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20. Oktober 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 42/2014

Eins ist klar: meine letzte Woche war von kulinarischen Hochgenüssen bestimmt. Und da ich besonders gerne und viel in Gesellschaft esse, heißt das zeitgleich, dass ich viel Gesellschaft hatte. Eine schöne Woche. Rundum.

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Einer der schönsten Just for me moments war definitiv der Vormittag im Mediterana, welches der Miezmann und ich tiefenentspannt verließen.

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Donnerstag war ich mit zwei Freundinnen abends beim Spanier essen. Tappas, so viele der Tisch beherbergen konnte. Ich roch am nächsten Tag zwar wie eine Knoblauchplantage, aber die Gespräche und das Essen waren so verdammt gut, dass das völlig nebensächlich war.

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Freitag traf ich mich mit meiner allerliebsten Sero zum Mittag. Diesmal gab es Mexikanisch und natürlich auch wieder wunderbare Gespräche. So lässt sich das Wochenende ganz entspannt und mit neuer Energie einläuten.

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Genäht hab ich diese Woche natürlich auch wieder. Ein Fuchs-Shirt für das Löwenmaul. das er sich so sehr gewünscht hatte. Zudem ein Longshirt nach den Wünschen von Judith für ihr Julimädchen. Und weil sie am Freitag dann noch ratzifatzi Mutter vom bezaubernden Oktobermädchen wurde, habe ich noch ein kleines passendes Set für den kleinen Neuankömmling genäht. Willkommen kleiner Mensch!

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Zuletzt habe ich diese Woche noch ein neues Hörbuch angefangen. Nachdem ich nur Gutes davon gehört habe, dann ja aber doch nie dazu kam, es zu lesen, habe ich mich für “Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes entschieden. Bisher ist es ganz rührend, aber noch nicht atemberaubend, wie viele es nannten. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

***

Über meine letzte Woche kann ich mich nun wirklich nicht beklagen. So viele tolle, liebenswerte Menschen um mich herum gehabt, wie schon lange nicht mehr. Lecker gegessen. Mehrfach. Viel geschlafen und entspannt. Ja, das war eine sehr gute Woche. Mal sehen, was die nächste bringt.

Wer seine Just for me moments ebenfalls in seinem Blog festhält, kann den jeweiligen Beitrag für die vergangene 42. Kalenderwoche anschließend gerne in der unten stehenden Linkliste verlinken. Wer kann Blog hat, kann via Twitter oder Instagram unter Verwendung der Hashtags #JFMM und für die aktuelle Woche #JFMM43 teilnehmen.

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15. Oktober 2014 / Pia Drießen

Ein wundervoller Geburtstagstag

Nachdem der Miezmann im vergangenen Jahr seinen Geburtstag in Afghanistan ohne uns feierte, konnte wir dieses Jahr – heute! – den ganzen Tag miteinander verbringen und genießen. Mit wir meine ich ihn und mich. Die Kinder verbrachten den Vormittag im Kindergarten, damit wir ein ein paar Stunden ganz exklusiv für uns hatten. War das schön!

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Zum Frühstück gab es für alle Familienmitglieder einen schockoladigen Schokoladenkuchen. Natürlich mit Schokoladenglasur und Smarties. So verabschiedete das Miezmeedchen sich heute Morgen dann nicht nur von ihrem Papa, sondern auch vom Kuchen: “Tzüss Papa! Tzüüs Kuchn!

Nachdem ich die Kinder in den Kindergarten gebracht hatte, schnappten wir uns die gepackten Taschen und fuhren in den Mediterana Erholungspark. Ein wahrer Traum, der einem kleinen Miniurlaub gleicht. Wir ließen es uns die 4 Stunden richtig gut gehen. Zu Beginn suchten wir das Catalanisches Kräuterbad auf, das mit Thymian, Salbei, Lavendel und Rosmarin-Düften und 80 Grad Temperatur ein wunderbarer Einstieg war.  Danach gingen wir erstmal ausgiebig und opulent frühstücken. Vollgefuttert begaben wir uns in den Ruhebereich, wo der Mann sich mit einer Tageszeitung in eine Ruheliege verzog und ich mich in ein riesen großes Wasserbett mit Baldachin rollte und erstmal eine Stunde tief und fest schlief. Anschießend schlenderten wir in eine kleine Bar des indisch-arabischen Bereichs, wo wir uns einen großen alkoholfreien Fruchtcocktail gönnten, bevor wir dann zuerst in die Rosensauna und danach in die Steinsauna gingen. 

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Die 4 Stunden vergingen wie im Flug und ich war richtig traurig, dass die Zeit so schnell verflogen war. Wir müssen unbedingt mal einen ganzen Tag dort verbringen. Allein in dem Wasserbett, mit leisem Wasserplätschern im Hintergrund und wunderbaren entspannenden Düften in der Luft, hätte ich locker 2-3 Stunden schlafen können. Das Essen im Mediterana ist zudem wirklich sehr lecker und das Angebot an Saunen, Ruhebereichen, Bars und Massagen ist so groß, dass es an Abwechslung ganz sicher nicht fehlt. Oh ja, am liebsten würde ich direkt wieder hin!

Anschließend fuhren wir direkt zum Kindergarten und holten die Kinder ab. Der Quietschbeu war ganz aufgeregt, weil er seinem Papa ein ganz besonderes Geburtstagsbild gemalt hat. Das Meedchen wiederum war aufgeregt, weil wir nach Hause zum Kuchen fahren würden.

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Das Bild zeigt (v.l.n.r.): das Löwenmäulchen, den Miezmann, das Meedchen, mich und den Quietschbeu. Die Zacken auf dem Miezmannkopf stellen die Geburtstagskrone da. Überall fliegen Ballons mit einer “43” darauf herum und “die Dinger, die aussehen wir durchgekritzelt, sind ein Feuerwerk!” (O-Ton Quietschbeu).

Der Nachmittag war ruhig und entspannt. Die Kinder aßen fast den ganzen Kuchen auf und feilschten um die Smarties. Morgen gehen der Miezmann und ich dann noch gemeinsam Shoppen, um uns beide für die kommende Jahreszeit auszustatten. Freitag muss er dann wieder arbeiten gehen.

Das war, nach dem letzten Jahr, ein ganz ganz ganz wunderbarer Miezmann-Geburtstag. Ich soll auch allen Gratulanten auf Instagram und Twitter recht herzlichen Dank für die guten Wünsche ausrichten.

***

Mein lieber H.,

seit 13 Jahren gehören wir zusammen, gehen durch dick und dünn, lachen über die selben Dinge und schmieden die kunterbuntesten Pläne. Ich habe es nie bereut mich in Dich verliebt zu haben. Selbst die “schlechten” Zeiten hatten immer auch etwas Gutes und haben uns letztendlich dahin gebracht, wo wir heute sind. Ja, ich glaub an dieses “Schicksalsding”. Nach wie vor. Zu viele Zufälle spielen in unser Kennenlernen und unseren Weg mit rein. Du bist mein Rückhalt, in jeder Lebenslage. Niemandem vertraue ich mehr als Dir. Ich liebe Dich! CGYOOMH!

