben einen ganz großartigen Adventskalender gebastelt. Jeden Tag darf ein Kind ein Türchen öffnen. Hinter diesen Türchen befinden sich dann solche hübschen Sätze wie “Du darfst beim nächsten gemeinsamen Frühstück aussuchen, was es zu essen gibt.” oder auch “Eine Erzieherin ließt Dir Dein Lieblingsbuch vor”. Viele schöne Dinge, über die sich jedes Kind freut, wenn es an der Reihe ist. Beim Quietschbeu stand auf der Karte, dass er mit einer Erzieherin etwas nach seiner Wunsch basteln dürfte. Er freute sich so über die Karte und nahm sie auch umgehend in Anspruch.

Als ich ihn am Nachmittag abholte, präsentierte er mir voller Stolz sein “Gebasteltes”.

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Ja. Das ist ein Haus. Unser Haus. Vorne guckt der Weihnachtsmann raus, im Vorgarten steht der Nikolaus. Hinten rechts ist ein Rentier mit Schlitten und der Geschenkesack des Christkinds zu sehen. Natürlich hat es auch geschneit.

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Auf der Rückseite verlässt das Christkind gerade das Haus Richtung Schneemann.

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Zuhause haben wir auch noch einen Josef gebastelt. Der steht auf der Seite, die ich jetzt nicht fotografiert habe. Ich geb es ganz ehrlich zu: da bin ich vor Muttistolz fast geplatzt. Ich mein, gucken sie sich das Ding mal an! Ist das nicht großartig! Und das alles an einem Vormittag mit der Hilfe von einer Erzieherin. Er konnte gar nicht genug bekommen und hat immer weiter und weiter gebaut.

Dann kam Ende letzte Woche die neue Olli und Molly Kindergarten. Wie immer ist auch eine Bastelidee enthalten. Diesmal ist es eine Ritterburg. Nachdem das Löwenmaul das Heft zuerst hatte, um u.a. das Mandala auszumalen (festes Löwenmaulritual), blätterte heute morgen der Quietschbeu das erste Mal im neuen Heft und entdeckte natürlich sofort die DIY Ritterburg. Am liebsten hätte er noch vor dem Kindergarten mit dem Basteln angefangen. Leider musste ich ihn auf den Nachmittag vertrösten.

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Tja, und da kommen die Gene ins Spiel. Wenn der Quietschbeu eines von mir geerbt hat, dann diese unerträgliche und penetrante Ungeduld. So ist es im Nachhinein nicht mal mehr verwunderlich, dass er, als ich ihn heute vom Kindergarten abholte, bereits den Ritterburgrohling fertig gestellt hatte.

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Ganz ehrlich, Sie glauben gar nicht, was diese Kunstwerke mit mir machen. Es ist so wundervoll diese überschäumende Kreativität und Begeisterung bei meinem großen Sohn zu sehen, zu spüren und zu erleben. Wie er darin aufgeht sich sein fertiges Bauwerk vorzustellen und auszumalen. Wie er immer und immer wieder Dinge und Details verfeinert und erweitert. Mit wie viel Stolz er seine Ergebnisse selber ewig betrachten und wenden kann. Diese räumliche Denk- und Bauweise, die fasziniert mein Kind. Ob es die Umsetzung von umfangreichen Legobauten ist oder der Bau eines 3D-Modells.

Es macht ihn glücklich und stolz. Es macht mich glücklich und stolz. Mein kleiner großer Architekt.

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16. Dezember 2014 / Pia Drießen

Weihnachtszauber bei najoba.de

najoba-logo-Grau-standardIn 8 Tagen ist Weihnachten. Allen, die für ihre Mütter, Schwestern, Tanten, beste Freundinnen und natürlich auch für die Väter, Brüder, Onkel und Freunde noch ein Geschenk suchen, möchte ich heute noch mal den najoba.de-Onlineshop mit seiner zauberhaften Weihnachtswelt ans Herz legen. 

najoba steht für hochwertige Naturkosmetik, naturnahe Kosmetik und bietet dabei Produkte, die auch empfindliche und anspruchsvolle Haut glücklich machen. Das Produktsortiment reicht von Parfum, Nagellack, Shampoo, Bodylotion über Duschgel und Badezusätze bis hin zu Gesichtscreme und, MakeUp. Hier findet man wirklich alles, was man sich rund um Körperpflege und -Verwöhnung vorstellen kann. 

Neben einem umfangreichen Angebot an tierversuchsfreier Kosmetik zur Gesichtspflege, Körperpflege und Haarpflege bietet najoba auch eine breite Palette an veganen Produkten, die nachweislich frei von tierischen Rohstoffen und Tierversuchen und mit dem Siegel der Vegan Society ausgestattet sind. 

Wer sich allerdings völlig unsicher ist, welches Produkt das richtige Geschenk zu Weihnachten ist, der kann auch einfach einen der stilvollen najabo-Gutscheine im Wert von 10 Euro, 20 Euro oder 50 Euro verschenken. 

Wer sich jetzt noch fragt, ob die Bestellung denn auch noch rechtzeitig ankommt, dem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass najoba unheimlich schnell versendet. Meist war meine Bestellung schon am folgenden Tag da, wenn ich bereits morgens bestellt habe. Die längste Wartezeit waren bisher 2 Werktage. Zu Weihnachten gibt es von najoba allerdings diese tolle Weihnachtsgarantie:

Wir garantieren Ihnen eine pünktliche Lieferung Ihrer gewünschten Artikel zum Weihnachtsfest, wenn Sie bis Sonntag, 21.12.2014 um 24:00 Uhr bestellen. Ihr Päckchen erreicht Sie bis spätestens Mittwoch, 24. Dezember 2014, um Ihre Liebsten zum Fest zu erfreuen!

Alles, was Ihr jetzt noch tun müsst, ist im najoba-Onlineshop nach den Geschenken für Eure Lieben zu stöbern. Kann natürlich passieren, dass Ihr nachher den Warenkorb mit vielen schönen Produkten gefüllt habt, die nicht nur als Geschenke dienen sollen, sondern für Euch selber sind. Aber auch da kann ich Euch beruhigen: das ging mir ganz genauso :)

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Verlosung

Und weil die Vorweihnachtszeit leider nicht immer nur besinnlich, sondern auch turbulent und anstrengend sein kann, verlose ich unter allen Alltagsheldinnen da draußen eins von insgesamt zwei dieser wundervollen Sets für Sie bestehend aus folgenden Produkten:

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Alles was Ihr dafür tun müsst, ist bis zum 21.12.2014, 23:59 Uhr unter diesen Blogbeitrag zu kommentieren, was Euer ganz persönlicher Wunsch zu Weihnachten ist.

Der Gewinner wird via Los ermittelt. Die Gewinnbenachrichtigung erfolgt via E-Mail. Im Falle eines Gewinns erklärt Ihr Euch damit einverstanden, dass ich Eure Postanschrift an NAJOBA, zwecks Zusendung Eures Gewinns, übermittle.

Und nun wünsche ich Euch ganz viel Losglück!

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15. Dezember 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 50/2014

Passend zur Adventszeit habe ich auch diese Woche wieder zu Glitzernagellack gegriffen. Das funkelt einfach so hübsch im Licht. Ich mag das sehr. Diesmal gab’s eine Kombination aus Essie Romper Room und Catrice LUXURY LACQUERS Limited Edition Million Brilliance (No. 04 Lost’n Roses).