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14. Oktober 2014 / Pia Drießen

Schnipp Schnapp. Ratatatatatt. Pling!

Weil ich immer wieder zwei ganz bestimmte Fragen gestellt bekomme, werde ich diese heute mal beantworten.

Frage 1: Welche Nähmaschine/Overlock hast Du?

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Brother Innov-is 350SE

Die Brother Innov-is 350SE ist eine elektronische Nähmaschine mit einer wahren Vielfalt an coolen Funktionen. Automatische Verriegelungsstiche am Nahtanfang und -ende, Geschwindigkeitsregler, Sieben-Punkt-Transporteur der sich komplett versenken lässt,  294 verschiedene Stiche, automatischer Fadenabschneider am Anfang und Ende einer Naht und vieles mehr. Viele viele Funktionen, die einem das Nähen unheimlich erleichtern. Im Vergleich zu meiner alten mechanischen Pfaff wirklich eine echte Zeitersparnis. Ich liebe sie jedenfalls sehr und würden sie jederzeit bedenkenlos empfehlen.

Brother 3034D

Diese Overlockmaschine ist eine großartige Hilfe und  für mich persönlich nicht mehr wegzudenken, weil ich überwiegend elastische Stoffe vernähe. Ich habe mich für diese Maschine entschieden, weil ich von Brother ohnehin schon so schwer begeistert war. Natürlich kann sie nähen, versäubern und schneiden in einem. Außerdem ist die Maschine mit einem großen Auffangbehälter für die Schnittreste und einer Einfädelhilfe für den unteren Greifer ausgestattet. Zudem ist der Nähfußandruck regulierbar und das Obermesser abschaltbar.

Ich würde beide Maschinen jetzt nicht unbedingt als Einsteigermaschinen bezeichnen, weil sie dafür doch recht teuer sind. Andersrum ist es auch doof, wenn man sich für 150 Euro eine Nähmaschine beim Discounter kauft, nur um dann genervt nach einem halben Jahr doch auf eine größere Maschine umzusteigen. Wer direkt etwas mehr investieren möchte, macht hier sicher nichts falsch.

Frage 2: Wo bestellst Du Deine Stoffe?

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Lillestoff

Lillestoff ist bekannt für ihre skandinavischen Designs und ganz besonders für Kinderstoffe. Großflächige Motive, ähnlich Wimmelbildern, sind typisch für Lillestoff. Zu einem neuen Motivstoff gibt es meist 1 bis 2 passende Kombistoffe. Aber auch für Erwachsene liefern sie inzwischen immer wieder tolle Designs und die Qualität der Stoffe ist immer sehr gut.

Alles für Selbermacher

Hier bestelle ich am liebsten die wirklich bezaubernden Eigenproduktionen, die wirklich mal etwas ganz anderes sind und sich von anderen Kleiderstoffen deutlich abheben. Die Qualität ist immer der Wahnsinn und Service wie auch Lieferzeit sind gut und schnell. Was ich auch besonders mag, ist dass zu den Motivstoffen immer direkt ein passender Kombistoff oder sogar kombinierbare Bündchen angeboten werden. Die Empfehlungen haben bei mir bisher noch nie daneben gelegen.

Kleewald

Im Kleewald findet man immer tolle Stoffe auch von Designern aus den USA. Hier shoppe ich vor allem meine Basics wie unifarbene Jerseys und Bündchen. Die gängigsten Lillestoffe bekommt man beim Kleewald auch immer etwas günstiger, als bei Lillestoff selber. Der Kundenservice ist super. Da wird auf Nachfrage auch mal nach einem passenden Kombibündchen im Lager gesucht.  Außerdem gibt’s bei Kleewald immer coole Aktion, wie z.B. Staffelshopping, Aktionswochen, Adventskalender mit tollen Gewinnen oder Prozentaktionen. 

Michas Stoffecke

Bei Michas kauft man die besten Sweatstoffe, Jeans, Cord … und natürlich auch die ein oder andere Eigenproduktion, wie z.B. die Designs von Hamburger Liebe. Das Angebot ist teilweise echt erschlagend, so voll ist der Shop. Rein technisch könnte der Shop mal ein Update vertragen. Die Stoffqualität ist in der Regel sehr gut. Die Lieferzeit auch.

Stoffwelten

Bei Stoffwelten gibt es in regelmäßigen Abständen Eigenpoduktionen, die wie eine Bombe einschlagen. Mir persönlich sagt das Design nicht allzu oft zu, aber ein waches Auge lohnt sich immer, denn wenn sie so ein bomben Schätzchen zum Kauf frei geben, rasten die Kunden regelmäßig aus. Kinderklamotten beim Discounter sind ein Schiss dagegen. Ich habe da auch schon 2 oder 3 Mal zugeschlagen. Und da Geschmäcker verschieden sind, darf der Tipp hier nicht fehlen.

Evli’s Needle

Hier findet man besonders außergewöhnliche Stoffe mit einzigartigen Designs. Insbesondere Stoffe für Erwachsenenmode, Dekokram, Pipapo von Designern aus aller Welt.

Stoff & Liebe

Bei Stoff & Liebe gibt es besondere Kinderstoffe und neuerdings auch Stoffe mit Lizenzmotiven (Heidi, Der kleine Maulwurf), die wie warme Semmeln gehen und aktuell in den gängigen Facebook-Gruppen wie pures Gold gehandelt werden. Hier lohnt es sich ebenfalls immer mal wieder einen Blick in den Shop zu werfen.

***

Darüber hinaus habe ich natürlich noch verschiedene Shop auf meiner Liste, die ich ansurfe, wenn ich was ganz bestimmtest brauche. Ringel, Sterne, Futterstoffe … so Kram halt. Aber diese jetzt alle hier aufzulisten würde den Rahmen sprengen. Dann und wann kaufe ich auch mal Stoffe bei Dawanda, wenn ich einen bestimmten Stoff, in keinem “meiner” Shops finde.

Ich hoffe ich konnte Euch ein kleines wenig weiterhelfen und die Fragen beantworten. Nun muss ich immer nur hierher verlinken, wenn die Fragen wieder auftauchen. Yay!

 

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13. Oktober 2014 / Pia Drießen

Mit Bravur gescheitert

Ich bin mit Sätzen wie “Mach Dich nie von einem Mann abhängig! Sei wirtschaftlich unabhängig. Lass Dich nicht zur Hausfrau machen. Sei emanzipiert!” aufgewachsen. Ausgesprochen von einer Frau, die in einer anderen Zeit aufgewachsen ist, anderen gesellschaftlichen Konventionen unterlag und mit Sicherheit viele Hürden zu überwinde hatte, die heute keine mehr darstellen. Ich habe diesen Sätzen immer viel Gewicht beigemessen und mich nach allen Regeln der Kunst versucht danach zu richten. Auch wenn Bauch und Herz schon lange rebellierten, war da immer noch die Vernunft, die mich einen Weg gehen ließ, der mich zum Schluss an den Rand meiner Kräfte brachte. 

Wobei: nein! Das war nicht “der Schluss”. Es war ein Einbruch auf einer sonst so glänzend bestrittenen Etappe. Erschöpfung. Einbruch sämtlicher Leistungsfähigkeit in allen Bereihen. Ich habe nicht mehr genügt¹ und zwar in keinem der Bereiche, die mein Leben so hat: Job, Kinder Partner. Alles wurde zur Belastung. Die Lösung kam mir schnell in den Sinn, aber ich schob sie zur Seite, denn es wäre einem Scheitern gleich gekommen. Scheitern der seit frühster Kindheit eingebläuten Selbstständigkeit/Unabhängigkeit. Es hat mich viel Mühe gekostet zu erkennen, dass das wahre Scheitern darin bestanden hat, auf Teufel komm raus weiter zu machen, obwohl alle Beteiligten unter der Situation zu leiden hatten. So habe ich noch rechtzeitig die Reißleine gezogen, raus aus dem Job, rein in die Elternzeit. Seither kehrt meine Energie und meine Lust auf Kreativität und auf neue Projekte Tag für Tag ein Stück mehr zurück. Ich habe die beste Zeit mit meinen Kindern, an die ich mich überhaupt erinnern kann. Ich genieße die Zeit mit meinem Mann. Ich habe wieder viel mehr Freude am Bloggen. Mein Haushalt ist nicht mehr mein Feind, sondern eine tägliche Aufgabe. 

Tatsächlich habe ich mich seit Jahren nicht mehr so frei und unabhängig gefühlt. Ich bin so froh, diese Entscheidung getroffen zu haben.

Natürlich weiß ich, dass das keine Lösung auf Dauer ist. Ich kenne mich und das ziemlich gut. Wenn ich keine Projekte, keine Aufträge, keine To-Dos habe, werde ich nervös und unausgeglichen. Trotzdem werde ich mich nun erstmal voll und ganz auf Dinge konzentrieren, die ich tun möchte. Manche sind einfach für mein eigenes Seelenheil, andere haben einen Mehrwert für unsere Familie, den Kindergarten und für Sie da draußen.

Ich möchte gerne wieder an den Punkt kommen, an dem man sich, so wie man ist, rundum gut fühlt, weil man so ist, wie man ist. Und nicht weil die Anderen Applaus klatschen, weil man so ist, wie sie das gerne hätten. Ich möchte nicht über Begriffe wie “Working Mom” oder “Hausfrau” definiert werden. 

Solange ich denken kann, bin ich immer auf die Füße gefallen, egal wie schwer ich gestürzt bin. Ich bin Optimist durch und durch. Und ich glaube fest, dass da noch irgendwas kommen wird, was ich jetzt noch nicht absehen kann. Vielleicht doch ein Umzug? Ein großes Projekt? 

Wenn man das Überdenken und Geraderücken von festgefahrenen Denkmustern und dem bisherigen Lebensmodell also als Scheitern bezeichnen würde, dann möchte ich feststellen, dass ich mit Bravur gescheitert bin. Und total glücklich obendrein. 

— 
¹ Ein ganz wundervoller Artikel von Buntraum zum Thema “Ich bin genug

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13. Oktober 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 41/2014

Meine Just for me moments der letzten Woche waren ein wenig mau. Aber zwei ganz tolle Kaffee-Dates haben das ganze wieder aufgewertet.

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Dienstag habe ich mich mit Maren, Judith und Pjaupe zu Käffchen und Kuchen getroffen. Das war schön. Maren hatte ja ne Menge zu erzählen (Shanghai, Baby! Der WAHNSINN!) und ich konnte ein bisschen mit dem zuckerscchnutigen Monchi schäkern (diesen doofen Spruch, dass so Leute immer das Baby klauen wollen, den hatte ich mindestens 3 Mal auf den Lippen!).

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Mittwoch konnte ich endlich mein lang geplantes Nähprojekt starten, das ich letztendlich Samstag fertig gestellt habe. Eine Winterjacke für das Meedchen nach dem schönen Schnitt Zippbert von Dino van Saurier. Für den Außenstoff habe ich einen Dekostoff von Stoff und Stil verwendet. Gefüttert ist die Jacke mit kuscheligem Bio-Teddy. Das eBook ist wirklich klasse. Ich habe schon viele Reißverschlüsse vernäht, aber Frau Saurier erklärt das so phänomenal gut, dass da gar nichts schief gehen kann. Das Ergebnis finde ich jedenfalls bezaubernd. Leider war es dann Sonntag doch viel zu warm, um das Meedchen zu ein paar Tragefotos zu überreden. Aber kälter wird es ja sicher noch werden.

Donnerstag war die tollste Pjaupe der Welt inklusive Monchi zum Frühstück da. Wir hatten uns soviel zu erzählen, soviel zu lachen, dass ich nicht mal ein einziges Foto von leeren Tellern oder Kaffeetassen gemacht habe. Stellen Sie sich daher hier bitte ein rosa-glitzerndes Herzchenbild vor.

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Am Wochenende habe ich dann an einem Schnitt für ein Longshirts gebastelt, das ich nähen soll. Kurzerhand habe ich dieses dann für das Meedchen einmal Probegenäht. Ist zwar mehr ein Kleid geworden, gefällt mir allerdings trotzdem super gut. Und dem Meedchen erst. Sonntag war es dann auf einer Familienfeier direkt im Rabaukenmoduseinsatz. Ich bin echt begeistert, wie gut es dann Ort und Stelle bleibt und nicht ständig hoch rutscht. Davon werde ich auf jeden Fall weitere nähen.

Was mir dieses Woche ganz arg fehlte: Baden, Hörbücher hören, Nägel lakieren, Gesichtsmaske … also so ein bisschen Körper- und Seelenpflege. Aber irgendwie bin ich dazu einfach gar nicht gekommen. Daher nehme ich mir all das für die kommende Woche vor. 

Gerne könnt Ihr Eure Just for me moments ebenfalls in Eurem Blogs dokumentieren und den Beitrag dann in die unten stehende Linkliste eintragen. Wer keine Blog hat, kann via Twitter und Instagram mit den Hashtags #JFMM und für die aktuelle Woche #JFMM42 teilnehmen. Die 14 Teilnehmer der letzten Woche findet Ihr hier.

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10. Oktober 2014 / Pia Drießen

Nicht die Mama!

Als ich dieses Blog 2008 eröffnete, da war es ein anonymes Kinderwunschblog. Kurze Zeit später wurde ich schwanger und nannte es kurzerhand in “Das Mama Miez Blog” um. Miez ist mein Spitzname. Also war es damals. Klar, ich war gerade voll in diesem Schwangerschaft-und-Kinder-kriegen-Ding drin. Das mit dem Mama im Namen schien mir ne super tolle Idee. Damals. 