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Nachdem der supercoole “Kleine Drache Kokosnuss” Stoff von Lillestoff hier eingetroffen war, waren die Jungs außer Rand und Band. Also habe ich mich einen Abend hingesetzt und für beide je ein Shirt nach Wunsch genäht. Das Shirt für den Quietschbeu in Größe 122 bekam ich gerade so aus einem Rapport geschnitten. Ein Glück. Sonst hätte es sicher ein langes Gesicht gegeben.

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Anlässlich meines Geburtstags hatten mich die weltbesten Agenturkollegen zum Frühstück eingeladen. Das Frühstück konnten wir dann endlich diese Woche einrichten und so verbrachte ich 2 tolle Stunden mit vielen schönen Gesprächen und viel Gelächter in der Agentur. Zum Abschied wurde ich dann noch mit einem wundervollen Geschenk überrascht. Ich war so gerührt. Immerhin bin ich ja in Elternzeit und soviel liebe Gedanken und Wünsche sind da wohl nicht selbstverständlich. Und ja, ich hab auch wieder geweint.

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Natürlich dürfte auch diese Woche mein #Fridate mit der weltbesten Serotonic nicht fehlen. Jetzt, wo unser Lieblingsrestaurant bald schließt, dürfen wir auch keine Gelegenheit auslassen. Da ich vom Agenturfrühstück noch pappsatt war, gab’s diesmal nur Nachtisch für mich. Der war dafür aber um so yammiger.

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Schon letzte Woche habe ich ja von meinem heiß ersehnten 4. Teil der Crossfire-Reihe (Buch-Link) berichtet. Ich hab bis heute das Buch noch nicht durchgehört, da ich keine SEkunde verpassen will und daher auch gerne mal 1 bis 2 Kapitel zurück gehe und die erneut höre. Langsam aber sicher nähere ich mich aber dem Ende. Bisher ist es einfach großartig und wunderbar. Ein wenig irritierend, dass Band 4 plötzlich aus der Sicht von Eva und Gideon geschrieben ist, aber auch daran habe ich mich schnell gewöhnt. Sagte ich schon, dass Ihr das unbedingt lesen müsst?

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Die Woche war unglaublich schnell zu Ende und beinhaltete noch viel mehr, als ich hier erzählen kann/will. Vielleicht werde ich im kommenden Jahr die Just for me moments ausweiten und einfach einen Rückblick der schönsten Momente daraus machen. Da waren nämlich auch viele tolle Augenblicke mit den Kindern, die halt aber nicht nur just for me waren. 

Wer wieder dabei sein möchte, der kann seine Just for me moments einfach in der unten stehenden Linkliste eintragen. Wer kein Blog hat, der kann via Twitter und Instagram mit dem Hashtag #JFMM mitmachen.

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11. Dezember 2014 / Pia Drießen

Wofür man große Brüder hat.

Heute rannte mir das Meedchen gleich zweimal auf die Straße. Ein kurzer, sehr lauter Schrei und sie blieb wie angewurzelt stehen und ich konnte sie schnappen. Ich erklärte ihr die Gefahr, auch wenn ich weiß, dass sie diese selber nicht greifen kann. Als wir später im Auto saßen, bat ich daher die Jungs immer ein Auge mit auf die kleine Schwester zu haben, wenn wir irgendwo ein oder aussteigen würden.

Nach einer kurzen Weile der Stille meinte der Quietschbeu:
“Wenn sie überfahren wird, dann ist sie tot, oder?”
“Das kann passieren, ja.”
“Dann wird sie vergraben. Oder verbrannt.”
“Ja. Aber vor allem wäre ich unendlich traurig. Ich weiß gar nicht, ob ich das aushalten könnte.”

Erneut Stille. Dann, ganz leise flüstern von der Rückbank:
“Ich glaub, dann würde ich auch nicht mehr leben wollen.”

Ich schluckte schwer. Sehr schwer. Und fragte nach dem “Warum?”

“Sie gehört doch genau so zu mir wie das Löwenmaul, Papa und Du! Und ohne Euch wollte ich auch gar nicht leben!”

Mir brach das fast das Herz und ich kämpfte stark mit den Tränen.

“Aber wenn Du auch nicht mehr da wärst, dann wäre ich ja noch trauriger. Nein. Das geht gar nicht. An sowas wollen wir gar nicht denken! Wir passen alle gegenseitig auf einander auf, ja?” 

Es war das Löwenmaul, das zum Meedchen sagte:
“Ich pass auf Dich auf. Da passiert Dir nix. Dafür hast Du ja große Brüder.”

Und dann hab ich doch leise und heimlich weinen müssen.

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10. Dezember 2014 / Pia Drießen

Viel zu laut!

Ein besonders starkes Merkmal der Hochsensibilität des Quietschbeus ist sein unheimlich geräuschempfindliches Gehört. Schon als Baby brachte ihn ein Stimmengewirr von mehr als 3 Personen völlig aus der Fassung. Generell kann er daher bis heute keine Menschenmassen vertragen und klagte z.B. jüngst, nach dem Besuch eines Familiencafés im Nachbarort, über Ohren- und Kopfschmerzen. Auf dem Weihnachtsmarkt war es ihm ebenfalls zu laut und im Auto kommen ihm auch schon mal die Tränen, wenn seine kleine Schwester kreischt. Er kommuniziert das auch ganz deutlich. “Mama, mir ist das viel zu laut!” Wenn der Geräuschpegel dann nicht gesenkt wird, reagiert er manchmal richtig verzweifelt bis hin zum totalen Nervenkollaps. 

Es war eine seiner Erzieherinnen, die eine wahnsinnig tolle Idee hatte, die dem Quietschbeu in solchen Situationen sehr weiter hilft. Es war relativ viel Trubel in seiner Gruppe und der Quietschbeu reagierte gewohnt nervös, unruhig und unkonzentriert. Sie gab ihm kurzerhand einen Teppich und eine Aufgabe, mit der er sich auf den Fußboden legen sollte. Sofort war er viel ruhiger und arbeitete konzentriert und ausdauernd, obwohl es um ihn herum laut und wuselig war.

Mir war schon früher aufgefallen, dass er sehr häufig am Esstisch spielt, zum Beispiel Lego, wenn seine Geschwister auf der Erde herum toben. Oder eben auf der Erde sitzt, wenn die Geschwister am Tisch sitzen. Jetzt kann ich das auch endlich in einen Zusammenhang bringen. Er wechselt einfach die Hörebene, in dem er sich über oder unter die normale Geräuschpegelhöhe begibt. So simpel und doch so effektiv. 

Für den Quietschbeu ist beinahe alles zu laut oder zu geruchsintensiv. Wenn die Nachbarn ihren Kamin anmachen, was ich nur rieche, wenn ich das Haus verlasse um z.B. an die Mülltonnen zu gehen, dann riecht er das bei geschlossenem Fenster in seinem Zimmer. Als die Bauern im Sommer Gülle ausgefahren haben, da roch er das schon direkt vor der Haustür, wenn wir noch Kilometer weit von den Feldern entfernt waren. Einmal rief er mich ganz ängstlich, als er schon im Bett lag, es würde verbrannt riechen. Ich roch beim besten willen nichts, schnupperte aber die ganze 1. Etage ab, um nichts zu übersehen. Als ich gerade im Badezimmer stand rief er ganz panisch: “Mama, das wird schlimmer!” Ich ging in sein Zimmer zurück und erst da roch ich einen leicht verbrannten Geruch. Das Meedchen hatte ein Puppenhemdchen über eine Glaslampe von IKEA gelegt, das nun durch die Hitze der Glühlampe anfing zu kokeln.  Obwohl ich noch 1 Minuten zuvor direkt vor der Lampe gestanden habe, habe ich nichts gerochen. Da war ich Gott froh um seine feine Nase.Wer weiß wie schnell es zu spät gewesen wäre! 

Auch hört der Quietschbeu z.B. mein Handy in meiner Hosentasche oder Handtasche vibrieren, wo ich nicht mal das Klingeln höre. Wenn er in seinem Bett liegt und wir bekommen Besuch, kann er mir ganz genau sagen, wie viele Personen und wie viele davon männlich und wie viele weiblich waren. Wenn der Miezmann und ich miteinander flüstern, versteht er jedes Wort. Manchmal sogar die Antworten meiner Gesprächspartner am Telefon (merke: nie am Telefon über Weihnachtgeschenke reden!).

Manchmal ist das sehr unheimlich. Vor allem, weil er auch jedes Gespräch, selbst wenn 3 Gespräche parallel geführt werden, aufnehmen und verstehen kann. So weiß ich am Ende eines Tages immer ganz genau, was welches Kind aus seiner Gruppe am Vortag gemacht hat, was es bei wem zu essen gab und und und. Er ist wie ein Schwamm für Unbedeutsames. Jede noch so unwichtige Information saugt er auf, verarbeitet sie und legt sie irgendwo ab. Wie sein Ablagesystem genau funktioniert kann ich nicht sagen. Aber es funktioniert.

Wenn er etwas einmal gehört hat, kann er es auswendig. Besonders schön bei Gedichten und Lieder zu beobachten. 

Generell ist Musik etwas, was er auch sehr sehr laut gut erträgt. Neulich hörten wir ein Rammsteinlied und er wollte sofort, dass wir das lauter machen. Dann tanzte er so ausgelassen und wild durchs Wohnzimmer, bis er nahezu in Ekstase war. Ganz stolze Mutti bin ich dabei ob seiner koordinierten Körperbewegungen und Tanzmoves in Entzückung geraten. Allerdings ist er sonst auch eher unkoordiniert, was seine alltäglichen Körperbewegungen angeht. 

Seit rund einer Woche habe ich eine Weihnachts-Swing-CD im Auto. Die Kinder lieben es. So still und leise war es seit Wochen nicht mehr im Auto. Normalerweise kräht immer einer rum, jammert, schimpft oder sucht Streit. Nun schauen sie aus dem Fenster, wippen mit dem Fuß und summen leise mit. Wunderbar!

Nun, leider ist nicht immer Musik da und es gibt Situationen, in denen er zwangsläufig einer unruhigen Geräuschkulisse ausgesetzt sein wird. Daher haben wir ihm jetzt für Events wie Weihnachtsmärkte, Cafébesuche, oder auch zum konzentrierten Arbeiten und Spielen zuhause einen Gehörschutz gekauft. So müssen wir alle nicht auf Ausflüge mit Menschenmassen verzichten und der Quietschbeu ist zeitgleich nicht völlig von der Außenwelt abgeschnitten, weil die Umweltgeräusche zwar gedämpft, aber nicht völlig abgehalten werden. In der Grundschule, die der Queitschbeu besuchen wird, arbeitet man auch mi solchen Mickey Mäusen. Es ist eine weitere Möglichkeit, ihm ein wenig Rückzug und Normalität zu bieten, wo er sich sonst “anders” fühlt. 

Alles in allem kann ich sagen, dass wir in den letzten 12 Monaten unheimlich viel über seine Bedürfnisse und den Umgang mit den kleinen Besonderheiten gelernt haben. Er selber versteht sich selber immer besser und formuliert Empfindungen auf den Punkt aus. Manchmal fällt es ihm noch schwer, Lösungen anzunehmen. Zum Beispiel, dass eine Auszeit in seinem Zimmer gerade IHM gut tut und keine Strafe ist. Die Zeit wird’s richten.

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8. Dezember 2014 / Pia Drießen

“Schoggedier*, Mami!”

Auch beim 3. Kind lernt man noch was über Grenzen und Nerven. Die Eigenen. Ohne Übertreibung kann ich behaupten, dass das Meedchen gerade in einer Phase der Zerstörung und Sabotage steckt, die ich von den Jungs definitiv nicht kenne. Gestern Morgen weckte der Quietschbeu mich mit den Worten: “Das Meedchen hat das Sofa mit Joghurt eingerieben!

SENKRECHTSTART in den Tag. Als ich auf die Treppe ins Erdgeschoss einbog, blieb mein Herz kurz stehen. Auf jeder Stufe ein Fuß- und ein Handabdruck. Auf halber Höhe das grinsende Meedchen. Ich schnappte mir das Meedchen und stellte sie in die Badewanne. Sie war von oben bis unten mit Joghurt verschmiert. Gesicht, Füße, Hände, Shirt und Hose. Und ja, natürlich auch die Haare. Sie heulte und schrie, weil sie Haarewaschen gar nicht mag und alles so überstürzt von Statten ging. Ich versuchte sie zu beruhigen und schließlich presste sie ihr nasses Gesicht an mich und flüsterte “Mami. Meine Mami. Schoggedier*!” Ich trocknete sie ab und zog sie an. Dann rief ich die Jungs nach oben.

So ruhig, wie es mir möglich war, komplimentierte ich die Kinder in ihre Zimmer. Wenn, ja WENN, ich da unten im Wohnzimmer jetzt einen Nervenzusammenbruch erleiden sollte, dann brauchte ich keine Zuschauer. Ich sag mal so: die Entscheidung erwies sich als weise. Das Schimpfwortrepertoire der Kinder wäre binnen Minuten explodiert.

Der Esstisch, der Trip Trap, der Fußboden und zu guter Letzt: das Sofa! Das schöne anthrazitfarbene Sofa. Von oben bis unten mit Joghurt vollgematscht. Da waren nicht ein paar Joghurtverschmierte Finger, nein. Sie hatte ganz bewusst und zielsicher den Joghurt in beide 3-Sitzer und den Hocker eingerieben. Ich stand zwischen Herzstillstand und Heulen. 

Dann begann ich zu putzen. Wie ferngesteuert zog ich die Sofabezüge ab, steckte sie in die Waschmaschine, wischte Tisch, Stühle und Boden und fand doch immer und immer wieder neue Fußspuren und Handabdrücke. Als hätte sie in Joghurt gebadet. Dabei waren es maximal 100g. Mehr hatten wir nämlich gar nicht mehr im Haus.

Irgendwann, als ich fast fertig war, begann ich ziemlich hysterisch zu lachen. Selber schuld! Wer nicht mit den Kindern aufsteht, bekommt halt die Quittung. Nur leider hatte ich die Kinder auch gar nicht aufstehen gehört. 

Annehmen, was man nicht ändern kann, in Reinform. 

Anschließend ging ich wieder nach oben und sprach mit dem Meedchen. Ich fragte sie, was sie da unten getan hätte und sie antwortete: “Ich hab Jogu ‘essen.” – “Aber doch nicht auf dem Sofa?” – “Nein. Ich hab das Sofa ein’cremt. Und hier!” Sie deutet auf ihr Gesicht.

Am Tag zuvor hatte ich das Meedchen nach dem Baden eingecremt, weil sie so trockene Haut hatte. Natürlich hatte ich ihr dabei erklärt, dass diese davon ganz weich werden würde. Den Rest können Sie sich nun denken. Ich sagte ihr nochmal, dass das gar keine gute Idee war und ich auch ziemlich sauer deswegen wäre. Sie sah mich mit großen Kulleraugen an, fiel mir um den Hals und flüsterte wieder: “Schoggedier*, Mami!” Ohne dieses schelmische Grinsen, das sie sonst dabei auf den Lippen hat. Wir drückten uns ganz fest und ich atmete tief durch.