Nun – 6 Jahre später – ärgere ich mich ziemlich oft über das “Mama” in Mama Miez. Es reduziert mich auf etwas, was ich nicht alleine bin und für was dieses Blog schon lange nicht mehr alleine steht. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass Bis einer heult! schon lange kein reines Elternblog mehr ist. Hier finden sich alle Bereiche meines Lebens wieder, nicht nur die der Kinder. Aber das Mama wird für immer und ewig den Anschein erwecken, es wäre so.

Darum habe ich darüber nachgedacht, das Mama einfach zu streichen. Aber – und da wirds zum Problem – das ist nicht einfach mal eben so gemacht. Natürlich wäre zunächst einmal die Domain hinfällig und da sind wir mal ehrlich: ich wäre ziemlich bescheuert, wenn ich diese ersetzten würde. Klar, mit Rediretcs und ein paar Scripts könnte man dafür sorgen, dass kein Besucher verloren geht. Man könnte sogar Google über die neue Domainstruktur unterrichten. Aber unterm Strich ist es verrückt und unnötig, ist der Grund nur ein schnödes Missfallen meinerseits ohne weitere Relevanz für den Inhalt. 

Sämtliche meiner Social Media Profile laufen auf den Namen Mama Miez. Diese umzubenennen würde zu so manchen Irritationen führen, Links unwirksam werden lassen, alte Verknüpfungen und Bezüge würden sich verlieren. Zudem kann man z.B. auf Facebook-Seiten den Namen der Seite nur ändern, wenn man weniger als 200 Fans hat. Zug abgefahren.

Ich hab mich also dazu entschieden, mit dem Mama in Mama Miez zu leben, es aber auf ein Minimum zu reduzieren. So bleibt es als Teil der Domain des Blogs und der Social Media Profile bestehen, wird als Name/Headline/Subline aber nicht mehr geführt. Ich finde es nämlich nach wie vor und schon immer befremdlich, wenn mich jemand die Mama Miez nennt. Also ich nehme das keinem übel, aber ich fühle mich dann meist gar nicht angesprochen. Noch schlimmer ist es geschrieben und dann in einem Wort: Mamamiez. Da stimmt ja dann gar nichts mehr dran.

Also, es wäre ganz arg freundlich, wenn Sie mich einfach mit Miez oder Pia ansprechen. Das ist total okay für mich. Mamamiez ist per se falsch und Mama Miez hat sowas von Oma Renate, wenn Sie verstehen. Da schwingt ganz viel Blümchenkittel mit, den ich definitiv nicht besitze.

Also wundern Sie sich nicht, wenn das Mama hier und dort ein wenig mehr in den Hintergrund tritt oder ganz verschwindet. Es fühlt sich einfach falsch an, das auf alle Zeiten mitzuschleppen. … sonst ändert sich nix!

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10. Oktober 2014 / Pia Drießen

Gerade Babys

Morgendliches Gespräch mit dem Quietschbeu:

“Mama, bekommen wir noch ein Baby? Ich hätte gerne noch ein Meedchen!”

“Nein, wir bekommen kein Baby mehr. 3 Kinder sind schon ganz schön viel, weißt Du? Und wir hätten auch gar kein Zimmer mehr übrig und im Auto hat auch kein Kind mehr Platz.”

“Aber das Baby kann doch bei mir schlafen. Und wir fahren einfach mit 2 Autos. Wenn der Papa arbeitet kann das Baby auf Papas Platz sitzen!”

“Schon, aber überleg mal wie viel lauter und turbulenter es hier wäre, wenn noch ein Kind da wäre. Ich kann Euch ja jetzt schon nicht allen 3 gleichzeitig zuhören.”

“Hm. Und wenn ich dann einfach weniger rede?”

“Schatz, ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass das funktioniert. Und es wäre ja auch nicht fair, wenn Du weniger reden müsstest, nur weil wir noch ein Kind haben.”

“Hm, das stimmt. Aber ich finde 4 halt viel schöner als 3.”

“Wieso?”

“Na, das ist so ungerade. Ich mag’s lieber gerade.”

“Und wenn es dann auf einmal zwei wären? Zwillinge? Dann ist das ja wieder ungerade!”

“Dann müssen wir eben noch eins bekommen. Bis es gerade ist!”

Tja. Sohn seiner Mutter. Babys – auch nicht eins –  wird es hier trotzdem nicht mehr geben.

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9. Oktober 2014 / Pia Drießen

Über die Relevanz von Elternblogs

Schon seit einer Zeit versuche ich einen Beitrag zu schreiben, der mir dann doch irgendwie nie so gelingen wollte, wie ich gerne gehabt hätte. Heute versuche ich das noch mal. Auslöser hierfür ist ein Kommentar von dasnuf, den sie heute unter meinem letzten Beitrag hinterließ. 

Thema: Die Relevanz von Elternblogs. Elternblogs – oder allgemeiner als Mommyblogs  bezeichnet – sind eher belächelt bis verpönt. Da schreibt irgendeine gestresste/gelangweilte Mutter von ihrem stressigen/langweiligen Alltag mit Kindern. Das ließt doch keiner! Ich kann da nur entgegen setzten: Oh doch! Das lesen sogar ganz schön viele! Der Online-Clan, von dem dasnuf so treffend auf ihrem Blog schrieb, ist in der heutigen Zeit ein guter und wichtiger Ersatz für die großen Familien und ganze Dörfer, die sich früher um die Erziehung eines Kindes gekümmert haben. Da war jederzeit jemand mit Erfahrungen, mit einen Rat oder mit einer helfenden Hand zu Stelle. Heute leben wir oft mehrere hundert Kilometer von unserer Familie entfernt und die Dorfgeschmeinschaft ist etwas sehr seltenes geworden. Statt einander hilfreich zur Seite zu stehen, beäugt man sich kritisch. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. 

Es wird viel bewertete. Wie die Kinder gekleidet sind, was sie in ihren Brotdosen haben, wie man die Nachmittage verbringt, welche Spiele man sie spielen lässt, etc. pp. Und ich meine jetzt nicht das virtuelle Gehacke, über das ich mich u.a. gestern ausließ, sondern durchaus das Tuscheln hinter der vorgehaltenen Hand im wahren Leben. Nein, die Kritik wird in den seltensten Fällen wohl laut geäußert. Aber man steht unter ständiger Beobachtung der Gesellschaft. Dass viele Familien, vor allem Mütter, ständig versuchen alles richtig zu machen und an sich zweifeln, statt sich auf das eigene Bauchgefühlt zu verlassen (meiner Meinung nach der “richtigste” Weg, den man gehen kann) ist Resultat dieser Entwicklung.