Wir verbrachten also den Sonntag ohne Sofabezüge. Zum Glück sind die überhaupt waschbar und heute morgen konnte ich sie schon wieder aufziehen. Vor lauter Selbstbeherrschung habe ich nicht mal ein Foto des Trümmerhaufens gemacht. Soll ja auch was heißen.

Dass das Meedchen gestern auch noch ihr Essen absichtlich auf den Boden warf und das Lieblingsposter vom Löwenmaul von der Wand riss, waren da nur noch Tropfen auf dem heißen Stein. Es ist gerade sehr sehr anstrengend mit der Rabaukenmeedchen. Soviel Auflehnung und Rebellion habe ich in dem Alter bei keinem der Jungs erlebt. Aber … atmen … alles nur eine Phase, ne? Bis dahin hält mich ihr zuckersüßes “Schoggedier*!” ganz sicher über Wasser.

*”Entschuldigung!

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8. Dezember 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 49/2014

Heute mal kurz und knackig, da noch viel auf dem Plan steht: Zum Geburtstag bekam ich ein Sally Hansen Duo, bestehend aus einem tollen Fuchsia-Pink und einem passenden Glitzerlack. Das Foto gibt die Wirkung des Lacks auf den Nägeln leider nicht im Ansatz wieder. Es sieht einfach grandios gut aus und hat dabei was richtig weihnachtliches. Ich bin ganz verliebt!

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 Einer der schönsten Momente dieser Woche war mein Backvormittag, an dem ich die leckeren Schoko-Minz-Plätzchen gebacken habe. Dazu gab es Weihnachtsmusik und Kerzenschein …

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… und natürlich Peppermint-Mocca fürs Seelchen. Tiefenentspannend mit anschließendem Schoko-Zucker-Schock.

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Viel Zeit in meinem Arbeitszimmer verbracht. Dinge vorbereitet, die diesen Monat noch ins Blog sollen und Geschenke genäht, die ich Euch natürlich noch nicht zeigen kann …

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Einige davon wanderte in Wichtelpakete, die ich ebenfalls mit viel Freude gepackt habe. Oh, was freu ich mich schon auf das große Auspacken. Aber nun sind sie ja erstmal bei den Empfängern angekommen und müssen noch ein paar Tage liegen.

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Last, but noch least: am Freitag ist endlich CROSSFIRE 4 – Hingabe (Link zum Buch) erschienen. Ich hatte das Hörbuch bereit vorbestellt und so war es kurz nach Mitternacht in meiner Bibliothekt und kurze Zeit später auf meinem Smartphone. Seither höre ich in jeder freien Minuten die Geschichte von Eva und Gideon. Wer auf Drama, Sex und Liebe steht, der kommt an Crossfire nicht vorbei. Band 1 bis 3 habe ich verschlungen. Die Wartezeit auf Band 4 hat mir viel zu lange gedauert. Es gibt Leute, die vergleichen die Story mit SoG … aber da widerspreche ich mal energisch. Lesen oder Hören Sie es einfach. Danach können Sie ja immer noch meckern, wenn es Ihnen nicht gefallen hat!

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Alles in allem war meine Grundstimmung in dieser Woche eine wirklich gute. Ich mag den Winter, den Dezember, den Advent. Kerzenschein, heiße Schokolade, Wolldecken …

Wenn Ihr auch eure ganz eigenen Momente in Eurem Blog festgehalten habt, dann könnt Ihr diese gerne in unten stehende Linkliste eintragen. Wer kein Blog hat kann via Twitter und Instagram mi dem Hashtag #JFMM teilnehmen.

Alle JFMM-Teilnehmer der letzten Woche findet Ihr hier.

 

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7. Dezember 2014 / Pia Drießen

Spielen, Hören, Basteln 3

Der letzte Spielen, Hören, Basteln-Beitrag ist schon wieder eine ganze Weile her. Inzwischen sind wieder neue Bücher, Spiele und Bastelsachen bei uns eingezogen, so dass ich heute wieder tolle Empfehlungen aussprechen kann. 

Bücher

supertalentierAuf das Supertalentier bin ich über eine Rezensionsanfrage für eine App aufmerksam geworden. Die Geschichte von dem kleinen Käfermädchen Luna, die unbedingt an einem Talentwettbewerb teilnehmen möchte, auf dem alle Tiere ein besonderes Talent ihrer Gattung zum Besten geben, ist einfach in wundervollen Worten erzählt. Das besondere Talent Lunas Familie sind besonders schlimm stinkende Pupse, um sich vor Feinden zu schützen. Dass das natürlich ein sehr zweifelhaftes Talent für einen Talentwettbewerb ist, haben die Jungs sofort verstanden.
Schon das 1. Kapitel zog nicht nur die Jungs, sondern auch mich, in den Bann dieser Geschichte. So fein gewählte Worte, die eine tolle Atmosphäre während des Lesens entstehen lassen und dabei für die Kinder gut und leicht verständlich sind.

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lesedetektivDie DUDEN Lesedetektive wurden mir auf meinen Blogpost “Mama, ich will lesen lernen!” hin empfohlen und so zog recht schnell Die geheimnisvolle Spur im Garten bei uns ein. Ich bin fasziniert, wie sehr der Quietschbeu von der Art des gemeinsamen Lesens begeistert ist. In nur 2 Tagen hatten wir die Geschichte, die trotz reduzierter Textmenge sehr spannend und mitreißend ist, gemeinsam gelesen. Seither haben wir sie noch 3 weitere Male gelesen.
Das tolle dabei ist, dass man tatsächlich gemeinsam liest. Der normale Fließtext wird von einem geübten Leser gelesen und dazwischen stehen einzelne Wörter in Großbuchstaben, die im Verlauf der Geschichte auch an Anspruch zunehmen, die vom Leseanfänger gelesen werden. Die Sätze sind teilweise in leichten Reimen geschrieben, was auch das Erfassen der Zusammenhänge leichter macht. Wir sind von diesem Buch jedenfalls so begeistert, dass schon weitere Titel aus der Reihe auf dem Wunschzettel stehen.

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10kleineweihnachtsengel10 kleine Weihnachtsengel ist bereits seit zwei Jahren eines unserer liebsten Bücher in der Adventszeit. Dieses Jahr nimmt das Meedchen die Texte das erste Mal bewusst war und würde es gerne dutzendfach am Tag vorgelesen bekommen. Die Geschichte basiert auf dem +1-Prinzip. Auf jeder Seite des Buchs kommt ein weiterer Engel hinzu und auf jeder Seite machen die Engel etwas anderes. Sie backen Kekse, drücke Kussmünder auf Weihnachtskarten oder singen gemeinsam Weihnachtslieder. Bis sie zum Schluss 10 kleine Weihnachtsengel sind, die an Heilig Abend durch die Fenster in die Häuser der Menschen schauen. Der Text ist ein Reimen geschrieben und endet auf jeder Seite auf die gleiche Art und Weise, was die Kinder schnell verstehen und spätestens beim 3 Engel mitsprechen.
Das Buch wird von 24 Monate – 4 Jahre empfohlen, aber auch mit 5, 6 oder 34 kann man den Zauber dieses Buches noch wunderbar aufnehmen. Hinzu kommt, dass die ganzseitigen Illustrationen einfach bezaubernd sind.

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Spiele

verruecktelabyrinthDer absolute Hit, noch aus meiner eigenen Kindheit, ist Das verrückte Labyrinth. Nachdem die Jungs die Junior Version im Kindergarten spielten, haben wir daheim einfach mal unsere alte Version hervor gekramt und mit ihnen ausprobiert. Was soll ich sagen. Wir spielen es seither fast täglich. Besonders das Löwenmaul ist sehr ausdauernd und kann sich manchmal Minutenlang im Grübeln über seinen nächsten Spielzug verlieren. Das Spiel fördert taktisches und logisches Denken sowie Konzentration. Eine Portion Glück gehört natürlich auch dazu. Dabei wir es einfach nie langweilig, weil jedes neue Spiel wieder anders verläuft.
Das reguläre verrückte Labyrinth ist ab 7 Jahre, aber sowohl der Quietschbeu, wie auch das Löwenmaul, bekommen das Spielprinzip nach etwas Hilfsstellung am Anfang problemlos hin. Für den Einstieg eignet sich aber auch Das verrückte Labyrinth Junior (ab 5 Jahren) hervorragend. Hier sind es weniger und dafür größere Gänge, die verschoben werden können.

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murmelmikadoMurmelmikado ist der derzeitige Spielehit für das Miezmeedchen. Sie liebt es schon, das Spiel einfach nur aufzubauen, den Ständer ineinander zu stecken, die Stäbe durch die Löcher zu pieken und dann die Murmeln einzufüllen. Und dann kommt der riesen Spaß, wenn die ganze Familie reihum ein Stäbchen aus dem Murmelturm ziehen darf und alle gespannt darauf warten, ob und wenn ja, wie viele Murmeln aus dem Murmelturm herausfallen werden. Das ist selbst für uns Erwachsene immer noch ein großes Zittern und Bangen. Typisch Mikado eben, aber durch das Murmelkonstukt zeitgleich deutlich spannender und vor allem auch taktischer.
Natürlich zieht das Meedchen noch völlig unbedarft irgendwelche Stäbchen heraus, aber die Jungs gucken schon genau nach, welches Stäbchen am sinnvollsten wäre, um keine Murmeln zu lockern.

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beppobockBeppo der Bock ist ein wunderschönes Taktikspiel, das ein wenig die Toleranzschwelle unserer Kindern trainiert. Ziel ist es, vom Start ins Ziel zu kommen, ohne dabei vom Weg ab zukommen. Jeder Spieler hat dabei die Möglichkeit, die anderen Spieler aus dem Weg zu kegeln, indem er mit einer kleinen Kugel auf Beppo den Bock zielt, der dann quer über das Spielfeld flitzt und entweder auf der Wiese, im Wasser, im Feld oder im Wald zum Stehen kommt. Der Ort, an dem Beppo anhält, entscheidet über den weiteren Weg der Spielfigur. Nachdem die Kinder begriffen hatten, mit welcher Intensität sie die Kugel losrollen lassen und in welche Richtung sie die kleine Rampe am besten ausrichten müssen, kamen wir schnell zum taktischen Spiel.
Ich spiele Beppo den Bock unheimlich gerne mit den Kindern. Das Spiel wird am 5 Jahren empfohlen. Auch hier gilt wieder, dass auch sicher 1-2 Jahre jüngere Kinder ihre Freude an dem Spiel haben werden.

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Hörspiele

pettersonfindusMorgen, Findus, wird’s was geben! – das Hörspiel zum 3. Kinofilm von Petterson & Findus ist bei den Kindern eingeschlagen wie eine Bombe. Generell sind die Petterson & Findus Hörspiele bei den Kindern heiß begehrt. Wir haben bereit sehr viele Folgen, aber diese hier passt natürlich wunderschön in die Jahreszeit. weshalb sie momentan auch hoch und runter läuft. Kater Findus und der alte Mann Petterson sind einfach so liebenswerte Charakteren, dass man sie nur gern haben kann. Die Sprecher haben eine perfekte Tonalität für die Figuren und der Erzähler, der die unsichtbaren Szenen übernimmt, ist perfekt eingebunden.
Findus möchte endlich auch ma Besuch von Weihnachtsmann bekommen. Natürlich vom echten! Also baut Petterson eine Art Holz-Roboter, der Findus an Heilig Abend die Illusion eines echten Weihnachtsmanns schenken soll. Doch dann steht da plötzlich wirklich ein Weihnachtsmann in der Tür!

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laurasweihnachtssternDas Meedchen liebt Lauras Stern. Sie besitzt inzwischen die Hörspiele zum 1. und 2. Kinofilm sowie diverse Hörspiele mit Kurzgeschichten. Nun folgte mit der Adventszeit Lauras Weihnachtsstern, als neuste Errungenschaft. Das Meedchen flippte bereits nach dem Auspacken der CD völlig aus, woraufhin sie sofort in den CD-Play wanderte und seitdem eigentlich ununterbrochen läuft. Vormittags, zum Mittagsschlaf oder auch abends, zum Einschlafen, wenn das Meedchen ihren Hörspielbestimmertag (geht hier immer im Wechsel, weil sie sich ja ein Zimmer mit dem Löwenmaul teilt) hat.
Auf dem Weg in das Ferienhaus hat Lauras Familie eine Panne im Wald. Zum Glück finden sie Unterschlupf bei einem alten weißbärtigen Herren, der allerdings ein geheimes Wesen in seiner Scheune versteckt. Derweil sorgt sich Lauras kleiner Bruder Tommy, ob der Weihnachtsmann sie denn auch so tief im Wald überhaupt finde wird.

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mamamuhDie Mama Muh Hörspielbox ist ein Alltime-Favorit all meiner Kinder, die hier immer die Runde durch die CD-Player macht. Erzählt werden die bekannten Mama Muh Geschichten

• Mama Muh braucht ein Pflaster
• Mama Muh schaukelt
• Mama Muh räumt auf

Einzig verwirrend ist, dass Mama Muh in diesen Hörspielen von einem Mann gesprochen wird, während ihre Freundin, die Krähe eine feminine Stimme hat. Das ist in der Zeichentrickserie anders, was die Kinder zunächst irritierte, der Liebe zu den Geschichten aber keinen Abbruch tut. Mama Muh ist nach Aussage des Quietschbeu eine ziemlich verrückte Kuh, die einfach Dinge tut, die Kühe sonst nicht tun. Aber eben genau das, macht den Reiz und die Faszination von Mama Muh aus.

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Malen und Basteln

rabesockemalenAnders als der Quietschbeu liebt das Löwenmaul das Ausmalen. Eher selten bis gar nicht malt er frei Figuren oder Formen. Aber ausmalen kann er wie eine Eins. So ist er unheimlich präzise beim Ausmalen und malt nur sehr selten über Ränder und Linien. Um seine Kreativität spielerisch etwas anzuregen, habe ich dieses Alles Krickel und Krakel!: Das Mitmach-Malbuch vom kleinen Raben Socke gekauft und es ist ein voller Erfolg! Auf insgesamt 128 Seiten kann er ausmalen, weitermalen, nachmalen und sich selber Bilder ausdenken. Auch erstes Malen nach Zahlen (hier noch Malen nach Formen) enthält das Heft. Das Löwenmaul liebt das Heft wirklich sehr und kann sich Stundenlang (!) darin verlieren. Hinzu kommt natürlich noch, dass wir den Rabe Socke einfach herzallerliebst finden.