Und dann kommen Elternblogs, die aus ihrem ganz normalen Alltag und Tagesabläufen, über Schwierigkeiten in der Erziehung und diverse “Phasen” der Kinder erzählen. Ich kann nicht sagen, wie viele E-Mail alleine ich erhalten habe, in denen mir Leser dafür danken, dass sie beim Lesen meines Blogs das Gefühl haben selber völlig “normal” zu sein. Normal im weitesten Sinne. Natürlich ist jede Familie anders. Aber wir haben alle Sorgen, Freuden, mal anstregendere Kinder, Tage, Phasen und mal ganz dufte Kinder, Tage, Phasen. Oft lese ich auch, dass sich jemand selber, bzw. sein Kind, in meinen Texten wiedererkennt. Und dass es einem das gut tut, nicht allein zu sein. Elternblogs zu lesen gibt dem Leser die Möglichkeit des “sich Vergleichens”, sich Anregungen für alle möglichen Bereiche des Lebens mit Kindern (Erziehung, Ernährung, kreatives Gestalten, Unterhalten etc.) zu holen und ganz oft sicher auch einfach mal einen Anstoß, der zum Umdenken in der einen oder anderen Handhabung einer Situation führt.

Ich spreche hier ausdrücklich nicht nur von meinem Blog, sondern von all den Elternblogs da draußen, die alle unterschiedliche Ausrichtungen und Schwerpunkte haben.Jedes einzelne hat seine Daseinsberechtigung, egal wie hoch oder gering die Besucherzahlen sind. Wenn jemand zu mir sagt, dass es ihm peinlich währe sich vor mir über seine geringen Besucherzahlen zu freuen, dann macht mich das ernsthaft traurig. Nur weil dieses Blog von mehr Leuten gelesen wird, sind die Inhalte nicht richtiger oder wichtiger, als die eines vergleichsweise kleineren Blogs. 

Elternblogs leisten meiner Meinung nach einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Sie sind ein Teil dieses Online-Clans, der einem die Möglichkeit gibt, sich zu informieren, auszutauschen, eine Gemeinschaft zu sein. Im Internet ist man nie alleine. Wenn nachts um 2 Uhr das Kind seinen ersten Pseudo-Krupp-Anfall erleidet und man sich, zum ersten Mal in dieser Situation, schrecklich alleine und überfordert fühlt, wird irgendjemand auf Twitter zumindest schon mal einen Ratschlag haben. Vielleicht googelt man aber auch einfach nach einem Ratschlag und landet auf einem der unzähligen Blogs von Eltern, die diese Situation selber schon erlebt und durchgestanden haben. Nein, Entscheidungen kann einem das Internet auch nicht abnehmen. Das kann einem niemand. Aber man ist in diesen Situationen gefühlt nicht alleine, bekommt Anregungen und Tipps und findet so seinen eigenen Weg.

Natürlich sind Elternblogs auch Unterhaltung. Aber man muss schon ein gewisses Interesse am Thema Familie & Kinder haben, um einem Elternblog dauerhaft zu folgen. 

Wenn man also behauptet, Elternblogs hätten keine Relevanz  im Internet und für die Gesellschaft, dann gilt das ebenso für Blogs für z.B. Filmkritiken, Technik-Gadgets, Mode, Literatur, und so weiter. Alles, was gelesen wird, hat automatisch auch eine Zielgruppe und dient in irgendeiner Form der Informationsverbreitung und/oder -Gewinnung. Und ich behaupte weiter, dass Elternblogs in der heutigen Zeit sogar einen sehr wichtigen Rolle für unsere Gesellschaft spielen. Bedenkt man einmal, dass die “Institution Familie” Dreh- und Angelpunkt eines jeden Menschen bzw. seiner Entwicklung ist, so kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man der Berichterstattung und den Austausch über und aus eben dieser Institution die Relevanz absprechen kann?

Wie ich weiter oben schon schrieb: Alles, was gelesen wird, hat automatisch auch eine Zielgruppe und für eben diese ist ist der Inhalt relevant. 

Aber das ist nur meine Meinung. Die ich nun endlich einmal los geworden bin. In einem sogenannten Elternblog. 

Guten Tag.

Nachtrag/Korrektur: Der Begriff Online-Clan wurde nicht von dasnuf, sondern von Frau Mierau geprägt. Außerdem hat sie das Thema Online-Clan auch in einem Vortrag auf der re:publica 2014 behandelt.

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8. Oktober 2014 / Pia Drießen

Annehmen, was man nicht ändern kann.

Der vergangene September war der Besucherstärkste Monat, den dieses Blog überhaupt je erlebt hat. Das ist ziemlich großartig und macht mich ganz verlegen. Vielen herzlichen Dank, dass Sie alle immer und immer wieder vorbei kommen, meine Beiträge kommentieren, “liken” und teilen.

Ein weniger schöner Nebeneffekt des neuen Besucheransturms war leider, dass diese Seite mehrmals täglich für einige Minuten nicht erreichbar war. Oft nach Veröffentlichung neuer Beiträge. Aus diesem Grund hat mein Hoster manitu.de heute nochmal Änderungen am Server und der Datenbank vorgenommen, um eine bessere Erreichbarkeit der Seite zu erzielen. Als Bis einer heult! unter diesem Domain online ging konnte einfach noch niemand ahnen, wohin das einmal führen würde. In nur einem Jahr haben sich die Besucherzahlen pro Monat vervierfacht. Das ist der helle Wahnsinn.

Im September 2013 sahen die Zahlen wie folgt aus:

Besucher gesamt: 55.482
Seitenaufrufe gesamt: 204.802

Besucher im Durchschnitt pro Tag: 1.849
Seitenaufrufe im Durchschnitt pro Tag: 6.827

Im September 2014 sah das ganze dann so aus:

Besucher gesamt: 206.499
Seitenaufrufe gesamt: 642.714

Besucher im Durchschnitt pro Tag: 6.883
Seitenaufrufe im Durchschnitt pro Tag: 21.424

Das mit dem hellen Wahnsinn habe ich schon erwähnt, oder? 

Tatsächlich habe ich mal gedacht, dass man sich unter Druck gesetzt fühlt, wenn man derart hohe Besucherzahlen hat. In Wahrheit fühle ich mich hier aber nach wie vor einfach “zuhause”. Ich habe es aufgegeben, jedem gefallen zu wollen. Inzwischen weiß auch ich, dass ich wohl niemals einen Beitrag schreiben werde, dem jeder zustimmt oder an dem man halt nichts auszusetzen findet. Wenn ich einen lustigen Abriss über eine Horroreinkaufstour mit dem Meedchen schreibe, dann wird sich mindestens einer dazu berufen fühlen, dies ganz und gar nicht lustig zu finden und das Verhalten des Meedchens auf mangelnde Erziehung zurückzuführen. Es tut mir leid, dass sich nicht jeder Leser an jedem Text erfreuen kann. Ich werde dennoch so schreiben, wie ich es möchte und wie es eben manchmal einfach aus mir heraus bricht. 