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hamamaxibügelIch gestehe, ich bin kein Fan von Bügelperlendingens. Aber meine Kinder lieben das Stecken von Bügelperlenbildern. Ganz besonders das Meedchen ist in einem regelrechten Bügelperlenfieber. Wir besitzen daher inzwischen einige tolle Bügelperlenformplatten für die Maxiperlen, begonnen haben wir aber mit einem Maxi Bügelperlen-Starterset. Eine Anschaffung, die ich nie bereut habe und die insbesondere aufgekratzte Kinder wieder ganz ruhig und konzentriert werden lässt. Auch haben wir keinen großen Bügelperlenverschleiß, da ich die gesteckten Bilder einfach nicht bügle, sondern sie, wie bei einem Puzzle, anschließend wieder in die Dosen räumen. Die Maxi Bügelperlen werden ab 3 Jahren empfohlen, da sie natürlich immer noch so klein sind, dass sie problemlos verschluckt werden können. Da das Meedchen aber nie ohne Aufsich damit hantieren darf, ist das kein Problem. Das Stecken von Bügelperlen schult zudem die Feinmotorik und wir üben ganz nebenbei noch die Farben. Ein wunderbares Zeitverbringding für trübe Tage.

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stempeletDas Meedchen liebt das Stempeln. In einem kleinen Goodiebag, das sie auf einer Geburtstagfeier erhielt, war ein kleiner Stempel mit einer Katze. Binnen weniger Tage hatte sie jeden Fitzel Papier in unserem Haushalt bestempelt. Inklusive ihrer Hände, Arme und die der Brüder noch dazu. Und weil sie so eine Freude daran hatte, habe ich mich auf die Suche nach weiteren hübschen Stempeln gemacht, damit sie ein wenig Abwechslung hat. Eine wunderbare Idee, wie sich herausstellte, denn auch hier kann sie wieder die Farben lernen und erzählt zu ihren Stempelbildern noch lustige Geschichten. Auch die Jungs lieben das Tier-Stemple-Set sehr und verwenden sie gerne. Eine Anschaffung, die sich rundum gelohnt hat.

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Ich hoffe, der kleine Einblick in unsere Regale und die aktuellen Lieblingsbücher, -Spiele, -Hörbucher und -Bastelmaterialen unserer Kinder ist für den ein oder anderen von Euch eine hübsche Anregung. Ich mag es immer sehr, auf Empfehlungen anderer Dinge kennen zulernen und so gegebenenfalls auch etwas Neues für uns zu finden. Die alten Beiträge findet Ihr hier: Spielen, Hören, Basteln und Spielen, Hören, Basteln 2.

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5. Dezember 2014 / Pia Drießen

Wirklich gut, statt weniger schlecht.

20140915_ecover_logoSeit nunmehr 3 Monaten ist unser Haushalt nahezu gänzlich auf Ecover-Produkte umgestellt. Wir waschen unsere Wäsche mit Ecover Waschmittel und Weichspüler, putzen unser Badezimmer mit Ecover Reinigungsmittel und haben zum täglichen Reinigen von Esstisch, Küchenzeile und Herd die entsprechenden Mittel immer griffbereit. Mein absoluter Favorit ist der Kraftschaum-Reiniger, mit dem ich eigentlich alle Oberflächen in der Küche und im Essbereich täglich reinige. Die Reinigungskraft ist super, der Duft angenehm und die Ergiebigkeit ist sehr gut. Natürlich hat jeder andere Ansprüche und einen anderen Geschmack. So weiß ich aus dem Freundeskreis, dass der eine das Flüssigwaschmittel mit Lavendelduft eklig findet, der andere wiederum mit nichts anderem mehr waschen möchte. Ich persönlich nutze es gerne für Handtücher und Bettwäsche, greife bei Alltagskleidung aber zum Color Waschmittel Konzentrat. So findet jeder seinen persönlichen Favoriten.

Aber Ecover ist ja nicht nur für ökologische Reinigungsmittel bekannt, sondern auch für ihr großes und innovatives Umwelt-Engagement in vielen Bereichen. In meinem Eingangsartikel habe ich Euch zum Beispiel schon von den ökologischen Fabriken in Belgien und Nord-Frankreich berichtet.

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Quelle: Ecover

Der neuste Clou ist die Spülmittelflasche aus Altplastik, das eigens für die Produktion eben dieser Flasche aus dem Meer gefischt worden ist und welche ab sofort in limitierter Auflage im Handel erhältlich ist. Der neu designte Flaschenkörper besteht ausschließlich aus recyceltem Plastik, davon stammen zehn Prozent aus dem Meer. Die interessante Form der Flasche ist von der Natur inspiriert und die Färbung resultiert aus dem Einsatz des Altplastiks aus dem Meer. Das enthaltende Spülmittel erinnert, dank seines natürlichen Duftes von Strandflieder und Eukalyptus, an eine frische Meeresbrise und verfügt über die gewohnt effiziente Reinigungsleistung von Ecover.

Das Interessante an dieser neuartigen Flasche ist der zur Herstellung verwendetes Meeresplastikmüll: Der sogenannte “Ocean Plastic”.

“Laut aktuellen Schätzungen verenden jährlich eine Million Seevögel, 100.000 Haie, Schildkröten, Delfine und Wale, weil sie Plastik wie Nahrung zu sich genommen haben¹, weitere Tierarten sind ebenfalls betroffen: Die Fische in den mittleren Tiefen des Nordpazifiks nehmen beispielsweise 24.000 Tonnen Plastik pro Jahr auf² – das entspricht 480 Millionen 2-Liter-Plastikflaschen³ oder dem Gewicht von 132 Blauwalen⁴.

Weniger Plastikmüll in Meeren würde sich nicht nur positiv auf die Tierwelt der Ozeane auswirken, sondern auch zur Reduktion von Mikroplastik in Nahrungsmitteln und Trinkwasser beitragen. Ecover leistet Pionierarbeit beim Aufbau einer systematischen
Säuberung der Meere und hat nun die erste Flasche mit recyceltem Plastikmüll aus dem Ozean, dem sogenannten “Ocean Plastic”, produziert. “

Um das Prinzip und die Vorgehensweise besser verständlich zu machen, hat Ecover einen kleinen Film gedreht, der den Prozess der Plastikgewinnung aus dem Meer und die Ideologie, die seitens Ecover dahinter steht, erläutert. Er dauert nur 2:27 Minuten, aber macht sehr gut deutlich, wie wichtig diese innovative Idee und die tatsächliche Umsetzung dieser, für Tiere, Umwelt und zuletzt auch uns Menschen sind.

Natürlich wird Ecover mit diesem Schritt in Punkto Recycling nicht schon übermorgen die Welt retten und im direkten Vergleich zum tatsächlichen Plastikaufkommen in unseren Meeren, sind die in diesem Jahr herausgefischten 10 Tonnen von denen eine Tonne in den Spülmittelflaschen recycelt werden konnte, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber es ist dennoch ein großer und richtiger Schritt in die richtige Richtung. Man muss immer erstmal los gehen, um irgendwann auch ans Ziel zu gelangen.  In dem Zusammenhang gefiel mir besonders die Aussage am Ende des Films:

“Wir möchten einen echten Wandel anregen. Nicht nur auf Regierungsebene oder materieller Ebene, sondern auch, dass Du Dich von uns inspirieren lässt, Deinen persönlichen Beitrag zu leisten. Wo immer möglich: sammel und recycle Plastik!”

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Quelle:  Ecover / Andrew Hughes

Die limitierte Edition des Geschirrspülmittels enthält 500ml und ist ab sofort exklusiv im Handel bei Basic und online über den Ecover Onlineshop erhältlich.

Verlosung

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Quelle: Ecover / Andrew Hughes

Natürlich könnt Ihr auch diesmal

eine von insgesamt 4 limitierten Spülmittelflaschen

gewinnen! Dafür kommentiert bitte kurz unter diesem Beitrag, wie Ihr mit Eurem Plastikmüllaufkommen umgeht? Nutzt Ihr eine Wertstofftonne, den Grünen Punkt oder achtet Ihr auch bereits beim Einkauf darauf, auf Kunststoffverpackungen zu verzichten?

Die Verlosung läuft bis zum 12.12.2014, 23:59 Uhr. Das Los entschiedet. Die Gewinnbenachrichtigung erfolgt via E-Mail. Im Falle eines Gewinns erklärt Ihr Euch damit einverstanden, dass ich Eure Postanschrift an Ecover, zwecks Zusendung Eures Gewinns, übermittle.

Viel Glück!

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Gewonnen haben:
Hummelchen84 (Kommentar #55163)
Die Perlenmama (Kommentar #55190)
Anna (Kommentar #55210)
Ramona (Kommentar #55232)

Herzlichen Glückwunsch!

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1 http://thinkoutsidethebin.com/2011/06/02/a-sea-of-plastic-more-plastic-than-plankton-in-our-ocean/
2 http://www.epa.gov/owow/oceans/debris/toolkit/files/trash_that_kills508.pdf
3 http://adlib.everysite.co.uk/adlib/defra/content.aspx?id=000IL3890W.19N85N8V0ZMGR
4 http://animals.nationalgeographic.com/animals/mammals/blue-whale/körper besteht ausschließlich aus recyceltem Plastik, davon stammen zehn Prozent aus

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4. Dezember 2014 / Pia Drießen

Schoko-Minz-Schmackofatz

Ich stehe ziemlich schlimm auf die Kombination von Schokolade und Minze. Schon seit frühster Kindheit. So mit 3 Jahren muss ich wohl in den Genuss meines ersten After Eight Täfelchens gekommen sein. Seither ist es um mich geschehen. Insbesondere wenn es kalt ist, schmeckt die Kombi einfach grandios gut. Daher dürfen in der Weihnachtszeit diese schmackofatzigen Schoko-Minz-Plätzchen einfach nicht fehlen. Und weil ich denke, dass Schoko-Minz-Plätzchen viel mehr Aufmerksamkeit und Fans haben sollten, teile ich heute mal mein Rezept mit Ihnen.

Zutaten für ca. 120 Schoko-Minz-Plätzchen

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  • 370g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 200g Schokolade mit Minzgeschmack ( nicht mit Minzfüllung!!!)
  • 300g Zartbitterschokolade
  • 200g Butter
  • 280g Zucker
  • 2 Päckchen Vanille-Zucker (kein Vanillin!)
  • 4 Eier (Größe M)
  • Puderzucker

Teig zubereiten:

Mehl und Backpulver miteinander vermischen. Dann die Minzschokolade, die leider nur sehr schwer erhältlich ist, mit 200g Zartbitterschokolade entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen lassen und gut miteinander vermengen. Die restlichen 100g Zartbitterschokolade hacken und zur Seite stellen.

Den Zucker mit dem Vanillezucker mischen. In einem Topf die 200g Butter erhitzen und unter ständigem Rühren das Zuckergemisch langsam einrieseln lassen. Anschließend das Zucker-Butter-Gemisch mit einem Handrührgerät schaumig aufschlagen. In die schaumige Masse zuerst die geschmolzene Schokolade, dann die 4 Eier und anschließend das Mehl mit dem Handrührgerät einarbeiten, bis eine homogene Masse entstanden ist. Zum Schluss mit einem Löffel die gehackte Schokolade unterheben. 

Der Teig ist dann sehr zäh und klebrig und lässt sich nur schlecht weiter verarbeiten. Darum mit einem Teigspachtel den Teig portionieren, auf Frischhaltefolie geben und zu langen Würsten einrollen. Die Teigrollen dann für 30 Minuten in die Tiefkühltruhe geben oder, wer keinen Gefrierschrank hat, über Nacht innen an die Rückwand des Kühlschranks legen.

Weiterverarbeitung:

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Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und Puderzucker in eine Schüssel geben. Den festgewordene Teig aus der Frischhaltefolie entrollen und mit einem scharfen Messer in etwa 2 x 2 cm große Stücke schneiden. In den Handflächen die Stücke dann zu kleinen runden Bällchen rollen, diese im Puderzucker wenden und anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Zwischen den Bällchen unbedingt Platz lassen, da der Teig beim Backen auseinander läuft. 

Den Backofen auf Umluft schalten und die Temperatur auf 180 Grad reduzieren. Das Backblech mittig in den Ofen schieben und die Plätzchen 10-12 Minuten backen. Danach sofort auf ein Rost umbetten und auskühlen lassen. 

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Fertig! Und lecker!

Tipp: wenn man keine Minzschokolade findet (ich hatte Glück über die After Eight Weihnachtsmänner gestolpert zu sein. Andere Minzschokolade habe ich nicht mal im gut sortierten Supermarkt gefunden!), dann kann man auch an Stelle dessen die selbe Menge Zartbitterschokolade verwenden und 2 EL Pfefferminzsirup hinzugeben. Oder eben mehr, wenn man es noch minziger haben möchte.

Ich verarbeite im ersten Schwung meist nur eine Hälfte des Teiges weiter und backe dann neue Plätzchen aus dem restlichen Teig, wenn die erste Fuhre aufgegessen ist. Das geht natürlich nur, wenn man einen Gefrierschrank hat und den Teig luftdicht einfriert. Zum Beispiel in einem Gefrierbeutel.

Aber bitte mit Sahne!

Und wer noch den Schoko-Minz-Kracher oben drauf will: Peppermint-Mocca! Vor über 10 Jahren mal in einem Kaffeeladen getrunken und seither immer auf der Suche nach der perfekten Mischung für eben diesen gewesen. Gefunden haben ich sie dann vor ein paar Tagen.

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Man nehme einen doppelten Espresso, 2 gehäufte TL Caotina Noir und einen guten Schuss Monin Pfefferminz-Sirup. Das ganze gut vermischen und mit warmer Milch auffüllen. Sahnehäubchen drauf und *mhhhhhhhhh*. Einfach nur lecker.

Ich wünsch Euch viel Spaß mit den Schmackofatzis!

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4. Dezember 2014 / Pia Drießen

Fröhöhöliche Adventszeit

Die Verlosung der Mila Krippe und die damit verbundene Verlosungsfrage nach Euren Weihnachtsbräuchen und -Ritualen, hat natürlich auch dazu geführt, dass manche von Euch wissen wollten, wie Weihnachten denn bei uns von Statten geht. Und auch schon vorher wollten ein paar Leser wissen, wie wir Weihnachten und die Adventszeit mit den Kindern gestalten und erleben.

Die Adventszeit beginnt für uns am 01. Dezember. Tatsächlich habe ich daher auch erst am Montag, und nicht schon am Sonntag, ein wenig das Haus geschmückt: Ein paar große bunte Glaskugeln und eine Lichterkette ins Küchenfenster gehängt, unseren kunterbunten Kranz an die Tür gehangen, den Adventskranz mit neuen Kerzen bestückt und die Fensterbankdeko etwas Jahreszeitentechnisch angepasst. Das war es auch schon. Weniger ist mehr. 

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Natürlich wird in der Adventszeit auch hier gebacken. Dieses Jahr gehe ich in alle 3 Kindergartengruppen meiner Kinder, um dort mit den Kindern zusammen zu backen. Ursprünglich wollte ich nur in der Gruppe des Meedchens backen, aber dann bekamen die Jungs das spitz … den Rest können Sie sich denken. Zuhause backen wir ebenfalls verschiedene Plätzchen. Mandelsterne, Linzer-Plätzchen und Vanille-Marzipan-Kipferl sind seit Jahren fester Bestandteil unserer Adventszeit. Einzig meine heiß geliebten Schoko-Minz-Plätzchen (Rezept folgt) backe ich alleine, da die Verarbeitung für Kinderhände arg umständlich ist und zum Schluss schon mal zu kleineren Wutausbrüchen führte. Davon abgesehen, dass die Jungs die Plätzchen nicht mögen. Ich setze daher all meine Hoffnung auf das Meedchen. Dieses Jahr dann.