Wenn man anfängt über die Wirkung der eigenen Texte auf die Leserschaft zu sinnieren, bevor man sie geschrieben hat, braucht man gar nicht mehr anfangen. Ich weiß inzwischen, dass ich polarisiere. Mit Brotdosen, mit den Produkte die ich benutze/vorstelle, mit der Art und Weise, wie ich mit meinen Kindern umgehe/rede, wie ich meinen Alltag organisiere, ob ich arbeiten gehe oder es lasse. 

Wissen Sie, Menschen sind unterschiedlich. Einfach alle. Was den einen langweilt, kann für den anderen die reine Erfüllung sein. Wir leben in einer Zeit, in der es jedem frei steht, den Weg zu gehen, den er möchte. Natürlich nicht uneingeschränkt. Es gibt immer Hindernisse. Hier und da. Aber in Groben und Ganzen haben wir einfach Wahlfreiheit in der Gestaltung unseres Lebens, unserer Freizeit. Und weil ich hier darüber berichte, wie wir unser Leben gestalten, ist das ja noch lange keine Anleitung oder ein Leitfaden für ein glückliches Leben für Jedermann. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, unterschiedlich ausgeprägte emotionale, soziale, psychische und physische Bedürfnisse. Glück definiert jeder anders.

Auch habe ich begriffen, dass immer irgendwer urteilen muss. Ganz schrecklich dringend. Die Anonymität des Internets macht es uns da so verdammt einfach. Mich tangiert meist nicht mal mehr das, denn ich werde niemanden von diesen Menschen ändern, egal wie oft ich hier erwähne, dass sie sich da ganz schön große Stücke raus nehmen, für die sie im realen Leben vermutlich nicht mal ansatzweise genug Mut haben würden. Und dann denke ich auch: wenn es denen dann besser geht, war’s zumindest für irgendwas gut.

Ja, klar, Bis einer heult! hat für viele auch sicherlich so einen Daily Soap-Charakter. Man muss unbedingt wissen, wie es weiter geht. Oder Autounfall-Charakter, wo man unbedingt hinstarren muss, obwohl man gar nicht möchte. Na ja, Sie wissen schon was ich meine. Für mich ist das okay. Immerhin schwebt hier keiner in Lebensgefahr. Und die üblichen Daily Soap-Storyboards bediene ich auch nur sehr bedingt.

Hat man einfach angenommen, dass es eben ist, wie es ist, in diesem Internet da … dann kann man über so vieles hinwegsehen, lächeln, den Kopf schütteln und manchmal auch lauthals lachen. Aber man tut damit keinem weh. 

Aus diesem Grund möchte ich heute grundsätzlich allen Lesern für ihre Besuche danken. Allen, auch denen, die eben zum stänkern vorbei kommen (was jetzt nicht heißt, dass ich Eure Kommentare nicht weiterhin lösche. Sorry.)

Und ich wünsche ausnahmslos allen Lesern, besonders den meckernden und unzufriedenen, dass sie glücklich und zufrieden mit dem Leben sind, das sie haben. So wie ich hier. In meinem Leben und mit meinen Blog.

Küsschen, Ihr Lieben!

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6. Oktober 2014 / Pia Drießen

Und dann kam SIE.

Eigentlich haben wir das mit dem gemeinsamen Einkaufen ziemlich gut drauf, die Kinder und ich. Solange das Meedchen im Einkaufswagen saß, war alles Friede, Freude, Eierkuchen. Die Jungs halfen prima beim Einkaufen, holten die gewünschten Sachen, beluden das Kassenband, räumten Einkäufe in den Wagen und danach ins Auto. Es hat wirklich Spaß gemacht. Die Regeln haben sie auch sehr verinnerlicht. Auf dem Parkplatz wird immer mit einer Hand am Einkaufswagen gegangen. Im Laden wird nicht rückwärts gelaufen oder in egal welche Richtung gerannt. Wir schreien uns nicht über 3 Regale hinweg Fragen zu und wir trommeln nicht nervtötend as hell an die Scheibe der Wurstauslage. So. 

Und dann kam sie. 2,5 Jahre alt. Stur wie ein Esel und umtriebig wie ein Eichhörnchen. Zu allererst will sie mal nicht mehr im Einkaufswagen sitzen. Laufen will sie aber auch nicht. Also legt sie sich in ganzer Pracht – immerhin mittlerweile 85,5 cm Länge – bei Aldi in den Gang. Vorm Kaffee. Leider beeindruckt es sie auch gar nicht, wenn wir einfach weiter fahren. Erst lockt der kleine Bruder, dann bettelt der Große, sie möge doch nun endlich kommen. Man habe Hunger. Als wir den Brezelbackautomat erreichen rappelt sie sich schließlich auf und stürmt auf uns zu. Weil ich heute keine Diskussionen ertrage, darf einfach keins der Kinder den Brezelknopf drücken und ich mache das höchstpersönlich selber. 6 x. Danach habe ich 5 Tüten Nimm 2 Lachdings im Wagen und zwei Tüten Karamelbonbons, die alle unter lautem Geheule und Gejaule wieder ausgepackt werden. Die Jungs sind Zen, fragen nach einem Stück Brezel und bekommen es. Das wiederum ruft die kleine Schwester auf den Plan, die jetzt SOFORT im Wagen sitzen will, um – wie sich binnen weniger Sekunden heraus stellt – die Brezeltüte zu zerreißen. Wir sammeln also die Brezeln wieder auf, holen  eine neue Brezeltüte und der Große bricht der kleinen Schwester ein Stück von seinem Brezelstück ab. Guter Junge. Ich tätschel sein Haupthaar.

Während wir so durch die Gänge schieben, versucht das Meedchen alles an sich zu reißen, was auf Armlänge erreichbar ist. Die mit Hubwagen zugeparkten Gänge erlauben es mir aber nicht, mittig zu fahren. Sie hat kurzfristig mindestens 16 Arme, da bin ich mir sicher. Die Jungs sortieren alles wieder ins Regal. Helden! Natürlich hat sie mit dem 16. Arm das Brezelstück verschlungen und fordert nun lautstark “Mehr Bezäll!” Der Quietschbeu schaut bedröppelt auf sein geschrumpftes Stück Brezel und dann zum kleinen Bruder. Der seufzt und bricht wiederum ein Stück von seiner Brezel ab. “Nain, nich Du, Duddus! Er da Bezäll geben meina!” Man muss wissen, dass das Meedchen sich weigert den Namen des großen Bruders auszusprechen. So sagt sie entweder “Du da!“, “Er da!” oder auch “Nich der Duddus!” Manchmal sagt sie auch “Nich der Jussus!” Aber das ist selten. Der Quietschbeu gibt nach.

Ich verliere mich kurz in dem Irrglauben mal über die Angebote zu schauen, verwerfe den Gedanken aber direkt, nachdem ich direkt 5 Fleecepullis im Wagen habe. Nein. Wir brauchen keine Fleecepullis.

An der Kasse wirft sie zuerst die Avocados mit voller Wucht auf und über das Kassenband, um dann mit dem Finger zielgerichtet ein Loch in den Schmandbecher zu bohren. Wir dürfen umtauschen und ich bedanke mich artig mehrfach beim freundlichen Kassenpersonal. Derweil versucht das Meedchen selbstständig aus dem Wagen zu klettern und ich belade das Kassenband weiter, eine Hand am Hosenbund des Meedchens. Von Schädelbasisbrüchen hört man ja auch nix gutes.

Im nächsten Laden will sie unbedingt laufen, untermalt von erneuten waghalsigen Ausstiegversuchen aus dem Einkaufswagen. Ich setze sie also runter und will sie gerade daran erinnern, beim Wagen zu bleiben, da stürmt sie auch schon los: “Duddus! Fang mich!” Aus einem Naturgegebenen Jagdreflex heraus wirbelt das Löwenmaul auf dem Absatz herum und sprintet los. Ich rufe seinen Namen. Laut. Knapp. Er schaltet sofort, versteht ohne weitere Worte und dreht sich zu mir um. Das Meedchen ist natürlich stinksauer, weil der Bruder mit ihr jetzt nicht zwischen Brot- und Wursttheke Fangen spielen will. Das tut sie auch lautstark kund: “Bösa Duddus! Fangen meina! Nich lieb! Gar nich lieb!!”

Ich tue so, als würde ich das Kind nicht kennen. In 10 Minuten sind wir hier raus. Denk ich mir so. An der Wursttheke überlegen die Jungs, was sie alles gerne hätten. Leberwurst. War ja klar. Das Löwenmaul tut so, als würde er durch die dazwischen befindliche Glasscheibe in die ausliegende Wurst beißen. Das Meedchen ahmt dies nach, indem sie quer über die Scheibe leckt. “Guck, Mama! Auch esse Ledawosch!” Dann versucht sie das ganze nochmal und rumst dabei mit Karacho mit der Nasenwurzel gegen die Scheibe. Sie weint und schreit, ich tröste und puste die Nase. Es gibt eine Scheibe Wurst. Alle, bis aufs Löwenmaul, sagen artig “Danke!“, wofür das Löwenmaul von der Wurstfachverkäuferin erstmal einen Rüffel bekommt. Unbeeindruckt davon flötet er ein zuckersüßes “Tschulligung!” und der Quietschbeu setzt nochmal ein unvermitteltes “Bitte!” hinterher, worauf die Wurstfachverkäuferin – nun vollends aus dem Konzept – “Danke …” antwortet. Hauptsache Wurst.

Auf dem Weg zur Kasse biegt das Meedchen einfach plötzlich links ab und ist weg. Ich überlege, ob ich Panik oder sowas entwickeln soll, sehe dann, dass es das Putzmittelregal war und nehme Geschwindigkeit auf. Weil: Packungen sind zum Öffnen da. Im nächsten Gang haben wir sie eingeholt und der Quietschbeu ruft entrüstet: “Mathi, wenn da jetzt ein Hund gekommen wäre?” Sie müssen wissen, das Meedchen hat panische Angst vor Hunden. Weshalb sie sich nun auch vollkommen aufgelöst an mein Bein klammert und “Huun? Huun?” weint. Gnaaa. Immerhin darf ich sie jetzt wieder in den Wagen setzen. Allerdings auch nur bis zur Kasse, wo sie sich erneut versucht in die Tiefe zu stürzen. Während ich versuche sie zum Sitzen zu überreden, sie dabei in eine Art Klammergriff nehme, damit sie eben nicht fällt, höre ich plötzlich neben mir den Satz “Hallo? Was machen Sie denn da mit ihrem Kind?” PULS!

Ich setz das Meedchen wieder runter, drehe mich zu der Stimme um und … erkenne meine grinsende Nachbarin mit Kind. 2 Jahre alt. Das brav und vergnügt seinen Mini-Einkaufswagen schiebt. Ich grinse. Das muss für Außenstehende ein ganz schönes Schauspiel sein. Die Mutter mit dem nicht zu bändigenden 2,5jährigen Meedchen. Ich murmel feixend sowas wie “Gleich binde ich sie hier an und gehe …” woraufhin wir beide laut lachen. Die Jungs haben das Kassenband beladen. Das Meedchen ist weg. Ich renne durch 3 Gänge, bis ich sie mit einem Ü-Ei in der Hand auffinde und mir unter den Arm klemme. Mit einer Hand bezahle ich, mit der anderen umklammere ich das rudernde Meedchen, das abwechselnd nach “Mehr Woosch!” und “Mehr Bezäll!” schreit. Die Jungs räumen alles in den Wagen. 

Auf dem Weg nach draußen fällt dem Meedchen ein, dass sie ihre Puppe nicht dabei hat. Also schreit sie bis zum Auto nach ihrer Lilly, die eben im Auto wartet. Ruhe! Halleluja!

Die Jungs, die waren nicht so. Auch schon anstrengend, aber nicht so. Und wenn ich die beiden nicht hätte, dann wäre ich heute vermutlich gnadenlos untergegangen und hätte spätestens auf dem Parkplatz einen Nervenkasper erlitten.

Aber so war es einfach Einkaufen. Mit dem Meedchen halt. Mein persönliches “next Level” sozusagen. Aber wie man mir bei Aldi vorm Keksregal unbekannterweise versicherte: “Das verwächst sich! Versprochen!” Na dann.

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6. Oktober 2014 / Pia Drießen

Just for me moments 40/2014

Die letzte Woche war irgendwie sehr tubolent. Vermutlich auch, weil der Miezmann am Dienstag mit Sack und Pack Heim kehrte (*woohoo*) und die restliche Woche frei hatte. Meine Just for me moments habe ich natürlich dennoch genossen.

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Ich habe wieder viel Zeit hinter der Nähmaschine verbringen können und eine Hose für das Meedchen, eine für den Quietschbeu, einen Pulli fürs Löwenmaul (der dann leider zu klein war) und ein Sweatshirt für das Meedchen genäht. Alles wirklich wunderschöne Teile, über die die Kinder sich riesig gefreut haben. Das ist immer der schönste Lohn :)

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Eeeendlich konnte ich die langersehnte Hochzeit bei Donwton Abbey sehen und genießen. Und weil ich hier nicht spoilen will, zeige ich Euch nur einen Teil des Brautpaars ;) Downton Abbey ist genau das richtige für so ein bisschen Herzschmerz und Bauchkribbeln. Ich mag die Serie sehr!

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Außerdem habe ich diese Woche die bezaubernde Frau Mümmel endlich kennegelernt. So ein toller sympathischer Mensch. Wir waren gemeinsam mit Judith im Familiencafé ums Eck und hatten einen sehr schönen Nachmittag. Manchmal wird das Überwinden meiner Phobie vor Menschen aus dem Internet tatsächlich belohnt.