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gehört selbstverständlich auch in die Adventszeit. Vermutlich wird es dieses Jahr der Bonner Weihnachtsmarkt werden. Ebenfalls sehr schön in der Mittelalterliche Weihnachtmarkt in Siegburg, allerdings ist der immer so überlaufen, dass man sich kaum vom Fleck bewegen kann. Die Kinder sehen so kaum etwas und bekommen in den Menschenmassen auch schnell Angst. Wer ohne Kinder unterwegs ist, sollte sich das Spektakel aber unbedingt einmal ansehen.

Wir hoffen natürlich auch auf Schnee. Zumindest soviel, um einmal Schlitten fahren zu können. 

An einem Adventswochenende treffen wir uns mit meinen Geschwistern und ihren Familien zum gemütlichen Beisammensein. So entgehen wir dem Weihnachtsstress an den Feiertagen, können uns die minutiöse Planung von Besuchen hier und da sparen und einfach nur die Tage ruhig im Kreise unserer kleinen Familie genießen.

Weihnachten selber hat natürlich lang gehegte Traditionen, die wir aus unserer eigenen Kindheit mitgenommen haben. Wobei es eine recht einschneidende Veränderung gibt, die mir, letztes Jahr aus einer Not heraus geboren, so gut gefallen hat, dass wir sie dieses Jahr fortführen werden. Bescherung ist bei uns am 1. Weihnachtsfeiertag früh morgens. Das ergab sich im letzten Jahr aus der Tatsache, dass der Miezmann in Afghanistan war und ich mit den Kindern alleine. So war es mir kaum möglich alles vorzubereiten und dann noch möglichst heimlich die Geschenke unter den Baum zu drapieren. Also legte ich sie in der Nacht von Heilig Abend auf den 1. Weihnachtsfeiertag unter den Baum. Das hatte unter anderem dem Vorteil, dass die Kinder ausgeruht ihre Geschenke in Augenschein nehmen und danach ausgiebig damit spielen konnten, ohne dass das Bett rief oder sie durch einen langen Tag schon müde und knatschig gewesen wären. 

An Heilig Abend stellen wir vormittags den Weihnachtsbaum auf und schmücken ihn gemeinsam. Gegessen wird am Abend traditionell Kartoffelsalat mit Brühwürstchen und zum Nachtisch Schlesische Mohnpielen, die leider außer mir keiner in meiner kleinen Familie mag. Ich werde trotzdem nicht müde, sie jedes Jahr aufs Neue  zum Probieren anzubieten, aber ich bin mir sicher, dass auch Schokoladenpudding ganz vorzüglich munden wird  ;)

Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es bei uns früher immer Gänse- oder Entenbrust, Rotkohl und Klöße. Wir werden es dieses Jahr aber mal mit Braten, Rotkohl und Kartoffeln versuchen, da besonders die Jungs gerne Braten essen und das Meedchen Kartoffeln liebt. Irgendwie sollen und wollen wir ja alles satt werden.

Viel mehr haben wir noch gar nicht geplant. Den ein oder anderen Spaziergang werden wir bei der Völlerei sicherlich machen und natürlich gucken wir auch das ein oder andere Weihnachtsmärchen, esse Plätzchen und trinken Kakao. 

Der Advent hat für mich persönlich etwas ruhig und warmes an sich. Darum verzichten wir auf Überplanung und Rundreisen und sind einfach zuhause und ganz bei uns.

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3. Dezember 2014 / Pia Drießen

Zeitreise: Warten auf’s Christkind

Passend zur Adventszeit und zu der immer wiederkehrenden Frage, ob es ein Christikind, den Weihnachtsmann oder Weihnachtsengel gibt, möchte ich Ihnen heute eine kleine Anekdote aus meiner eigenen Kindheit erzählen. Da ich diese bereits in meinem alten Blog veröffentlicht hatte, fällt sie in die Kategorie Zeitreisen. Was ja nun auch gleich doppelt stimmt. Immerhin war ich zu dieser Begebenheit erst 4 Jahre alt.

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20141203_01Warten auf’s Christkind

Original veröffentlicht am 21.12.2005

Klein-Pia war 4 Jahre alt, als es mal wieder galt sich ins Kinderzimmer zurückzuziehen, um das Christkind zu erwarten.

Klein-Pia kannte den Weihnachtsmann nicht und hielt den “Ho ho ho” schmetternden, weißbärtigen Mann, welcher bei real-, in der Vorweihnachtszeit Mandarinen verteilte, für einen armen, alten Opa, der damit seine Frau, seine 5 Kinder und seine 35 Enkel ernährte. Klein-Pia tat der alte Mann immer sehr leid und nahm daher auch nie eine Mandarine von ihm an. Immerhin würde ihn das Stück Obst sicher eher sättigen, als sie, die am Abend eine leckere warme Mahlzeit bekommen würde.

So wartete sie an diesem Abend wieder voller Vorfreude auf das Christkind, welches die Geschenke unter den Baum legen würde, die Kerzen am Baum entzünden würde und sich dann eilte, zum nächsten braven Kind zu gelangen. Ihr großer 17jähriger Bruder und ihre große 14jährige Schwester leisteten ihr dabei Gesellschaft und vertrieben sich die Zeit mit Musikhören. Klein-Pia presste derweil ihre kleinen Ohren an das Holzblatt der Tür und hielt die Luft an. Es hieß, wenn man sehr artig war, würde man die Glöckchen des Christkindes hören, wenn es die Geschenke verteilte. “Ich glaub, ich hab das Christkind gehört!”, hauchte sie kaum vernehmbar. Dann hörte sie es ganz deutlich – es klingelte ein Glöckchen. “Jani, Mimi, ich hör das Christkind!”

Erschrocken über den plötzlich Freudenausruf und die Lautstärke, mit der Klein-Pia ihrer Freude Ausdruck schenkte, schraken ihre Geschwister hoch und starrten sie perplex an. Ihr großer Bruder murmelte etwas und Klein-Pia entgegnete, mit dem Füßchen aufstampfend: “Ich hab keine Hallozinonen! Das ist das Christkind!”

“Ach ja? Soll ich Dir beweisen, dass das nicht das Christkind ist?” Ihr Bruder öffnete langsam die Tür und schob Klein-Pia in den Flur. Durch die Glastür des Wohnzimmers war eine ausgewachsene Person zu sehen und Klein-Pia sah Ihren Bruder mit großen Augen an. “Das Christkind ist aber ganz schön groß!” Er lachte. “Das ist nicht das Christkind. Das ist Mama.”

Klein-Pia lief zurück in ihr Kinderzimmer und ließ sich vor ihrer großen Schwester auf die Knie fallen. “Mimi, Mama hilft dem Christkind. Darf ich das Christkind auch sehen, wenn ich groß bin?” Ihr große Schwester lachte. “Man darf das Christkind erst dann sehen, wenn man groß ist und immer ein liebes Kind war.”

Klein-Pia sah sie mit großen Augen an und drehte sich dann zu ihrem Bruder, der mit dem Rücken an der Tür lehnte und die Augen verdrehte. “Siehst Du Jani, ich kann das Christkind nur nicht sehen, weil ich noch so klein bin … und Du, weil Du nie lieb warst!”

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