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Außerdem bin ich zufällig über dieses Buch gestolpert. Der Klappentext und die Bewertungen habe mich sofort angesprochen und so zog es ratzfatz bei mir ein. Ja, ich höre es als ungekürztes Hörbuch. So kann ich auf dem Sofa besser entspannen, oder auch beim Nähen hören. Deine Seele in mir kann ich jedem empfehlen, der so ein bisschen Tiefgang mit etwas Übersinnlichkeit mag. Eine sehr berührende Geschichte.

Die 14 Teilnehmer aus der letzten Woche findet Ihr hier. Wer seine Just for me moments ebenfalls teilen mag, der schreibe einfach einen Blogbeitrag und verlinke den Beitrag (nicht das Blog) in der unten stehenden Linkliste. Wer kein Blog hat, der kann auch via Twitter oder Intergram mit dem Hashtag #JFMM und für die aktuelle Woche #JFMM41 teilnehmen.

Habt eine bezaubernde Woche!

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2. Oktober 2014 / Pia Drießen

Ringelmiez ruft: Zeigt her Eure Nähecke!

Ella von Ringelmiez fordert ihre Leser heute in ihrem Blog dazu auf, doch mal die eigene Nähecke zu zeigen. Dem Ruf folge ich gerne, ist das Nähzimmer doch gerade einer meiner liebsten Orte. Einen Einblick, wie mein Nähzimmre perfekt aufgeräumt und blitzeblank geputzt aussieht, könnt Ihr hier gewinnen. Zu den Details aus dem Alltagszustand erzähle ich Euch dann heute gerne etwas mehr.

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Mein kleiner Zuschneideplatz, der immer irgendwie chaotisch wirkt, ob er aufgeräumt ist oder nicht. Manchmal regt mich die geringe Größe sehr auf. Dann denke ich aber wieder daran, dass ganz viele andere gar keinen haben und bin demütig und dankbar ;) Ich bin übrigens passionierte Rollschneider-Nutzerin. Mein Standard-Rollschneider ist der Mini von Prym, der sich ideal für den Zuschnitt von Kleidung eignet. Den Maxi Rollschneider nutze ich lediglich für große Strecken ohne viele Kurven, wie z.B. für Kissenhüllen, Bettwäsche, Decken etc. Die Schneidematte hat die Maße 60 x 45 cm. Da muss ganz dringend eine größere her!

In den Kartons sind fertiggestellte Produkte (Kuscheltiere, Täschchen, Klimmbimm). Neben dem Zuschneideplatz steht mein Korb für die Stoffreste, die ich noch für Stichproben nutze.

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Eine sehr häufige Frage ist die nach meiner Näh- beziehungsweise Overlockmaschine, daher will ich die hier mal beantworten: Ich habe eine Brother Innov-is 350SE Nähmaschine und eine Brother 3034D Overlockmaschine. Mit beiden Maschinen bin ich sehr zufrieden. Ich habe auch mal mit der Anschaffung einer Stickmaschine geliebäugelt, aber da ich gar nicht so auf Stickereien stehe, hab ich mir diese kostspielige Spielerei dann verkniffen. Aber ich würde eventuell noch in einer schöne Coverstitch investieren. Oder eine größere Overlock. Hach ja.

Unter dem Tisch lagere ich Füllwatte, eine Kiste mir Probestoffen, eine mit Briefumschlägen, die Abdeckung der Nähmaschine und und und. 
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Hier schreibe ich in der Regel meine Blogbeiträge, stelle Nähprojekte zusammen, etc. Dank Dockingstation in der Laptop ratzfatz angebracht. Das in der Mitte ist mein heiß geliebtes Gütermann Nähfadenalbum. So habe ich immer ein farblich passendes Garn zu egal was und kann simpel und schnell nachordern, wenn mir was ausgeht, da alle Fächer mit Artikelnummer versehen sind. Die Frischhaltebeutel sind für den sauberen Versand von Nähaufträgen. Rechts seht ihr meine Buchhaltungsablage. Müsste mal wieder abgetragen werden *räusper*20141002_nähzimmer_04

Die Jersey-Stoffe lagere ich in Expedit-Reaglen (die nun leider auch voll sind), die Sweats und Kuschelfleece in einem alten ausrangierten Kinderzimmerschrank. Außerdem habe ich noch einen Schrank für die Baumwollstoffe, Jeans, Cord und Futterfleece, der hier nicht im Bild ist. Die Stoffe die auf der Erde liegen sind entweder neu und noch nicht einsortiert oder gerade in Gebrauch oder für kommende Projekte ausgewählt. Aber im Moment ist mein Regal ohnehin wegen Überfüllung geschlossen.
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In so einer lustigen Werkzeugbox horte ich meine Kam-Snap, Holzperlen, Schnullerkettenclips und anderen Kleinkram. In der pinken Kiste sind größere Stoffreststücke, die man noch für Applikationen oder kleine Nähprojekte verwenden kann. In der flachen weißen Box habe ich meine Webbänder. Da ich nicht der größte Webbandfan bin, reicht mir diese kleine Schraubenkiste locker aus.20141002_nähzimmer_06

In einer Kiste (IKEA) bewahre ich die Bündchen auf, in der anderen Kurzwaren wie Reißverschlüsse, Klettbänder, Paspeln, Borten, Gummilitzen und Pipapo. 20141002_nähzimmer_07

Schnittmusteraufbewahrung. Ist ja auch immer so ein heikles Thema. Ich hab dafür eine Kiste, in die etwa B4 hinein passt. Also gefaltete Papierschnitte oder gedrucke und noch nicht verklebte eBooks. Alle anderen Schnitte lagere ich derzeit gestapelt oben drauf. Nicht ideal, aber wenigstens schnell griffbereit. In der roten Kiste sammle ist das ganze Garn für Näh- & Overlockmaschine. In der durchsichtigen Kiste stecken die Kam-Snaps-Zange, Lochzange, Ösenzange und weiteres Werkzeug.. 20141002_nähzimmer_09

 

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp zur Schnittmusteraufbwahrung: ich habe mir diese großen Büroklammern bei IKEA gekauft und halte damit alle Teile eines Schnittmusters zusammen. Das funktioniert ganz hervorragend und man muss nicht lange nach kleineren Teilen in einer Kiste kramen. Die Bündel lege ich dann halt auf den Stapel vom Bild zuvor.

Mein Nähzimmer ist heute nicht im Chaos, weil ich gestern den Boden freigeräumt habe. Sonst liegen noch diverse Schnittmuster herum und der Bosen ist voll von Fadenraupen und Stoffresten. Mein Mülleimer ist im Übrigen auch immer voll. 

Ich finde das total spannend in fremde Nähzimmer zu gucken. Also … wer zeigt seines auch noch her? 

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